RIM ist jetzt BlackBerry und startet mit dem neuen BlackBerry Z10 und dem BlackBerry Q10 voll durch. Wie erwartet hat das Unternehmen die beiden Geräte jetzt offiziell vorgestellt. Die Einführung der beiden neuen Smartphones erfolgt in den kommenden Monaten, wobei zunächst der Z10 auf den Markt kommt, bevor dann bald der Q10 mit einem richtigen Keyboard erhältlich sein wird.
Der BlackBerry Z10 ist mit einem 4,2 Zoll großen Display ausgerüstet, das mit einer Pixeldichte von 368 PPI arbeitet und eine Auflösung von 1280×768 Pixeln bietet. Unter der Haube steckt ein TI OMAP 4470 Snapdragon S4 Pro Dual Core Prozessor mit zwei 1,5 Gigahertz schnellen Rechenkernen, der zusammen mit 2 GB RAM und 16 GB internem Speicher verbaut wird. Auf der Rückseite verfügt das Gerät über eine 8-Megapixel-Kamera, während auf der Front eine 2-MP-Cam für Videotelefonate sitzt. Die Kameras sind in der Lage 1080p-Videos aufzunehmen. Zu den weiteren Features gehören NFC und ein MicroSD-Kartenslot. Der Akku hat eine Kapazität von 1800mAh und es gibt N-WLAN, Bluetooth 4.0 und NFC. Bei einer Dicke von 9,3 Millimetern bringt das Telefon 138 Gramm auf die Waage. Aktuell liegen noch keine offiziellen Preisangaben vor, Vodafone nannte für Spanien jedoch einen Retail-Preis von 519 Euro.
Der BlackBerry Q10 ist das neue Texting-Device der BlackBerry-Reihe. Das Display ist hier 3,1 Zoll groß und bietet eine Pixeldichte von 338 PPI. Die Plattform ist hier die gleiche wie beim Z10, es wird also der TI OMAP 4470 mit seinen beiden 1,5 GHz schnellen Kernen verbaut. Es gibt ebenfalls 2 GB RAM und 16 GB internen Speicher. Die Auflösung des Displays wird mit 720×720 Pixeln angegeben. BlackBerry verspricht für das Gerät “das beste Keyboard” an einem Smartphone überhaupt.
Das wirklich interessante bei den neuen BlackBerry-Geräten ist jedoch das neue Betriebssystem BlackBerry 10, das mit einer Vielzahl von attraktiven Features aufwartet. Unter anderem wird ein neues System von Gesten zum Navigieren durch die Benutzeroberfläche. Dabei wischt der Nutzer einfach aus verschiedenen Richtungen vom Rand aus über das Display, um zwischen Apps und anderen Teilen der Oberfläche zu wechseln.
BlackBerry-Chef Heins hob während der Präsentation vielfach hervor, dass die Oberfläche so gestaltet wurde, dass man praktisch kaum zwischen Apps wechseln muss, um bestimmte Aufgaben zu erledigen.
Das Betriebssystem kommt mit einer Reihe von speziellen Software-Features daher, darunter auch eine sehr interessante Kamera-App. Diese soll durch einfaches Antippen des Displays Fotos schießen und um neu zu Fokussieren zieht man den Sucher einfach auf das gewünschte Objekt. Bei allen Fotos ist es im Nachhinein möglich, aus einer Reihe von Bildern auszuwählen, um zum Beispiel Blinzeln zu unterbinden. Außerdem gibt es eine Reihe von Funktionen zum Bearbeiten von Fotos oder auch zum Verschicken von Aufnahmen.
Eine weitere interessante Neuerung ist eine Screensharing-Funktion, mit der man auf Wunsch die Bildschirminhalte seines Geräts auf einem anderen BlackBerry Z10 eines anderen Nutzers anzeigen lassen kann, um zum Beispiel etwas vorzuführen. Das Ganze ist Teil des BlackBerry Messenger, der künftig auch über Funktionen für Videotelefonie und auch VoIP-Telefonate verfügt.
Auch in Sachen Apps will man von Anfang an groß durchstarten und wird deshalb bereits zum Launch Apps von Skype, Rovio (Angry Birds), Amazon (Kindle) und SAP anbieten. Insgesamt sollen mehr als 70.000 Apps zum Launch verfügbar sein, darunter auch mehr als 1000 sogenannte Top-Apps, zu denen auch Facebook, Twitter & Co gehören.
Was die Markteinführung angeht, so geht BlackBerry künftig schrittweise vor. Der BlackBerry Z10 macht den Anfang und wird schon ab Morgen in Großbritannien angeboten. Ab Anfang Februar wird das Smartphone in Kanada und wenige Tage später auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten angeboten. In den USA starten die neuen Geräte sogar erst im März und werden dann von allen großen Netzbetreibern angeboten. In Deutschland wird die Verfügbarkeit für Ende Februar erwartet, wobei die Netzbetreiber schon jetzt die Vorbestellung ermöglichen.
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