Facebook-Freebooting

Freebooting auf Facebook kostet YouTube-Stars Millionen *Update*

Was bedeutet Freebooting, was haben Facebook und YouTube damit zu tun, wieso verlieren viele Menschen massig Geld dadurch und was kann man selbst tun - all das wollen wir hier besprechen.
von Carsten Drees am 12. August 2015

Update vom 12. August 2015:

In meinem Beitrag habe ich euch Freebooting beschrieben und Beispiele dazu gebracht, aber die rechtliche Seite dabei fast komplett außen vor gelassen. Auf rechtzweinull.de hat sich nun Rechtsanwalt Dr. Carsten Ulbricht sehr ausführlich exakt dazu geäußert:

Wer fremde Inhalte im Internet hochlädt, ohne vom Rechteinhaber dazu berechtigt worden zu sein, verletzt dessen Urheberrecht. Während die Contentersteller durch den Upload bei Youtube in der Regel Rechte zum „Embedding“ einräumen, umfasst dieses Nutzungsrecht natürlich nicht den Upload durch Dritte auf anderen Videoplattformen. Der Urheber hat in diesen Fällen Unterlassungs-, Beseitigungs- und Schadenersatzansprüche. Für deutsche Urheber gilt das deutsche Recht übrigens auch gegenüber ausländischen Freebootern. Rechtsanwalt Dr. Carsten Ulbricht

Er verlinkt auch auf meinen Beitrag – dickes Dankeschön dafür – und hat jede Menge weitere Links zum Thema parat. Wenn ihr als YouTuber vielleicht selbst betroffen seid, oder einfach generell mehr über den rechtlichen Hintergrund des Freebootings wissen wollt, schaut bitte unbedingt bei rechtzweinull.de vorbei, denn auch dort bekommt ihr Tipps, wie ihr als betroffene Person vorgehen könnt.

 

Original-Artikel vom 10. August 2015:

Als bekennender Facebook-Junkie muss ich zugeben, dass ich meinen Facebook-Freunden so manches mal eine Menge zumute. Wenn man online arbeitet, bekommt man zwangsläufig Vieles mit und zu sehen – und wenn ich es witzig, spannend oder sonstwie teilenswert finde, gebe ich es natürlich auch gerne weiter.

Darunter befinden sich selbstverständlich auch viele Videos, egal ob es sich dabei um Musik handelt, um putzige Tiervideos, Film-Trailer oder was auch immer. Facebook macht es uns allen da ziemlich leicht, so dass die Clips auch direkt im News Feed angeschaut werden können.

Für den Betrachter macht es dabei herzlich wenig Unterschied, ob er sich dort ein eingebundenes Video von Vimeo oder YouTube anschaut, oder ob es sich um einen Clip handelt, der direkt zu Facebook hochgeladen wurde. Damit nähern wir uns jetzt so langsam dem Kern dessen, was ich euch hier heute erzählen möchte: Dem Phänomen Freebooting! In der Folge möchte ich euch erklären, was es damit auf sich hat und was man dagegen unternehmen kann.

Was ist Freebooting?

Ich habe den Test im Bekanntenkreis gemacht: Niemand meiner Freunde hat diesen Begriff bis dato gehört, demzufolge kann ihn keiner von ihnen auch nur einigermaßen einordnen. Grund genug, dass wir zunächst einmal klären, worum es hier überhaupt geht. Wenn man es in einem einzigen Satz erklären möchte, haben wir es dabei mit Video-Content zu tun, der von einer Seite gerippt wird und woanders ohne ausdrückliche Erlaubnis des Content-Erstellers wieder hochgeladen wird.

Das sehen wir so manches mal, wenn sich Zeitungen oder Magazine bei YouTube bedienen und die Clips dann schließlich in ihren eigenen Playern im Rahmen des eigenen Web-Angebots hosten – natürlich mit eigenen Werbe-Einblendungen. Noch viel öfter erleben wir es aber auf Facebook, wo unzählige Seiten lediglich daraus zu bestehen scheinen, bei YouTube geklaute Inhalte dort fürs eigene Publikum des jeweiligen Facebook-Seiten-Inhabers zu präsentieren. Wenn ihr also auf Facebook einen Clip seht, der seinen Ursprung bei YouTube hat und der nicht vom ursprünglichen Ersteller des Inhalts dort gepostet wurde, haben wir es mit Freebooting zu tun.

Oh those freebooters taking our videos! I’m sick of it. Freebooting, you know, it’s a serious issue! Brady Haran

Hier könnt ihr übrigens nachlesen, wo der Begriff seinen Ursprung hat. Brady Haran – ein australischer Filmemacher – diskutierte mit CGP Grey über die Problematik im Podcast HelloInternet.fm und fand “Freebooting” – was eh schon Ewigkeiten im Piraterie-Kontext verwendet wird – eine passende Bezeichnung. Bei Minute 12.30 wird es im Clip angesprochen:

Was ist so schlimm an Freebooting?

Das Stehlen von Inhalten im Internet ist vermutlich annähernd so alt wie das Netz an sich, was es natürlich nicht besser macht. Nimmt man nun ein Video, rippt es und packt es auf seine Seite, tut man nichts anderes – man stiehlt. Gerade die Clips, die teilenswert erscheinen, sind nämlich oftmals erstellt worden von Menschen, die – zumindest zum Teil – davon leben, dass sie Inhalte online stellen auf der Video-Plattform von Google.

Taucht dieses Video dann auf einmal auf Facebook auf und findet dort ein großes Publikum, entgehen dem Video-Macher Einnahmen, denn machen wir uns nichts vor: Die wenigsten Facebook-Nutzer machen sich die Mühe, bei einem schönen Video das Original bei YouTube zu suchen.

Klar, sowas passiert auch massig auf YouTube selbst, dass Videos gerippt und auf einen anderen Kanal hochgeladen werden. Aber YouTubes Content-ID-System ist ziemlich ausgeklügelt, erkennt oftmals diese Inhalte, so dass dennoch Geld an die Originalquelle ausgeschüttet werden kann.

Bei Facebook arbeitet man bereits auch an einem System, mit dem man einen Uploader an den Werbeeinnahmen beteiligen kann. Unabhängig davon, wann es denn eingeführt wird, löst es aber das Problem Freebooting nicht, denn wenn ein geripptes Video viral geht auf Facebook, merkt der YouTuber in seiner Kasse nichts davon – die klingelt nur für Facebook. Ein wirklich tolles Erklär-Video hat Destin Sandlin, Macher des sehr erfolgreichen YouTube-Channels SmarterEveryDay online gestellt. Er erklärt es so einfach, dass dieses Problem sogar von kleinen Kindern verstanden wird – was er im Clip auch beweist:

Zu guter letzt gibt es bei der ganzen Geschichte natürlich auch einen rechtlichen Hintergrund: Ladet ihr das Video eines YouTubers an anderer Stelle hoch, begeht ihr eine Urheberrechtsverletzung! Freebooting ist also wahrlich nicht nur ein Kavaliersdelikt.

Welcher Schaden entsteht den YouTubern beim Freebooting?

Da es sich – sowohl bei den Verdienstmöglichkeiten auf YouTube als auch bei den Größenordnungen der Zuschauerzahlen – hier um stark variable Werte handelt, will ich davon absehen, einen konkreten finanziellen Schaden zu benennen. Fakt ist jedenfalls, dass viele YouTuber von dem leben können, was sie da tun und es mehr als nachvollziehbar ist, dass der Unmut der Kreativen wächst, wenn ihre Videos bei Facebook nochmal mehr Zuschauer haben als auf dem eigenen Kanal. Ein Beispiel dafür sind die Mädels von SketchShe. Folgendes Video ist ein viraler Erfolg für die Comedy-Gruppe und verzeichnet bei YouTube mittlerweile fast 30 Millionen Views:

Allein auf der Facebook-Seite Music Crowns verbucht das gleiche Video jetzt aber bereits über 200 (!!) Millionen Views und wurde knapp 3,7 Millionen mal von dort aus geteilt. Unzählige andere Seiten haben das Video aber ebenfalls hochgeladen und teilweise ebenfalls mit großem Erfolg. Ihr seht, dass Music Crowns auf das Original verlinkt, aber das Thema hatten wir weiter schon: Wenn man den Clip gesehen hat, machen sich die wenigsten Leute die Mühe, die YouTube-Seite aufzurufen und von dort aus zu sharen, oder?

Viele andere Freebooter kommen aber nicht einmal auf die Idee, das Original zu verlinken und das passiert eben nicht ein oder zwei Mal – die Nummer hat System. Schaut euch beispielsweise die Facebook-Seite von Prinz Marcus von Anhalt (aus der Abteilung: Hätte ich auch nicht gedacht, dass ich dessen Seite jemals irgendwo verlinken werde) oder auch Mr. “Machdichkrass” aka Daniel Aminati. Der macht das richtig pfiffig: Oft bedankt er sich noch bei den Leuten, die ihn auf ein Video aufmerksam gemacht haben. Natürlich verlinkt er das Original nicht, sondern schaufelt sie auf seine Facebook-Seite. Wieso pfiffig? Weil seine Fans auf diese Weise durch eine Erwähnung ihres Idols sogar noch ihr ganz spezielles Erfolgserlebnis bekommen und Aminati dadurch einen Anreiz schafft, ihm Video-Tipps zu schicken – er muss also über die tollen Clips gar nicht mehr selbst stolpern.

Ihr wollt noch ein weiteres Beispiel? Könnt ihr haben! Nehmt beispielsweise das Video von der großartigen Andie Case: Die Seite Street FX Motorsports and Graphics teilt ihr Video und merkt sogar an, dass das Video so gar nichts mit ihrem Themenbereich zu tun hat – aber über die 55 Millionen Views freut man sich natürlich dennoch.

Übersicht: Erfolgreiche Content-Ersteller auf Facebook
Quelle: Social@Ogilvy

Noch ärgerlicher wird es, wenn Inhalte verändert werden. Oben habe ich bereits den Clip von Destin Sandlin verlinkt, indem er von so einem Fall berichtet, bei dem sein eigenes Video genommen wurde, vom Sponsoren “befreit” und dann auch noch zusammengeschnitten wurde. Auch dafür habe ich noch ein weiteres Beispiel: AsoOmii Jay hat ein Video produziert, in welchem ein muslimischer Mann mit verbundenen Augen in den Straßen Torontos steht und umarmt werden möchte als Zeichen des Vertrauens.

Dieses Video wurde auch viele Millionen mal auf Facebook geteilt – aber in einer anderen Version. Die Musik wurde geändert und die komplette Erklärung des Projekts von AsoOmii ist nicht zu sehen. Auf diese Weise entgehen ihr nicht nur Einnahmen, sondern – viel wichtiger bei diesem Projekt – die Idee ihres Vorhabens wird überhaupt nicht mehr transportiert und der Clip so aus dem Kontext gerissen.

Es geht also nicht nur um Geld – oftmals geht wie oben beschrieben der Kontext flöten, oder auch die Qualität, wenn ein Video beispielsweise in geringerer Auflösung neu hochgeladen wird. Last but not least hat es auch Auswirkung auf die Abonnentenzahlen des YouTubers: Findet ihr einen Clip lustig, abonniert ihr natürlich eher den Kanal, um dort auch in Zukunft ähnliche Inhalte sehen zu können – auf Facebook habt ihr die Möglichkeit nicht bei Freebooting-Content, also gehen dem Videomacher auch neue Zuschauer verloren.

Das spricht auch Derral Eves an in seinem Clip und da werden wir dann abschließend zu diesem Punkt dann doch nochmal konkret: Er nennt nämlich ein Beispiel, bei dem es allein bei einem einzigen Clip um einen Verlust von 60.000 Dollar geht – unbedingt anschauen! Wer es teilen möchte, findet das Video auch direkt bei Facebook:

Wieso machen Freebooter das überhaupt?

Gute Frage – nur, weil einen ein Video so sehr begeistert, tut man es jedenfalls nicht. Das mag der Fall sein bei so ziemlich jedem, der es dann mit einem Like versieht oder selbst teilt – aber nicht bei dem, der es erst woanders rippt und dann auf seiner Seite wieder hochlädt. Da wäre nämlich das schlichte Sharen der Originalquelle nicht nur der fairere, sondern auch der deutlich kürzere Weg.

Vielmehr steckt dahinter, dass man Aufmerksamkeit erzielen möchte. Egal, ob man Musiker ist, Moderator oder sonstwas: Es geht darum, viele Leute zu erreichen und somit oftmals eben auch potenzielle Kunden. Wenn ich – da sind wir wieder bei Aminati – ein kostenpflichtiges Fitness-Programm anbiete, kann es ja nicht schaden, wenn ich zwischen die Werbung für das eigene Produkt witzige Videos einstreue, um noch mehr Leute auf meine Seite zu bekommen.

Was kann man nun selbst tun?

Jetzt habe ich euch lang und breit erklärt, was Freebooting ist und wieso das eine wirklich schlimme Geschichte ist. Aber wie reagieren wir nun selbst, wenn wir über ein solches Freebooting-Video stolperrn?

Zunächst einmal wisst ihr spätestens jetzt, was es damit auf sich hat – erzählt also am besten auch euren Leuten davon, was bei Facebook abgeht und teilt diesen Artikel oder einen der Links, die ich hier im Laufe des Beitrags eingebunden habe. Für meinen Geschmack sind immer noch viel zu wenig Menschen überhaupt über den Begriff “Freebooting” informiert und was im Kontext mit Facebook dahinter steckt.

Aber was tun wir nun, wenn wir selbst so einen Clip finden, der auf Facebook von jemand anders hochgeladen wurde? Ein paar Dinge kann man selbst machen:

  1. Findet zunächst einmal heraus, ob es sich tatsächlich um Freebooting handelt. Weiter unten poste ich euch eine Infografik von It’s Okay to be Smart, die euch dabei eine Hilfe sein könnte.
  2. Dokumentiert es! Macht einen Screenshot, sichert die Links von Original und Kopie.
  3. Kommentiert die Kopie und macht dadurch andere Menschen darauf aufmerksam, dass es sich hier um Freebooting handelt und postet den Original-Link.
  4. Informiert den Urheber des Videos – schickt ihm den Link und euren Screenshot
  5. Meldet das Video bei Facebook

Diagramm: Handelt es sich um Freebooting?

Solltet ihr selbst Content auf YouTube erstellen, könnt ihr Freebooting zwar nicht verhindern, aber zumindest schon vor dem Veröffentlichen überlegen, wie man auf seinen Kanal aufmerksam macht: Nennt euren YouTube-Kanal in eurem Video, fragt nach Abos, Kommentaren und “Daumen hoch” unter dem YouTube-Video und blendet am besten die ganze Zeit ein Logo eures Kanals ein. Lest dazu auch unbedingt den Beitrag auf VTREP.

…und was macht eigentlich Facebook selbst dagegen?

Vor wenigen Tagen erschien ein bemerkenswerter und viel beachteter Artikel mit dem Namen Theft, Lies, and Facebook Videos und der Name verrät schon, dass Autor Hank Green – selbst professioneller YouTuber mit über 2,6 Millionen Abonnenten auf seinem Kanal vlogbrothers – darin hart mit Facebook ins Gericht geht.

Dort geht es auch um Freebooting, aber auch darum, auf welche Art und Weise Facebook versucht, YouTube als Video-Plattform den Rang abzulaufen. Das fängt schon damit an, dass ein Video bei Facebook als betrachtet gezählt wird, sobald man es drei Sekunden angeschaut hat – die sind schnell rum, erst recht, da ihr die Videos ja per Autoplay schon bei der Durchsicht eures News Feeds seht (wenn ihr die Funktion nicht deativiert habt). Bei YouTube wird ein Video erst nach 30 Sekunden erfasst. Auf diese Weise kommen erstaunlich hohe View-Zahlen zustande, bei denen man davon ausgehen darf, dass viele Nutzer nur im Vorbei-Scrollen drauf geschaut haben.

Zudem sind die nativen Facebook-Videos auf dem Social Network für uns deutlicher sichtbar als eingebundene Video-Links wie eben von YouTube, sprich: Postet ihr ein Video direkt bei Facebook, werden von Haus aus schon viel mehr Menschen erreicht, als wenn ihr den identischen Clip von YouTube einbindet in eurem Facebook-Posting. Dazu habe ich Folgendes auf Slideshare gefunden – Slides von Cara Rousseau, Social Media Managerin der Duke University:

 

Ihr könnt dort anhand einiger Beispiele sehen, wie viel öfter die Inhalte auf Facebook betrachtet und geteilt werden. All das führt in der Summe dazu, dass sich Facebook mit seinen Zahlen immer deutlicher als YouTubes größte Konkurrenz herausstellt und das lässt uns jetzt wieder den Bogen zurück zum Freebooting schlagen: Denn natürlich hat Facebook ein großes Interesse daran, dass viele Videos geteilt werden – schließlich lebt man auch von der Werbung, die neben den Clips angezeigt wird. Meldet ihr nun ein Freebooting-Video, müsst ihr euch darauf einstellen, dass es eine Weile braucht, bis Facebook reagiert. Wird dann tatsächlich ein Inhalt gelöscht, ist der Ansturm auf das Video meistens schon wieder abgeflaut. Klar, dass sich die Vorwürfe häufen, dass Facebook hier aus Eigeninteresse ein wenig trödelt. Eine Statistik für das 1. Quartal soll belegen, dass in diesem Zeitraum unglaubliche 725 Videos der Top 1000 Material darstellen, welches original bereits woanders hochgeladen wurde.

Auf Facebook gibt es bis dato noch kein Content-ID-System wie bei YouTube – hier sollte der blaue Riese dringend nachbessern. Und selbstverständlich kann man nicht jeden Freebooting-Clip direkt erkennen und vom Netz nehmen – aber zumindest bei gemeldeten Videos muss ein frühzeitiges Löschen gewährleistet sein. Da das derzeit eben nicht so ist, steht Facebook gerade bei den YouTubern massiv in der Kritik und hat dann – als Reaktion auf den Beitrag von Hank Green – auch geantwortet. Matt Pakes, ein Product-Manager Facebooks, erklärt zu den ominösen drei Sekunden, dass diese Zeit ausreiche für Facebook, um zu erkennen, dass ein Nutzer eben nicht nur scrollt, sondern das Video wirklich betrachten möchte. Kann man durchaus anders sehen und tue ich auch.

Das Autoplay der Videos an sich verteidigte er mit der Begründung, dass es dadurch einfacher würde für den Nutzer, seine Facebook-Experience also verbessert würde. Auch zu den Freebooting-Vorwürfen äußert er sich natürlich und stellt klar, dass Facebook selbstverständlich bestrebt ist, die Content-Ersteller zu schützen:

We absolutely hear your concerns and deeply care about the experience for video creators on Facebook, as well as the experience for people and advertisers. We’re listening to feedback, and will continue to improve our publishing tools and user experiences. Matt Pakes, Product Manager bei Facebook

Diesbezüglich arbeitet man noch an einer Lösung und er kündigt an, dass wir „spät im Sommer“ da noch Neues von Facebook erfahren werden.

Fazit

Zu was für einem Fazit kann man kommen bei so einem Missstand, wie wir ihn hier vorfinden? Vor allem Facebook muss viel unternehmen, um hier den YouTubern zu ihrem verdienten Recht zu verhelfen. Sie erstellen die Inhalte, verdienen damit mitunter ihren Lebensunterhalt und darüber steht es ihnen einfach ohne wenn und aber zu, dass ihre Arbeit auch als ihre eigene erkennbar ist.

Wir können nur abwarten, was sich da bei Facebook tut bezüglich eines eigenen Content-ID-Systems und Möglichkeiten der YouTuber, auch native Facebook-Videos vernünftig zu monetarisieren. Wo wir selbst mit anpacken können, habe ich euch oben geschrieben: Macht die Leute drauf aufmerksam, dass da was falsch läuft – teilt diesen Beitrag, teilt andere Artikel und Videos zum Thema und achtet vor allem selbst drauf beim Sharen, ob ihr das Original erwischt habt. Ich weiß, das ist nicht immer einfach, aber ihr kennt ja jetzt die Anhaltspunkte. Mich nervt das Thema tierisch und ich möchte, dass die vielen kreativen Köpfe, die sich auf YouTube herumtreiben, den verdienten Applaus und die verdiente Kohle abholen können und nicht irgendwelche Prinzen und Pro7-Moderatoren!