Ja, während alles auf das Project: Glass von Google wartet, läuft hier und da schon der ein oder andere Vertreter mit einer wie auch immer gearteten Cyber/Datenbrille rum. Dass das nicht ganz ungefährlich ist, musste Universitätsprofessor Steve Mann am eigenen Leib erleben, als er in Paris in seinem Urlaub einen McDonalds betrat.

Bei McDonalds: Mann wegen seiner Cyberbrille vermöbelt

Mann EyeTap digital eye glass google glass 550x296 Bei McDonalds: Mann wegen seiner Cyberbrille vermöbelt

Der Kamerad, der Studenten in Toronto unterrichtet, setzt sich mit dieser Brille schon ein wenig länger auseinander, als es Google tut, die derzeit mit ihrem Projekt in aller Munde sind. Bereits seit 34 Jahren arbeitet er an verschiedenen Modellen seiner Eye Taps. Als er sich nun damit in besagtem Pariser McDonalds sehen ließ, waren die Mitarbeiter wenig begeistert.

Das klingt jetzt sogar noch ein wenig zu nett ausgedrückt, denn zumindest zwei der Angestellten wurden handgreiflich, wollten ihm die Brille abnehmen und beförderten ihn dann mithilfe von körperlicher Gewalt unsanft nach draußen. Umso verwerflicher, als er seine Familie dabei hatte, die das unschöne Schauspiel mit ansehen musste.

Wie er in seinem Blog erklärt, wurde die Brille bei der Aktion beschädigt, da sie nicht ohne spezielle Werkzeuge von seinem Kopf zu entfernen ist. Allerdings nicht, ohne vorher Fotos sowohl von Zeugen als auch den Tätern zu machen. Diese Bilder hat er ebenfalls – allerdings zensiert – auf seinem Blog veröffentlicht. Er erhebt auch keine Vorwürfe gegen McDonalds, obwohl man auf den Fotos erkennen kann, dass es sich um Angestellte handelt, stattdessen nutzt er das so geweckte mediale Interesse, um Werbung für sein Projekt zu machen. Und wer weiß: vielleicht lässt McDonalds oder gar Google den ein oder anderen Dollar springen, um den Professor in seiner Arbeit zu unterstützen. Ich frage mich jetzt jedenfalls, ob ich tendenziell damit rechnen muss, als Träger einer solchen Brille eine größere Wahrscheinlichkeit habe, was vor den Latz zu bekommen.

Quelle: Eyetap via Futurezone

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  • benloo

    Gibt es nicht sowas, wie: Das Recht auf das eigene Bild?

    Ich würde das auch nicht wollen,
    deswegen handgreiflich werden, nunja…

    • http://fyyn.tumblr.com/ Fynn

      Wenn die Bilder veröffentlicht werden, dann ja.

      • benloo

        Soweit schon richtig;
        Nur es gibt genügend Leute,
        die von solchen “Videospannern” genervt sind.
        -Pobiers aus, und rück den Leuten mit ner Videokamera auf die Pelle.
        Da fragt keiner lange, ob das publiziert wird, oder nicht-

        OT: Aufgrund eines Webprojekts, bin ich mit Aufkommen der Netbooks, mit nem Rucksack (wo 2 Webcams montiert waren – deutlich sichtbar) durch die Stadt gezogen.
        Das Gefühl war nicht gerade angenehm, insbesondere, wenn es an Plätzen wie “U-Bahn”, eng war.
        Ich vermute, die selben Leute blogen wie wild in Facebook und Co, ihre Privatsphäre.

        Ich denke, für viele ist es ein Unterschied, ob du sie eben mal nur “anstarrtst”, oder eben mit so nem Videozeuchs auf die Pelle rückst

  • http://twitter.com/ThomasOliver14 Thomas Oliver

    Brillenträger leben gefährlich. Das weiss doch jeder, der in einer Schule war ;-)

  • tauerman

    Ehm ist das jetzt ein April Scherz? Oder seit wann wird man nun schon in Frankreich aus heiterem Himmel verprügelt? Und dann auch noch von Angestellten statt Privatpersonen.

  • gate057

    Das Projekt an sich finde ich sehr Interessant so lange ich die Brille tragen würde, was ich aber nicht möchte ist das mich einer mit einer solchen Brille beobachtet ob aktiv oder passiv und durch FaceScan (Zukunft durch aus denkbar) im Netz alle Daten über mich ziehen könnte, den das könnte durch aus die Zukunft sein bei dieser Brille…nun ich weis nicht ob ihr das so toll auf dauer finden würdet…

  • LuckyStrik3r

    Na ich hoffe doch dass so Brillenträger, die vorsichtshalber alles aufzeichen vermöbelt werden. Niemand muss sich das gefallen lassen aufgenommen zu werden ohne sein einverständnis vorher geben zu haben.

    • optimismprime

      Demnach ist also “Niemand” eine Person öffentlichen Interesses.
      Und sobald Project: Glass marktreif ist frage ich mich was man dagegen machen will, Landesweit verbieten?

      • LuckyStrik3r

        Verbieten lässt es sich wohl nicht, aber der Markt wird sich selbst regeln. Wenn die Leute erstmal aus ihrem kollektiven Tiefschlaf aufwachen und sehen, was wirklich in der Welt passiert, dann werden Sie schon automatisch kritischer zur Elektronik stehen. Dieser Prozess ist auch erst in den letzten Monaten bei mir gesehen. Jede Elektronik ist eine Form der Überwachung. Ich will die Elektonik natürlich nicht verfluchen, sie könnte so schön unseren Alltag bereichern, aber zZ. sind diese ganzen tollen Gadgets pure Überwachung. Wer erstmal versteht, wer dahinter steckt und wie und warum wir überwacht werden, dann reguliert sich der Markt schon von alleine. (PS. Ich möchte das Verschwörungsthema hier aber nicht weiter ausbreiten, weil dies ein Gadget Blog ist)

  • brauni der

    Wie ich seinen Blog interpretiere speichert das System die Bilder eigentlich nicht, sondern überschreibt das Material kontinuierlich. Ist ja auch nur sinnig.
    Als die das jedoch kaputt machten, kam es dazu das der Speicher eben nicht mehr überschrieben wurde, deshalb gibt es nur diese Bilder.

    Auch sollte man hervorheben das er das Gerät eher zur Hilfe von Behinderten entwickelt, und eben auch eine Bescheinigung eines Doktors über das Gerät dabei hatte, und ausgehändigt hat.

  • http://www.facebook.com/tilo.illmer Tilo Illmer

    Wie weltfremd seid ihr denn alle. Ob das Recht am eigenen Bild oder nicht ist in dem Fall doch völlig egal. Wenn Sie mit dieser Brille ein Problem haben, hätten Sie die Cops rufen müssen und nicht Selbstjustiz üben müssen. Ich würde diese Leute bis aufs böseste verklagen. Niemand hat das Recht einer anderen Person körperliche Gewalt anzutun…

    Dies sagt einem eigentlich der gesunde Menschenverstand. greetz

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