Laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap hat Apple im letzten halben Jahr über 1.000 Patente und Patentanträge der Patentgemeinschaft „Rockstar“ erworben. Diese stammen ursprünglich vom Telekommunikationsunternehmen Nortel und wurden vom „Rockstar“-Konsortium übernommen.
Damals konnte sich das „Rockstar“-Konsortium aus Apple, Microsoft, Sony, EMC, Ericsson und RIM gegen Google beim Bieterwettstreit um die Patente des bankrotten Unternehmens durchsetzen und das Portfolio aus insgesamt 6.000 Patenten zum Preis von $4,5 Milliarden übernehmen. Diese Patente umfassen Verfahren aus den Bereichen Mobilfunk, LTE, Netzwerk- und Chip-Technik. Zwar hatte Apple bereits Zugriff auf diesen Patentpool, was dem Unternehmen schon $2,5 Milliarden wert war, die in „Rockstar“ gesteckt wurden, aber durch den direkten Kauf der Patente kann Apple sie nicht nur für eigene Produkte nutzen, sondern vor allem auch als Munition in den andauernden Patentkriegen nutzen – zum Beispiel auch gegen Samsung.
Ob Apple diese Patente nun für neue Klagen nutzen oder als Druckmittel zur Beilegung laufender Verfahren nutzen wird bleibt abzuwarten. Zuzutrauen wäre dem Unternehmen wohl beides.
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