Intel und AMD müssen sich in den kommenden Jahren darauf einstellen, dass ihre Marktanteile bei den günstigen Notebooks und Netbooks allmählich etwas schrumpfen. Der Grund dafür ist der von Marktbeobachtern prognostizierte Boom im Bereich der Laptops mit ARM-Prozessoren, die den großen x86-Platzhirschen im Zuge der Einführung von Windows 8 allmählich das Leben schwer machen sollen. Beim Marktforschungsunternehmen iSuppli geht man davon aus, dass bis 2015 mehr als jeder fünfte Laptop mit einer ARM-Plattform ausgerüstet sein wird. Der Großteil der Geräte wird nach Einschätzung des Analysten Matthew Wilkins mit der neuen ARM-Variante von Windows 8 laufen, so dass sich gerade Microsoft als Profiteur des Wettbewerbs zwischen den verschiedenen Plattformen über ordentliche Gewinne freuen dürfte.
Bis 2015 wird der Anteil der ARM-Geräte an den weltweiten Gesamtlieferzahlen für Laptops laut Wilkins von 3 auf fast 23 Prozent ansteigen. Rechnet er für 2012 nur mit rund 7,6 Millionen ausgelieferten ARM-Notebooks, so soll ihre Zahl innerhalb der nächsten vier Jahre auf satte 74 Millionen Einheiten steigen. Bei Intel braucht man sich generell aber wohl keine Sorgen machen, plötzlich von der Bildfläche zu verschwinden, denn der Löwenanteil der Notebooks wird weiterhin mit x86-Prozessoren arbeiten, während die Anzahl der jährlich verkauften Geräte generell weiter kräftig ansteigt. Der Großteil der ARM-Notebooks wird vor allem in das Segment der günstigen Geräte fallen, denn in Sachen Leistung können die Chips noch nicht mit den x86-CPUs mithalten. Dafür haben sie aber bei der Energieeffizienz die Nase vorn, so dass wir uns wohl auf günstige, lange laufende Geräte freuen können.
Quelle: DigiTimes
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