3D-Drucker sind das nächste (oder aktuelle?) heiße Ding, sagt man. Das Kickstarter-Projekt 3Doodler passt da wohl perfekt in den Trend und setzt sogar noch einen drauf!

3Doodler: unglaublicher 3D-Drucker in Stift-Format

3D-Drucker finde ich per se schon mal faszinierend und manchmal male ich mir aus, wie ich in ein paar Jahren zuhause meine eigenen Smartphone-Hüllen, Möbel und Frikadellen ausdrucke (ja, klingt in der Kombination in der Tat merkwürdig), aber 3Doodler ist nochmal  ein wenig anders. Ihr habt hier nämlich keinen eigentlichen Drucker, der euch einen dreidimensionalen Gegenstand modelliert. Ihr habt einen mit Kunststoff gefüllten Stift – und hoffentlich eine ruhige Hand. Soll heißen, ihr malt eure Ideen irgendwo hin und habt sie direkt dreidimensional vor euch.

Im Video seht ihr ein sehr schönes Beispiel, wie anhand einer gezeichneten Vorlage ein Eiffelturm erstellt wird. Genau so gut könnt ihr aber auch tatsächlich wild in die Luft malen und euch eure 3D-Modelle so erschaffen. Das mag für einen Bewegungs-Legastheniker wie mich mit chronisch unruhiger Hand zwar in einer Katastrophe ausarten, aber bei Armeen von bastelwütigen Menschen, die nach Salzteig und Stempeln irgendwann das Kartenbasteln für sich entdeckt haben, könnte das eine ganz große Sache werden.

Sehe wohl auch nicht nur ich so, denn das Projekt startet bei Kickstarter sensationell durch. 30.000 Dollar hätte man gerne eingesammelt, nun sind es bereits knapp 2 Millionen, die von weit über 20.000 Menschen in dieses Unternehmen investiert wurden und es läuft schließlich noch 23 Tage.

Wie funktioniert das in der Praxis? Gar nicht mal so viel anders als bei einem normalen 3D-Drucker: Es befindet sich im 3Doodler-Stift Kunststoff, der erhitzt wird und direkt nach dem Austreten wieder aushärtet. Dazu wird in der Praxis einiges an Fingerfertigkeit notwendig sein, um tatsächlich ansprechende Gebilde in die Luft zu malen, aber die Jungs halten das Risiko für die Käufer gering, denn der Preis ist mit umgerechnet nicht einmal 60 Euro wirklich fair. Aktuell werden 75 Dollar (+10 für nicht-USA-Länder) veranschlagt, dann kommt der 3Doodler auch zu euch nach Hause. Ein wenig gedulden müsst ihr euch allerdings: Die ersten Stifte sind schon ausverkauft und sollen Ende 2013 ausgeliefert werden, wer jetzt zuschlägt, wird mit seinem 3D-Stift dann Anfang 2014 bedacht.

Ich halte es für eine echt abgefahrene Idee und vielleicht seid ihr ja meiner Meinung, wenn ihr euch das Teil mal in Action anschaut – hier ist der Clip der Entwickler Peter Dilworth und Max Bogue:

Newsletter abonnieren

RSS-Icon Immer auf dem Laufenden bleiben? Dann abonniere unseren RSS-Feed!
  • Philipp Ehm

    Sieht echt genial aus :D

  • Phreeze

    Gibts doch schon lange…nennt sich Heissklebepistole :-/
    Mir geht das ge3ddrucke irgendwie aufn Keks. Sieht alles billig aus, aus Plastik, unstabil etc. etc. (nicht professionelle Geräte mein ich, wie Makerbot und Konsorten)

    • Thomas Schmidt

      Heißkleber mit anscheinend modifiziertem Antrieb. Präziser, dafür kommt nur wenig raus. Könnte schon für manche Konstruktion gehen.

    • LinHead

      DIe ziehen das Zeug ja auch wieder vom Papier ab – klebt also genausowenig wie Heißkleber ;-)

  • Maik

    Und wie ist das mit dem Nachfüllen?

    • Thomas Schmidt

      Anscheinend braucht man massenweise feine Stäbe von dem Zeugs.

Trackbacks & Pingbacks