Wir wussten, dass Tobii uns seine Eye Tracking-Hardware bei der CES zeigen würde, mit deren Hilfe wir unsere Windows 8-Rechner mit den Augen steuern können. Wir haben die Jungs und Mädels an ihrem Stand besucht und konnten persönlich einen Blick auf Tobii Rex werfen.

CES 2013: Tobii Rex – Eye Tracker für Windows 8 im Hands-on

Im Video wird euch das Tobii Gaze Interface vorgeführt – eine Oberfläche, bei der der Eye Tracker Tobii Rex mit den normalen Eingabemöglichkeiten des Windows 8-Rechners zusammenarbeitet. Das Unternehmen betont, dass man auch an alternativen Anwendungsmöglichkeiten arbeitet, die komplett auf die Augen-Steuerung setzen, um somit auch eine Alternative für Menschen bieten zu können, die nicht in der Lage sind, ihre Hände einzusetzen.

In diesem Fall arbeiten die klassischen Eingabe-Möglichkeiten Hand in Hand mit Tobii Rex. Gezeigt wird das zum Beispiel beim Lesen von E-Mails: ihr seht in eurem Posteingang auf die E-Mail, die ihr lesen möchtet, öffnet sie dann aber per Button. Mir persönlich fehlt in diesem Beispiel noch der absolute Mehrwert, da Dinge wie das Aufrufen der Mail einem so ins Blut übergegangen sind, dass die zeitliche Ersparnis meiner Meinung nach nicht sonderlich groß sein dürfte, wenn ich die gewünschte E-Mail vorher mit dem Auge fixiere.

Ähnlich verhält es sich auch mit dem Google Maps-Beispiel. Dort fixiert ihr einen Ort, auf den ihr zoomen wollt, das zoomen selbst vollzieht ihr dann mit der Maus. Das Auge sorgt in diesem Fall dafür, dass der gewünschte Ort immer zentriert bleibt auf dem Display.

Für Entwickler bietet man die Hardware für 995 Dollar an, der “normale” Käufer soll später in diesem Jahr bedient werden, allerdings steht hier noch kein Preis fest. Ich persönlich hatte mir von der Geschichte ein wenig mehr versprochen, mir fehlt beim derzeitigen Stand der Entwicklung noch der Mehrwert. Es zeigt allerdings Perspektiven auf, wo es hingehen kann und ich bin überzeugt davon, dass die Technik uns hier künftig deutlich mehr bieten und uns den Alltag bzw die Bedienung des Rechners erleichtern kann.

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    Die Frage ist, welche Nachteile hat es gegenüber touch? Es hängt keine Hand vor lesbarem Text, sie wird nicht schwer und ein Blick macht keine Flecken.
    Wenn die Detektion genauer wäre, so könnte man beim Schreiben von Textdokumenten den Cursor deutlich schneller an die richtige Stelle bringen und insbesondere gegenüber einem Trackpad würde sicher ein Geschwindigkeitsvorteil entstehen, Aber nochmal, das ganze steht und fällt mit der Genauigkeit.

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