Samsung MWC 2016 Zuckerberg Auftritt

MWC 2016
Virtual Reality: Mark Zuckerberg und die Matrix

Das Foto von Mark Zuckerberg, welches auf der Samsung Keynote beim MWC 2016 in Barcelona entstanden ist, spaltet die Netzgemeinde. Aber ist unsere Zukunft wirklich so düster, wie uns manch ein Journalist Glauben machen will?

Als Tim Cook sein verschwommenes Foto vom Super Bowl im Netz geteilt hat, ließ der Spott nicht lange auf sich warten. Nun ist es Mark Zuckerberg, seines Zeichens CEO von Facebook, der mit einem Foto weniger Spott, sondern viel mehr düstere Zukunftsvisionen herauf beschworen hat. Aber beginnen wir am Anfang…

Samsung hat am Sonntag auf dem MWC in Barcelona seine beiden Flagschiffe, das Samsung Galaxy S7 und das Samsung Galaxy S7 Edge vorgestellt. 5000 Journalisten und Blogger waren geladen und zu ihrem Erstaunen lag auf jedem Platz eine Samsung Gear VR (allerdings nicht zum mitnehmen).

© Androidcentral.com

Während der Präsentation wurden nun alle Anwesenden aufgerufen, die Virtual Reality Brille aufzusetzen, um sich eine Demo mit jungen Menschen beim Fußballspielen in Barcelona anzuschauen. Diesen Moment wählte Mark Zuckerberg, um zu seinem unangekündigten Besuch auf die Bühne zu kommen. Genau dieses Bild teilte er später auf seinem Facebook Profil und die Geschichte begann.

Mark Zuckerberg auf dem MWC 2016

The Verge waren die Ersten, die eine dystopische Zukunft ins Spiel brachten. Andere Medien folgten. Es wurden Vergleiche mit Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“, mit George Orwells „1984“ oder gar „Matrix“ von den Wachowski Brüdern gezogen.

Allesamt düstere Visionen einer Gesellschaft, in der das Individuum in seiner heutigen Form nicht mehr existiert und die Menschen zu Sklaven der Technik geworden sind. Vielleicht liegt es an dem als diabolisch gedeuteten Grinsen in Mark Zuckerbergs Gesicht als er den Gang entlang ging. Oder es lag an der Tatsache, dass keiner der 5000 Anwesenden gemerkt hat, wie er auf die Bühne kam? Es kam scheinbar vielen Menschen beängstigend vor. So würde unsere Zukunft aussehen, skandierten sie. Abgeschottet von der Wirklichkeit sitzen wir da und verlieren den Blick für die Realität, da das Virtuelle für uns Wirklichkeit wird. Dabei ist das Bild nur die Momentaufnahme einer Veranstaltung, die Dank bereits bekannter Einzelheiten über die vorgestellten Geräte in der Langeweile zu versinken drohte.

Müssen wir wirklich Angst vor unserer Zukunft in Anbetracht der Technik haben? Ich glaube nicht! Sicher, wenn man sich die Kommentare auf den sozialen Netzwerken so anschaut, kann man das Gefühl bekommen, dass in unserer Gesellschaft Hopfen und Malz verloren ist und wir zu unmündigen und mitlaufenden Lemmingen werden. Meiner Meinung nach ist die große Mehrheit jedoch mündig genug, es nicht soweit kommen zu lassen. Sicherlich gehört eine ganze Menge Selbstbeherrschung und vor allem gesunder Menschenverstand dazu, um uns nicht mitreißen zu lassen und in der Matrix zu verschwinden, doch sind solche Schwarzmalereien, wie sie jetzt an die Wand geworfen werden, an den Haaren herbeigezogen.

KIAndy Rubins Playground – Künstliche Intelligenz für alle

Die Vorteile der Technik überwiegen. Die Einsatzgebiete der virtuellen Realität, außerhalb der Unterhaltungsindustrie, sind immens. Von Anwendungen in der Medizin, bis hin zur Bildung und als Hilfsmittel für körperlich geschädigte Personen ist alles drin. Noch steckt diese Technik in den Kinderschuhen, aus denen ihr Unternehmen wie Microsoft, Samsung, HTC, Facebook & Co. helfen wollen. Es wird noch Jahre dauern, bis Virtual Reality Einzug in unseren Alltag gefunden hat, doch wir sind auf einem guten Weg. Wir haben es selbst in der Hand, das Beste daraus zu machen.

Mich würde eure Meinung zu diesem Thema interessieren. Seht ihr unsere Zukunft auch so düster, wie uns manch einer Glauben machen möchte, oder freut ihr euch auf die Möglicheiten, die sie uns bieten kann? Den Alltag zu erleichtern und die Entwicklung in immer größeren Schritten voranzubringen?