VR-Brillen
HTC Vive – Vorverkauf startet heute um 16 Uhr

Einem aktuellen Bericht zufolge könnte HTC die zukunftsträchtige Virtual Reality Sparte vom Kerngeschäft mit Smartphones trennen und den Bereich vollständig in ein neues Unternehmen auslagern. HTC dementiert die Gerüchte, obwohl die Börse auf diese Nachrichten durchaus postiv reagierte. Wir fassen den Stand der Dinge zusammen.

Update 29. Februar 2016, Bernd
Der us-amerikanische Preis für die Virtual Reality Brille HTC Vive steht bereits seit knapp einer Woche fest, nun macht HTC auch die weltweite Preisstaffel publik. Hierzulande und in anderen Ländern Europas kommen wir für 899 Euro in den Besitz der Brille. Der Vorverkauf startet wie erwartet am 29. Februar – also heute.

Um 16 Uhr geht es los. HTC akzeptiert Zahlungen mit Kreditkarte oder via Paypal, wobei im letztgenannten Fall das Konto bereits zum Zeitpunkt der Vorbestellung voll belastet wird. Der Versand der HTC Vive beginnt dann am 05. April 2016. Pro Kunde kann nur eine einzelne Brille bestellt werden, Hamsterkäufe und das nachträgliche Verscherbeln der Brillen auf der Auktionsplattform eurer Wahl wird damit zumindest erschwert.

Im Lieferumfang soll für einen kurzen Zeit auch Google Tilt Brush als Anwendung enthalten sein.

Quelle: htcvive.com

Update 19. Januar 2016, Mika
Laut einem Bericht aus China soll der Konzern, der in den letzten Jahren unter schlechten Smartphoneverkaufszahlen kränkelt, den Bereich Virtual Reality vom Kerngeschäft entkoppeln.

Während Virtual Reality für HTC tatsächlich ein Plusgeschäft darstellen könnte, ziehen die Statistiken für den Absatz von mobilen Devices den Konzern mächtig nach unten. Das beeinflusst letzten Endes wirtschaftlich auch die Entwicklung der Vive. Schon jetzt steht HTC mächtig unter Zeitdruck – der Konzern muss noch viel optimieren, um im April das Konkurrenzprodukt zur Oculus Rift fertig zu haben. Immerhin ist HTC erst viel später in’s Geschäft eingestiegen als Oculus. Auch war offenbar bei der Entwicklung extremer Zeitdruck angesagt, sodass sich Krankheiten bis in die HTC Vive Pre vererbt haben. Aus internen Kreisen heißt es außerdem, dass eine dritte Version für Entwickler gecancelt wurde – Während die Entwickler gerne noch mehr Zeit gehabt hätten, drückt das Management, um der Oculus Rift Paroli zu bieten und beim VR-Geschäft mit zu verdienen.

HTC selbst dementiert diese Berichte: Die Vive soll weiterhin unter der Fittiche vom Hauptkonzern entwickelt und verkauft werden. Die Nachricht an die Investoren, die entschieden kontert, spricht über einen Vorteil für Aktionäre – der Wert der Firma könne mit der Vive maximiert werden.

Ich selbst denke: Noch lohnt sich eine Abspaltung der Vive und der Virtual Reality Sparte nicht. Die Expertise von HTC in Sachen Marketing, Distributing und die Beziehungen des alteingesessenen Konzerns werden noch dringend benötigt. Doch sind wir mal ehrlich: HTC als Ganzes ist dem Untergang geweiht – darüber schrieb Sascha schon letztes Jahr. Dementsprechend bleiben auf kurz oder lang nur drei wirkliche Optionen: Sich verkaufen, die Firma massiv verkleinern oder die HTC Vive als einzige erfolgreiche Abteilung abstoßen, während die Smartphone-Sparte zugrunde geht.

aktie-htc-vive-abstossen-trennung

Update vom 12. Januar, Mika
HTC Vive – Vorbestellungen ab dem 29. Februar
Jetzt haben wir ja bereits mehrfach ueber die aktuelle Roadmap fuer die HTC Vive berichtet und dass die VR-Brille im April auf den Markt kommen soll… jetzt gibt es auch Infos zum Termin fuer die Vorbestellungen. Kreuzt euch schon mal alle ganz dick den 29. Februar im Kalender an, denn dann wird die Brille aus Taiwan zumindest vorbestellbar sein. Zu welchem Preis und wann sie dann im April ausgeliefert werden soll, das steht noch in den Sternen. Aber zumindest wissen wir jetzt, dass es die Taiwaner wirklich auf die Kette bekommen haben und knapp 2 Monate nach dem Oculus Rift Verkaufsstart, nachlegen.

Ich freue mich drauf!

Quelle: The Telegraph

Update 05. Januar 2015, Mika

Seit heute gibt es ein Update der Developer-Version für die HTC Vive: Dieses bietet ein genaueres Trackingsystem und kümmert sich vor allem um die Bedienung der Brille – das Design bleibt fast gleich.

HTC Vive Pre heißt der neue Prototyp für Entwickler von VR-Anwendungen. Und die hat es noch einmal in sich: Vor allem hat sich HTC um den Tragekomfort respektive die Ergonomie gekümmert. Auch auf die Gesamtperformance hat der Konzern noch einen Blick gelegt.

Today we stand on the precipice of a new era. Vive is creating a world where the only limit is human imagination.

Während die Front der Vive-Brille immer noch fast genau aussieht wie bisher bekannt, hat sich die Rückseite verändert: Die Auflagefläche zwischen Headset und Gesicht wurde vergrößert und weicher gemacht, gleichzeitig ist das ganze Konstrukt nun kompakter und flacher – dadurch ist das Gewicht vorne nicht mehr so extrem zu bemerken. Außerdem passt HTC die Kopfbänder an; diese sind nun noch breiter und dadurch weniger nervig. Zuträglich für die Frisur wird die VR-Brille aber eh nicht sein.

Auf der technischen Seite nutzt HTC nun ein etwas helleres Display, die Linse soll weniger chromatische Abberationen erzeugen und dadurch den gesamten Bildeindruck verbessern. Zu genauen Details – etwa Helligkeit, Blickwinkel und Displayauflösung – gibt es keine neuen Infos.

Das Upgrade mit integrierter Kamera wurde schon länger vermutet – weiter unten berichteten wir bereits über die im Vorfeld geleakten Renderbildern. Tatsächlich sieht die Brille exakt gleich aus, nur der Kopfgurt mit den Kabeln unterscheidet sich vom Renderbild.

Etwas verwirrend ist vielleicht, dass einerseits die Brille 3D-Welten nachstellt, auf der anderen aber AR-Content nur in 2D anbietet. Anfangs, so HTC, soll das Feature dabei helfen, ein Getränk zu greifen oder mit Personen zu sprechen, ohne die Vive abzunehmen. Hoffen wir mal, dass da noch mehr kommt!

Auch der Controller bekam eine Komplettüberarbeitung: Kurzgesagt wurde die Ergonomie verändert, die Kanten sind vom Übergang weicher, und ein Rumble-Motor fand einen Weg in den Controller. Dadurch ist jetzt auch ein haptisches Feedback möglich. Noch auf der Gamescom 2015 waren die Controller oft per Kabel angeschlossen, weil die drahtlose Übertragung sowie Stromversorgung nicht zuverlässig klappte. Inzwischen wurde von handelsüblichen AA-Batterien auf einen Lithium-Akku gewechselt. Das sorgt für längere Laufzeiten, rund 4 Stunden Spielspaß bis zur nächsten Ladung sind möglich.​

Auch die Basisstation – einst ein Monster mit vielen Anschlüssen – ist nun kompakt geworden: Leisere Lüfter stören nicht mehr so sehr. Und die angeschlossenen Raumtracker, die mit einer Art LIDAR-Technik arbeiten, sind noch einmal genauer geworden.

Alles in allem: Ein gelungenes Update für die HTC Vive. ​Das Gerät geht schnell in Richtung RTM-Status (Ready to Manufacture) und wenn die Entwicklung so schnell weitergeht, muss die Oculus Rift schon alsbald mit Konkurrenz rechnen.

Update vom 28. Dezember 2015 (Mika):
Noch vor wenigen Tagen sprach Cher Wang in einem Interview über einen großen Durchbruch bei der Entwicklung der HTC Vive – aus diesem Grund wird die VR-Brille der Taiwanesen auch erst später auf dem Markt erscheinen. In welche Richtung dieser „very big technological breakthrough“ geht, sagte die Mitgründerin des Konzerns jedoch nicht.

htc_vive_FCC_Aufkleber

htc_vive_FCC_Aufkleber_ArtworkJetzt offenbaren sich Bilder, die vielleicht einen Hinweis darauf geben, was HTC mit Steam in der Vive verbauen konnte: Die FCC – also die Behörde der USA, die sich um elektronische Zulassungen kümmert – bekommt von Herstellern noch vor der Veröffentlichung des Produktes Bilder und Testgeräte, um ihr Ja (oder eben auch ein Veto) geben zu können. Und auf diesen lässt sich ein mysteriöser Hinweis erkennen: Die Plakette, die letzten Endes an der Brille kleben wird.

Warum soll die HTC Vive einen WLAN-Test bestehen, wenn sie kabelgebunden ist?
Warum soll die HTC Vive einen WLAN-Test bestehen, wenn sie kabelgebunden ist?

Diese ist Grund zur Aufregung: Ist die HTC Vive vielleicht am Ende sogar drahtlos? Zu dieser Annahme gibt es natürlich keinen Beweis. Der wichtige Punkt ist aber: Warum sollte eine komplett verkabelte Brille noch WLAN-Tests bestehen müssen, bei denen sogar eine Bandbreiten-Belastung von 99% nachgestellt wird? Der Aufkleber für das Ladegerät sowie für die Brille spricht von einer benötigten Eingangsspannung von 12 Volt bei 1,5 Ampere, was 18 Watt entspricht. Das ist mehr, als Displays in der Größe normalerweise verbrauchen würden. Vielleicht wird hier also ein Akku geladen, um das Display und die WLAN-Einheit über längeren Zeitraum ohne Kabelanbindung betreiben zu können.

Gerade für die Vive wäre es ein großer Vorteil, keine Kabel mehr zu besitzen. Im Vergleich zur Oculus Rift ist hier nämlich keine Seated Experience angepeilt. Vielmehr soll der Nutzer sich in einem Raum von maximal 5×5 Metern frei bewegen können. Und das geht ohne Kabel nun einmal viel leichter – weder stolpert man, noch muss man darauf achten, die Drähte die ganze Zeit nachzuführen.

Weitere, finale Infos wird HTC auf der CES 2016 geben – spätestens im Januar wissen wir also Bescheid, ob die HTC Vive völlig ohne Kabel auskommt.

Artikel vom 23. Dezember

Renderbilder für Brille und Controller zu sehen – Finalversion?

Es gibt Neuigkeiten in Form eines Leaks der kommenden Hardware. Die ueberarbeitete Version taucht auf Rendern auf, die offensichtlich direkt von HTC stammen. Zum einen sehen wir das Vive-Headset und dann auch noch stark ueberarbeitete Controller:

HTC Vive 2

Und jetzt schauen wir uns mal die erste Generation im Vergleich dazu an:

Old HTC Vive

Da hat sich doch einiges getan, insbesondere der neue zentrale Sensor am unteren Rand. Ist das gar eine Kamera? Was in Richtung Realsense-Technologie? Auf der CES 2016 sollten wir dazu mehr Infos bekommen. Ach die neuen Controller:

New HTC Vive Controller

via VR Focus

Artikel vom 11. Dezember 2015

Vorbestellungen ab Februar

Innerhalb von 24 Stunden legt HTC mit einem weiteren Statement nach und erklaert das genaue Prozedere. Insbesonders nehmen die Taiwaner auch zu der doch durchaus heftigen Verzoegerung Stellung. Die Qualitaet des Produktes stehe im Vordergrund und man wolle den Usern das bestmoegliche VR-Erlebnis bieten koennen:

HTC announced an updated timeline for the consumer availability of the HTC Vive, now planned for release in April 2016. Understandably this caused some concerns amongst people who were hoping to get their hands on the world’s most advanced VR system earlier. The reason that we have made the decision to shift consumer availability is because we are committed to delivering the best possible product, the most vivid VR experience, and the most immersive content on the best content distribution platform in the world.

In less than a month at CES, we are going to be revealing the next version of our Developer Kit with technology advancements that deliver on the promise of the best VR experience. Furthermore, we would like to underscore the fact that we are 100% committed to beginning Vive pre-orders in February, with final products in consumers‘ hands (and on their heads) in April. We’re confident that when you experience Vive for yourself in April, you will agree with the decision to deliver the product once it’s perfect

Na da freue ich mich doch schon jetzt drauf und bin besonders auf den Preis gespannt!

Original Artikel vom 9. Dezember 2015

Launch im April 2016 – DK2 fuer Entwickler ab Januar

Na endlich! Die HTC Vive wird nun im April 2016 auf die Endkunden losgelassen und duerfte damit erst nach dem Launch der Occulus Rift verfuegbar sein, Die 2. Evolutionsstufe des Developer Kits soll aber bereits im Januar an die Entwickler versendet werden und das koennen dann bis zu 7000 Einheiten werden.

We will be starting the new year by making an additional 7,000 units available to developers, followed by commercial availability in April 2016. We are incredibly excited about the future and look forward to sharing more information as we move forward towards launch.

HTC Vive VR Brille von vorn

Bei aller Liebe, ich mache mir dennoch ein wenig Sorgen, denn schliesslich musste HTC die Community in den letzten Monaten hinhalten. Halt, besser ist wohl zu erklaeren, dass sie einfach den Schweigefuchs gemacht haben und eigentlich gar nicht mehr kommunizierten. Was sie uebrigens inzwischen eingesehen haben:

In an effort to clear up speculation and misinformation surrounding the launch of HTC Vive this month we are excited to give the community an update on the status of HTC Vive. We remain committed to delivering the HTC Vive to a broader group of content creators and partners, and remain focused on delivering the very best experience possible for a consumer release.

Offensichtlich hat man nicht nur intensiv mit dem Distributor Steam gebastelt, sondern vor allen Dingen auch Content-Ersteller und Filmstudios aufgesucht, um sie von der hauseigenen VR-Brille zu begeistern. Das erklaert auch die Tatsache, dass man 2016 die Vive auf dem Sundance Film Festival demonstrieren wird.

Since announcing the HTC Vive in March of this year we have focused on developing immersive content, refining both hardware design and user experience, and building relationships with new partners both inside and outside of the gaming industry. In collaboration with Valve, we have been distributing the HTC Vive Developer Kits to developers and content creators, and are continuing to work with many other innovative companies to create content that spans gaming, entertainment, medical, education and retail. This includes hosting a developer conference in Beijing on December 18th, launching the second generation of the HTC Vive Developer Kit at CES and engaging audiences at key events including The Sundance Film Festival, SXSW, GDC and MWC while expanding our demo tours.

In den letzten Monaten hatte ich 2 mal die Moeglichkeit die Vive auszuprobieren und ja, das Erlebnis ist beeindruckend, was vor allen Dingen an der Moeglichkeit liegt, sich auch wirklich damit im Raum zu bewegen. Genau das ist das groesste Plus der Vive, aber wohl auch der groesste Nachteil… wer hat schon einen extra VR-Raum uebrig, um ein wenig Holodeck zu spielen?

Meine ersten Eindruecke von der HTC Vive

Quelle: HTC