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Wir leben in der Zukunft warum sehen wir nicht scharf?
Rückfahrkamera Vergleich: Welcher Hersteller verbaut die beste Kamera?

Am 21.10.2015 besucht uns Marthy Mc Fly. Hoffentlich muss er mit einem aktuellen Fahrzeug nicht rückwärts einparken, denn die Rückfahrkameras sind - obwohl die Technik so weit ist - immer noch unschärfer als Uschi´s Glas!

Ich bin seit nun über 4 Jahren Automobil-Blogger. Seit über 4 Jahren teste ich also Autos und ich darf bestätigen, dass die Automobile – egal von welchem Hersteller – immer besser geworden sind.  Das betrifft die Haptik, die Qualität, die Konnektivitätsmöglichkeiten und auch die Assistenzsysteme.

Es gibt aber einen Bereich, den möchte ich nun mal an den Pranger stellen, denn ich kann nicht verstehen, dass es auch im Jahr 2015 noch Neufahrzeuge gibt, bzw. auf den Markt gebracht werden, welche ein unscharfes Video-Bild von der Rückfahrkamera in das Display vom Infotainmentsystem spiegeln.

HD-Video-Kameras sind vom Preis her inzwischen zur Wegwerfware verkommen, wer lässt denn wirklich noch seine Kamera reparieren? Ist es denn nun, wo die Technik zur Verfügung steht und vor allem bezahlbar ist, so schwer vernünftige Kameras in die Autos einzubauen? An den Displays kann es ja nicht liegen, die Auflösung reicht ja ansonsten auch um Videos bzw. Fotos in einer angenehmen Auflösung anzuzeigen.

Klar, die Kamera muss kompakt sein, ebenfalls günstig, aber man kann mir nicht sagen, dass manche Rückfahrkamera mehr kostet als eine GoPro 4 Black und vom Bild her schlechter ist als die Frontkamera vom alten iPhone. Übertrieben kann meine vierjährige Tochter ja schon fast bessere und schärfere Zeichnung von der Umgebung machen als die Rückfahrkamera von manchen Automobilen und ohne nun direkt ein paar an den Pranger stellen zu wollen, habe ich einige mir nun mal als negatives, aktuelles, Beispiele herausgefischt damit ihr auch sehen könnt, dass sich das „Problem“ durch fast alle Hersteller und Preisklassen zieht. Ich habe in der Vergangenheit nicht immer ein Foto von der Rückfahrkamera / bzw. vom Bild der Rückfahrkamera gemacht, werde das aber nun tun, denn so summiert sich hier sicherlich eine schöne Sammlung von Fotos und ihr selber könnt vergleichen:

Hier seht ihr das Bild der Rückfahrkamera vom aktuellen Audi Q7. Wie ihr sehen könnt, seht ihr den wichtigsten Bereich, also den Bereich direkt vor der Kamera schön scharf. Am Rand kommt dann der Weitwinkel an seine Grenzen:

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Machen wir mit einem etwas schlechterem Beispiel weiter? Wie wäre es mit dem Cadillac Escalade? Zugegeben, nicht ganz so häufig auf unseren Straßen anzutreffen. Das liegt auch bestimmt nicht an dem Bild der Rückfahrkamera, wobei dies nun wirklich schon sehr unscharf ist:

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Bei der aktuellen Mercedes-Benz B-Klasse sieht es da schon wieder besser aus, das schöne ist auch hier, dass man durch die gelben Linien (die man hier auch erkennen kann) angezeigt bekommt, wo das Fahrzeug später landen wird:

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Nun kommt wieder eine Enttäuscht, klar im Nissan 370Z – vor allem als Nissan 370Z Nismo – da schaut man selten nach hinten, aber einparken muss man auch mit dem Sportwagen und das Bild der Rückfahrkamera ist wirklich unschärfer als Uschi´s Glas. Wer hier vor dem Fahren, die Sicherheit gewährleisten will, steigt lieber aus und schaut ob sich hinter dem Fahrzeug etwas befindet.

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Der neue Mercedes-Benz GLE kann es dann schon besser:

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…und auch der nigelnagelneue Mercedes-Benz GLC überzeugt hier durchaus. Scheinbar verbaut Mercedes-Benz in der kompletten Range die gleichen oder ähnliche Kamera-Systeme. Das gilt übrigens auch für BMW, Mini und Audi.

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Wir greifen zum nächsten Fahrzeug und ziehen mal wieder eine Niete! Kein Zufall? Dieser Nissan Qashqai hat ebenfalls die Bezeichnung Rückfahrkamera nicht verdient. Das ist eher ein Schätzeisen. Das liegt aber sicherlich auch an dem viel zu kleinen Display:

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Stop! In the name of Love? Das ist das Bild der Rückfahrkamera vom neuen Opel Astra K. Das Fahrzeug selbst wird oft in den höchsten Tönen gelobt und das Bild hier zeigt die Schwächen. Ist das eigene Kennzeichen und der Nahbereich noch sehr scharf, wird es ein paar cm weiter schon unschärfer. Das gilt auch für den Randbereich.

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Kommen wir zum VW-Konzern, besser gesagt zum neuen Skoda Superb Combi. Ein tolles Auto, doch überzeugt auch die Rückfahrkamera? Ihr seht es selber, da haben wir schon schärferes gesehen, oder?

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Kann es denn der Konzern selber besser? Werfen wir zunächst einen Blick in den neuen VW Caddy, also ein Fahrzeug der VW Nutzfahrzeuge. Satz mit X, das war wohl nix! Nicht einmal der Bereich direkt hinter dem Fahrzeug ist scharf, von dem eigenen Caddy da in der Ferne gar nicht mehr zu sprechen.

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…und bei den PKW habe ich mir mal den aktuellen VW Touran angesehen. Hier ist es schon deutlich besser, die eigene Stoßstange ist scharf, der Nahbereich ebenso und ich kann das andere Fahrzeug auch ganz gut erkennen. Der Parkpilot zeigt mir wie weit ich noch nach hinten fahren kann ohne (in dem Fall mein eigenes Fahrzeug) zu beschädigen:

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Die Qualität der Rückfahrkamera steigt und fällt natürlich auch mit den Wetterbedingungen, bei Dunkelheit werden alle schlechter, bei Regen ebenfalls und im Winter fällt der Weißabgleich oft auch nicht so leicht. Doch machen wir weiter im Takt und schauen uns ein Volvo System an, das hier ist der neue Volvo XC90 und die Rückfahrkamera ist für Volvo ein Meilenstein. Wahnsinn, schaut euch mal dieses scharfe Bild an…

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…das Volvo das nicht immer so gut drauf hat, zeigt das Foto hier, das ist die Rückfahrkamera vom Volvo S60 Cross Country. Ebenfalls ein Fahrzeug welches man aktuell noch kaufen kann. Nicht nur das die Farben sehr „künstlich“ aussehen. Das Display ist zu klein, zu unscharf und nur der Nahbereich ist zu gebrauchen. Aber Volvo hat ja bewiesen, dass es in der Zukunft besser wird.

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In der Zukunft werde ich von jedem Testfahrzeug, welches über eine Rückfahrkamera verfügt, ein Foto von der Funktion machen und hier nachreichen. Dieser Beitrag bleibt also stets aktuell und soll als gute Vergleichsmöglichkeit dienen.