Apple Grossbritannien kann es einfach nicht lassen und versucht sich abermals mit allen Mitteln die von einem britischen Gericht ausgesprochene Strafe zu umgehen. Nachdem bereits die erste von den Richtern verlangte oeffentliche Stellungnahme zu einem Marketingspin genutzt und fuer nicht ausreichend erkannt wurde, versucht Apple die “frohe Botschaft” nun mit ein bischen “Javascript Tuning” zu verdecken.
Ja, das Urteil unserer Freunde von der Insel hat in einer gewissen Art und Weise etwas von einem oeffentlichen Pranger aber gerade das haette die “Strategen” bei Apple davon ueberzeugen sollen, dass nun Schluss mit Lustig ist. Stattdessen publizierte man einen Marketingspin, der Samsung abermals eine volle Breitseite gab und bei den Richern alles andere als wohlwollend aufgenommen wurde.
Also war Nachsitzen angesagt und in 48 Stunden sollte Apple nun eine neue Stellungnahme veroeffentlichen bei der nicht nur die Schriftgroesse vorgeschrieben wurde, nein diese durfte auch nicht wie zuvor nur klein auf der Startseite verlinkt werden. Hossa!
Wer jetzt aber dachte, Apple hat nun auch wirklich die letzte Moeglichkeit vertan sich vor dem Urteil zu druecken, sieht sich abermals getaeuscht und das liegt an einem kleinen “Hack” im Javascript der britischen Webseite.
Auf den ersten Blick unterscheiden sich die beiden Webseiten nur marginal, wenn man sie aber beide direkt nebeneinander legt:
dann sieht man, dass die englischen Kollegen das iPad mini mal ordentlich aufgepumpt haben und dadurch schiebt sich natuerlich der Footer der Seite in den nicht sichtbaren Bereich. Erst wenn man ein wenig runterscrollt (beide Screenshots wurden im Safari mit einer Aufloesung 1080p gemacht!), tauchen die folgenden Zeilen auf:
On 25 October 2012, Apple Inc. published a statement on its UK website in relation to Samsung’s Galaxy tablet computers.That statement was inaccurate and did not comply with the order of the Court of Appeal of England and Wales.The correct statement is at Samsung/Apple UK judgement.
Wie die Jungs und Maedels von Android Headline berichten, wurde dies ueber einen kleinen Eingriff ins Javascript der Seite bewerkstelligt:
var HeroResize=AC.Class({initialize:function(b){this._height=null;this._hero=$(b); AC.Object.synthesize(this);this.__boundResizeHero=this.resizeHero.bindAsEventListener(this); if(typeof window.ontouchstart===”undefined”){this.resizeHero();Event.observe(window,”resize”,this.__boundResizeHero) }},setHeight:function(b){this._height=(b<0)?0:b;return this._height},resizeHero:function(){this.setHeight(parseInt(window.innerHeight||(window.document.documentElement.clientHeight||window.document.body.clientHeight),10)-310); this.hero().style.height=this.height()+”px”}});Event.onDOMReady(function(){var b=new HeroResize(“billboard”) });
Ehrlich Apple, ich kann euch wirklich in einer gewissen Art und Weise verstehen. Wer moechte schon auf seiner Firmenwebseite prominent zugeben, dass man nicht nur einen Prozess gegen seinen staerksten Wettbewerber mit fliegen Fahnen verloren hat, sondern auch noch das Urteil nicht umgesetzt hat?
Aber bei diesen Richtern sollte man eigentlich besser einen Gang zurueckschalten und sich endlich ordentlich Asche uebers Haupt kippen. Das geht doch wieder nur nach hinten los!
Update: Nach den mir (und damit wohl auch ein paar hundert anderen Bloggern und Journalisten) heftigste Verschwoerungstheorien unterstell wurden, habe ich mich mal auf die Suche gemacht, wann Apple das Design diverser Seiten denn final geaendert hat.
Wie ein Leser auf Hacker News schreibt, hat Apple das Design seiner Seiten 2 Tage vor dem iPad Mini Launch geaendert. Das war somit aber auch 3 Tage nach dem Urteil des britischen Richter Colin Birss. Nicht nur, dass Apple bereits die erste Variante ueberarbeiten musste, da die Richter sie als “unwahr” und “nicht akkurat” ansahen, die zustaendige Judikative verdonnerste Apple auch dazu nicht nur via kaum sichtbaren Link auf das Urteil hinzuweisen!
Angesichts dieser Umstaende und der Tatsache, dass die mit Abstand wichtigste Seite des Herstellers aus dem kalifornischen Cupertino, naemlich Apple.com, nicht angepasst wurde, duerfte bei den zustaendigen Richtern wohl abermals fuer Verstimmung sorgen!
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