Richterin Lucy Koh hat in Kalifornien erst kürzlich entschieden, dass es beim Streit Samsung gegen Apple keinen Grund für ein Verkaufsverbot der Geräte der Koreaner gibt. Apple wäre aber nicht Apple, wenn man das so einfach hinnehmen würde und so kämpft das Unternehmen weiter dafür, dass Samsung-Devices vom US-Markt verschwinden.

Apple kämpft weiter gegen Samsung um US-Verkaufsverbot

Apple hat nicht glaubhaft belegen können, dass durch Samsungs Verfehlungen der Umsatz der Apple-Geräte gefährdet wäre und somit gibt es auch keinen Grund, die beanstandeten über 20 Devices in den USA aus dem Verkehr zu ziehen. Nichtsdestotrotz geht Apple nun wenig überraschend in Berufung, ist also meilenweit davon entfernt, in der Sache klein beizugeben.

Ganze 26 Geräte hat Apple dabei im Visier, von denen aber sehr viele entweder bereits von Samsung selbst aus dem Verkehr gezogen worden sind oder generell keine wichtige Rolle mehr in der Strategie des südkoreanischen Unternehmens spielen. Die aktuellen Devices wird sich Apple in einem neuen Verfahren vorknöpfen – an gleichem Ort. Auch Samsung wird da dann wieder Ansprüche erheben bzw Apple-Geräte ins Visier nehmen, aber das ist aktuell noch Zukunftsmusik und die leise Hoffnung habe ich immer noch, dass man im kommenden Jahr irgendwie einen sinnigeren Wege als die ewigen Gerichts-Schlachten findet. Bis es aber soweit ist, versucht Apple alles Menschenmögliche, Samsung aus dem US-Markt zu drücken und ich persönlich drücke fest die Daumen, dass dieses Vorhaben gründlich misslingt.

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  • Stefan Schweizer

    Ich erinnere mich dunkel – da gab es doch Zeiten, in denen sich das Unternehmen mit den besten Idden und Produkten am Markt durchsetzten – heute entscheidet wohl der dreistere Patentanwalt das Spiel für sein Unternehmen – im internationalen Patentrecht ist nicht nur eine Reform fällig!

  • Ralf Schweinsberg

    Das Problem sind doch die Rechtsabteilungen der Firmen – die leben (und verdienen) an allen Verfahren. Nie wird eine Kanzlei auf ein solches Verfahren verzichten – warum auch? Davon leben diese doch recht gut.
    Es müssten schon die Firmenleitungen ein anderes, wirtschaftliches Interesse an einer Beilegung haben, z.B. um ein schlechtes Image zu vermeiden…
    Also, ich sehe da auch für 2013 schwarz – das geht gerade so weiter und wir können nur hoffen, dass es mehr resolute Richterinnen auf der Welt gibt.

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