Tablets von Apple und Microsoft lassen sich am schlechtesten reparieren – zu dieser Erkenntnis gelangt die Seite iFixit und veröffentlicht eine dementsprechende Übersicht, bei der die Devices der beiden Unternehmen am Ende herum dümpeln.

Apple und Microsoft Tablets lassen sich am schlechtesten reparieren

Von iFixit sind wir es schon seit langer Zeit gewohnt, dass sie uns – stets schön in Bildern dokumentiert – die neuesten Gadgets zerpflücken und somit Einblicke in das Innenleben gewähren. Das bringt uns auf der einen Seite oftmals neue Erkenntnisse über die verbauten Einzelteile, lässt uns aber ebenfalls erkennen, wie leicht oder eben auch schwer es ist, selbst an das Gerät Hand anzulegen, wenn man vielleicht mal eines dieser Einzelteile ersetzen möchte.

Für seine Übersicht hat iFixit einen einfachen Schlüssel: Es gibt eine Skala von 0 bis 10 Punkten, bei der 10 für einfach reparierbar steht und 0 für denkbar schlecht reparierbar. In der Übersicht zählt man auch die besonderen Punkte auf, die zur Wertung geführt haben. So lobt man Dell für das XPS 10 beispielsweise dafür, dass man nicht nur das Gerät leicht öffnen und den Akku entnehmen kann, sondern dass die Schrauben farbig zugeordnet werden können und die Kabel beschriftet sind.

iFixit Charts

Knapp 20 Tablets hat man in seiner Liste zusammengefasst und lediglich das allererste iPad von Apple findet sich im Mittelfeld wieder. Sowohl die danach erschienenen Version des iPad als auch beide Versionen des Surface von Microsoft finden sich am Ende der Charts wieder – so gut wie nicht zu reparieren. Noch hinter dem iPad mini landet das Surface Pro auf dem allerletzten Platz mit lediglich einem von zehn möglichen Punkten.

Finde ich persönlich schade, dass man scheinbar bewusst Wert darauf legt, es dem heimischen Schrauber so schwer wie möglich zu machen. Wenn nämlich mal ein Bauteil hakt, bedeutet das somit zwangsläufig, dass ein Tablet eingeschickt werden muss, wo man vielleicht früher bei einem technischen Gerät oftmals lediglich ein einzelnes Bauteil anschaffen musste, welches man dann auch noch mit ein wenig Know-How selbst ersetzen konnte. Zumindest in Redmond und Cupertino scheint man daran kein Interesse zu haben!

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  • Phreeze

    Ich finde die ifixit Tests immer interessant, doch denke ich mir, dass ich nie mein Tablet aufschrauben würde, auch nach Garantie, um dann eine Wifiantenne zu wechseln oder was auch immer. Und selbst dann, findet sich immer eine gute Anleitung im Netz. Hauptsache man KANN es reparieren,einer der den Skill hat, findet sich dann immer.
    (immer lustig z.b wenn Shops iphonegläser für 120euro reparieren ;) )

    • http://twitter.com/GloWi GloWi

      Das ist ja noch “günstig”, eine Reparatur voom Galaxy S3 Display habe ich für 199€ gesehen.

      Ich selber gehöre aber auch zu den Menschen die solche Geräte gar nicht selber reparieren würden. Das wird einfach alles in den Service geschickt. Wahrscheinlich denken inzwischen die meisten Menschen so und daher lohnt es sich für die Hersteller auch gar nicht das ganze reperaturfreudiger zu machen.

      • Phreeze

        fürs iphone 4+5 fallen 260euro an, wenn man den Provider fragt ;) die inoffiziellen Shops, Elektriker und so fragen halt weniger, kaufen allerdings auch das 20euro Ebayglas…

  • http://www.facebook.com/profile.php?id=100002901538879 Volker Leibrock

    Es ist wie in der Politik, auch für die schlimmsten Maßnahmen gibt es immer noch Leute die das gut heißen. Meine Vorredner scheinen ja gerne unnötiges Geld zu bezahlen und auch eine Menge davon zu haben. Für mich absolut unverständlich das man Kleinteile die bei anderer Bauweise leicht zu wechseln wären für viel Geld lieber beim Service tauschen lässt.

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