Die Firma Auerswald stellte mir das Business-Telefon COMfortel 3500 aus ihren Angebot für einen Geek-Test zur Verfügung. Das Besondere daran ist, dass es das erste Telefon seiner Art ist, welches ein schnurgebundenes Business-Telefon mit Android kombiniert. Doch wird dieses Telefon auch Geeks überzeugen können?

Auerswald COMfortel 3500 – Ein Geek-Business-Telefon?

Die Firma Auerswald dürfte einigen unter uns ein Begriff sein. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahre 1960 von Harro Auerswald und spezialisierte sich zunächst auf elektronische Komponenten. Später entwickelte die Firma Auerswald Telefonanlagen und kann heute sogar einen Markanteil von guten 20% bei kleinen Telekommunikationssystemen halten. Alle Produkte des Unternehmen werden selber entwickelt und in Schandelah (Niedersachen) produziert.

Achtung: Auerswald bat darum, dieses Telefon aus den Augen eines Geeks zu bewerten und zwar losgelöst von Telefonanlagen, sowie sonstigen Business-Faktoren.

Als erstes muss man über das COMfortel 3500 sagen, das dieses Telefon zur Zeit wohl ein wahrer Exot unter den Business-Telefonen ist. Dieses Telefon kann an einer Auerswald Telefonanlage angeschlossen werden, aber auch als SIP-Telefon genutzt werden. SIP steht für Session Initiation Protocol und wird von Voice-Over-IP Telefonen genutzt. SIP-Telefone können richtige Telefone sein, wie etwa das COMfortel 3500, oder zum Beispiel auch Software für Euren Rechner. Damit man ein SIP-Telefon nutzen kann, braucht der Anwender eine eigene Telefonnummer. Für meinen Test entschied ich mich für eine Telefonnummer von Sipgate, genauer gesagt für den Service Sipgate Basic. Ihr bekommt dort eine kostenlose ortsgebundene Telefonnummer und muss für eingehende Anrufe nichts zahlen.

Das Unboxing:

Das Telefon war wirklich gut verpackt und es befand sich erfreulicherweise kein unnötiges Verpackungsmaterial im Karton. In dem Karton befanden sich zwei Füße für das Telefon, diverse Anleitungen, eine CD, das Netzteil, ein Mikrofasertuch in Telefon-Optik, der Hörer,  ein LAN Kabel und das Telefon. In dem Telefon steckt schon ein Bluetooth 2.1 Dongel und eine 2GB große SD-Karte.

Das Telefon hat ein spiegelndes 5 Zoll großes Touch-Display mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixel und ist leider ein Fingerabdruck-Magnet. Das Display lässt sich nicht verstellen und über dem Display befindet sich ein Helligkeitssensor, zwei Bewegungssensoren, sowie eine LED. Das Telefon selber verfügt über die üblichen Telefontasten, aber auch weitere Tasten, mit welchem man das Android, wie von seinem Smartphone gewohnt, bedienen kann. Auf der rechten Seite hat das Telefon 15 frei belegbare Tasten, mit denen  zum Beispiel Apps gestartet, oder Aktionen ausgelöst werden können.

Ich dachte bei dem Anblick des Helligkeitssensor erst, dass es sich hier um eine Webcam handeln würde, aber ein Blick in das 470 Seiten starke PDF-Handbuch belehrte mich eines Besseren. Vielleicht wäre dies aber mal eine Idee für eine neuere Version den COMfortel Telefons, denn in meinen Augen wäre eine Webcam ein sehr sinniges Feature für ein Business-Telefon.

Folgende Anschlussmöglichkeiten bietet das COMfortel 3500:

  • 1 Ethernet-Port als Netzwerkanschluss (LAN) inkl. Stromversorgung über Power over Ethernet möglich (PoE gemäß IEEE 802.3af)
  • 1 Ethernet-Port (bis 1 GBit/s) zum Anschluss eines PCs
  • 1 Anschluss für maximal weitere Funktionstastenfelder
  • Headset-Anschluss mit DHSG-Unterstützung, auch für COMfortel Headset geeignet
  • Bluetooth® 2.1 + EDR – Headset-Anbindung, Präsenzerkennung, BT-Tastatur
  • 1 SD-Karten-Slot – Belegt mit einer 2GB SD Karte und mit einer bis zu 32 GB großen SD Karten genutzt werden
  • 2 USB-Host-Ports – Einer davon ist mit dem Bluetooth Dongel belegt.
  • 1 Anschluss für das Steckernetzteil

Eine große Unbekannte war der Prozessor des COMfortel 3500. Weder auf der Verpackung, noch im Handbuch, noch im Internet konnte ich dazu Angaben finden und deshalb fragte ich bei Auerswald nach. In dem Telefon ist laut Angaben des Herstellers ein TI Prozessor mit 600 MHz Taktfrequenz verbaut. Wenn man mich fragt, dann ist das nicht ein Prozessor, welchen ich in einem Business-Telefon erwartet hätte, denn 600 MHz Prozessoren findet man heute selbst kaum mehr in Smartphones des günstigen Preissegments. Andererseits ist das COMfortel 3500 ein Business Telefon und kein Smartphone für Gamer. Es wird sich im Verlaufe des Tests zeigen, ob der TI Prozessor mit 600 MHz reicht, oder nicht.

Das erste Mal am Netz:

Ausgeliefert wird das Telefon mit einer von Auerswald angepassten Android Verion 2.3 (Gingerbread). Auf dem Telefon befand sich die Firmware Version 1.2 der angepassten Android Version 2.3, doch der Hersteller hat in der letzten Woche die aktuelle Version 1.4 als Update freigegeben. Dabei handelt es sich immer noch um die Android Version 2.3, halt nur mit den eigenen angepassten Updates.

Nach dem Anschuss in meinem Netzwerk bootete das Telefon zwei mal, bis ich mich anschießend mit dem Android beschäftigen konnte. Ein Blick in die „Einstellungen“ / „Telefoninformationen“ zeigte mir folgende Informationen:

  • Firmware Version 1.2
  • Android Version 2.3.4
  • Kernel Version 2.6.32-gds1.2.4

Android 2.3.4, auch unter dem Namen Gingerbread bekannt, ist nicht mehr das neuste Android Betriebssystem und hat schon über anderthalb Jahre auf dem Buckel. Gut, es ist kein schlechtes Betriebssystem, aber halt auch nicht das Neuste. Andererseits denke ich, dass der 600 MHz starke Prozessor mit dem Android 4.0 (aka Ice Cream Sandwich) schon zu kämpfen hätte.

Als nächstes habe ich dann das Firmware Update eingespielt. Dazu musste ich unter „Einstellungen“ / „Update & Provision“ die Optionen „Auf Updates prüfen“ und „Verfügbare Updates installieren“ erst aktivieren und dann im gleichen Menü ein Update-Test durchgeführen. Danach wurde die aktuelle Firmware herunter geladen, installiert und nach einem Neustart konnte ich mir die vorinstallierten Android Apps mal genauer ansehen.

Folgende Apps werden beim Kauf des Telefons mitgeliefert:

  • Die Auerswald eigene Anrufbeantworter App
  • Der Android Browser
  • Eine App mit dem Namen Downloads
  • Die Einstellungen App
  • Die Auerswald eigene Funktionen App
  • Die Auerswald eigene Funktionstasten App
  • Die Galerie App
  • Die Kalender App
  • Die Kontakte App
  • Eine von Auerswald angepasste Mail App
  • Die Musik App
  • Die Rechner App
  • Die Suche App
  • Und zu guter Letzt die App Center App von AndroidPIT

Leider hat das Telefon noch keine Anbindung an den Google Play Store bekommen, was im Grunde schade ist, denn der Google Play Store hat bei Weitem ein größeres Angebot als das vorinstallierte App Center von AndroidPIT. Eine Nachfrage bei Auerswald ergab, dass man sich bemüht mit dem Telefon an dem Google Play Store angebunden zu werden, aber Google wohl das COMfrotel 3500 nicht so richtig einschätzen kann. Ich kann Google irgendwie verstehen, denn ein altes Adnroid OS gepaart mit einem älteren Prozessor ist nicht grade ein Plus für das Google Android Portfolio. Das COMfortel 3500 kann so leider nicht alle Angebote des Google Play Store nutzen.

Als erstes sollte man einen Accout einrichten…

Ich hatte mich für einen Sipgate Basic Account entschieden, denn für meine Tests mit dem Telefon war dieses kostenlose Angebot von Sipgate genau das Richtige. Die Einrichtung von Accounts macht das Telefon einem Anwender recht einfach, denn in den Android Einstellungen gibt es den Menüpunkt „Einrichtungsassistent“. Dort wählt man dann „Account erstellen“ aus und kann aus einer großen Liste von Anbietern wählen. Neben Anbietern wie „1und1“, findet man dort auch „BlueSip“, „Firstcom“, „Freenet“, „O2 pure voice“, „Sipgate“, „Skype“, „T-Online“, „Vodafone“ und viele weitere Anbieter. Meine Wahl fiel natürlich die Option „Sipgate Basic“. Fehlten nur noch meine Sipgate Angaben und wer, wie ich, bei der Einrichtung seines Sipgate Accounts auf Probleme stoßen sollte, findet bei Auerswald und Sipgate in den FAQ‘s die passende Hilfe. Meinen Account konnte ich so in wenigen Minuten einrichten und war somit dann auch mit der Grundinstallation des Telefon fertig.

Und was wäre Android ohne Apps?

So, nun hatte ich hier ein funktionierendes Telefon mit einem gescheitem Betriebssystem auf dem Tisch stehen, aber ein richtiges Android Feeling kam noch nicht auf. Was fehlte waren einige Apps. Bei dem COMfortel 3500 ist das App Center von AndroidPIT schon installiert, aber der Anwender sollte in den „Einstellungen“ / „Anwendungen“ von Android gucken und die Option „fremden Quellen“ (unbekannter Herkunft) lieber zusätzlich aktivieren. Die Auswahl des AndroidPIT App Center ist ok, aber nicht ganz so groß wie die vom Google Play Store. Was ganz und gar im App Center fehlt sind alle Google Apps wie etwa Maps, G+, oder auch die offizielle Facebook und Twitter App. Ich installierte mir erst mal den „ES Datei Explorers“. Die App ist Gold wert, wenn man zum Beispiel Apps von der SD-Karte aus installieren möchte.

Für den Zeitvertreib installierte ich mir als Erstes ein kostenloses Solitär Spiel („Solitär Classic“ von AppMe) aus dem App Center. Das ist kein grafisch anspruchsvolles Spiel und hat nervige Werbeeinblendungen, welche den kompletten unteren Bereich des Screens füllen. Für ein kleines Solitär zwischendurch reicht schon mal die Kraft des 600 MHz starken Prozessors.

Darf es ein bisschen 3D sein? Na, ich bitte doch! Dafür habe ich aus dem App Center die kostenlose Version von „Pool Break“ herunter geladen. Für den knapp bemessenen Prozessor macht das Telefon hier eine recht gute Figur, denn das Spiel lief sogar recht flüssig. Das nenne ich mal eine kleine Überraschung! Gut, jetzt Butter bei die Fische! Wie sieht es mit „Duke Nukem 3D“ aus? Ein 3D Spiel von 1996 sollte ja heute flüssig laufen und siehe da, die Portierung von Duke Nukem 3D war durchaus spielbar. Man muss sich zwar erst an die Steuerung gewöhnen, aber dann macht das Spiel fast so viel Spaß wie vor einigen Jahren.

Aufwendigere 3D Spiele installierte ich erst nicht, denn der 600 MHz Prozessor wird dafür sicher nicht die nötige Leistung aufbringen können. In meinen Augen ist das auch okay so, denn das Telefon ist ein Business-Telefon und kein Gamer-Telefon.

Da ich die Facebook App im App Center von AndroidPIT nicht finden konnte, habe ich mir die Facebook App kurzerhand von meinem HTC One X ausgeliehen und auf dem Telefon installiert. Nach der Anmeldung mit meinem Test-Account sah ich die übliche Übersicht von Facebook. Das Scrollen durch alle Beiträge war mit dem Telefon recht mühsam und machte nicht viel Spaß.

Wie kommt man sonst an gute Apps? Als Alternative des AndroidPIT  App Center lässt sich zum Beispiel der App-Shop von Amazon installieren. Der App-Shop ist auf dem Telefon nicht der Schnellste und der Anwender braucht schon ein wenig Geduld beim Streifzug durch das Amazon-App-Angebot. Dafür kann man sich mit seinem Amazon Account anmelden und komfortabel Apps kaufen. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit Apps aus dem Internet herunter zu laden und dann einfach zu installieren. Aber hier sollte man jedem Anwender immer wieder sagen, dass man die Hände von jeglichen zwielichtigen Angeboten weglassen sollte. Wer weiß was man sich da sonst noch so mit installiert.

Und was ist mit Videos? Um das zu testen hatte ich je ein MOV, MP4 und AVI Video auf die SD Karte gepackt. Zum Abspielen habe ich mir die Testversion des „VPlayer Video Player“ und den kostenlosen „MX Player“ herunter geladen. Der MP4 Film wurde leider von beiden Apps nicht erkannt. Dafür wurde der AVI Film vom „VPlayer“ abgespielt, wenn auch nur der Ton ok war und das Video auf keine 10 Frames pro Sekunde  kam. Der MOV Film, welchen ich damals mit meinem iPhone 3Gs aufgenommen hatte, wurde von beiden Apps fast perfekt wieder gegeben. Leider aber auch nur fast, denn auch hier war der Ton ok, aber das Video einen kleinen Tick zu langsam.

Fotos und MP3‘s waren für das Telefon kein Problem. Natürlich ist der Sound aus dem Lautsprecher kein Klangwunder, aber man kann während der Arbeit immerhin leise mit dem Telefon Musik hören, was andere Business-Telefone nur können, wenn man in diversen Warteschlangen hängt. Fotos konnte man bequem ansehen, wenn auch das Einlesen der Alben recht lange dauerte.

Mit der Installation von Apps sollte der Anwender bei dem Telefon aber sparsam sein, denn auf dem Telefon gibt es nur 220 MB Platz für Apps. Außerdem ergab ein Blick unter „Einstellungen“ / „Anwendungen verwalten“, dass das Telefon knappe 220 MB Ram hat. Das nenne ich mal knapp bemessen! Kein Wunder, dass einige Apps ruckeln.

Natürlich lassen sich, wie es sich für ein gutes Android OS gehört, auf den diversen Screens nützliche Widgets anlegen, der Hintergrund verändert werden und noch einiges mehr.

Jetzt wurde aber genug mit dem Android rumgespielt, denn schließlich handelt es sich hier um ein Telefon. Wie schlägt sich das Telefon im Alltag?

Jede Menge Tasten für Funktionen:

Links und rechts im Display sind zusammen fünf belegbare Funktionstasten, so wie man sie von den meisten Android Smartphones von dem unterem Screen her kennt. Die Belegung dieser Funktionstasten ist recht einfach, denn der Anwender muss nur so lange auf eine dieser Tasten drücken, bis ein Menü angezeigt wird. Hier kann zwischen vielen Telefonspezifischen Funktionen gewählt werden, oder der Anrufbeantworter gestartet werden, oder eine URL für den Browser hinterlegt werden, eine App gestartet werden, oder, oder, oder. Genau so einfach lassen sich die Belegungen wieder löschen. Lange auf die Tasten drücken und im Menü die Option „die zugewiesene Funktion löschen“ auswählen.

Die Funktionstasten rechts am Telefon lassen sich genau so einfach belegen. Dazu muss man die App Funktionstasten starten, kann dann eine der Tasten auswählen, nun eine der zwei Ebenen auswählen, eine der Zahlreichen Funktionen (z.B. Anwendung starten) zuweisen und dann die App beenden. Wird nun die Taste gedrückt, so wird die zugewiesene Funktion ausgeführt. Wozu nun zwei Ebenen? Auerswald hat sich da was cleveres einfallen lassen, denn der Anwender kann entweder die Tasten nur ein mal drücken, oder schnell zwei mal hintereinander. Somit lassen sich zwei Funktionen auf eine Taste legen. Außerdem leuchten die Tasten bei einigen zugewiesenen Funktionen und zeigen so, dass zum Beispiel Bluetooth ein, oder ausgeschaltet ist. Clever gelöst!

Google Kontakte, Kalender und Mails:

Um die Kontakte, den Kalender und seine Mails seines Google-Accounts nutzen zu können, ruft man unter „Einstellungen“ den Menüpunkt „Synchronisierung“ auf und legt ein neues Konto an. Eine sehr ausführliche Anleitung für die Einrichtung eines Google Kontos gibt es im FAQ Bereich von Auerswald. Ist das Konto erst ein mal eingerichtet, kann direkt auf den Google-Kalender, -Kontakte und -Mails zugegriffen werden. Auerswald hat auch dafür gesorgt, das sich Microsoft Exchange Konten und der TelekomCloud Dienst an dem Telefon Einrichten lassen.

Mail-Konten lassen sich selbstverständlich auch direkt in der Mail App anlegen. Auerswald hat dazu ein kleines Video bereit gestellt.

Ein funktionaler Anrufbeantworter:

Der Anrufbeantworter des Telefons ist eine wirklich nützliche App. Hier kann der Anwender nicht etwa nur eine Ansage einsprechen, sondern ganze 25 Ansagen können aufgenommen werden. So kann zum Beispiel ein spezieller Kontakt auch eine eigene Ansage auf dem Anrufbeantworter zugewiesen bekommen, oder die aktuelle Ansage nach Lust und Laune gewechselt werden. Spricht man keinen Ansagetext auf den Anrufbeantworter, so wird vom Telefon eine Standartansage mit weiblicher Stimme genutzt.

Ansagetexte, Sprachnotizen und die Nachrichten der Anrufer werden auf die eingelegte SD-Karte gespeichert. Die mitgelieferte 2 GB große SD-Karte reicht für den normalen Betrieb vollkommend aus, wer aber zusätzlich einige MP3s zum anhören auf seiner SD-Karte liegen hat, sollte lieber eine größere SD-Karte nutzen.

Sehr nett ist auch die Tatsache, dass sowohl die Ansagen, Notizen und Nachrichten als schlichtes WAV File gespeichert werden. Dank des zuvor von mir installierten Datei-Explorer konnte ich die WAV Files einfach kopieren, oder beim erstellen einer Mail als Anhang einfügen. Noch komfortabler wird es, wenn in den Einstellungen der Anrufbeantworter App das Versenden neuer Nachrichten als „E-Mail-Weiterleitung“ aktiviert wird. Dafür muss in der App ein Postausgangsserver, sowie die EMail des Empfängers hinterlegt werden und ist dies geschehen, so kommt bei jeder neuen Nachrichten asap eine Mail mit der Nachricht als WAV File. Dieses Feature finde ich persönlich richtig gut.

Gut Gekoppelt:

Eine weitere nützliche Funktion von dem Telefon ist die Bindung anderer Androids über Bluetooth. Ist zum Beispiel das Smartphone mit dem Telefon gebunden, so lässt sich die Sperre des Telefons einfach aufheben, sobald der Anwender mit seinem Smartphone in die Nähe des Telefons kommt. Bewegt sich der Anwender vom Telefon weg wird die wieder die Sperre des Telefons aktiviert. Zusätzlich kann das Telefon noch so konfiguriert werden, dass eingehende Anrufe weiter geleitet werden, sobald sich der Anwender nicht in der Reichweite des Bluetooth-Empfangs befindet. Eine wirklich praktische Funktion.

Die Web-Oberfläche:

Wer nun nicht alle Einstellungen über die Android Oberfläche vornehmen möchte, kann die wichtigsten Telefonfunktionen bequem über eine Web-Oberfläche vornehmen. Dazu muss der Anwender nur in einem Browser die IP Adresse des Telefons eingeben und kann sich dann das durchforsten der Android Menüs ersparen. Dies geht aber nur, wenn das Telefon und der Rechner im gleichen Netzwerk sind. Über die Web-Oberfläche kann der Anwender auch ganz bequem ein Backup aller Einstellungen erstellen und gegebenen falls nach dem Rücksetzen des Telefons auf die Werkseinstellungen seine Einstellungen ganz einfach wieder einspielen.

Mein Fazit:

Das COMfortel 3500 von Auerswald ist ein wirklich gutes  Business-Telefon und als SIP-Telefon im eigenen Netzwerk macht es eine gute Figur. Würde ich den Geek-Faktor des Telefons mit einer Schulnote bewerten müssen, so wäre diese eine 2.

Begründung: Für die Schulnote 1 reicht der 600 MHz schnelle Prozessor, die ca. 213 MB Ram und die 220 MB für Apps nicht.

Schade fand ich, dass keine Webcam verbaut wurde, denn eine Webcam wäre in meinen Augen noch das Tüpfelchen auf dem „i“ gewesen.

Braucht ein Geek so ein Telefon?

Nun, wer eh schon viel über das Internet telefoniert, wird den Mehrwert dieses Telefones zu schätzen wissen. Mit einem empfohlenen Preis von ca. 548 Euro ist COMfortel 3500 aber auch ein Stück Geek-Luxus, dafür bekommt man aber ein cleveres Telefon mit vielen Funktionen, die man bei anderen VoIP-Telefonen sehr vermisst.

Es gibt im Internet Anbieter, die das COMfortel 3500 für ca. 400 Euro verkaufen. Hier lohnt sich zum Beispiel ein Besuch bei guenstiger.de. Amazon.de bietet das COMfortel 3500 aktuell für ca. 405 Euro an (Stand 10. Dez. 2012).

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  • bartsimpson7880

    Wenn das Teil nur ActiveSync mit Google kann, ist das schonmal der Total-Flopp.
    Diese Möglichkeit wird für neu aktivierte Geräte ja bald eingestellt, sofern man nicht dafür zahlen will.
    Ein Test an der Fritz!Box wäre noch interessant (obs dort vernünftig funktioniert)

    Ansonsten ist das Gerät auch nicht das erste seiner Art. U.A. Grandstream, Panasonic (Business) hab auch solche Geräte.
    Und einige Achnurlos-Flopps (Archos, Telekom) mit DECT + WLAN gibts auch noch.

    Generell fehlt mir noch eine App, um entgangene Anrufe zwischen mehreren solcher Geräte zu syncen. Erst das macht den Einsatz solcher Geräte zu Hausse sinnvoll möglich.

    • http://twitter.com/weltraumpirat Claus not Han Solo

      Aus dem Artikel:
      “Auerswald hat auch dafür gesorgt, das sich Microsoft Exchange Konten und der TelekomCloud Dienst an dem Telefon Einrichten lassen.”
      Also, nicht nur Google ;)
      Panasonic bietet VoIP Telefone an, aber nicht mit Andoid als Betriebssystem.
      Das CloudTC Glass 1000 und das Grandstream GXP 2000 würden mir jetzt noch einfallen, welche aber in einer anderen Klasse spielen, als das COMfortel 3500.

      • bartsimpson7880

        Aber eben kein Google mehr, wo der Durchschnitts-Geek seine Kontakte hat. Auch wenn Auerswald nix dafür kann, das Google ActiveSync nur noch gegen Kohle ermöglicht.

        Das Panasonic KX-UT670 hat Android
        http://www.mega-on.net/bilder/1+CeBIT/CeBIT+2012/?start=15&usePaging=1

        • http://twitter.com/weltraumpirat Claus not Han Solo

          Soweit ich das in Erinnerung habe, hat das Panasonic KX-UT670 kein vollwertiges Android drauf, sondern eine recht abgespeckte Android Froyo Version für die Panasonic ein eigenes Software Development Kit anbietet.

    • Auerswald

      Das Telefon funktioniert tadellos an einer Fritzbox :-)

  • http://twitter.com/T_ObiWahn Obi

    Schönes Review. Aber irgendwie frage ich mich, ob Android unbedingt hätte sein müssen. Die Telefon-Funktionen mit Anrufbeantworter sind ohne Frage gut gelöst, aber die restlichen Apps wie Facebook und Co sehen etwas arg ruckelig aus. Da würd ich lieber das Firmen- oder Privat-Smartphone nehmen. Ganz zu schweigen von dem Rechner, vor dem ich vermutlich sitze.

    • http://twitter.com/weltraumpirat Claus not Han Solo

      In gewisser Weise gebe ich Dir Recht.
      Der Vorteil zum PC ist aber, dass ich meinen Rechner irgendwann auch mal ausschalte, das COMfortel 3500 aber immer an wäre. ;)
      Ich bin mal gespannt, wie die nächste Generation dieser Geräteklasse aussieht.

      • bartsimpson7880

        Oder, das es garnicht den PC ersetzen soll, sondern man nur ein paar mehr Telefon-Funktionen braucht.
        z.B. Skype, Kontakte-Sync mit eigenen/anderen Anwendungen und ähnlichen ‘Kleinkram’…

  • Udo

    wie wäre es mal mit einem Vergleich von diesen diversen Geräten? ganz neu und aktuell ist auch das Grandstream GXP2200 ( https://secure.sipgate.de/voipshop/grandstream/grandstream:_gxp-2200) .

    Es gibt noch einige andere, auch welche die hier noch nicht so auf dem Markt etabliert sind. Wenn ihr mal einen Vergleich oder Test wagen wollt, schreibt mir. kann Euch da gerne mit weiteren Infos und Kontakten weiterhelfen.

  • daniode

    Mh. richtig lustig wird es doch erst, wenn Auerswald ein SDK mitliefert.

    • http://twitter.com/weltraumpirat Claus not Han Solo

      Warum, das gibt es doch von Google!
      http://developer.android.com/
      Das ist in meinen Augen der Vorteil von Auerswald zur Konkurrenz. Läuft Deine App unter Android 2.3.x, dann läuft sie auch auf dem COMfortel 3500.

      • daniode

        Stimmt. Ich denke da aber noch evtl. spezifische Gerätefunktionen und vor allem an die Anlage.

  • Thorsten FunZer Högl

    Ich hätte da mal eine Frage, ich benutze einen Mac und Iphone. Ist das Telefon überhaupt mit einem Mac kompatibel oder lässt sich die Software darauf überhaupt installieren und sind die Kontakte über iOS auch irgendwie syncronisierbar?

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