Neben der Vorstellung der Quartalszahlen hatte Tim Cook auch zu Apple Maps ein bisschen was gesagt: So wurden bereits viele Fehler in der App und im Kartenmaterial beseitig und es wird weiter daran gearbeitet, weitere Korrekturen und Verbesserungen werden im Laufe des Jahres kommen. Trotz – oder gerade wegen? – der vielen Fehler in der App zum Start, sollen iOS-Nutzer diese aber häufiger nutzen als Google Maps in den früheren iOS Versionen.
Während Korrekturen und Verbesserungen niemanden überraschen, schließlich sind diese dringend nötig und sind durchaus auch zu sehen, ist die Behauptung, dass iOS 6 Benutzer die Apple Maps App „signifikant“ häufiger nutzen als die Google Maps App in den früheren Versionen von iOS im ersten Moment nicht direkt nachvollziehbar. Andererseits geht es dabei ja nicht um die Art der Benutzung und bei so manchem Fehler im Kartenmaterial, der durch das Netz geschickt wurde fragt man sich schon, wie der denn nun gefunden wurde. So betrachtet ist eine häufigere Nutzung sogar logisch: Nachdem die ersten Fehler gefunden wurden, wollten wohl nicht wenige selbst Entdecker eines lustigen oder peinlichen Bugs in Apples Karten werden und begab sich die Suche. Finden kann man Fehler in einer Software schließlich nur durch reges Benutzen.
Aus welchem Grund auch immer die App so viel häufiger genutzt wird, fehlerfrei ist sie bei weitem noch nicht – zum Beispiel bekomme ich derzeit die Satellitenansicht für Saarbrücken nur in schwarz/weiß – und deswegen ist im Zweifel jeder iOS Benutzer froh, dass es entsprechende Alternativen von Google und Nokia gibt. Apple muss sich aber trotzdem ranhalten, schließlich erlaubt es iOS nicht eine andere App als Standard für Karten zu konfigurieren und nicht zu ändernde Default-Apps, die voller Fehler sind, könnten für einige durchaus ein Grund für einen Plattformwechsel sein.
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