Künftig gibt es keine Ultrabooks mehr ohne Touchscreen. Intel hat gestern nicht nur seine neuen “Ivy Bridge”-CPUs für sparsamere Ultrabooks un Intel Core-basierte Tablets vorgestellt, sondern auch die neue vierte Generation der Core-CPUs auf Basis der neuen “Haswell”-Architektur offiziell angekündigt, bei denen Touchscreens künftig zur Pflicht werden.

CES 2013: Intel macht Touchscreens bei neuen Ultrabooks mit “Haswell” zur Pflicht

Während der kurzen Präsentation der Haswell-CPUs erklärte Kirk Skaugen von Intel in seiner Keynote, dass man bei Ultrabooks, die mit den neuen Chips ausgerüstet werden sollen, grundsätzlich die Integration eines Touchscreens verlangt, wenn der Hersteller das Produkt als Ultrabook vermarkten will. Dadurch will man offenbar garantieren, dass die neuen Ultrabooks unter Windows 8 optimal mit den Fingern bedient werden können. Die Unterstützung für die WiDi genannte Technik zur Übertragung der Bildschirminhalte auf einen Fernseher per Funk wird ebenfalls zur Mindestanforderung für Ultrabooks mit der kommenden Generation der Intel Core-Prozessoren.

Für die Gerätehersteller dürften die neuen Vorschriften von Intel ein Grund für Magenverstimmungen sein, denn schon jetzt versuchen sie krampfhaft, die Preise ihrer Ultrabooks zu drücken, um die Nachfrage zu steigern. Dank günstigerer Komponenten befinden wir uns allerdings auf einem guten Weg, der letztlich vielleicht dazu führt, dass Touchscreen-Ultrabooks tatsächlich bald ohne richtigen Aufpreis zu haben sind. Derzeit muss man für die Touchscreen-Varianten oft noch einen Aufpreis von über 100 Euro in Kauf nehmen. Wie sieht’s bei euch aus? Braucht ihr überhaupt einen Touchscreen?

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  • http://blog.gonline.at Georg S.

    Im Laptop hätte ich lieber ein mattes Display als ein Schminkspiegel mit Fingerabdrücken wie es Touchscreen Displays leider alle sind :-(

  • ofenheizer

    Toll, bedeutet wohl im Endeffekt, dass es alle Ultrabooks der Haswell Generation mit spiegelnden Displays (wie bei Tablets) daher kommen werden. Die andauernde Kritik zu den starken Problem von Spiegeldisplays bei nicht kontrollierbaren Lichtverhältnissen kam wohl bei Intel nicht an. Wer will schon schon ständig sein Notebook-Display so ausrichten, dass keine Lichtquelle hinter einem sich im Bildschirm spiegelt?

    Es gibt auch Touchscreens auf Infrarot-Basis die keinen spiegelnden Touchlayer brauchen. Siehe die Sony ebook reader. Oder direkt neben die Pixel integrierte Touch-Sensoren. Ich bezweifle aber sehr stark, dass diese in die ersten Pflicht-Touch-Ultrabooks verbaut werden. Das wird wohl schöne Spiegelgrütze werden!

    • ImThink

      Naja, es müssen nicht unbedingt Glossy-Displays sein. Siehe z.B. X1 Carbon Touch (http://www.engadget.com/2013/01/02/lenovo-thinkpad-x1-carbon-touch-review/). Dabei ist das Display zwar nicht vollkommen Matt, aber entspiegelt bzw. Semi-Glossy-Semi-Matt. Die Hersteller können schon wenn sie nur wollen. ;-)

      • ofenheizer

        Auch das aktuelle MacBook Air oder das Retina MacBook sind nur noch semi-Glossy. Sie spiegeln bedeutend weniger als frühere MacBooks. Leider immer noch in vielen Situationen zuviel. Zuhause kann man die Lichtsituation so einrichten, dass keine Reflexionen mehr auftreten. Unterwegs muss man aber mit dem vorlieb nehmen, was da ist. Und hier ist ein möglichst Reflexionsfreies Arbeitsgerät viel angenehmer in der Handhabung.

    • http://www.facebook.com/patrick.blumberg.1 Patrick Blumberg

      Während du recht hast das die derzeitigen Touchscreens stark spiegeln, so übersiehst du jedoch die mögliche Entwicklung der nächsten Monate. Bereits letztes Jahr (irgendwann im Mai) sah ich bei Endadget die Demo eines fast komplett enstpiegelten Glases (>70% entspiegelung) womit langfristig das bei weiterer entwicklung noch besser werden dürfte.
      Derzeit sind zwar matte Displays angenehmer zum arbeiten, jedoch vermiss ich zB bei meinem Sony Vaio SA (mit entspiegeltem, mattem Display und relativ guter Farbwiedergabe) die Farbbrillianz wie bei Macbooks/Glasdisplays.

      • ofenheizer

        Vorweg, was meinst Du mit >70% Entspiegelung? Laut Displaymate spiegelt das Galaxy Tab 10.1 nur zu 10% und das ist an der Uni fast immer zu viel und erzwingt, dass Tablet in einem speziellen Winkel zuhalten. Andernfalls sehe ich die Deckenbelechtung auf dem Display. Quelle Displaymate: http://www.displaymate.com/Surface_RT_ShootOut_1.htm

        Jetzt zum eigentlichen. Meine Befürchtung ist, dass die üblichen Verdächtigen gerade nicht! hochmoderne nicht spiegelnde Touchscreens verbauen, sondern einfach aktuelle (weil billige) Tablet-Touchscreen-Technik. Und die hat die schlechte Angewohnheit die Reflexionen spürbar zu erhöhen.

  • Karlchen

    Mich stören verspiegelte Displays nicht. Was die Touch-Pflicht angeht, da bin ich unsicher:

    Einerseits ist es schön, wenn die Auswahl an Geräten mit Touch-Screen wächst, andererseits scheint das ja einen Gewichtsunterschied von immerhin 200g zu machen – garnicht mal so wenig, v.A. für Leute, die es nicht nutzen möchten.

    Auf dem Feld der Eingabemöglichkeiten ist ja zur Zeit ohnehin viel Bewegung. Als nächstes steht beispielsweise die Produktreihe von ASUS an, die mit dreidimensionaler Gestenerkennung ausgestattet ist.

    Ich denke, hier kann nur die Zeit zeigen, was angenommen wird und was nicht, aber eine Touch-Pflicht trägt zumindest dazu bei, dass sich mehr Nutzer mit diesem Thema auseinandersetzen “müssen”.

  • LinHead

    Ich verzichte dankend auf Touchscreen wenn ich dafür ein mattes Display und lange Laufzeit bekomme. An keiner Stelle sehe ich derzeit (für mich) einen Zugewinn an Produktivität durch Touchscreens.

    Mal sehen, ob ich noch schnell zuschlage, wenn Ausverkauf bei den jetzigen Ultrabooks ist, bei den Prozessoren sehe ich (wieder für mich) eh keinen wirklichen Zugewinn mehr. Die Werte bei den Benchmarktests helfen mir im täglichen Word-, Excel-, und Webbetrieb nicht wirklich weiter. Startzeit 30 oder 32 Sekunden? Wen juckts. Meine Kaffeemaschine braucht eh länger ;-)

  • Heimo

    Zum Teufel mit diesen Glossy Displays! Anscheinend hat das MSI UltraSlider S20 einen entspiegelden Full HD Touchscreen. Ich konnte zwar noch keinen Test finden, hoffe aber, dass sich die anderen Hersteller daran ein Beispiel nehmen.

  • Horst

    Ist doch super. Die Hersteller werden trotzdem noch Ultrabooks herstellen, die keinen Touchscreen haben, weil ein Touchscreen an einem Notebook für die meisten so nützlich ist wie der Penis am Papst. Nur werden die Ultrabooks ohne Touchscreen dann billiger, weil sie nicht mehr über die Marketingschiene von Intel laufen und dementsprechend für die Hersteller der schöne Name wegfällt, mit dem sich so viel Geld hat verdienen lassen. Vielleicht wird man dann mal normale Preise in dem Segment erreichen.

  • Marius Bradler

    Wenn die Hersteller ihre ganze Kraft in ein Produkt stecken dann sicher nicht in ein Ultrabook. bestes Beispiel ist Samsung die über ihren Series 5 Ultrabooks noch die Series 9 platziert haben. Aber was Intel hier macht ist schon lobenswert. Man muss sich nur mal an die Jahre vor den Ultrabooks erinnern, da hat man sich gefragt ob die Industrie Apple aus Absicht ignoriert. Und irgendwie glaube ich dass sich das noch nicht in dem Maße geändert hätte wenn Intel die Zügel nicht in die Hand genommen hätte.

  • Kolja82

    Ich verstehe nicht, warum ein TP an einem Laptop (meinetwegen auch Ultrabook) für einen Sinn erfüllen sollte.
    Bei meinem Nexus7 ist es mehr als nervig, das die Tastaturdock kein Touchpad hat und ich immer mit dem Finger zwischen Tastatur und Display herumfuchteln muss.

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