Google will rund um Android für mehr Sicherheit sorgen und führt dazu einen neuen Dienst ein, der den Namen “Bouncer” trägt und sozusagen als “Türsteher” verhindern soll, dass Apps mit Schadsoftware von zwielichtigen Entwicklern über den Android Marketplace veröffentlicht werden. Bouncer scannt nicht nur alle Apps in Googles Marktplatz, sondern prüft auch die Nuzterkonten der Entwickler, um diese ebenfalls auf Malware, Spyware und Trojaner zu prüfen. Außerdem soll der neue Sicherheitsdienst auch das Verhalten von Apps überwachen, um mögliche illegale oder schädliche Aktivitäten zu unterbinden.

All dies wird von Bouncer automatisch erledigt, ohne dass die Entwickler von Android-Apps dazu ihre Anwendungen durch einen speziellen Zertifizierungsprozess schicken zu müssen. Bisher gibt es beim Android Marktplatz keinen so umfangreichen Prüfungsprozess wie bei Apples App Store, wo neue Anwendungen erst nach einer ausführlichen Untersuchung für den Vertrieb freigegeben werden. Bouncer wird nach Angaben von Google schon seit einiger Zeit eingesetzt und sorgte für einen Rückgang der Zahl der schädlichen Anwendungen.

Quelle: Google Blog via Nothingbuttablets

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  • johannes cermak

    würde gerne wissen wie das teil das verhalten der apps während des Betriebes feststellt,
    klingt für mich eindeutig seltsam genauso wie die Tatsache das es schon einige zeit läuft und niemand in diesem so offenen system es gemerkt hat.
    was und wie werden tools bzw apps definiert damit sie ausgefiltert werden.

    fragen über fragen….klingt für mich einfach nach einem großen schritt Richtung komplett überwachter appstore wie bei apple und ms.

    • http://twothe.myopenid.com/ TwoThe

      Soweit ich das verstanden habe ist der Bouncer eine Art Virenscanner, der vorher schon mal nach verdächtigem Code sucht. Apps die Code aus dem Netz nachladen sind selbstverständlich damit besonders vedächtig, ausgeschlossen wird so eine App aber nur nach Prüfung durch Menschen.

      Solange sich das im Rahmen Viren und Co bewegt finde ich das eine gute Sache, und wenn Android auf die Idee kommt den 2. Jobs zu machen, werden die ihre Entwickler schneller wieder los als man “Windows Phone” sagen kann.

      • Anonymous

         Uhm… sie könnten eine Zertifizierung ja als Option anbieten (Vertrauensschaffung beim Kunden).

        Btw, auch menschliche Kontrolle schließt es nicht aus. Die können ja auch nicht jedes bit prüfen (oder geschickt verstecktes Zusammenspiel mehrerer Komponenten).

        Btw, “Apps die Code aus dem Netz nachladen”: Code ist letztlich eine Form von Daten. Grundsätzlich sind nach diesem Kriterium also alle Apps verdächtig, die in irgendeiner Form Daten mit dem Web austauschen. Kurz… Soziemlich alle. (Jede Datei könnte theoretisch umdeklarierter Code sein).

  • Giovanni Cristella

    Ich finde ihn nicht im Market :-/

    • Anonymous

      Android Market wird damit seitens Google gescannt. Den brauchst du dir nicht aufs Gerät laden :)

      Habe ich jedenfalls so verstanden.

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