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Benchmark im Segment?
Mercedes-Benz E-Klasse (2016) – Test – Fahrbericht – Video

Die neue E-Klasse, optisch gesehen eine Mischung aus C- und S-Klasse, technisch gesehen aber schon ein Sprung für Daimler.

Update (21.03.2016): Der komplette Review von Ausfahrt.tv ist nun auch verfügbar. Jan Gleitsmann wirft wieder einen sehr genauen Blick auf das neue Exterieur und in den Innenraum. 1 Stunden und 26 Minuten alle relaventen Informationen rund um die neue Mercedes-Benz E-Klasse (W213) in Form des erst später auf dem deutschen Markt verfügbaren Mercedes E 400 4MATIC:

Heute ist die neue Mercedes-Benz E-Klasse Thema bei mir, denn ich habe sie mir kürzlich in Portugal ganz aus der Nähe angesehen und will mal davon berichten.

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Mein Testfahrzeug war der Mercedes-Benz E 350 d mit seinem 258 PS starken V6-Diesel. Der 3.0 Liter Motor verfügt über ausreichend Leistung, das maximale Drehmoment liegt bei 620 Nm. Laut Hersteller schafft er den Sprint von 0 auf 100 km/h in 5,9 Sekunden und weiter bis 250 km/h Spitze.

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Da ich für diese Testfahrt in Portugal war, bin ich nur 120 km/h schnell gefahren, halbautonom mit Drive-Pilot. Das Fahrwerk ließ dabei keine Wünsche offen. Die 9-Gang-Automatik wechselte die Gänge sehr sauber und die Bremsen ließen sich fein dosieren, was soll ich da kritisieren? Leider konnte ich den Verbrauch nicht überprüfen, da die Fahrveranstaltung dafür zu kurz war, angegeben wird er mit durchschnittlich 5,2 Litern Diesel auf 100 Kilometer.

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Was ihr Äußeres betrifft steht die E-Klasse etwa zwischen der C- und der S-Klasse. Im Vergleich zu ihrem Vorgänger ist ihr Radstand jetzt etwas länger, was besonders den Passagieren im Fond zugute kommt. Mir persönlich gefällt jedoch am meisten der Blick vom Fahrersitz nach draußen, besonders wenn dort der Stern auf der Haube ist, wie in der Basis-und-Exclusive-Ausstattung. Das Platzangebot im Fond ist aber auch nicht von schlechten Eltern:

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Den Zentralstern bekommt man auch, und zwar zum Beispiel in der Avantgarde und AMG Line. Die Multibeam-LED-Scheinwerfer sind natürlich nicht serienmäßig verbaut, aber definitiv ihr Geld wert. Wenn man bedenkt, was eine zu schwache Ausleuchtung für die Sicherheit bedeuten kann, hat man hier das Optimum, ohne dabei andere Verkehrsteilnehmer zu blenden.

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Besonders nennenswert bei der neuen E-Klasse ist natürlich die fortschrittliche Technik, die typisch Mercedes-Benz auf dem neusten Stand ist. Dies, und der hohe Komfort, ist mit Sicherheit der Hauptgrund, warum sich seit eh und je so viele Taxi-Fahrer für dieses Modell entscheiden. Im exzellent gedämmten Innenraum kann man aus 64 LED-Farben seine persönliche Lieblings-Ambiente-Beleuchtung auswählen und dann bei guter Musik den einzigartigen Klang des optionalen Premium-Sound-Paket von Burmester genießen. Das digitale Cockpit, welches man leider nur gegen Aufpreis erhält, besteht aus zwei hochauflösenden 12,3 Zoll Displays. Zusätzlich ist da noch das Head-up-Display, über das alle besonders wichtigen Infos direkt ins Blickfeld projiziert werden. Am Lenkrad befinden sich zwei Touchpads, über die man mit dem linken und dem rechten Daumen die beiden Displays des Infotainment-Systems bedient. NFC gibt es auch, zum Tür öffnen und wer über das entsprechende Gerät verfügt, der kann sein Handy auch induktiv laden.

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Über viele technische Neuheiten könnt ihr euch hier umfassend informieren, Jan war auch beim Preview-Event und hat dieses Video mitgebracht:

Eins der Highlights war für mich der Drive Pilot, der seine Arbeit so souverän erledigt, dass man schon Lust auf noch mehr autonomes Fahren bekommt. Besonders im Stop & Go Verkehr ist der Drive Pilot eine sehr nützliche Sache, denn er kann den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug halten und die Geschwindigkeit automatisch an die zulässige Höchstgeschwindigkeit anpassen.

Des weiteren kann er im Stau autonom fahren und selbstständig die Spur wechseln. Dafür muss der Blinkerhebel zwei Sekunden lang betätigt werden, den Rest macht die E-Klasse. Auch für das Einparken gibt es mittlerweile diverse Assistenten, die die E-Klasse sogar vom Smartphone aus einparken lassen können. Ich habe dafür lieber die hochwertige Rückfahrkamera genutzt.

Ihr wollt das ganze mal in Aktion sehen? Dann empfehle ich euch dieses Video hier:

Ich habe übrigens mit Sajjad Khan ein Interview geführt und dort auch die Frage gestellt, ob das Auto uns Menschen eigentlich durch die Fülle an Informationen überfordert. Seine Antworten könnt ihr in meinem Auto-Blog rad-ab.com nachlesen. In ein paar Tagen dürfte auch hier bei Mobilegeeks noch das ausführliche Video von Jan (Ausfahrt.TV) folgen.

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Sprechen wir noch mal ganz kurz über die Preise: Die Mercedes-Benz E-Klasse mit dem 3,0 Liter V6 startet bei knapp 55.603 Euro, wobei man beispielsweise für die optionalen LED-Scheinwerfer, das große Burmester-Soundsystem oder das digitale Display natürlich nochmal ordentlich nachlegen darf. Serienmäßig gibt es hier tatsächlich noch H7-Scheinwerfer und einen analogen Tacho, tze tze tze… wer ein Early Adaptor sein möchte und sich für den Drive-Pilot interessiert, der legt mindestens einen Kleinstwagen zusätzlich auf den Verkaufstresen. Prost. Mahlzeit!

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Fazit: Die E-Klasse zeigt derzeitig, wo die Reise hingeht, derzeitig setzt sie in dem Segment auch die Benchmark. Ich weiß: Tesla kann das auch alles… aber die bauen auch nicht so viele Fahrzeuge wie Daimler! Meinen ausführlichen Fahrbericht zur neuen Mercedes-Benz E-Klasse gibt es hier. Lesenswert ist auch der Beitrag von Bjoern Habegger, den ihr auf mein-auto-blog.de findet.

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Fotos: © Jens Stratmann / Dirk Weyhenmeyer