Bei Research In Motion (RIM) setzt man derzeit voll auf eine erfolgreiche Einführung des neuen Blackberry OS 10 und der neuen Smartphones wie dem BlackBerry Z10. Für die Zukunft hält sich Firmenchef Thorsten Heins aber einen Verkauf der Hardware-Sparte offen, sagte er jüngst in einem Interview.

BlackBerry – RIM schließt Verkauf der Hardware-Produktion nicht aus

Im Gespräch mit der deutschen Zeitung ‘Die Welt’ erklärte Heins, dass man noch immer mit einer Prüfung der strategischen Möglichkeiten von RIM beschäftigt sei. Der Druck sei zwar geringer geworden, weil das Unternehmen über hohe Bargeldbestände verfügt, man wolle sich aber nicht beschränken, was die Optionen für die Zukunft angeht. Aus diesem Grund gebe es mehrere Möglichkeiten, zu denen “der Verkauf der Hardware-Produktion ebenso gehört wie die Lizenzierung unserer Software”. Heins hatte schon früher angedeutet, dass man BBOS10 möglicherweise auch an andere Gerätehersteller lizenzieren will.

Der mögliche Verkauf der Hardware-Fertigung wurde bisher jedoch noch nicht öffentlich erwähnt. Generell will sich RIM laut Heins aber zu keinen überstürzten Aktionen hinreissen lassen. Es gebe keinen Grund, Entscheidungen in Hektik zu treffen. Vorerst gehe es für ihn vor allem darum, BlackBerry 10 erfolgreich in den Markt zu bringen. Erst später wolle man dann weitersehen, wie Research In Motion in Zukunft weiter agieren wird. Der BlackBerry Z10 mit BB10 war in den letzten Wochen in aller Ausführlichkeit an die Öffentlichkeit gelangt und inzwischen liegen auch erste umfangreiche Hands-on-Videos vor, anhand denen sich nachvollziehen lässt, dass BlackBerry 10 nicht nur ein gutes Betriebssystemkonzept zu bieten scheint, sondern mit dem Z10 auch eine sehr ordentliche Hardware-Plattform.

Im Grunde würde ein Verkauf der Hardware-Produktion durch RIM bedeuten, dass die BlackBerry-Smartphones künftig nicht mehr in eigenen Werken, sondern von Vertragsfertigern wie Foxconn oder Compal hergestellt werden könnten. Damit würde sich RIM den zahlreichen Konkurrenten anschließen, die ihre Geräte von Vertragsfertigern produzieren lassen, weil so keine Kosten für den Betrieb eigener Fertigungsstätten anfallen.

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  • Wastl

    Wie war das nochmal? Hardware ist nicht tot?

    RIM ist noch ein Hersteller mehr, der Hardwareproduktion auslagert und damit anscheinend nicht mehr zu seinen Kernkompetenzen zählt.

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