VR Konzert London Vera

Erstes Virtual-Reality-Konzert in London mit dem Galaxy S7 und der Gear VR

Neben dem Lieblingsstar und Idol auf der Bühne zu stehen und ihm so nah wie möglich sein - das wünschen sich bestimmt tausend Menschen auf dieser Welt und ab jetzt ist das sogar möglich. Samsung hat mit seinem neuen Galaxy S7 und der Gear VR Brille das erste Virtual-Reality-Konzert in London veranstaltet. Auf der Bühne stand die Band Years & Years und Samsung hat mich eingeladen, bei ihrem Event mit dabei zu sein. Was ich in London so erlebt habe und wie sich der Gig mit der Gear VR angefühlt hat, erzähle ich euch hier.

Zuerst einmal sei gesagt, dass die Band Years & Years meine absolute Lieblingsband ist. Ich kannte sie schon, bevor sie überhaupt so erfolgreich wie jetzt waren. Von daher war es für mich ein absolutes Muss nach London zu fliegen und beim ersten Virtual-Reality-Konzert mit dabei zu sein. Abgesehen davon, reizte mich natürlich auch der technische Hintergrund mit dem Galaxy S7 und der Gear VR. Also ein Rundum-Paket, wenn man so will.

Am 28.02 ging es also für mich um 5 Uhr morgens los zum Frankfurter Flughafen. Mein Flug nach London sollte um halb acht losgehen. Dann ging‘s einmal über die Nordsee und Schwups war ich auch schon in England. Nachdem ich mit der U-Bahn eine geschlagene Stunde vom Londoner Flughafen Heathrow zur Station Covent Garden gefahren bin, wollte ich so schnell wie möglich in mein Hotelzimmer einchecken. Ich hatte die Nacht davor nicht geschlafen und war somit schon viel zu lange wach. In den Semesterferien gerät der Schlafrhythmus bei Studenten etwas außer Kontrolle, vielleicht kennen das ja einige ;).

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Das Hotelzimmer war leider erst ab 15 Uhr für die Gäste bereit, sodass ich noch vier Stunden Zeit hatte. Ich lief in London herum und schaute mich in der Gegend um Covent Garden um. Leider war ich viel zu müde, um mir sämtliche Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Selbst blöd, Vera! Zurück im Hotel machte ich es mir, frei nach dem Motto „Dreistigkeit siegt“ auf einem der Sessel in der Eingangshalle bequem. Ich schlief anderthalb Stunden durch, bis ich von einem Angestellten geweckt wurde, der mich freundlich darauf hinwies, dass mein Zimmer jetzt fertig sei. Ich konnte meinen Raum also rund eine Stunde früher beziehen als geplant.

Durch die Vorfreude auf das Event am Abend, war die Müdigkeit schnell verflogen. Ich hübschte mich also noch etwas auf, zog mir mein Kleid an und machte mich auf den Weg zur Location. Auf der Suche nach dem Londoner „Hospital Club“, lief ich verträumt durch die Straßen und bemerkte nicht, dass der Sänger Olly der Band Years & Years direkt vor mir ging. Erst als ich kreischende Mädchen von der gegenüberliegenden Straßenseite sah, die alle nach einem Selfie schrien, begriff ich wer da vor mir stand. Ich war so perplex, dass meine Beine nicht zum Stillstand kamen und ich einfach weiter an ihm vorbeilief.

Um viertel vor vier sollten sich alle Pressemitglieder in der Eingangshalle vom „Hospital Club“ treffen. Es war ein einziges Durcheinander, denn die Gästelisten waren verschwunden. Nach einer Weile wurden wir in einen großen weißen Raum geführt, mit Stühlen, einer Bar und Sitzecken. Mit ein wenig Verzögerung im Zeitplan ging es dann damit los, dass wir uns allesamt auf den Stühlen niederlassen durften und ein Galaxy S7 edge, eine Gear VR und ein Headset bekamen. Das Handy wird in die Virtual-Reality-Brille eingesetzt und dann über den Kopf gezogen.

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Wir sollten uns eine Simulation mit einem großen Dinosaurier anschauen. Ich war überwältigt, wieviel es in dieser virtuellen Welt zu sehen gab und wie lebendig es sich anfühlte. Der Brachiosaurus vor mir erwachte zum Leben, stellte sich auf die Hinterbeine und mampfte die Blätter eines hohen Baumes ab. Man konnte sich einmal komplett um 360 Grad drehen und glücklicherweise drehten sich die Stühle, auf denen wir saßen, mit.

Nach diesem beeindruckenden Erlebnis war die Pressekonferenz an der Reihe. Man hatte mich Tage vor dem Event per Email gefragt, an welchem Interviewpartner ich interessiert wäre. Daher hatte ich angenommen, dass wir jeweils Einzelgespräche führen können. Ich hatte mir also in meiner ganzen Vorfreude 20 Fragen an meine Lieblingsband aufgeschrieben und mir fest vorgenommen, Years & Years nach einem Selfie zu fragen. Dem war aber nicht so! Wir hatten, wie gesagt, eine Pressekonferenz mit der Band, einem Sprecher von Samsung und einem von Universal Music. Eben alle, die an dem Projekt des ersten Virtual-Reality-Konzerts beteiligt waren.

Für mich war also der Traum, die Band alleine zu treffen geplatzt. Es gab an diesem Abend ein Einzelinterview und das durfte Ricarda Biskoping von Celepedia führen. Ich hatte Barbara Gehl, Pressesprecherin von Samsung, früher an diesem Abend von meinem Fan-Dasein der Band erzählt. Sie war es dann letztendlich, die mir den Traum von einem Foto mit Years & Years erfüllte. Barbara organisierte, dass ich bei dem einzigen Einzelinterview dabei sein durfte und wir am Ende noch ein Bild mit den Bandmitgliedern machen konnten. An dieser Stelle, vielen Dank an dich liebe Barbara, Das war wirklich ein einmaliges Erlebnis!

Years&Years

Zurück auf dem Boden der Tatsachen stand nun der geplante Virtual Reality Gig aus. Nicht nur wir konnten den Auftritt im virtuellen Raum verfolgen. Auch Zuschauer aus ganz Europa können sich mit einer Gear VR dazu schalten und den Gig vom Sofa aus beobachten. Kaum setzt man die Brille auf, befindet man sich in einem Konzert-Saal. Die Band stand im Untergeschoss des Gebäudes auf einer Bühne mit drei Kameras, jede mit einer anderen Perspektive. Über ein Touchfeld an der Seite der VR-Brille kann man auswählen, von welcher Kamera man das Geschehen beobachten möchte: aus der Luft, aus dem Zuschauerbereich oder mitten von der Bühne aus.

VR Konzert London Vera

Mit der Bühnen-Kamera steht man direkt neben den Musikern. Ich wollte immer wieder den Arm ausstrecken, weil sich die Distanz zu den Bandmitgliedern so nah angefühlt hat. Der Sänger kann außerdem mit den Zuschauern über diese Kamera reden, was wirklich toll ist. Man vergisst wirklich, dass man das Ganze nur durch eine Brille mit einem Handy davor ansieht. Die Vogel-Perspektive hat mir auch gut gefallen, denn man bekommt einen Überblick über den Raum und kann alles ganz genau beobachten. Die Kamera im Zuschauerbereich war zwar auch ganz schön, aber diese Perspektive auf die Bühne kennt man ja bereits.

Ich muss leider sagen, dass die Technik noch nicht so ganz mitgespielt hat. Im Prinzip ist das Ganze ein Stream und je nach Internetverbindung stockt dieser häufig. Wenn da nun 30 Leute sitzen, die alle dieses Konzert miterleben wollen, kann das schon mal zu Problemen führen. Alle 20 Sekunden konnte man nur auf ein Standbild schauen und das ist besonders ärgerlich, wenn gerade das Lieblingslied läuft. Auch die Qualität des Bildes lässt zu wünschen übrig. Die Schärfe lässt sich mit einem kleinen Rädchen individuell einstellen, aber das Bild wird trotzdem nicht zu 100 Prozent scharf. Ich dachte erst, dass es daran liegt, dass ich meine Brille nicht aufhatte. Die passt da nämlich leider nicht unter die Gear VR. Kontaktlinsen sind hierbei also doch von Vorteil.

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Nach zwei Songs ging es runter in den Konzertsaal und wir konnten uns die weiteren Lieder live im Konzertraum ohne Brille anhören. Die Unterschiede werden auf einmal sehr deutlich. Für mich ist die VR-Brille eine super Möglichkeit ein Konzert in weiter Entfernung zu sehen. Wenn man nicht ins nächste Land fahren will, nur um die Lieblingsband sehen zu können, macht man es sich einfach auf der Couch bequem und kann den Auftritt trotzdem miterleben.

Für mich spielt der Konzertfaktor aber eine große Rolle. Mit der Virtual-Reality-Brille, kommt nicht wirklich das Feeling rüber und man geht nicht so mit der Musik mit. Ich war eher damit beschäftigt die Bandmitglieder zu beobachten, als mich von den Liedern mitreißen zu lassen. Außerdem könnten diese virtuellen Auftritte die gesamte Konzertkultur zerstören, denn es ist ja auch ein Erlebnis, was man mit anderen Menschen teilt.

Am nächsten Tag ging es für mich zurück nach Deutschland. Es war eine unglaubliche Erfahrung ein Konzert durch eine VR-Brille sehen zu können. Und natürlich war ich auch super glücklich, als ich endlich mal Years & Years treffen konnte. Danke an Samsung, die mir diese Reise ermöglicht haben. Und übrigens, ab jetzt könnt ihr das Samsung Galaxy S7 kaufen ;).

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