Jahresrueblick 2014

Der ultimative Jahresrückblick 2014

Das Jahr war wieder einmal ereignisreich, obwohl wieder viele zunächst sagen werden: eigentlich ist doch nicht so viel passiert. Und eines ist dabei sicher Richtig: Den großen Knaller im Technologiebereich hat es in diesem Jahr nicht gegeben. Das Jahr war eher geprägt von vielen - eher kleineren - Innovationen. Auch wenn es einige Highlights gab, so war es doch in Summe ein eher ruhiges Jahr ohne große Umbrüche. Trotzdem gibt es wieder vieles, das ich erwähnen möchte und was in meinen Augen wichtig war.

So, da bin ich nun hier bei den MobileGeeks „gelandet“ mit meinem Jahresrückblick 2014. So einen Rückblick mache ich schon seit einigen Jahren. Das Ganze hat mal angefangen, weil mir die in der Firma „offiziell“ zur Verfügung gestellten Grußkarten einfach nicht zugesagt haben und ich etwas „persönlicher“ werden wollte.

Nachdem ich das nun schon mehrfach gemacht habe und auch das Feedback zu dem Ding immer besser wurde – was dann in ersten Mail-Anfragen vorab im Dezember kulminierte – habe ich mich dann direkt an „Palle“ gewandt und gefragt, ob MobileGeeks sowas auch zum Relaunch brauchen könnte. Ihr kennt ihn ja alle, er war spontan begeistert, und so bin ich nun hier und muß sehen, wie ich das hinbekomme.

Der Rückblick 2014 ist ein PDF, das immerhin 37 Seiten lang ist, und kommt mit Bildern und jeder Menge hinterlegten Links. Wer das Ganze lieber als PDF liest, hier der Link zum PDF.

Jetzt gehts los

Meine lieben Mitbewohnerinnen und Mitbewohner unserer digitalen Welt,

dieses Jahr wollte ich einfach mal ein bisschen anders anfangen. Und ja, es gibt ihn auch dieses Jahr wieder, meinen Jahresrückblick. Schon zwei Freunde haben konkret nachgefragt und es wird auch Zeit, damit er auch dieses Jahr noch rausgehen kann.

Ich werde in diesem Jahr das Dokument erstmalig auch über mobilegeeks.de verlinken. Ich kenne Sascha schon eine ganze Weile und habe ihm einfach meinen ersten Entwurf vom 2014er Rückblick geschickt und er war gleich bereit das Teil unter mobilegeeks zu bringen. So werde ich diesmal wohl etwas mehr “Reichweite” mit meinen Zeilen haben. Ich bin gespannt. Meinen Technoradar Twitterfeed gibts auch weiterhin mit allerlei tagesaktueller Info zum Geschehen im Technologiebereich.

Die Kommunikation in Deutschland

Gerade die Tage gab es wieder Veröffentlichungen zum Thema der High Speed Breitbandnetze und der ach so geringen Glasfaserverbreitung in Deutschland. Bei Heise gibts den Artikel dazu. Eine der großen Investitionsprobleme liegt absehbar bei den Telkos. Die Balance zwischen Wirtschaftsförderung und nachlassenden Erträgen aus dem Carriergeschäft – die hohe Innovationsgeschwindigkeit fordert auch hohe Netzinvestitionen bei kaum noch ansteigenden Erträgen – wird immer schwieriger zu halten.

 

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Quelle: o2online.de

Bei den Mobilfunkprovidern gab es den ganz großen Deal in Deutschland: O2 und ePlus gehen zusammen. Die Fusion ist mittlerweile mit einigen Auflagen der Regulierer genehmigt und jetzt wird aus den beiden “Kleinen” der größte Anbieter in Deutschland. Mal sehen, wie sich die mobilen Angebote da nun weiter entwickeln. Details zu den Auswirkungen gibt auch bei tchnws.de.

Aber auch beim Festnetz gibt es Updates der Infrastruktur. Die Kabelanbieter haben die Anschlußgeschwindigkeiten mittlerweile auf bis zu 200 Mbit/s erhöht. Das setzt nun die Telekom unter Zugzwang. Habe ich im letzten Jahr die neue Technologie des Vectorings nur angekündigt, so ist diese Ausbaustufe des Breitbandnetzes mittlerweile bei der Deutschen Telekom in der Ausbauphase und die ersten Gebiete sind angeschaltet. Wie hoch die Geschwindigkeitssteigerungen für die Kunden letztlich sind, wird sich nun in der Praxis erweisen. Die Hoffnungen gehen auf den Faktor 2 an möglichem Gewinn.

Doch damit nicht genug: Für Ausbaugebiete ohne VDSL bingt die Telekom zusätzlich es nun eine ganz neue Technik. Gerade erst angekündigt sind auch schon erste Anschaltegebiete erschlossen. Hybrid heißt das Zauberwort, das mobiles und terrestrisches Breitbandnetz zusammenführt. 

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Quelle: Telekom

Die Grafik zeigt ganz anschaulich, wie “Hybrid” funktioniert. Dieser weltweit bislang einmalige Ansatz erzeugt mit einem speziellem Router und der dazu passenden Technik in den Vermittlungsstellen einen Datenstrom, der aus Festnetz und LTE Anteilen besteht. Wird mehr Datendurchsatz benötigt, als im Festnetz verfügbar, wird zusätzlich ein Teil der Daten über das LTE Netz geleitet und im Router wieder zusammengeführt.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich auch sagen, das LTE Netz in Deutschland wird auch im ländlichen Bereich immer dichter. Ich bin viel im vorderen Odenwald unterwegs und dort hat sich einiges gebessert. LTE findet man zunehmend auch im Odenwald, wenn auch oft nur mit geringer Empfangsqualität. Macht trotzdem 5 Mbit/s Downloads möglich. Immerhin. Und auch in meiner Stammkneipe im Modautal ist mittlerweile LTE-Empfang möglich. Seehr angenehm.

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Ein Trend der Kabel- und Internet-TV-Anbieter in Deutschland ist auch das zunehmende Angebot von Streaming TV zur Erweiterung des TV-Konsums auf Smartphones und Tablets. Horizon Go, Entertain to Go, Sky Go, alle wollen den Kunden auch unterwegs bzw. Zuhause erreichen. Apps sei dank.

Es gibt aber nun auch zwei kommerzielle fast “Vollsortimenter” für recht günstige Monatstarife. Zatto hat zwar auch eine kostenlose Variante, die aber fast nur die öffentlich rechtlichen Programme bietet, aber gegen eine Abo Gebühr gibts fast alle Privaten auch mit dazu, teilweise sogar in HD. Konkurrent MagineTV setzt nach einer langen kostenlosen Einführungsphase nun auf Abos. Daneben sind die Mediatheken der öffentliche Rechtlichen mittlerweile beide um Live-TV erweitert und auch die Privaten ziehen nach: 7TV, RTL now, RTL II now und Vox now, um nur einige hier zu nennen. Man kann viele Sender bereits heute direkt per App live sehen.  Nicht alle machen das kostenlos, aber auf Dauer werden sich Abos pro Sender bzw. Sendergruppe aus meiner Sicht eher nicht durchsetzen.

 

Digital Living: Gesellschaftliches Umfeld und Politik

Nach den großen NSA und Privacy Themen im letzten Jahr kam in diesem Jahr das Big Business der digitalen Giganten ins Spiel: Mehrere große “Take Overs” fanden in diesem Jahr statt. 2014 war ein Jahr der Übernahmen durch die ganz Großen.

 

Facebook übernimmt WhatsApp

Der wohl gewaltigste Deal des Jahres war die Übernahme von WhatsApp für immerhin 19 Milliarden Doller durch Facebook. Für die unter 50 Mitarbeiter bei WhatsApps war sicher ein gewaltiger Zahltag. Da wurden mal wieder Millionäre geboren….

Langfristig macht es für Facebook anscheinend Sinn, neben dem eigenen Stammprodukt ein zweites Standbein zu entwickeln, das sich fest in die Kommunikation der Massen integriert. Nun hat Facebook das reichweitenstärkste soziale Netz und das Kommunikationsprogramm mit der weltweit wohl größten Userbasis im Portfolio. Gut gewappnet für die Zukunft. Auch an den Details von WhatsApp wird weiter gefeilt. Die Android-Apps sind bereits mit Ende zu Ende Verschlüsselung aufgerüstet, für iOS soll dies in Kürze folgen.

 

Google kauft Nest

Seinen zweitgrößten Übernahmedeal aller Zeiten hat auch Google in diesem Jahr abgewickelt: Nest ging für 3,2 Milliarden Dollar an das digitale Imperium. Clevere Algorithmen waren standen auch bei Nest immer im Fokus. Ein Terrain, das Google seit seiner Firmengründung schon immer bearbeitet hat und kontinuierlich weiter entwickelt. Dieses Wissen nun auch direkt beim Kunden zuhause anwenden zu können war wohl eine zu große Verlockung für die mittelfristige Google-Strategie. Auch wenn man mit zuviel Intelligenz wohl auch manchmal über das Ziel hinaussschießen kann: Dem smarten Rauchmelder hat man die Gestenerkennung zum Abschalten von Alarmen wieder “abgewöhnt”, weil es durch die Erkennung zum ungewünschten Abschalten des Melders kam. Zu oft haben wohl die Nutzer die Arme im Zimmer geschwenkt, was dann den Melder ungewollt deaktiviert hat. Und was ist ein abgeschalteter Rauchgasmelder nütze? Das Update aus dem Netz ließ dann aber nicht lange auf sich warten. Jetzt ist die Gestenerkennng wohl grundsätzlich ausgeschaltet. Weniger ist manchmal eben mehr und gegebenenfalls auch sicherer ;-)

 

Apple übernimmt Beats

Mit drei Milliarden Dollar hat auch Apple mit seiner größten Firmenübernahme seit Firmengründung zugeschlagen und sich die Marke “Beats” einverleibt. Neben den legendären Kopfhörern, die schon immer bei iTunes Freaks hoch im Kurs standen, gehört auch ein Streaming Musikservice dazu, der wohl in nicht allzuferner Zukunft das iTunes Angebotsspektrum erweitern dürfte. Bislang ist noch keine offizielle Ankündigung seitens Apple erfolgt. Warten wir also auf 2015.

 

Politik

Zur allgemeinen Stimmungslage beim Thema “Digitale Medien” gab es auch wieder einige Diskussionen und EU Beschlüsse bzw. Beratungen im Bundestag. Am bekanntesten ist wohl die Auseinandersetzung zum “Recht auf Löschung” unerwünschter und ggf. diskriminierender Sucheinträge. Lange hatte sich Google dagegen gesträubt, diese Funktionen anzubieten, aber der EU Gerichtshof hatte dieses Recht für gültig erklärt. Erst im Mai 2014 erfolgte das Urteil und mittlerweile wurden wohl fast eine halbe Million Sucheinträge bei Google beanstandet und in etwa 42% der Sucheinträge gelöscht. Prominenteste “Betroffene” war die frühere First Lady Bettina Wulff, die schon 2012 direkt gegen Google Klage erhoben hatte. 

Zum Urheberrecht laufen zwar aktuell sogar in der deutschen Politik intensive Diskussionen. Es gab unter Anderem dazu im Dezember ein “Fachgespräch im Ausschuss Digitale Agenda im Bundestag”,  aber entschieden wurde dort erstmal nichts. In der Kritik stehen verschiedene Gesetze, wie z.B. die Intranetklausel im Wissenschaftsbereich, was wohl für wissenschaftliche Bibliotheken die Ausleihe von eBooks stark behindert und auch das erst in 2013 definierte Leistungssschutzrecht für Presseverleger im Internet, das wohl auch mehr behindert, als nützt. Selbst die Experten waren bei der Anhörung wohl nicht bereit, zurzeit national einen größeren Angang zu starten sondern verwiesen hier auf die Notwendigkeit der Bearbeitung der Thematik auf EU-Ebene. Zu Zeiten des allgegenwärtigen Internets machen wohl nationale Regelungen für digitale Rechtsfragen generell immer weniger Sinn. Zu schnell ändert sich der Stand der Technik als dass nationale Alleingänge im Ergebnis sinnvolle Effekte erzielen.

Leider gibt es auch nichts Neues zur Störerhaftung, d.h. der Haftung des Anbieters für unbefugte Nutzung von WiFi Netzen für illegale Downloads. Die erst erhoffte Abschaffung der Haftung wird es wohl so doch nicht geben, die Regierungsparteien haben sich gegen einen von der Opposition eingebrachten Entwurf zu diesem Thema ausgesprochen. Erstmal kein freies WiFi für Alle.

Wo wir schon mal bei W-Lan für unterwegs sind, die Schweiz ist mal wieder ganz vorn mit dabei. Orange ist Sponsor für gratis W-Lan im Taxi mit LTE-Anbindung in einer Reihe von Städten. Details bei Heise.

Auch in den USA ist die Debatte um das Thema Netzneutralität wieder stärker entbrannt. Obamas Versuch, hier mal Härte zu zeigen, kam nicht überall gut an. Hintergrund ist der Fakt, dass mittlerweile z.B. Netflix bereits an Comcast zahlt, um höhere Durchsatzraten bei den Comcast Kabelkunden abzusichern. Nachdem die Debatte zur Netzneutralität seitens der Regulierungsbehörde FCC zunächst eher in Richtung Duldung solcher “Geschäftsmodelle” ging, hat das jünste Statement von Obama den Hebel eher wieder in die entgegengesetzte Richtung umgelegt. Keiner soll im Internet für Geld bevorzugt werden können ist dabei sein Credo. Der Heise-Artikel dazu ist wirklich informativ und wird dem interessierten Leser meinerseits nachdrücklich empfohlen ;-) Auch in Deutschland und der EU gibt es zum Thema Netzneutralität weiter intensive Diskussionen. Dazu noch ein Artikel zur Sicht der TV-Sender zu diesem Thema.

 

Btx-Hack wird 30 Jahre

Als eines der ersten Hacks, die viel Öffentlichkeit erfahren haben, gilt bis heute der Btx-Hack des Choas Computer Clubs, der mit dieser Aktion erstmals breiter bekannt wurde. Jetzt gab es zum 30sten Jahrestag des Btx-Hacks ein Revial Meeting in Berlin, bei dem auch Eric Danke, der Leiter des Btx Projektes bei der Deutschen Bundespost, mit dabei war. Und es ist bis heute nicht klar, ob das ein echter Hack oder eher ein “social Hack”, d.h. erschlichene Passwörter waren, die zum Erfolg geführt haben. Bei Heise mehr dazu.

 

Smartphones und Tablets

Smartphones sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Wie weit das mittlerweile geht, zeigt mit einem Augenzwinkern eins meiner “Fundstücke aus 2014”

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Quelle: youtube.com

Der Markt von Smartphones und Tablets ist riesig und weltumspannend. Trotzdem gibt es erste Anzeichen einer Marktsättigung und einem Ende der gewaltigen Zuwächse in diesem Geschäft. Gemäß IDC Prognose wird das Geschäft stagnieren. IT-Markt.ch schreibt dazu: “Die Analysten von IDC haben einmal mehr den Blick in die Zukunft gewagt. Dem weltweiten Markt für Smartphones bescheinigen sie in den nächsten vier Jahren nur noch einstellige Wachstumsraten. Zudem beginnen die durchschnittlichen Verkaufspreise zu zerfallen. 2018 wird ein Smartphone demnach im Schnitt nur noch 260 US-Dollar kosten.”

Ein Beispiel ist Samsung, bei denen die Absatzzahlen für ihr aktuelles Spitzenmodel, das Galaxy S5 etwa 30 % unter den Planungen liefen. Ein erster deutlicher Einbruch in diesem Segment.  Samsungs Umsatz ging in Summe um 20% zurück, der Gewinn halbierte sich.

Einer von mehreren Faktoren ist auch die steigende konkurrenz von chinesischen Marken, wie Xiaomi und Huawei. Apple dagegen konnte sich mit dem Erscheinen der neuen iPhones 6 und 6 Plus deutlich im Markt zurückmelden. Durch den Einstieg in den Phablet-Bereich wurde dieses Segment schwer durcheinandergewirbelt. Der Kurs von Apple hat sich seit dem Launch stark stabilisiert. Das Unternehmen ist zurück im Hochpreissegment und stellte mal wieder neue Rekorde beim Absatz der Geräte am Tag des Launches auf. Es wurden immerhin 4 Millionen Geräte innerhalb der ersten 24 Stunden nach Markteinführung vorbestellt. Die iPhone 5 Serie kam nur auf 2 Millionen am ersten Tag. Auch wenn die Tage der langen Schlangen zum Erscheinen neuer Apple Smartphones wohl eher vorbei sein dürften. Zu gut sind mittlerweile die Onlinekanäle zur Reservierung bzw. Vorbestellung der Geräte.

Aber auch der immer stärkere Anteil an sehr preiswerten Android Phones wirkt sich in Summe auf die erzielbaren Marktpreise aus. Für 300 Euro bekommt man schon sehr gute Mittelklasse Smartphones, Einstiegsgeräte wurden in Abverkäufen bis herunter zu 49 Euro angeboten, ohne dass es sich dabei um total veraltete Geräte gehandelt hätte.

Auch Amazon versucht sich im Smartphonemarkt und launcht das firefly Smartphone. Das ganze wird aber in den USA, dem Hauptmarkt von Amazon, ein Flop. Und ausgerechnet das schlechtverkaufte Teil ist nun “exklusiv” im Telekom-Vertrieb. Damit war nicht unbedingt zu rechnen. Amazon schreibt für das dritte Quartal immerhin 170 Millionen Dollar auf das Smartphone ab. Als Beispiel, das ich in Anzeigen im Herbst gefunden hatte hier einige Beispiele: Andriod Smartphone Alcatel Onetouch Android 4.2 1GHz Dualcore und Dualsim für 49 Euro. Huawei bringt das Honor 6 als separate Marke für 299,99 Euro nach D (Amazon), ein Handy der Oberklasse zu einem sehr günstigen Preis. Ohne konkretes Beispiel kann ich mich ereinnern, daß selbst LTE-fähige Geräte mittlerweile für 150 bis 200 Euro zu haben sind.

Ein erster Trend bei Smartphones ist auch die Abkehr von den ganz dünnen Smartphones hin zu Geräten mit etwas größerem Akku, um für Smartphones endlich wieder eine Laufzeit von mehreren Tagen für ein Handy zu erreichen. Die Geräte sind dann etwas dicker, um den Akku aufzunehmen, was jedoch bei den heutigen Formaten überhaupt nicht störend ist. Zusätzlich sind immer mehr Handies auch Wassergeschützt. So hat z.B. das Sony Xperia Z3 Compact einen etwas kleineren Screen von immerhin noch 4,6 Zoll und ist etwas dicker, als der Durchschnitt. Es hat aber dafür einen Akku mit immerhin 3100 mAh, das bis zu drei Tage Betrieb ermöglichen soll. Ich persönlich finde diesen Trend sehr begrüßenswert und würde das auch gern bei Apple und Samsung so sehen. Jeden Tag das Gerät an die Ladestation koppeln ist schon lästig. Warten wir es ab, was in 2015 da noch so alles kommt.

Ein weiterer Trend ist auch der erste Versuch von Apple, zwar noch keine fest eingebauten SIM-Chips zu verwenden, aber immerhin eigen gebrandete SIMs, die dann per Online Portal dem jeweiligen Serivceprovider zugeordnet werden können. Auch ein Wechsel des Anbieters wird dadurch möglich, ohne die SIM zu entfernen. Das ist sicher nur ein Zwischenschritt zur “embedded” SIM, also dem im Gerät integrierten Chip. Die Carrier sehen das weltweit noch etwas mit Sorge, soweit den Kundenkontakt hin zum Online-Angebot zu verschieben. Aber nützen wird es nichts und selbst der Marketingchef der Telekom Deutschland, Michael Hagspihl, glaubt an die Entwicklung dieser Funktionalität in künftigen Smartphones.

 

Bendgate bei Apple

Nicht vergessen möchte ich die Erwähnung des Hype um das neue iPhone 6 Plus, das sich wohl verbiegen läßt, weil es doch ein sehr dünnes und großes Gerät ist. Die ganze Hysterie führte dazu, dass selbst Kids sich dazu hinreißen ließen, es selbst auszuprobieren.

 

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Quelle: youtube.com

Die Burschen waren dabei so unvorsichtig, sich voll zu Erkennen zu geben und wurden dann später auch belangt. Der Junge hat schließlich in einem andren Youtube Clip reuevoll angeboten, das von ihm zerstörte iPhone zu bezahlen. Wie die Sache für die beiden Jungs letztlich ausgegangen ist, habe ich auf die Schnelle nicht herausgefunden.

 

Tablets

Zum Thema Tablets gab es zwar auch eine Menge Neues, aber irgendwie nicht die ganz großen Disruptionen. Es gibt immer mehr Geräte auch von den bekannten Markenherstellern und je nach Größe sinken auch dort die Preise auf unter 100 Euro, ohne dass die Geräte Billigware darstellen. Selbst das aktuell billigste iPad Mini startet aktuell schon bei knapp über 200 Euro. Zudem ist mittlerweile fast jede Bildschirmgöße von 7 Zoll bis hin zu 24 Zoll zu haben. Und das mit Auflösungen bis zu 4k und immer irrwitzigeren DPI-Auflösungen. Full HD bei 5 Zoll ist heute fast schon wenig….

Aber auch ich habe auf die neuen iPad Modelle reagiert und mir ein iPad Mini Retina mit 32 GB und ein gebrauchtes Logitech Folio Keyboard dazu besorgt, nachdem das Mini 3 angekündigt und somit die älteren Modelle günstiger geworden waren. Macht Spass und ist immer noch handlich genug. Wie ein kleiner Notizblock zu tragen und auch viel leichter, als mein altes iPad mit Keyboard. Die Tasten auf dem Keyboard sind zwar gehörig kleiner, aber mit meiner „Vier Finger Technik“ gehts… Bin ja kein Schreibprofi, aber zum texteln hier langts ;-) (dieser Teil wurde auf dem iPad Mini geschrieben).

 

Die neuen Smart Accessories

Auch wenn sich das Wachstum im Smartphonemarkt allmählich verlangsamt, für smarte Wearbles geht der Markt erst richtig los. 2014 war für mich so etwas wie das “Jahr der Smartwatches”. Google brachte zunächst Android Waer als neues, Android-basiertes OS für Smartwatches mit Kopplung an Android Smartphones. Erste Geräte mit diesem OS kamen dann von LG und Samsung, allerdings mit zunächst eher mäßgem Erfolg. Immerhin kosteten diese zunächst zwischen 199 und 245 Dollar bzw. Euro und boten wegen des neuen OS noch nicht allzuviele Features. Aber immerhin die Watchfaces kann man mittlerweile so umfangreich nachrüsten, dass es bereits erste Abmahnungen und Klagen wegen Plagiaten von Rolex-Uhren und anderen exklusiven Uhrenherstellern gibt und einige dann schnell wieder aus den Online-Angeboten verschwunden sind.

Die Entwicklung hat sich mittlerweile etwas beschleunigt und es gibt die ersten beiden Wears mit rundem Gehäuse, was die Teile wirklich verblüffend “echt” aussehen läßt. Und die erste Generation der Wear-Watches war am Black Friday schon für 99 Dollar zu bekommen. Auch hier gibts bereits den ersten Preisverfall. Aber das hilft sicher der weiteren Verbreitung, wenn die Teile mittelfristig für unter hundert Euro zu haben sind.

Samsung war auch nicht untätig und hat eine erste komplett autonome Smartwatch herausgebracht, die unter dem OS Tizen läuft und eine SIM-Karte integriert. Ist ein interessantes Konzept, aber auch nicht ohne Probleme: Soll eine Mutlisim da hinein? Wo kommen die SMS dann an und so weiter. Ob die Kunden das überhaupt so wollen, wird man sehen.

Auch Pebble war nicht untätig und brachte mit der Pebble Steel eines der interessantesten Angebote im Bereich der Smartwatches in Spiel. Letztlich ist die Pebble eine der bislang gelungensten Smartphone-Plattformen, was auch Vergleichstest der verschiedenen bisher verfügbaren Smartwatch Plattformen immer wieder zeigen.

Wearables Watches

Quelle: youtube.com

Der Markt steht aber letztlich immer noch am Anfang und wird bereits jetzt heftig mit verschiedensten Konzepten überflutet. Fast jeder Hersteller von Fitness-Tags und Armbändern hat mittlerweile ein Teil mit Smartwatch-Funktion am Start und fast täglich werden es mehr. Auch wenn die Kopplungsmöglichkeiten mit den Smartphones teilweise noch eingeschränkter sind, als mit einer Android Wear Smartwatch, der Markt ist vielfältig und bei Fitnesstrackern sind ja auch die gesamte Softwareumgebung und die Auswertungsprogramme wichtig. Knapp neun Millionen Deutsche nutzten Fitness-Tracker, verkündete der deutsche IT-Branchenverband Bitkom bereits im Dezember 2013.

Nicht zuletzt hat auch das Schwergewicht Apple bereits den Ring betreten. Leider werden die Apple Watches erst im kommenden Jahr auf den Markt kommen. Dann wird sich zeigen, wie stark die verschiedenen Eco-Systeme sind und was die Masse letztlich akzeptiert. Aber in Summe wird hier mit Sicherheit wieder ein ganz neuer Markt entstehen, der die “analogen” bzw. mechanischen Uhren über kurz oder lang arg in Bedrängnis bringen wird. Also spannend bleibts auch in 2015!

Aber auch mehr Fashion-orientierte Konzepte tummeln sich im Umfeld der Smart Watches. Rapper will.i.am hat eine eigene Smartwatch Puls entwickelt, die er nun sehr prominent anpreist, obwohl das Teil selbst noch in der Entwicklung ist. Sein Video zeigt recht deutlich, wie diese neuen Gadgets im Markt präsentiert werden sollen. Lifestyle geht dabei deutlich vor Technik.

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Quelle: youtube.com

Nicht vergessen will ich auch die Erwähnung erster “echter Wearbles”: Bei den US Open hatte der Textilproduzent Ralph Lauren ein Polo Tech Smart Shirt im Einsatz: Der erste Einsatz von Wearable Shirts bei einem großen Sport-Event. So konnten über eine Website danns die Zuschauer die Mess-Werte der gerade spielenden Tennishelden Life mitverfolgen. Die Shirts waren zwar noch keine Serienprodukte, aber bis dahin ist es wohl nicht mehr allzuweit hin. Es lassen sich wohl auch bei größerer Körperkontaktfläche einige Messwerte besser und sicherer ermitteln, als mit dem klassischen Brustgurt.

 

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Quelle: youtube.com

Ein Wearable ganz anderer Art ist der mittlerweile wohl lieferbare VR-Adapter von Samsung, der aus einem Samsung Note 4 eine vollwertige Oculus-Rift-ähnliche VR-Brille macht. Chip hat das Teil bereits getestet. Ich hatte das Teil bei der IFA auch mal auf dem Kopf. Die optische Auflösung ist absolut ausreichend und das Bewegungstracking funktioniert überraschen gut, wenn man den Kopf bewegt.

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 Samsungs VR – Brille auf der IFA

Oder noch ein ganz anderes “wearable”: Wearable Power für’s Smartphone. Ein im Dezember noch laufendes Indiegogo-Projekt, zu finden auch unter http://xoo.bynifty.com/. Der Gürtel mit Power drin!!!

 

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Quelle: youtube.com

Oder noch ein Beispiel: Ringly.

Das Startup Ringly bringt einen Schmuckring mit Messaging-Funktion. Per App läßt sich einstellen, welche Dinge so wichtig sind, dass sie vom Ring farblich angezeigt werden.

 

Quelle: youtube.com 

Details zur Funktion auch auf der Ringly-Website. Tja, auch Schmuck kann digital.

Was ich echt spannend fand, war die Art und Weise, wie der Großkonzern Sony seine neueste Smartwatch in einem japanischen Crowdfunding-Portal “angetestet” hat. Ohne jede Erwähnung der Marke Sony wurde das Team vorgestellt, das die Watch entwickelt – oder zumindest vermarktet. Wohl vorerst auch unter einem eigenen Label. Das Projekt wurde erfolgreich gefunded und erst danach gab sich Sony als der Hersteller oder zumindest Inhaber der Firma bzw. des Produktes zu erkennen. So kann man Crowdfunding auch als sehr preiswertes Marketing und Marktakzeptanz-Tool zweckentfremden.

 

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 Quelle: youtube.com

Die Story dazu findet man bei Heise oder Mashable. Wobei ich die eInk Watch wirklich für sehr gelungen halte. Mal sehen, ob und wann das Produkt nach Europa kommt. Auch wenn der Clip in Japanisch gedreht ist, es macht auch so Spaß zu sehen, wie ein Großkonzern sich als Startup verkauft. Ich fand’s eine originelle Idee. Nur falls das Schule macht, kann das zum Problem der ganzen kleinen Startups führen.

Für den Kunden ist es aber sicher besser, auf ein Produkt zu setzen, das auch aus professionellen Händen kommt und nicht von irgendeinem drittklassigen OEM aus dem Irgendwo, wie es bei Crowdfunding Projekten oft endet. Ich kann davon ein Liedchen singen. Hatte auf eine weitere Smartwatch gesetzt, das in 2014 gelieferte Produkt war eine Katastrophe und funktioniert letztlich nicht wirklich und die Firma ist mittlerweile bankrott und liquidiert. Kreos Meteor hieß das tolle Teil, das Video war so nett, aber die Hardware war nicht einmal wasserdicht .… Die Story dazu gibts bei Gizmodo.


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Quelle: vimeo.com

 

Das Thema Wearables boomt zurzeit ungeheuer und immer mehr Devices werden angekündigt. Was ist davon schon “meine Welt”?

Ich selbst habe eine Pebble Watch direkt aus der Kickstarter Aktion. Das Teil ist wirklich gut und die Software auf der Uhr auch wirklich stabil. Das ist es für mich letztlich, was zählt. Aber ich muss offen zugeben, dass ich – auch wenn ich ein echter Gadget-Freak bin – die Uhr nicht immer trage. Ich habe noch andere Uhren und auch Fitness-Tracker, die dann im Wechsel mal ran müssen. Aber wenn man unterwegs ist, ist so eine Pebble echt hilfreich, da man sofort sieht, wer einen anruft bzw. wer ggf. gerade was von einem will. Auch das mittlerweile mögliche Swarm (früher Foursquare) Checkin direkt mit der Pebble ist ganz nett.

Separate Fitnesstracker nutze ich fast nicht mehr, seit es gute Apps gibt, die die Daten des iPhone 5s Bewegungssensors auswerten können. Das Teil ist absolut genauso gut, wie mein Fitbit und ist halt immer dabei.

Zum Thema der Fitness-Daten im Netz kann man natürlich unterschiedlicher Meinung sein. Aber solange es keine direkt medizinisch interessanten Details dabei gibt, finde ich es eher wichtig, dass die Daten nicht verloren gehen und finde eine Cloud-Storage-Lösung gar nicht so schlecht. Was die Anbieter letztlich damit machen, muß man in den Geschäftsbedingungen und den Privacy-Statements im Zweifelsfall genauer nachlesen.

Problematisch finde ich in jedem Fall Kopplungen mit Versicherungen, wie z.B. Generali sie anbietet, die bei nachgewiesener Bewegnungsintensität z.B. vergünstigte Tarife anbieten. Das wäre dann zwar zunächst eine selbst gewählte Abhängigkeit, die man vermeiden kann. Aber nicht zuletzt auch eine Entmündigung und Schlechterstellung der Älteren, Übergwichtigen und Schwachen, die sich dann mit Sicherheit auf steigende Versicherungsbeiträge einstellen dürfen. Dann ist es schnell nix mehr mit “Solidargemeinschaft der Versicherten”. Und gerade die stärksten und gesündesten würden dann die Kosten für den Rest der Gesellschaft in die Höhe treiben. Keine gute Perspektive.

Apple scheint sich aus meiner Sicht recht seriös um die Health Daten zu kümmern. die können sich einfach mehr Privacy leisten, als kleinere Anbieter. Aber ich will hier nicht als Apple fanboy rüberkommen. Habe auch Android Geräte im Einsatz und schau mir gern das Eine oder Andere im Vergleich an. Google selbst hinkt da zurzeit etwas hinterher, auch wenn Android Wear schon ein erster wichtiger Schritt ist. Aber das ist alles noch ziemlich „unreif“ für den täglichen Einsatz, auch wenn so einige Dinge schon recht gut damit laufen.

 

Nicht verkneifen will ich mir hier auch ein ganz normales Erlebnis aus diesem Jahr zum Thema Connected Services und Devices: Beim ganz normalen Zeitung Lesen fand ich den Hinweis auf ein neues Pink Album. Pink fand ich eigentlich schon immer ganz gut und so hab ich dann einfach Spotify auf meinem Handy gestartet, das Album “rose ave” vom neuen Duo You+Me gesucht und auch gefunden. Nachdem das auf meinem iPhone lief, hab ich noch meine UE Boom Box angeschaltet und das Album dann per Bluetooth abgespielt. Die neuen sanften Töne von Pink gefallen mir ganz gut. Technik tritt in den Hintergrund. Alles wireless und mobile und trotzdem läuft alles stundenlang mit den eingebauten Akkus. Hätten wir Alle so etwas vor sagen wir einmal 10 Jahren erwartet?

 

Die Welt von TV und Videostreaming

Auch die Entwicklungen im TV-Bereich waren wieder einmal vielfältig. Nachdem das Thema 3D am Markt so ziemlich durch ist und die Nachfrage sich nicht weiter entwickeln ließ, sind nun Curved TVs der Trend und auch bereits die zweite Generation 4 K Displays ist verfügbar und wird verkauft. Gefüttert werden diese Screens aber bislang ausschließlich über VoD Angebote, da weder BluRays noch die Broadcaster diese Formate bislang unterstützen können. Da fehlen bislang an vielen Stellen die Voraussetzungen, seien es Netzbandbreite, Realtime-Codecs oder die dazu nötigen Kameras und Mischplätze. Aber kommen wird das Thema ganz sicher. Es ist einfach zuviel Luft raus aus dem “normalen” HD-Geschäft, wenn ein TV bereits wesentlich unter 1000 Euro zu bekommen ist. Eines der wenigen Technologie-Highlights war für mich der Umstieg von Philips auf Android als OS für die neue SmartTV Serie. Das ist nun nach LG mit ihrem WebOS Ansatz bereits der zweite TV-Hersteller, der ein “mobiles” bzw. für Smartphones entwickeltes OS im TV einsetzt.

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Und auch ich kann mich ja jetzt “outen”: Ich habe erst in diesem Jahr zum Flatscreen gewechselt. Mein guter alter Sony-TV mit 81 cm Bildröhre und fast 50 KG Gewicht wurde mittlerweile zum Elektroschrott und durch einen “kleinen” 42 Zoll Philips TV ersetzt. Zum TV gucken nutze ich zwar immer noch meine Dreambox, aber Netflix gucken geht jetzt bequem per TV-App. Wenn auch zu spüren ist, dass die TV-Hersteller keine Weltmeister in Sachen programmierbare Plattformen sind. So ab und an mußte ich schon mal den TV per Power Off – ja Stecker ziehen ist dann angesagt – zurücksetzen, weil das Teil sich komplett verrant hatte. Aber das Teil macht ein bisserl Ambilight und war für unter 500 Euro zu haben. Als “Einstieg” in die Smart-TV Welt für mich absolut ausreichend. und endlich gehen auch Apple und Amazon TV per HDMI in voller Auflösung. Vorher hatte ich da noch einen HDMI zu S-Video-Adapter im Einsatz, der schon einige Einschränkungen in der Bildqualität brachte. Und HD-TV ging halt mit so einem analogen Teil gar nicht. Und jetzt genieße ich die “schöne neue Welt” recht intensiv. Mehr dazu noch später.

 

Die Sache mit dem Second Screen

Viel wurde immer wieder diskutiert zum Thema “Second Screen”. Man ist bislang immer davon ausgegangen, dass der kleine, der Smartphone Screen, der “Zweite” ist. Interessanterweise fängt das Ganze an, sich umzukehren. Es gibt erste Studien, die zeigen, dass mittlerweile mehr Zeit pro Tag am Smartphones verbracht wird, als vor dem TV.

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Region USA Quelle: therealtimereport.com / millwardbrown.com

Social TV, also das Chatten parallel zum TV wird immer beliebter: Selbst die ARD beginnt, die Sendungen Tatort und Polizeiruf online per Chat begleiten zu lassen. Allerdings in einem Webchat ohne echte Identifikation (schnelles Login, einfach Namen wählen und los gehts). Sonst melden sich wohl nicht genug. Login aber auch über http://social.ard.de/polizeiruf/ twitter, facebbok, linkedin, g+ und yahoo. Etwas ulkige Combo. Am Ende einer Sendung war sogar mal der Regisseur der aktuellen Folge im Chat. Aber es gab nur eine eher mäßige Interaktion danach. Während der Sendung war deutlich mehr los. Ich selbst werde das aber wohl eher nicht wiederholen. Man verliert komplett den Fokus auf den Film und es sind zuviele Spinner mit doch recht doofen Kommentaren dabei. Aber auch das wird sich mit der Zeit ändern, wenn mehr User mit entsprechenden Erfahrungen Online dabei sind.

 Zusätzlich habe ich mir im ZDF den ersten Versuch einer echten Multiscreen TV Produktion Life angetan. Da mußte extra eine App zum Film “App” installiert werden, um die speziell für den Second Screen gemachten Videoclips ansehen zu können. Das Ganze wurde dann synchron zum laufenden Film eingespielt und bot andere Blickwinkel auf das Geschehen oder zeigte z.B., was sich an einem anderen Ort gerae parallel abspielte, was erst später im Film selbst thematisiert wurde. Details zum ganzen Erlebnis findet man hinter dem Link. und auch direkt beim ZDF. Aber auch der Videotrailer aus der ZDF Videothek ist noch abrufbar.

 Quelle: zdf.de

Das Ganze war in der Summe etwas ungewohnt und die Handlung litt manchmal etwas unter der digitalen Medienüberfrachtung. Aber immerhin, hier wurde Neuland betreten. Der Film kam wohl aus den Niederlanden, war also keine ZDF-Produktion, war aber in Summe eine gute Annäherung an das, was in dieser Kombination möglich ist.

 

Streaming für Alle?

Die digitale Mediennutzung verschiebt sich weiter weg vom physischen Medien, wie CDs oder BluRays. Downloadportale sorgen mittlerweile für den kontinuierlichen Nachschub für die eigene Musikbibliothek. Immer stärker werden aber auch Streamingangebote genutzt, meist auf Basis pauschaler Monatsraten. Das gilt mittlerweile sowohl für Musik, als auch für Videos.

 

Audio Streaming und HiRes

High Resolution Musik kommt. Der große Auftritt von Sony auf der IFA zeigte das ganz deutlich. Sony präsentierte eine neue Walkman Serie mit Video und HiRes Audio Playern. Und tolle Kopfhörer mit einem HighRes High End Kopfhörerverstärker, der auch portabel ist. Alles wurde dort life gezeigt. Mehr auch bei Sony unter High Resolution Audio. Grundsätzlich muß man auch sagen, dass mittlerweile praktisch alle AV-Receiver auch High Res Audio unterstützen. Meist wird FLAC lossless bis 24 Bit / 196 kHz als Datenformat genutzt. Ganz extreme High End Teile unterstützen bereits bis zu 32 Bit /  382 kHz. Nur zur Info: eine Standard Audio CD nutzt 16 Bit / 44,1 kHz als Datenrate bzw. Auflösung.

 

Sony HiRes Audio

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Und auch PONO von Neil Young soll endlich kommen. Die Website mit einem Dummy-Shop ist schon eine Weile Online, leider ist alles bislang nur Mockup. Auch wenn der Player leider etwas teuer und mittlerweile technisch wohl etwas angestaubt sein dürfte, es wird ein wichtiger Schritt in diesem Markt werden, wenn die Musiker selbst ihre Kontakte nutzen, um gute Musik in bester Qualität direkt zum Kunden zu bringen. Es gibt schickeres, als den Pono Player und für High End Smartphones wird es sicher mittelfristig wichtig werden, auch diese Musik spielen zu können. Und wenns per Streaming auf die HiFi-Anlage ist.

Einen ersten Test eines Pono Samples findet man bei whathifi.com. Zusätzlich auch  etwas mehr Info zu High Res Audio.

Auch klassische HiFi Marken, wie Technics haben mittlerweile eigene High Res Audio Online Portale angekündigt. Mal sehen, wie sich der Markt in 2015 entwickelt. Als alter High End Audio Freak ist das eine tolle Entwicklung, endlich eine Audio Qualität mit erheblich besserer Auflösung, als “nur” der CD für zuhause kaufen zu können. Ich hab auch schon so ein paar Klassiker, wie die unvergessens Fleetwood Mac “Rumors” auf meinem Streaming Server.

 

Streaming Music

Streaming Music entwickelt sich also immer weiter. Und damit geht auch die ewige Diskussion zu den Erlösen für die Künstler in eine weitere Runde. Allerdings gibt es da wohl sehr viel Durcheinander…. So hat Taylor Swift alle ihre Alben aus Spotify herausgenommen. Zunächst, weil sie erklärte, dass sie ihre Musik nicht kostenlos abgeben wolle. Spotify erklärte daraufhin, dass Swift mit ca. 6 Millionen Erträgen hätte rechnen könne, wenn sie weiter mit dabei bliebe. Ihr aktueller Hit ist aber weiterhin gratis als Youtube Video Clip abrufbar. Da sponsert wohl Google kräftig mit, damit die Celebrities sich nicht auch aus Youtube zurückziehen. Youtube plant wohl auch einen Music-Subscription Service.

 

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Quelle: youtube.com

Details zu Taylor Swift und Spotify und  zu Youtube bei techcrunch.com und auch bei Golem.de

 

Video Streaming

Gerade in Deutschland war 2014 ein Jahr des Einstiegs bekannter US-Anbieter. Amazon erweiterte  sein Prime-Abo auf Prime Instant Video. Das Abo, das ursprünglich nur eine schnellere und stets kostenlose Lieferung von Amazon Artikeln absichern sollte, wird dadurch zwar etwas teurer, beinhaltet aber nun auch das Abo der Instant Video Bibliothek. Auch wenn nicht alle bei Instant Video angebotenen Titel frei im Abo zugreifbar sind. Das Angebot ist also eine Mischung aus Abo und bezahltem Einzelabruf. Mit der Einführung von Prime Instant machte Amazon aus Lovefilm dann amazon Prime Video. Lovefilm war schon vor einiger Zeit vom Amazon übernommen worden und ist nun als Marke verschwunden. Ich war natürlich sehr gespannt, wie es mit der mobilen Stabilität aussieht und konnte mir als alter Amazon Prime Kunde dann nicht verkneifen, einen Härtetest im ICE von Frankfurt nach Nürnberg anzustellen. So habe ich im Zug mit Telekom Hotspot dann eine volle Folge von Sherlock angeguckt. Es gab zwar einige “Hänger” mit Buffering Popup, aber keinen einzigen Abbruch des Streams. Alle Achtung!

Und nicht vergessen darf man natürlich Netflix. Der Inbegriff des Video Streamings mit über 48 Millionen Kunden allein in den USA kam im September auch nach Deutschland. Meine Güte, was wird das für einen Impact auf die Datenraten in den IP-Netzen haben?! In den USA macht allein der Netflix-Traffic schon dreißig Prozent des Datenverkehrs aus.  Mal sehen, wie sich das bei uns entwickelt. Und Netflix startete hier mit voller Wucht. Fast alle Smart TVs bieten eine Netflix App, AppleTV hatte am Tag eins des Starts sofort eine Netflix Kachel in der Übersicht und auch die Entertain-Boxen der Telekom bieten jetzt per App Zugriff auf Netflix.

 Ja und ich mußte das alles natürlich sofort im Gratisabo-Monat ausprobieren. Meine Wahl fiel dann auf Netflix “the killing”. Das ist originaler und mittlerweile exclusiver Netflix Content, wenn auch die ersten zwei Staffeln noch nicht unter Netflix Regie entstanden sind. Hey: 24 Folgen bis zur Klärung einer Mordserie hatte ich auch noch nicht. Geguckt hab ich am Ende direkt auf dem TV per SmartTV App, am iPad und die ersten Folgen am AppleTV. Das Handover hat immer sofort funktioniert. Kann mich nicht an Ruckler oder längere Nachladezeiten erinnern. Das war wie Langstrecken-TV. Hatte alle vier Staffeln in wenigen Tagen durch. Auch der deutsche Synchron-Ton war absolut ok. Das war eine meiner längsten TV-Phasen ever ;-). Man wird abwarten müssen, wie sich Maxdome, Videoload und Watchever mit ihren Angeboten gegen die neuen US-Player werden halten können. Watchever steht ja schon einige Zeit zum Verkauf, ohne dass eine Übernahme konkret in Sicht ist. Die Zahlen des VoD Services sind auch wohl schon eine Weile rot, so dass es auch passieren kann, dass der Service mittelfristig eingestellt wird.

 Gerade im Streaming Bereich für TVs hat sich in 2014 somit viel getan. Aber nicht nur, was die Angebote selbst angeht, auch die Hardware wird immer vielfältiger. Nachdem der Google Chromecast-Dongle nun auch direkt in Deutschland für 35 Euro verkauft wird, hat auch Amazon seine amazon Fire TV Box fertig und bietet sie in Deutschland an. Als Prime Kunde habe ich sie die dann für 49 Euro bekommen und konnte sie vom Marktstart an nutzen. Meine ersten Erfahrungen hab ich dann auch auf meinem Blog kundgetan und wen das Teil interessiert sollte einfach mal auf meinen Blog-Link klicken.

 Android TV von Google ist ein weiterer Ansatz, neben dem Chromecast Stick doch noch eine “echte” Box zu präsentieren. Bislang zwar nur in den USA, aber der Nexus Player ist dort die “runde” Antwort auf Amazon’s Fire TV.

 

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Quelle: youtube.com

Gaming Trends

Immer mehr Marktanteile erarbeiten sich auch im Gaming Bereich die Mobile Apps. Sonst gab es 2014 wenig Neues, außer einem stärker werdenden Preiskampf zwischen PS4 und Xbox One, die mittlerweile ohne Kinect preisgleich zur PS 4 für 399 Euro angeboten wird. PC-Gaming ist etwas auf dem Rückzug. Das ist verständlich, da die aktuellen Boxen ja auf PC-Designs beruhen und einfach eine größere homogene Plattform bieten als die PCs mit ihren vielen Grafikkartenvarianten. Einheitliche Hardware vereinfacht die Spiele-Entwicklung und auch das Ausnutzen der Hardware bis in den Grenzbereich, da sich alle Systeme gleich verhalten. Das ist so bei PC-Grafikkarten eben nicht möglich und die Veränderungen sind in jedem Jahr gewaltig. So wird die Spiele-Entwicklung für PCs langfristig zu teuer, wenn zusätzlich auch die Absatzzahlen der Spiele sich entsprechend auf Konsolen und mobilen Apps besser entwickeln, als im PC-Bereich.

Ich habe selbst, nur um wieder eine aktuelle Hardware zu nutzen, für meinen PC eine neue Nividia-Grafikkarte – eine Asus GTX 750 –  gekauft, die – verglichen mit meiner alten Grafikkarte – sogar etwas mehr Leistung bei erheblich geringerer Stromaufnahme liefert und grade mal knapp über 100 Euro gekostet hat. Ich mußte dann sogar den Trigger meiner Schaltsteckdosenleiste verstellen, damit auch die PC-Peripherie mit dem PC wieder eingeschaltet wird. Ich bin zwar kein wirklicher Gamer, aber aktuelle PC-Hardware ist wichtig für die Kompatibilität, egal ob Spiele oder “normale” PC-Nutzung.

 

PCs und Chromebooks

Ja, wie gerade beschrieben, einen Desktop PC habe ich auch noch zuhause stehen, der wird aber zusehends weniger genutzt. Trotzdem habe ich ihm einen leichten Update verpaßt, Windows 8.1 drauf gemacht und die Hardware etwas aktualisiert (Grafikkarte, RAM, SSD und USB 3 nachgerüstet). Aber irgendwie ist das Management von PC Hardware und Software “outdated”. Es macht einfach keinen Spaß, wenn man halt nur ab und zu mal seinen PC anwirft und dann erstmal die Updates abwarten muß, bevor man ihn wieder ausgeschaltet bekommt. 

Ich denke, das wird mittelfristig ein Problem werden, dass immer weniger Leute bereit sind, sich intensiver mit der Konfiguration und Pflege eines PCs auseinanderzusetzen. Apple mit seinem OS-X zeigt da weniger Schwächen. Z.B. das OS-X 10 – Yosemite Update: Das Runterladen war zwar eine Geduldsübung. Die 5,6 GB brauchten Stunden zum Download. Das Update selbst war in einer Stunde komplett durch. Am MacBook sehen, wer auf dem Handy anruft, warum gibt es das erst jetzt? Selbst mein etwas betagtes MacBook (2011er Modell) hat Alles gut verdaut. Unübertroffen ist unter OS-X auch nach wie vor die Time Machine, die automatisch im Hintergrund läuft und dafür sorgt, dass man wirklich immer ein aktuelles Backup hat, mit dem man im Zweifelsfall den Rechner komplett neu aufsetzen kann. Updates gibt es hier zwar auch, aber weniger häufig und irgendwie weniger Wartezeitintensiv, als bei Windows. Ich meine damit das Warten darauf, dass die Updates im Rechner installiert werden. Das dauert unter Windows mittlerweile einfach zu lange.

Als “Wohnzimmer-Laptop” für Zuhause gab es in diesem Jahr für 230 Euro ein Update auf ein Acer 720 Chromebook. Das Teil ersetzt meinen alten eeePC mit Windows XP, bei dem die Ladebuchse schon wieder einen Wackelkontakt hatte. Und XP ohne Updates, das wollte ich so auch nicht mehr. Und ein Update auf Windows 7 auf dieser Hardware? Nein Danke. Also kam das Chromebook ins Haus. Meine Frau war zwar zunächst nicht voll begeistert -wegen den relativ dunklen Tasten mit aufgedruckten Kleinbuchstaben –  aber trotzdem zufrieden, weil das Surfen nun viel schneller geht und das Chromebook einfach super schnell startet und runterfährt. Auch die Akku-Laufzeit ist klasse. Und das Gerät ist absolut leise. Eines der Alltagsprobleme ist, dass man stets sein volles Online-Passwort eingeben muss, wenn man das Gerät hochfährt. Da diese bei uns etwas komplexer sind, dauert die Eingabe eben etwas und man muss sich konzentrieren, um sich nicht zu vertippen. Aber das ist eben der Preis der Security. Das gilt übrigens mittlerweile auch für Windows 8.1, wenn man ein Online-Konto mit dem Login-User verknüpft. Das Chromebook ist  zudem noch super leicht und hat einen ausreichend großen Bildschirm.

Einziger Feature-Trick, den es brauchte, damit das Teil “wohnzimmergerecht” wurde, ist ein kleines USB-LED-Klemmleuchte, damit man die Tasten auch bei wenig Licht im Raum erkennen kann. Die beleuchteten Tasten beim MacBook sind natürlich noch viel angenehmer, aber mit dem LED-Licht kann man auch bei gemütlich gedämpfter Beleuchtung auf der Couch ordentlich surfen ;-). Und Updates? Die merkt man fast gar nicht. Ab und zu dauert das Starten minimal länger. Sonst merkt man nichts. Im Alltag ist es einfach klasse, dass eine PC-gemäße Surf-Experience für wenig Geld und ohne spürbaren Wartungsaufwand zu haben ist. Nein, es ersetzt keinen PC oder Windows Laptop. Aber es ist im Alltag so unproblematisch wie ein Tablet und beim Browsen voll kompatibel zu den PC-Browsern. Auch wenn es mittlerweile selbst Windows Laptops zum gleichen Preis gibt, wir würden das Chromebook für unser Wohnzimmer immer bevorzugen. In den USA gibt es mittlerweile einen Trend im Bereich der Ausstattung von Schulen weg vom iPad hin zu Chromebooks. Wegen der eingebauten Tastatur, der in Summe geringeren Kosten und der einfachen Wartbarkeit. Für Microsoft wird es auf Dauer schwer werden, sich in dem Umfeld zu behaupten.

 

Das Internet of Things

Das war so einer der in 2014 häufig strapazierten Begriffe. Jeder versteht darunter etwas Anderes. Einige denken an Wearables, wie Smartwatches, andere sehen da Smart Home Lösungen. Aber die fortschreitende Miniaturisierung inclusive der Wireless-Standards hat auch Auswirkungen auf die industrielle Nutzung von Embedded Technologien. Immer mehr SoC (System on a Chip) Lösungen umfassen fast ein gesamtes PC-Design und auch kleinste, extrem stromsparende Lösungen verfügen mindestens über 32 bit CPUs.

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 Impression von der Embedded World in Nürnberg

 Der Begriff Industrie 4.0 geistert dabei zunehmend durch die Medien. In Wikipedia liest sich das so: “Industrie 4.0 ist ein Zukunftsprojekt in der Hightech-Strategie der deutschen Bundesregierung, mit dem in erster Linie die Informatisierung der Fertigungstechnik vorangetrieben werden soll. Das Ziel ist die intelligente Fabrik (Smart Factory), die sich durch Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz und Ergonomie sowie die Integration von Kunden und Geschäftspartnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse auszeichnet. Technologische Grundlage sind Cyber-physische Systeme und das Internet der Dinge.”

Weißße Bescheid? Irgendwie wird das auch durch Begriffserläuterung nicht wirklich klarer. Für mich bedeutet Internet of Things letztlich der zunehmende Grad an Vernetzung von Geräten. Im Privatbereich in den allermeisten Fällen durch die Nutzung von wireless Technologien. Ob es nun die vielen mit den Smartphones wireless verbundenen Zusatzgeräte sind, Home Control oder wireless Audio Systeme, alles “Vernetzte” eben. Der Trend zur Vernetzung ist sicher eine große Hilfe für viele denkbare Szenarien im Heimbereich. Aber alles hat dabei für mich auch seine Grenzen: Eine onlinefähige Zahnbürste brauche ich erstmal nicht…

Im industriellen Umfeld wird durch immer kleinere und preiswertere Embedded Systeme immer mehr Rechenleistung direkt im Bereich der Produktionsmaschinen nutzbar. Ob dabei alle Systeme dann per Internet miteinander vernetzt sein müssen, wage ich zu bezweifeln. Aber der Grad der Vernetzung, die dynamische Erfassung von Betriebsdaten und deren dynamsiche Auswertung, das wird sicher immer mehr an Bedeutung gewinnen. Egal, ob teure Werkzeugmaschinen oder das Flottenmanagment von Schwerlastern und Baumaschinen. Hier werden sich die neuen Technologien durchsetzen, egal, ob es dann M2M (machine to machine) oder IoT heißt. 

In die Kategorie kommerzieller Angebote fallen auch iBeacons. Das von Apple definierte Protokoll nutzt kleine Bluetooth Tags, die ledglich eine speziell kodierte Kennung per Bluetooth LE aussenden. Geräte bzw. Apps, die diese Broadcasts erkennen, können die Kennungen auswerten und dann dazu passende Informationen Online suchen und anzeigen.

Estimote ist einer der bekannteren Anbieter dieser Tags. Mittlerweile wurden sogar “wearable tags” von estimote angekündigt. Diese Estimote Stickers halten ca. ein Jahr und erweitern die Usage Szenarien weiter, da sie auch bewegungsempfindlich sind. Das Video erläutert die Anwendung recht gut.

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Quelle: youtube.com

 

Software und Apps

iOS8

Zunächst will ich hier noch kurz auf das iOS Update 8.x mit seinen erweiterten Connectivity Funktionen eingehen. Nicht nur, dass nun auch die Phone Calls am MacBook ankommen und die Gespräche direkt von MacBook geführt werden können. Auch der Broadcast der Mitteilungen (SMS und iMessages) auf andere iOS ist wirklich praktisch. Das Feature, nun ohne Zugriff auf das iPhone dessen Hotspotfunktion aktivieren zu können, ist schon klasse.

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Man sieht bei der Anzeige von WiFi Netzen einfach auch das eigene iPhone inclusive der Statusanzeigen zu Akkuladung und Netzqualität. Das Handy bleibt einfach in der Tasche und man greift per Klick auf den Hotspot zu. Damit macht Apple zwar seine Mobilfunkoptionen in den Tablets quasi überflüssig, aber den Nutzern wird das durchaus Recht sein. Wenn man ein iPhone hat, braucht man nur noch ein WiFi iPad. Fertig. Das Ganze funktioniert prakisch genauso auch mit dem MacBook unter OS-X 10. Unter WiFi Netzen ist das iPhone zu finden und wird angeklickt, wenn man mobil online gehen will. wirklich perfekt. Da haben die Apple Entwickler mal gründlich nachgedacht und das Thema aus Usersicht wirklich einfach umgesetzt.

 

Die großen Social Networks

Der Kampf der großen Social Networks geht immer weiter. Trotz schlechem Image entwickelt sich auch Google+ immer weiter auch wenn die Nutzerzahlen deutlich unter denen von Facebook liegen.

 

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Zitat frei nach Gunter Dueck
(IBM “Rentner” und freier Geist der Online-Szene)

 Und WKW geht offline

Wenn wir schon beim Thema Social Networks sind: WKW (werkenntwen.de), das von RTL übernommene Social Network ging 2014 offline. Da hat sich die Übernahme wohl nicht rentiert und Facebook ist mittlerweile auch in Deutschland zu mächtig geworden. Beim Abschied gab es dann per Email den Hinweis auf “seniorbook.de” als möglichen Nachfolger…. Sooo alt fühle ich mich nun auch noch nicht.

 

Office 365

Aber auch Microsoft war nicht inaktiv und  mischte in 2014 das Online Storage Geschäft komplett auf: In Verbindung mit einer jährlich oder monatlich zu zahlenden Lizenz ist Office 365 immer aktuell und kommt mit unbegrenztem Online-Speicher im One Drive Service. Das macht es für Dropbox und Box nicht gerade einfach, ausschließlich mit Storage ein Business zu gestalten.

 Für alle, die sich bis heute nicht näher mit Office 365 beschäftigt haben: Dies ist nicht die Cloud-Variante des Services sondern die auf Zeit bezahlte Lizenz zum Einsatz der jeweils aktuellsten Office-Software auf allen verfügbaren Plattformen. Dazu kommt der unbegrenzte Online-Speicher, der relativ einfach in die Office Software integriert wurde und alle Daten in der Cloud ablegen kann, damit man auch von jedem eigenen Gerät auf diese Daten zugriff hat. Ich will hier keine direkte Werbung machen, aber in Summe ist dieses Angebot ein Knaller, weil einfach günstig und recht vollständig. Habe das Home-Paket schon für unter 60 Euro Jahresgebühr gesehen. Seitdem der unbegrenzte Speicher mit dabei ist, bin ich auch mit einer 365 Home Premium Version für unter 60 Euro / Jahr unterwegs.

Google, Dropbox und Box müssen sich etwas einfallen lassen, damit sich das Online-Geschäft im Vergleich zu diesem Angebot attraktiv darstellen lässt. Einige verkünden schon, dass “unlimited Storage” damit letztlich fast kostenfrei zu haben ist, wenn es auch so bislang nicht stimmt. Aber Microsoft spricht nun ein Wörtchen mit in de Geschäft und tut viel, um mehr Reichweite zu bekommen. Mittlerweile ist das 365 Office Paket für Android und iOS kostenfrei inclusive vollem Zugriff auf OneDrive, dem Cloud-Speicher von Microsoft. Es ist alles noch etwas hakelig und nicht immer leicht verständlich, aber der Weg ist vorgezeichnet und auch viele Studenten werden hier schnell zuschlagen, weil die Preise einfach super attraktiv sind. Kleine Story zum realen Leben am Rande: Mir ist es im ersten Anlauf nicht gelungen, die Office 365 Jahreslizenz online zu aktivieren. Nach einer Stunde Wartezeit an der Hotline, die einen immerhin zurückruft, und nochmal mindestens 20 Minuten im Gespräch mit der Hotline war das Ergebnis, das ich besser warte, bis die 30 Tage Testlizenz ausläuft, die ich aktivert hatte, um das Officepaket auf meinem Mac aktivieren zu können. Es war eine aufregende Geburt ;-).

 

Beethovens Neunte

Etwas ungewöhnlicher, aber erwähnenswert finde ich das, was die Deutsche Grammophon App für Klassikmusik-Freaks bietet (zwar leider wohl nur unter iOS verfügbar, aber immerhin). Man kann da Beethovens Neunte in vier völlig verschiedenen Fassungen quasi parallel anhören und dabei direkt zwischen den Versionen hin- und herschalten. Und alles ist dabei voll synchron zur Notenpartitur. Wirklich beeindruckend umgesetzt.

Beethoven App

 

Was es sonst noch gab

Flash-Speicher wird immer leistungsfähiger und preiswerter. Gerade haber ich mir gleich zwei SanDisk 64 GB USB3 Cruzer Ultra Fit für je 25 Euro gekauft. Bei großen Dateien kommt man beim Lesen per USB 3.0 auf über 100 MB/s und beim Schreiben immerhin zwischen 20 und 25 MB/s. Das sind Werte, die früher eine gute Festplatte beim Lesen nicht erreicht hat und beim Schreiben gerade mal eben geschafft hat. Heutige Disks sind wegen der aktuellen Sata 3 Interfaces und immer größeren Caches zwar mittlerweile auch etwas schneller, aber für so einen winzig kleinen, nur aus einem Stecker bestehenden Teil, ist das ne Menge.

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 Quelle: amazon.de

SSDs gibts mittlerweile nicht mehr nur im klassischen 2,5 Zoll Formfaktor, aktuelle PC-Boards haben PCI-Express Slots für SSDs direkt aúf dem Board. Eine andere Form von Festeinbau, den es früher nur in Laptops gab. Macht aber den Aufbau der SSDs immer preiswerter möglich und die Preise sind am Purzeln. Bin gespannt, wo das Preisniveau Ende 2014 ankommt. Externe SSDs mit USB 3 Anschluß werden allmählich “hipp” und bringen Speed und mehr Speicherplatz auf Netbooks mit USB 3 Anschluß. Habe selbst auch so meine “alte” INTEL SSD recycled.

 

Und nicht vergessen möchte ich auch die 512 GB SD Karte von Sandisk. Ja, richtig gelesen, das Teil speichert ein halbes Terabyte!! Hammer. Und ist für satte 600 Euro schon lieferbar…

 

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Quelle: sandisk.com

 USB-Sticks mit Speichergrößen bis zu 256 GB sind mittlerweile schon im “normalen” Preisbereich angekommen. So gab es vor kurzem bei Amazon einen UBS 3.0-fähigen Stick mit 256 GB Speicher für 77 Euro im Angebot. Das ist genausoviel Speicher, wie die SSD in dem MacBook Pro, das ich tagtäglich benutze.

 

Tesla Ausflug im Odenwald

Ein besonderes Highlight war für mich auch der Odenwald-Ausflug mit einem Tesla Model S. Ein guter Freund von mir hat sich so ein Teil auch aus Begeisterung für die Fülle neuer Technologien, die in dem Auto verbaut wurden, zugelegt.

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E-Motion erzeugt auch wirklich Emotion! Mann, dieses 2 Tonne schwere und wirklich große Auto geht ab, wie eine Rakete, wenn man das Gaspedal mal etwas heftiger tritt. Echt heftig, was da kommt.

Solche Sprints gehen zwar kräftig auf die Batterieladung, aber so ab und zu …  Ansonsten ist das Fahrgefühl völlig normal und sehr komfortabel. Nur die Laufgeräusche der Reifen sind zu hören und im Innenraum merkt man ansonsten keine großen Unterschiede zu anderen Fahrzeugen. Außer der Tatsache, dass alle Displays “smart” sind und volle Grafikdisplays sind. Besonders der riesige Touchscreen in der Mittelkonsole ist beeindruckend. Die Interaktion fühlt sich ein bisschen so an, wie ein großes iPad. Das war eine Fahrt in die Zukunft und trotzdem real. Ich war wirklich schwer beeindruckt.

Tesla Innen

 

Google stellt eigenes, selbstfahrendes Auto vor

Auch Google will im Markt der eigenständig fahrenden Autos mitwirken. Der Prototyp sieht zwar etwas gewöhnungsbedürftig aus, ist aber wohl voll fahrfähig und das Video zeigt, dass Google es wohl ernst meint.

 

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Source: Google / youtube.com 

Ja, die digitale Welt wird sich immer weiter entwickeln und so auch immer mehr  Rückwirkungen erzeugen in unser reales Leben.

 

Was mir ansonsten besonders gefallen hat und die “most crazy gadgets” aus 2014:

 Glühfaden LED Lampen

Mal etwas ganz anderes: Ich bin mittlerweile begeisterter Nutzer von Glühfaden LED-Lampen. Die Technik gibt es seit etwas zwei Jahren und die Lampen sind mit steigender Verbreitung nun preiswert und gut, also ab 6 Euro zu haben und einfach klasse! Bei mir zuhause sind praktisch alle “normalen” Glühlampen durch eine solche Birne ersetzt.

 

Glühfaden LED

Quelle: glühbirne.de

Einziger Nachteil ist, das die meißten Birnen nicht dimmbar sind,  da die Elektronik ja im Sockel untergebracht werden muß. Teilweise gibt es bereits spezielle Birnen mit darauf abgestimmten Dimmern. Glühfaden-LED Lampen haben den riesigen Vorteil, dass sie eine Lichtverteilung haben, die absolut identisch zu klassischen Glühbirnen ist und dabei nur ca. 10% der Energie brauchen. Somit sind die Birnen mit A+ oder sogar A++ spezifiziert. Die Leuchtfarbe liegt bei allen nah am klassischen Farbbereich, bei den etwas teureren Birnen werden in die LED-Fäden rote LEDs eingestreut, sodass der Farbwiedergabeindex, oder RA-Wert, teilweise über 90 liegt. Das ist dann nicht mehr unterscheidbar von einer klassischen Birne. Ich benutze aber auch die preiswerteren mit einem RA-Wert von 80. Die sind zwar einen Tick gelblich in der Farbe, aber trotzdem um Längen besser, als alte Energiesparlampen. Und die LED-Lampen zünden auch sofort und ohne jede wahrnehmbare Einschaltverzögerung. Einfach mal ausprobieren!

 

Vessyl

Wie wäre es, wenn ein Trinkbecher automatisch erkennt, was denn gerade im Becher drin ist? My Vessyl ist genau so ein Gerät, das selber erkennt, was für ein Getränk drin ist. Und schn kann man nicht nur die Bewegung mit den üblichen Gerätchen tracken, sondern auch, was man am Tag in welchen Mengen trinkt.

Vessyl

Quelle: youtube.com

 

W-LAN in der 9 Volt Blockbatterie

Alles ist Besser mit W-Lan, oder? Also rein mit einem W-Lan Moduil in eine ganz normale 9V Blockbatterie. Das ist die Idee des Kickstarter Projekts Roost. Erinnert mich so ein bisschen an die WiFi SD-Karten für Digital-Kameras.

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 Quelle: kickstarter.com

 

Innovativster Smart Home Hub 2014

Es gibt viele Smart Home Controller auf dem Markt. Eine der aus miners Sicht “abgefahrensten” Entwicklungen ist das Kickstarter Projekt Ninja Sphere. Der aufwändig gestaltete Control Hub sieht nicht nur super aus, sondern reagiert auch auf Gesten, wenn man sich ihm nähert. Zusätzlich haben die Entwickler einen starken Fokus darauf, wer sich gerade in welchem Raum aufhält. Details gibts dazu im Video.

 

Quelle: kickstarter.com

Gramofon

Die Firma, die den FON-Router und das Thema WiFi access Sharing auch für das Telekom Hotspot to Go Thema entwickelt hat, bringt nun ein Netzwerk-Audio Device. Im Wesentlichen wird Spotify connect unterstützt, d.h. die Möglickeit vom Handy aus eine aktive Spotify Playlist auf dieses Device zu übertragen, das dann per analogem Audio Out an AV-Receiver oder Stereoverstärker angeschlossen werden kann.

 

gramofon

Quelle: gramofon.com

 Da Gramofon auch Accesspoint kompatible Hardware hat, kann das Teil auch W-Lan Repeater werden. Die Hardware ist seit kurzem lieferbar und der Spotify-Teil läuft schon recht gut. Gut gelöst ist die Mute-Funktion durch Druck auf den zentralen großflächigen Knopf oben auf dem Gerät. Wenn man gerade das Handy nicht zur Hand hat, kann man schnell und einfach die Musik abstellen. Die “restlichen Funktionen” sind zurzeit noch stark in der Entwicklung und nach meiner Erfahrung nicht so ganz stabil und mit Konfigurationslücken. Es gibt noch recht häufig Softwareupdates. Ich weiß das so genau, weil ich mir schon so ein Teil zugelegt habe. Einen ersten Test gibts bei Mobilegeeks.de.

 

Camcorder mit Videoprojektor

Mal was ganz anderes und eher konventionelles, aber mit einem Kick Innovation ist der Sony Videocamcorder mit eingebautem Projektor. So ein Feature gibt es zumindest bei Sony und Samsung. Ich habe mir hier Sony rausgepickt, weil die auch ein recht preiswertes Modell mit diesem Feature im Program haben. Den PJ240 mit Listenpreis von 349 Euro.

sonypj240camcorder

Quelle: youtube.com

 

Autonomes Licht

Die Energiespartechniken vieler integrierter Systeme in Verbindung mit LED Licht machen es möglich: LED Licht mit Bewegungsmelder, das mit einer Batterieladung ca. 1 Jahr hält.

 

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Quelle: youtube.com

 

Amazon Echo

Zum guten Schluß noch ein Gadget, das es bislang nur in den USA gibt, aber die Frage aufkommen läßt: Ist das nun das bekloppteste oder innovativste Gerät von Amazon? Selbst Computer Bild sieht das Teil eher kritisch.

amazonEcho

Quelle: youtube.com

 Wer sich etwas drüber amüsieren will, hier noch das original Amazon Promo-Video und eine gelungene Persiflage. Bitte in dieser Reihenfolge anschaun, dann versteht man die ganzen Anspielungen einfach besser. Have fun! 

amazon Original Clip Quelle: youtube.com

 

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Die Persiflage ;-) Quelle: youtube.com

 

Abspann und Ausklang

 Jetzt muß ich allmählich mal zum Schluß kommen, es sind wieder ne Menge Seiten geworden, aber diesmal lasse ich die Buchstaben normal groß. Es liest sich so, wie ich finde, einfach besser ;-)

 

Jobless at Microsoft

Erstmal eine nette Parabel zum Thema Email Adresse haben oder nicht, die ich echt nett finde. Einfach draufklicken und lesen. Ist nur eine ganz kurze Geschichte. 

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Quelle: linkedin.com

 

Buchstabensuppe

Die etwas andere Komunikationsform ohne Handy und Onlinedienste. Mal ganz was Anderes.

:-)

 

buchstabenmaggi

Quelle: youtube.com

 

Der Youtube Rewind 2014

Ein kleiner eher musikalischer Rückblick auf 2014, den Youtube selbst zusammengemixt hat.

 

youtuberewind2014

Quelle: youtube.com

 

Wireless Xmas Lights

Doch nun kommen wir zum Weihnachtsfest und dann doch noch ein weiteres Gadget, das leider erst den Christbaum in 2015 schmücken kann. Die Teile sind noch in Entwicklung. Natürlich auch wieder ein Kickstarter Projekt. Die Details hat TechStage.de.

 

Quelle: youtube.com

 

Nun ist wirklich Schluß

Der EDEKA-Clip darf natürlich nicht fehlen. ist irgendwie originell, wenn auch nur bedingt “musikalisch” aber wirklich nett gemacht. Ob sich im Weihnachtsstress aber die Kunden alle so nett verhalten würden, wenn es an den Kassen mal etwas länger dauert, wage ich zu bezweifeln.

 

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Quelle: youtube.com

 

Nun wünsche ich Allen, die es wieder mal bis hierhin geschafft haben, eine schöne Advents- und Weihnachtszeit und einen tollen Start in das neue Jahr 2015. Es wird sicher wieder viel passieren und wirklich gespannt bin ich auf den Markterfolg der Apple Watch.

 

Herzlichst Ihr / Euer

Klaus Milczewsky