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CES / Detroit 2015
Das neue MMI-Bedienkonzept im Audi Q7

Der neue Audi Q7 kommt in diesem Jahr auf den Markt und soll bezüglich Bedienkonzept, Infotainment, Audi connect und bei den Fahrerassistenzsystemen neue Maßstäbe setzen. Das Fahrzeug wurde gerade auf der Motorshow in Detroit vorgestellt.

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Mit der neuesten Generation des Audi MMI-Bedienkonzeptes sollen sich die umfangreichen Funktionen des Audi Q7 besonders einfach steuern lassen. Beim Starten des Systems fährt das zentrale Mitteldisplay aus der Instrumententafel und soll so auch dem Beifahrer das Ablesen der MMI-Anzeigen ermöglichen.

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Die Bedienung des Audi MMI soll auch über die neuen Multifunktionslenkräder erfolgen. Die Schalter der linken Speiche sind zuständig für die Menüs analog zum MMI, die rechte Speiche steuert die Audioausgabe und startet das Sprachdialogsystem. Neu ist die Telefon-Expressbedienung und eine Skip-Funktion für den schnellen Wechsel des Radiosenders oder Musiktitels.

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Die neue MMI-Suche soll Bedienschritte reduzieren. Sie schlägt, unter Berücksichtigung des Auto-Standortes, schon nach Eingabe der ersten Buchstaben, europaweite Navigationsziele, Musiktitel oder Telefonkontakte vor.

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Zwei ergänzende Menüs enthalten im jeweiligen Kontext verknüpfte Funktionen und Optionen. Die Eingabe erfolgt über das neu entwickelte MMI all-in-touch Bedienteil mit einer vollständigen Touch-Oberfläche. Nach jeder Eingabe erfolgt eine Bestätigung, ein Klickgeräusch, dass auch am Finger zu spüren ist. Auf dem Touchpad kann der Fahrer Zeichen eingeben oder Mehrfinger-Gesten ausführen, um beispielsweise in der Karte zu zoomen. Die Hauptfunktionen lassen sich mit einem Dreh-/Drück-Steller und zwei Wipp-Schaltern aufrufen. Auf acht frei programmierbaren Tasten kann der Fahrer außerdem persönliche Favoriten wie Navigationsziele, Telefonnummern oder Radiosender abspeichern.

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Ein weiteres Highlight im neuen Q7 soll die Sprachsteuerung sein. Das System soll nun Formulierungen aus dem täglichen Sprachgebrauch verstehen, so dass pro Funktion hunderte von Kommandos möglich sein sollen. Das war früher nicht möglich, man musste quasi die genaue Sprachfolge nutzen, so wie sie im Audi vorprogrammiert war.  Im Telefon-Menü soll der Fahrer zum Beispiel einen Kontakt anrufen können, indem er einfach „Ich will mit Peter Müller telefonieren“ oder „Verbinde mich mit Peter Müller“ sagt. Bei der Navigation soll man „Wo kann ich tanken?“ oder „Wo ist der nächste Italiener“ sagen können, in den Bereichen Radio und Media ist die natürlichsprachliche Steuerung auch integriert, hier soll man einfach „Ich möchte iPod hören“ sagen und schon geht’s los.

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Ihr lest schon, ich schreibe hier viel „soll“, denn das ganze konnte ich weder auf der CES 2015 noch auf der Motorshow in Detroit in Ruhe ausprobieren. Aber die Zeit wird kommen, da werde ich den neuen Audi Q7 fahren und dann bekommt der seinen ganz eigenen Tech-Check.

Als Ausblick in die Zukunft zeigt Audi die online-basierte Sprachsteuerung mit natürlicher Sprache, sie soll neben der Onboard-Datenbank auch die Dienste von Audi connect mit einbeziehen. Mit ihr könnte der Kunde beispielsweise bequem das Wetter am Zielort abfragen oder nach einer preiswerten Tankstelle in der Nähe suchen.

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Zusammen mit der optionalen MMI Navigation plus bekommt man im Audi Q7 auf Wunsch das Audi virtual cockpit. Dies ist ein 12,3“ TFT-Bildschirm mit einer Auflösung von 1.440 x 540 Pixeln, der scharfe und detailreiche Grafiken anzeigen können soll. Ich persönlich mag dieses virtuelle Cockpit, denn ich muss während der Fahrt den Blick nur von oben nach unten senken und nicht auch noch zur Seite blicken. Bei einer Testfahrt in einem Audi TT oder aber auch im VW Passat ist mir das sehr positiv aufgefallen, denn man bekommt immer noch etwas von dem Fahrgeschehen mit. Die Tubes – also die beiden Rundinstrumente kann man über die VIEW-Taste vergrößern oder halt verkleinern, so wie man es gerne hätte.

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Der Fahrer soll direkt am Lenkrad zwischen einer klassischen Ansicht mit Rundinstrumenten und einer infotainmentorientierten Ansicht mit einer erweiterten Anzeige wechseln können, so wie es z.B. beim Audi TT bereits möglich ist. Da es den Audi Q7 als 5- oder 7-Sitzer gibt, wurde natürlich dennoch das mittlere Display verbaut, dieses fiel beim Audi TT weg, da das ja eher ein Fahrerorientiertes Gefährt ist.

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Beim Audi Q7 soll das virtual cockpit vor allem dem Fahrer ermöglichen, Navigationsinformationen, Werte des Bordcomputers und zum Beispiel die Medienliste im Zentralbereich im Blickfeld zu behalten. Links vom Display gibt es weiterhin die klassische Anzeige der Wassertemperatur und auf der rechten Seite wird man über LEDs über den Füllzustand des Kraftstofftanks informiert.

Was ich aber unbedingt testen will, das ist die Integration von CarPlay im Audi Q7, denn das ist für mich persönlich die sinnvollste Geschichte in Sachen Infotainmentsystem. Ich möchte gerne mein (vorhandenes) iPhone mit meinen (vorhandenen) Apps nutzen. Ob das funktioniert? Wir werden es ausprobieren! Versprochen!

Fotos: © Audi 2015