Intel kündigt an, dass man sich aus dem Geschäft mit den Motherboards zurückziehen will/wird. Soll heißen, nur noch bis diesen Sommer mit den Haswell-Prozessoren wird man Desktop-PC-Mainboards anbieten, danach ist Schicht.

Bald keine Desktop-Motherboards mehr von Intel

Intel gehört nicht zu den allergrößten Herstellern von Mainboards für Desktop-PCs, spielt aber durchaus eine große Rolle. Mit der Haswell-Generation ist dann aber Schluss, lediglich Support soll noch drei Jahre lang angeboten werden. Damit vollzieht Intel einen weiteren Schritt Richtung mobile Computing. Sowohl die Herstellung von Boards für die Server- als auch der Embedded-Sparte sind von dieser Entscheidung nicht betroffen.

Köpfe werden aufgrund dessen intern aber nicht rollen, die Mitarbeiter werden schlicht in anderen Bereichen untergebracht, beispielsweise bei der Entwicklung von Boards für die All-in-One-Rechner und Ultrabooks. Intel überlässt das Feld der Desktop-PC-Mainboards den großen Konkurrenten Asus, Asrock, Gigabyte und MSI und setzt stattdessen darauf, im mobilen Bereich weiter Fuß zu fassen und die Entwicklung von neuen Formfaktoren voranzutreiben.

Wirklich überraschend ist diese Entscheidung nicht, denn Intel fertigt bereits seit einiger Zeit mehr Prozessoren für mobile Devices als für den klassischen Desktop-PC. Zudem gehen besagte Desktop-PCs in diesen Zeiten deutlich weniger über die Ladentheken weltweit. Dadurch, dass immer mehr PC-Nutzer dazu übergehen, sich für den heimischen Rechner auf All-in-one-PCs oder auch Mini-PCs zu verlassen, werden auch künftig immer weniger der klassischen Mainboards nachgefragt werden.

 

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  • Thomas T

    Ich hatte bislang eh immer Gigabyte-Boards bzw früher noch die Asrock-Teile von Asus. Von daher finde ich es nicht sonderlich tragisch :-)

  • Rene_K

    Na hoffentlich kommen dann wieder Innovationen und diese Referenzdesign-Nachbau-Vorschrift fällt.

    Wobei ich eh noch immer auf AMD setze, weil es preislich wesentlich besser ist als Intel.

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