Die chinesischen Behörden haben einen auf die unversteuerte Einfuhr von iPhones und iPads spezialisierten Schmuggler-Ring dingfest gemacht. Seit der letzten Woche müssen sich zahlreiche Beteiligte in Shenzhen vor Gericht verantworten.

26 iPhone-Schmuggler in China vor Gericht – 162.000 Geräte illegal eingeführt

Am Mittwoch letzter Woche begann in Shenzhen das Verfahren gegen insgesamt 26 Personen, die Teil von fünf Schmugglergruppen waren. Sie sollen insgesamt mehr als 162.000 Smartphones im Wert von gut 80 Millionen Dollar illegal nach China gebracht haben, ohne die üblichen Einfuhrabgaben zu zahlen. Die Geräte wurden im Lauf der letzten zwei Jahre aus Hong Kong nach China gebracht. Bei den Angeklagten handelt es sich offenbar zu rund der Hälfte um Hausfrauen, die regelmäßig nach Hong Kong reisten und für das Mitbringen eines Telefons pro Stück jeweils 20 bis 30 Yuan erhielten – also umgerechnet rund 2,50 bis 3,80 Euro. In den meisten Fällen sollen die Täterinnen auch iPads geschmuggelt haben.

Die Apple Smartphones und Tablets wurden über einen der bekanntesten chinesischen Händler für derartige Geräte verkauft, der einen Online-Shop bei Taobao betrieb. Taobao ist eine Tochter von Alibaba und bietet Händlern eine Plattform zum Vertrieb ihrer Produkte an Endkunden. Der Shop wurde von Taobao inzwischen geschlossen, nachdem die Hong Konger Behörden im April eine Untersuchung wegen des Verdachts des Schmuggels eingeleitet hatten. Seit einiger Zeit erhebt die chinesische Regierung hohe Einfuhrzölle auf Elektronikgeräte und Luxusgüter, was zur Entstehung einer großen Nachfrage für geschmuggelte Geräte geführt hat. Produkte wie iPhone und iPad werden in anderen asiatischen Ländern, den USA oder auch Europa gekauft und auf Flugreisen im Gepäck mit eingeführt, um die Geräte später gewinnbringend in China zu verkaufen.

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