Crowdfunding
Der Kontext – das interaktive Hintergrundmagazin

Bei Startnext sucht derzeit "Der Kontext" Unterstützer. Dabei handelt es sich um ein interaktives Hintergrundmagazin, welches die großen News-Themen auf neue Art und Weise aufbereiten und auch in der Tiefe erklären möchte. 
von Carsten Drees am 11. Januar 2016

Ich bin ein News-Junkie, das habe ich sicher schon mehrfach hier auf dem Blog erklärt. Technik-Themen, Sport, Politik, Kultur – wenn mich irgendwas interessiert, dann stürze ich mich mehrfach auf ein neues Thema, um möglichst verschiedene Standpunkte wahrnehmen zu können, eine komplexe Geschichte besser zu verstehen, sprich: Alles in allem umfassend informiert zu sein.

Ich nutze einen Feed-Reader, habe in Facebook themenspezifische Listen angelegt und bekomme noch von weiteren Seiten Input, so dass ich im Grunde den ganzen Tag mit Lesen verbringen könnte. Haken an der Nummer: Weder habe ich die Zeit, den ganzen Tag lesen zu können, noch eine Garantie, dass ich in dem Fall dann wirklich jeden Zusammenhang eines Themenkomplexes verstanden hätte.

Beispiel IS bzw. Daesh: Wenn diese Terror-Vereinigung eine Stadt erobert oder sich aus einer zurückziehen muss, vernehmen wir das in den Nachrichten – nicht nur einmal, sondern dutzend- oder hundertfach. Meistens ist das dann aber die immer gleiche kurze News, die uns erklärt, was da gerade passiert ist. Nicht selten wäre es dann aber spannend, darüber hinaus zu erfahren, was es mit dem „Islamischen Staat“ überhaupt auf sich hat, wer die Köpfe sind, welches die Ziele usw.

Auch das lässt sich natürlich online nachlesen, dafür müsst ihr aber eben auch oft ziemlich wühlen. „Der Kontext“ – so heißt die geplante Publikation, die gerade bei Startnext insgesamt 10.000 Euro Crowdfunding-Geld einsammeln möchte – möchte genau dort ansetzen: Euch interessiert ein Thema und ihr wollt euch weiter einlesen? Dann findet ihr bei „Der Kontext“ eine Oberfläche, die es euch erlaubt, Themen zu entdecken, schnellstmöglich die passenden Hintergründe parat zu haben und so verschiedene Facetten eines Themas im Auge zu behalten.

Der Kontext 04

Stellt euch das Ganze vor wie eine Art Navigationssystem: Ihr steuert gezielt das gewünschte Themenfeld an und erhaltet dann die Möglichkeit, tiefer in die Materie einzutauchen. Zunächst wird informiert, und zwar aus verschiedenen Perspektiven, in der Tiefe dann findet ihr Analysen und Interviews, um euch noch weiter mit einer Materie auseinandersetzen zu können.

Die Technik dahinter wurde bereits erfolgreich getestet, „Der Kontext“ wird euch auf allen Plattformen zur Verfügung stehen, so dass ihr mobil und auch am heimischen Rechner drauf zugreifen könnt. Jetzt gilt es, auch den dazu passenden Content zu erschließen und dazu will man bei Startnext 10.000 Euro sammeln. Mit dem Geld werden dann nämlich u.a. die geeigneten Redakteure finanziert, die dann – so die Planung – jeden Monat mit einem neuen Themenkomplex live gehen sollen. Abgedeckt werden sollen alle großen und wichtigen Themen aus Politik, Sport, Kultur, Wirtschaft, etc.

Der Kontext 02

Entstehen soll so ein Mix aus selbst erstellten Inhalten – die Fakten, Zusammenhänge und Interviews erarbeitet man selbst, angereichert wird das dann mit Links zu bereits existenten, weiterführenden Artikeln. Mit 10.000 Euro kann man natürlich nicht ernsthaft längerfristig eine Redaktion betreiben, auch wenn man wie „Der Kontext“ auf ein Abo-System setzt. Versteht das Geld also eher als eine Art Starthilfe, damit „Der Kontext“ durchstarten kann und sich bzw. euch nach und nach mehr Themen erschließen kann.

Für mein Empfinden ein interessanter Ansatz und vielleicht der frische Wind, den wir gerade beim Online-Journalismus und der Aufbereitung von News-Themen oftmals vermissen. Wer das Gefühl hat, dass „Der Kontext“ unterstützt werden muss, kann das bereits ab 15 Euro tun und sichert sich damit ein Thema. Wer 60 Euro investiert, ist ein halbes Jahr lang Mitglied und kann in der Zeit unbegrenzt lesen und recherchieren.

Neben dem Startkapital will das Team von „Der Kontext“ natürlich auch Aufmerksamkeit und Mitglieder gewinnen, in der Folge dann Abonnenten – ich drücke die Daumen, weil es tatsächlich ein anderer Ansatz ist und eine frische Idee. Was haltet ihr von dem Konzept?

Quelle: Startnext