Eine Trendwende sieht anders aus: Zwar fällt der Quartalsverlust mit $84 Millionen im Vergleich zum Vorjahresquartal mit $518 Millionen schon deutlich kleiner aus, aber die beiden letzten Quartale gab es schon schwarze Zahlen zu sehen. Das enttäuscht die Anleger mindestens so sehr, wie die Nutzer, die auf BB10 für das PlayBook gehofft haben: Das wird es jetzt doch nicht geben.

BlackBerry wieder mit Verlusten – und kein BB10 für das PlayBook

Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahresquartal um $260 Millionen auf $3,07 Milliarden, für schwarze Zahlen hat es aber trotzdem nicht gereicht. Auch wurden nur 6,8 Millionen Smartphones ausgeliefert statt der von Analysten erwarteten 7,5 Millionen Stück. Der Aktienkurs in New York ging dementsprechend auch um über 25% nach unten. Offensichtlich ist es schwer für BlackBerry potentielle Käufer davon zu überzeugen auf die eigenen Geräte statt die gewohnte Ware mit Android oder iOS zu setzen. In Anbetracht der Vergangenheit als Quasi-Standard im Geschäftsumfeld ein herber Rückschritt.

Aber auch bestehende Kunden enttäuschte BlackBerry: Wurde bei der Vorstellung von BB10 noch gesagt, dass auch dieses Tablet ein Update auf BlackBerry 10 bekommen sollte, so wurde dem heute eine klare Absage erteilt. Das dürfte gerade für die Kunden enttäuschend sein, die sich eines der Tablets zum Schnäppchenpreis gesichert hatten eben wegen dem angekündigten Update – ich selbst hätte fast auch dazu gehört. Zwar bleibt das PlayBook – gerade bei rund 160 Euro für die 64GByte Version trotzdem ein gutes Tablet – Zukunft hat es aber nicht. Vielleicht meinte Thorsten Heins auch nur BlackBerry Tablets als er sagte, dass in 5 Jahren keiner mehr ein Tablet brauchen würde?

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  • everal

    everal • vor 4 Minuten −
    Drecks laden. Jetzt kann von mir aus die flut kommen. Extra das Ding wegen dem versprechen von Lügner heinz gekauft. So kann man den Abverkauf auch ankurbeln… Ich hoffe es wird einen leak geben, gerne würde ich jetzt das tab auch wieder Zurück geben… Einfach nur verlogen…

  • basterus

    Blackberry war schon immer nix halbes und nix ganzes.. die aktuellen Modelle befinden sich irgendwo im unteren Mittelfeld wieder, stechen durch nix heraus, sehen aus wie jedes andere Telefon auch und können dabei nix besonderes. Dafür ein Risiko mit einem System eingehen welches kein akzeptablen Appstore hat lohnt einfach nicht.
    Es gibt noch irgendwo echte Fans deren Geräte, aber nicht weil sie besonders gut sind, eher aus Tradition.. und die werden eben auch immer weniger.

    • Chris B.

      Hast du schon ein BB10 Gerät gehabt? scheint eher nicht so. Das was du schreibst ist absoluter Blödsinn.

      • Andreas Pfaffinger

        Ehrlich gesagt schreib er das, was die große Mehrheit von BB hält.
        BB kann noch so gut sein – sie habens aber leider einfach nicht drauf zu überzeugen. Darum kaufts auch keiner und darum wirds mit BB nichts werden.

        Ein Update zu versprechen und dann zu sagen: “Ach nö, ihr Kunden seid mir nicht wichtig genug.” ist gelinde gesagt eine Frechheit und wird dementsprechend von den Bestandskunden abgestraft werden.

        • ausweichschraube

          Schade ist nur, dass es nicht wirklich eine Alternative unter den Underdogs gibt, die mit ner Tastatur oder dem Sideloaden von Android-Apps auftrumpfen können …

    • ausweichschraube

      “Blackberry war schon immer nix halbes und nix ganzes”
      … nö, die waren nur mal Marktführer bei den Business-Smartphones und eine Kultmarke, so dass sie in vielen Serien, Filmen und anderen Medien als das Synonym fürs Business-Smartphone galten.

      “stechen durch nix heraus”
      … doch! Die Tastatur beim Q10 und die umfangreichen Wischgesten bei PB OS und BB OS10 stechen hervor. Schon 2011 konnte man das Playbook einschalten, ohne den Einschalter zu berühren und durch seitliches Wischen durch die geöffneten Apps swypen, wie heute bei Win8.

      “irgendwo im unteren Mittelfeld” … Connect Bestenliste Platz 3.

      Aber leider gehören diese Tage der Vergangenheit an, da hast du nicht ganz unrecht. Trotzdem sind die obigen Verallgemeinerungen nicht so ganz korrekt …

  • train411

    Das entwickelt sich immer mehr zu einem Witz.

    BB10 – ich habe es selbst nicht ausprobiert – ist wohl eine recht durchdachte Entwicklung und auch die neuen BlackBerrys bieten ein gutes Stück Hardware.
    Allerdings hinterlässt der schnelle, anfänglich starke Preisverfall bei den ersten Käufern des Z10 einen bitteren Beigeschmack.

    Die Führungsspitze ist aus meiner Sicht völlig fehl am Platz.
    Wer solche Probleme hat sich im Markt zu positionieren und versucht sich mit seinem neuen Betriebssystem einige Prozente Marktanteil zu sichern, der muss meiner Meinung nach ein konkurrenzfähiges Tablet im Angebot haben.

    Bisher habe ich die Strategie so verstanden, dass man mit BB10 nicht nur Firmen, sondern auch den Mitarbeiter gewinnen wollte.

    Zum einen sollte dank der gebotenen Sicherheitsfunktionen Firmenkunden gewonnen werden. Auf der anderen Seite sollte der Mitarbeiter dann sein Gerät auch für private Zwecke einsetzen, ohne das Gefühl zu haben, im Vergleich mit iOS oder Android einen Kompromiss einzugehen.

    Ein Problem bei allen neuen mobilen Betriebssystemen ist wohl der Mangel an Apps. Es gab ja seitens Blackberry mehr als einen Versuch Entwickler zu gewinnen. Das schlug fehl und der dabei entstandene Datenmüll füllt jetzt deren AppStore.

    Das beste Argument bei der Umwerbung von App-Entwicklern ist und bleibt die aktuelle Anzahl an Nutzern.
    Hätte man dem Playbook BB10 verpasst, dann hätten man aus meiner Sicht zwei mögliche Optionen geschaffen:
    1. Man erhöht durch ein Update die Anzahl der User von BB10 und bietet
    möglichen App-Entwicklern gleich eine höhere Anzahl von potenziellen
    Käufern.
    2. Man schafft es den User von seinem Angebot (nämlich BB10) zu überzeugen und für sich zu gewinnen und bewegt ihn dadurch vielleicht als nächstes Smartphone ein Blackberry zu kaufen.

    Was man jetzt gemacht hat, ähnelt einer Katastrophe.

    Ok, das Playbook war nicht erfolgreich (wen wunderte es bei dem damaligen Preis), aber der Preis fiel und man begann seine Lager zu räumen.

    Viele Käufer haben bei dem Tablet wohl nur deshalb zugeschlagen, weil sie auf ein Update auf BB10 hofften. Jetzt wird das Playbook endgültig auf das Abstellgleis geschoben und die Käufer bleiben verärgert und enttäuscht zurück. Wer fühlt sich denn bitte nicht verar…t. Man wird mit einem Versprechen geködert und nachdem man das Geld auf den Tisch gelegt hat, bekommt man einen Stoß vor den Kopf. War ich also nur der Depp und das Mittel zum Zweck, damit Blackberry nicht noch höhere Abschreibungen auf den Lagerbestand seines Playbooks verbuchen musste ?

    Vera…en kann ich mich selber. In Zukunft wird wohl jeder Playbook-Käufer einen großen Bogen um BlackBerry Devices machen.

    Als WebOs-”Geschädigter” kann ich es nur zu gut nachvollziehen.

    • ausweichschraube

      Zudem hat es BB dem User nie einfach gemacht, z.B. selbst die Software zu aktualisieren. Stichwort: gelockter Bootloader …
      So hat sich auch die Community abgewendet und nie z.B Android drauf gepackt. Schade!
      Denn wenn ich mir die heutigen Tabs für unter 180€ angucke, ist das PB hardwareseitig immer noch ausreichend und hätte mit viel Speicher, HDMI-out, guten Lautsprechern und hellem Screen auch noch seine Vorzüge…

  • Wieland

    Kein BB10 fürs Playbook? Das ist ja übel. :-( Heins bekleckert sich ja nicht mit Ruhm.

  • David Goldmann

    Ich warte schon immer von der Funktionalität und dem Design der Geräte von RIM BlackBerry überzeugt. Ich besitze zwar kein z10 oder q10. Dafür aber einen fuer meinen Geschmack perfekt durchdachten bold 9900 und ein playbook 64 GB…. Natürlich hätte ich mich auch über ein offizielles update auf bb10 fuer das pb gefreut aber auch hierfür findet man sehr schnell im Internet eine Lösung um ein pb mit dem bb10 auszustatten…. Ein wenig twikki aber moeglich

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