Was lange währt… na ja – wird vielleicht nicht immer gut im Endeffekt. Das BlackBerry PlayBook 3G könnte so ein Beispiel sein. Die WiFi-Variante ist schon lange hierzulande verfügbar und endlich, endlich legt man nun auch die 3G-Version nach – allerdings zu einem für mich nicht nachvollziehbaren Preis von 585 Euro.

BlackBerry PlayBook 3G erscheint endlich in Deutschland – für “schlanke” 585 Euro

Fairerweise muss man dazu sagen, dass die 3G-Funktionalität nicht das einzige Merkmal ist, an dem man das PlayBook von seinem Vorgänger unterscheiden kann. Mittlerweile findet sich im Gerät ein mit 1.5 GHz getakteter Dual Core-Prozessor und 1 GB RAM.

Gleich geblieben sind bei dem 7 Zoll großen Tablet die Auflösung von 1024 x 600 Pixeln, die zwei Kameras (hinten 5 Megapixel, vorne 3 Megapixel) und das komplette Erscheinungsbild.

Gab es beim Vorgänger noch die Wahl zwischen 16, 32 und 64 GB internem Speicher, haben wir hier nur noch eine einzige Version mit 32 GB Speicher.

Ehrlich gesagt fiebere ich immer ein wenig mit RIM mit, wie man versuchen will, sich aus seiner aktuellen Misere zu befreien. Das nächste Jahr erscheinende Betriebssystem BB10 soll und könnte hier entscheidend werden. Dennoch oder gerade deswegen kann ich aber die aktuelle Politik des Unternehmens nicht ganz nachvollziehen. Wieso braucht es so ewig, um seinem Tablet ein 3G-Modul zu verpassen und wieso erscheint es dann zu einem Zeitpunkt, zu dem es auf dem heimischen Markt bereits die LTE-Version gibt? Und dann ist da halt ein Preis, der so hoch angesetzt ist, dass man sich für die gleiche Kohle gleich mal zwei oder drei andere, bessere Tablets in dem gleichen Formfaktor zulegen kann. Vermutlich kann man RIM jetzt schon gratulieren zum Absatz des Geräts im hohen zweistelligen Bereich.

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  • Andre Renger

    Zur zeit etwas hoch angesetzt !!
    Denke 300 – 350 € wären okay wenn BB 10 verfügbar ist.

  • RaphiBF

    Wenn man sich ein wenig in der Bloglandschaft rund um RIM bewegt (ich habe das vor einigen Monaten getan, da ich mir eines der PBs für 180€ zugelegt hatte – damals noch ein Hammer-Angebot, eben die prä Nexus 7 Ära…) springt es einem ins Gesicht. Sowohl die RIM-Crew als auch die Anhängerschaft haben jegliche Bodenhaftung verloren. Da wird jedes Feature von BB10, welches mittlerweile absolutes Standardrepartoire darstellt, als “so amazing” gefeiert, dass man unmittelbar an Steve Jobs erinnert wird. Bei den Produktdemos steht der Mund von TH niemals still – egal wer grade präsentiert, das grenzt schon fast an Respektlosigkeit. “I love that, I L.O.V.E. that, so great, flow, peek bla bla”. Ob das Publikum mitgeht oder nicht (in der Regel tut es das angesichts der bescheidenen Gesamtlage eher weniger) interessiert nicht. Das hat immer so einen Anflug von Fremdschämen. Des weiteren wird in den Blogs gegen iOS und Android gewettert – soweit ja nicht verwunderlich – aber derart auf Sandkastenniveau und uninformiert, dass es einem teils die Sprache verschlägt. Erst recht angesichts der RIM-eigenen Produkte, die softwareseitig allesamt überaltert sind, wenn man von einigen Corporate-Features mal absieht. Selbst BB10 wirkt jetzt schon neobarock, das Konzept der unified Inbox war vor ein, zwei Jahren mal der große Renner, ist aber zu Recht aus dem Fokus geraten. Vor allem deswegen, weil es grad bei Powerusern vor allem Enervierung verursacht. Nicht jeder will Tweets und Facebookchats vermischt mit Firmenemails haben. Was RIM da weitergehend als Kontakt-Hub präsentiert gibt es bei HTC und Samsung mit jedem Android Gerät als Dreingabe und bedarf keiner Erwähnung mehr. Man nennt das Telefonbuch.
    Fast völlig ausgeblendet wird dabei der Part, bei dem RIM tatsächlich noch gut dabei ist – die Hardware. Als ich das PB in den Händen hielt konnte ich es kaum fassen, wie man ein – für damalige Verhältnisse – wirklich top ausgestattetes Gerät derart in den Sand setzen kann. Bis heute ist die Hardware nicht Bahnbrechend aber durchaus annehmbar und die Software vom Konzept her klasse, aber die User Experience so unterirdisch, dass man das Gerät einfach nicht empfehlen kann. Nicht in Zeiten, in denen man schon ein Nexus 7 für unter 200€ bekommt. Da müsste das PB schon 99€ kosten. So ein BB Bold 9900 ist aber z.B. nach wie vor eine Erscheinung. Läuft halt nur die falsche Software drauf. Wieder so eine Apple-Parallele…
    So sympathisch mir die Underdogs und vor allem RIM auch sind, das hirnlose und angesichts der Lage hysterisch wirkende Geschreibsel in den Blogs und den Comments, selbst auf großen Plattformen wie Crackberry und das plumpe “I. L.O.V.E. T.H.A.T.” -Gehupe von Thorsten Heins, der zwar ein guter Manager aber ein ganz schlechter Bühnenmensch ist, bringen RIM nicht weiter. Jetzt gälte es vielmehr, den Ball erstmal flach zu halten und so schnell wie möglich ein richtig gutes Produkt abzuliefern. Durch die häufigen Verschiebungen ist der Einführungstermin nächstes Frühjahr wirklich die letzte Ausfahrt, wenn nicht sogar eine zu spät. Die Hardware Spces werden dann schon wieder Mittelmaß sein und zu dem Zeitpunkt, an dem das volle Lineup steht, wartet die Mobile Welt schon wieder auf ganz andere Dinge, nämlich das iPhone 6 und Android 4.2 nebst der nächsten Nexus Rutsche…

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  • LOL die Knoll

    Lächerlich, wie soll sich ein Tab bei der Konkurrenz am Markt etablieren? Vor allem für ca. 600 €uro kaufe ich mir doch lieber ein neues Smartphone und das Nexus 7 Tab…. total hirnverbrannt… da können die auch BB 5000 OS anbieten und es bleibt ein Ladenhüter!

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