Zwar wurden für das Crowdfunding-Projekt POP, eine Universal-Ladestation mehr als das Doppelte der benötigten $50.000 eingesammelt – umgesetzt wird es aber trotzdem nicht. Schuld daran sind die Bedingungen zu denen Apple den neuen Lightning-Connector lizensiert. Oder eben in diesem speziellen Fall nicht lizensiert.
POP sollte eine Ladestation für allerlei Smartphones, Tablets und andere per USB zu ladende Geräte werden. Optional auch mit einem 26.000mAh Akku ausgestattet sollte POP auch dann noch das Smartphone über Tage mit Strom versorgen, wenn dieser mal nicht mehr aus der Steckdose kommen sollte. Um das umständliche Hantieren mit verschiedenen Kabeln zu vermeiden sollte POP vier Kabel mit Einzug und einem praktischen Kombostecker bekommen.
Jetzt hatte Apple zwischenzeitlich den neuen Lightning-Connector für iPhone, iPod touch und iPad eingeführt. Das Team von Junior Edison wollte diesen natürlich integrieren: Statt 4 kombinierten 30-Pin-Connector-/microUSB-Anschlüssen sollten es je zwei kombinierte 30-Pin-/microUSB und Lighning-/microUSB-Anschlüsse werden. Daher hat man sich um eine Lizenz bei Apple beworben und wurde abgelehnt. Der Grund für die Ablehnung ist einerseits so unglaublich lächerlich, andererseits aber durchaus typisch für Apple: Es gibt keine Lizenzen für Geräte in denen neben dem Lightning-Connector noch andere Anschlüsse verbaut werden sollen. Das sagt zumindest Jamie Siminoff, der CEO von Junio Edison:
After applying to Apple (which is now required for Lightning), we learned that they are no longer willing to approve a product that uses the Lightning charger alongside any other charger (including their own 30-pin – seriously). Just like that, POP could no longer fulfill its true promise.
In der angekündigten Form, also nur mit dem 30-Pin- und ohne Lightning-Connector sollte POP nicht veröffentlicht werden. Und Kompromisse mit Adaptern oder verschiedenen Varianten der Ladestation wollte man nicht eingehen und so wurde entschieden, dass das gesamte Geld wieder zurück gezahlt werden sollte. Hier wird es übrigens wieder interessant oder auch seltsam: Angeblich sei es nicht möglich dies über Kickstarter zu tun, weswegen die Rückzahlung jetzt über die eigene Crowdfunding-Plattform „Christie Street“ passieren soll.
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