Australien scheint kein gutes Pflaster für Kartendienste zu sein. Nach Apple Maps erwischt es nun nämlich auch Google Maps. Auch hier warnt wieder die Polizei davor, sich blindlings auf die mobile Anwendung zu verlassen – aus gutem Grund.

Australien zu gefährlich fuer Navi Apps

Im Westen Melbournes werdet ihr durch Google Maps von der Great Ocean Road auf die Wild Dog Road geleitet. Abgesehen davon, dass ich den Straßennamen für absolut großartig halte und mir auch für Deutschland solche Straßenschilder wünschen würde, handelt es sich hier nicht wirklich um eine Straße, sondern eher um einen kleinen Weg. Dieser ist nur einspurig befahrbar und ist nicht für größere Fahrzeuge und nicht für viel Verkehr ausgelegt. Google Maps gibt uns aber die Info, dass PKWs, Busse und LKWs dort passieren könnten, was natürlich fatale Folgen haben könnte.

Die zuständigen Behörden der Region glauben, dass sie hier nicht zuständig sind und schieben Google den schwarzen Peter zu, weil dort das Kartenmaterial dementsprechend angepasst werden müsste, dass die Wild Dog Road eben nicht als mögliche Route vorgeschlagen wird. Bislang gibt es aus Mountain View allerdings noch keine Reaktion auf die Anfrage der Straßenbehörde.

Was heißt das nun für jeden, der sich ins Outback begibt, um dort die ein oder andere Meile mit dem Auto runter zu reißen? Erst einmal, dass man seinen gesunden Menschenverstand ruhig einschalten darf, wenn man sich dort auf den Weg macht. Ich liebe meine Technik – aber ich habe definitiv zu wenig Vertrauen zu ihr, als dass ich mein Leben davon abhängig machen würde. Eher als auf eine fehlerhafte Karte hätte ich darauf getippt, dass mein Akku nicht lang genug mitmacht oder mein Smartphone unter der Sonne Australiens überhitzt. Vielleicht also die richtige Gelegenheit, dass auch ein Mobilegeeks auf die klassische Variante ausweicht und sich einen Papier-Plan einsteckt – zusammen mit ausreichend Proviant ;)

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  • erni74

    Nicht umsonst ist ja die Google Maps App innerhalb weniger Stunden zur beliebtesten App bei iOS geworden, ich denke mal, dass Apple noch eine ganze Weile brauchen werden, um auf dem Niveau zu sein wie bei Google, und die Entwicklung der App bleibt ja auch nicht stehen, unter Android kommt ja gefühlte alle 2 Wochen ein Update für Google Maps

    • http://www.facebook.com/metalmatze1234 Along Came Morgi

      hier gehts aber grad um google maps oO

  • http://twitter.com/ArsTwo Two

    Die Überschrift ist leider falsch, denn bisher hat sich noch keiner über Nokia Maps beschwert. ;)

  • Psykhe

    Wobei man aber laut Google nur auf die Straße navigiert wird, wenn man sie als Zielpunkt festlegt.

  • http://twitter.com/Ben_Voigt Benjamin Voigt

    Hm… TomTom hat mich heute auch in NRW auf eine 3km lange, ein-”spurige” Eisbahn mit Gegenverkehr in der Nähe von Dülmen gelotst.

    Gut, das Münsterland ist nicht das australische Outback, aber solcher Kleinschitt kommt auch in Deutschland mit anderen Anbietern vor (auch immer wieder beliebt in Großstädten: verkehrt herum in Einbahnstraßen oder durch Anliegerstraßen hindurch routen).

    Jedes Navi ist nur so gut wie die Karten, und ein Navi sollte niemals den GMV ersetzen. ;)

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  • hyperlord

    Google hat sich doch geäußert und angesagt, dass man nur auf die Wild Dog Road geleitet wird, wenn man die als Zielpunkt festlegt. Das kann man auch relativ leicht mal ausprobieren. Wenn man mal von:
    “Top of the Otways, 1130 Forrest-Apollo Bay Road, Barramunga VIC 3249, Australia”
    nach
    “Pisces Holiday Park, 311 Great Ocean Road, Apollo Bay VIC 3233, Australia”
    auf Google Maps eine Route berechnen lässt, wird die besagte Straße genau nicht empfohlen (siehe http://goo.gl/maps/TolVd), sondern die besser ausgebaute Strecke daneben gewählt.

    Das befreit einen natürlich nicht davon, seinen Verstand zu benutzen, egal welches Navi-System man denn benutzt. Und Google Maps hat bestimmt genug Fehler, aber in diesem konkreten Fall kann ich nicht nachvollziehen, inwiefern es “Google Maps erwischt” hätte.

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