In Stuttgart gibt es ein Team von kreativen Köpfen, die sich in den Kopf gesetzt haben, das gute alte Whiteboard von den Wänden unserer Büros zu verbannen und dies digital im Web abzubilden. Aber was bietet nun ein digitales Whiteboard?

Conceptboard im Kurztest – Das Instant-Whiteboard im Web

Ihr kennt das Problem bestimmt auch, man hat eine Idee, zückt einen Stift und kritzelt am Whiteboard drauf los. Ein Kollege nimmt eine andere Stiftfarbe und kritzelt seine Ideen dazu und der Teamleiter macht über eine der Ideen ein rotes Kreuz. Es beginnt eine hitzige Diskussion um dieses und jenes Feature, ein weiterer Kollege kommt dazu und hat eine fantastische Idee. Stifte wechseln die Hände, weitere Skizzen, mehr Diskussionen und so weiter. Das Whiteboard sieht zum Schluss aus wie Kraut und Rüben, doch alle stehen zufrieden davor und fragen sich „Wie bekommen wir das nun vom Whiteboard in unsere Dokumente?“. Ich kenne aus Erfahrung eine gute Lösung und die heißt „Lass uns ein Foto machen“.

Das Conceptboard ist genau wie ein Whiteboard an der Wand. Nein, nicht ganz… Es ist mehr als nur ein Whiteboard an der Wand. Jedem Benutzer stehen mehrere Boards zur Verfügung und in jedem Board kann man zum Beispiel Bilder, PDF Dateien, Doc Files, oder andere Dateien hoch laden. Dazu können alle Benutzer im Board eine Diskussion führen, Tasks hervorheben und sogar mit allen live chatten. Das Board macht alle Änderungen live sichtbar, so das jeder sieht, was andere just in dieser Sekunde auf dem Board ändern.

Schon mit dem kostenlosen „Personal“ Account kann ein Benutzer recht viel anrichten, hat aber nur 5 m² Fläche zum werkeln und kann nur mit 5 Gästen zusammen arbeiten. Es gibt zusätzlich den „Freelancer“ Account für 7 Euro im Monat, den „Bussiness“ Account für 19 Euro im Monat und einen „Enterprise“ Account.

Gehen wir die Funktionen anhand des kostenlosen „Personal“ Account ein mal schnell durch. Als erstes muss man sich natürlich bei Conceptboard anmelden. Das geht innerhalb weniger Sekunden und schon stehen einem alle kostenlosen Funktionen des „Personal“ Accounts zu Verfügung. Nach dem ersten Anmelden kann man sein Profil noch mit einem Bild verschönern und kann anschließend seinen Account noch mit anderen Diensten wie etwa Twitter, Facebook, oder Google verbinden.

conceptboard02 Conceptboard im Kurztest   Das Instant Whiteboard im Web
Zeit für frische Ideen! Hinter dem Menüpunkt „Meine Boards“ verstecken sich alle Boards, an denen man werkelt. Um ein neues Board zu erstellen klickt man einfach auf den dazugehörigen Button. Nun wird ein namenloses Board erstellt, welches mit wenigen Klicks umbenannt werden kann. Schon kann es losgehen, in dem man zum Beispiel eine Grafik importiert und seinen Ideen freien Lauf lässt. Es stehen vier Stifte, sowie vier Formen und drei verschiedene Textfelder zur Verfügung. Natürlich kann jedes Objekt auf dem Board ausgewählt werden, um zum Beispiel dessen Position, Größe, oder Farbe zu verändern. Die Handhabung der Basic Funktionen ist eigentlich selbsterklärend und nach einigen Minuten hat man sein erstes Meisterwerk auf dem Board verewigt. Hat man sich doch mal auf dem Board vermalt, so kann dies mit der Tastenkombination STRG-Z (für Mac CMD-Z) rückgängig gemacht werden.


Was jetzt fehlt sind Leute mit denen man zusammen in dem Board arbeiten kann. Mit einem Klick auf den Teilen Button ist es kinderleicht Freunde, oder Kollegen einzuladen. Einfach deren E-Mail Adressen in das Feld „Via E-Mail einladen“ eingeben und ein persönliche Mitteilung verfassen und schon kann die Einladung versendet werden. Alternativ kann man jemanden auch über Twitter, Facebook, oder Google einladen. In dem Board kann jeder, also auch ohne einem Conceptboard Account, mitarbeiten. Mehr Spaß macht es aber, wenn alle einen Conceptboard Account haben.

conceptboard11 Conceptboard im Kurztest   Das Instant Whiteboard im Web
Nach dem alle angemeldet sind, kann man zusammen an den Ideen weiter arbeiten. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Eine in Berlin sitzt, der Andere in Hamburg, oder München, oder wo auch immer. Das Arbeiten in dem Board ist live, also so, als würden alle vor dem Whiteboard stehen. Neben dem Kritzeln auf dem Board kann jeder Kommentare einfügen und jeder Kommentar kann wiederum kommentiert werden. Kommentare können des weiteren als offene, kritische, oder abgeschlossene Aufgaben markiert werden. Offene und kritische Aufgaben werden in dem Board, oder nach dem Login, jedem Benutzer angezeigt. Sind nun alle Ideen auf dem Board verewigt und alle zufrieden, so kann das Board ganz einfach mit zwei Klicks als PDF, oder Bild exportiert werden. Auch können alle in einem Board importierte Daten, wie etwa Bilder, PDF‘s, oder Doc Files, wieder exportiert werden.


Zur besseren Kommunikation gibt es bei dem kostenlosen Account noch eine einfache Chat-Funktion in der linken Seite der Boards. Wer Freunde, oder Kollegen zu Conceptboard einlädt, kann pro neuen Benutzer 2 m² mehr Arbeitsfläche bekommen. Ab 10 m² Arbeitsfläche stehen dann außer der einfachen Chat-Funktion auch Video- & Sprachübertragung zur Verfügung.

Das Conceptboard Team hat diese Webapplikation so angepasst, dass diese auch mit einem iPad bedient werden kann. Das gelang in einem kurzen Test schon richtig gut. Leider werden Android Tablets noch nicht richtig unterstützt, aber man arbeitet in der nahen Zukunft an deren Unterstützung. Auch soll es später noch Apps für diverse Plattformen geben.


Bezahlten Accounts bieten die Boards natürlich einen gewissen Mehrwert. So kann der Benutzer zum Beispiel ein Board mit einem Passwort versehen und der Zugang ist dann SSL verschlüsselt. Zudem hat der zahlende Benutzer unbegrenzt viel Platz um kreativ zu sein und die Video- & Sprachübertragung in jedem Board. Für Bezahler gibt es eine Projektverwaltung, die Darstellung des Boards kann angepasst werden, eine eigene Subdomain, und so weiter.

Fazit:
Das Conceptboard ist eine tolle Webanwendung für kreative Köpfe und schon mit dem kostenlosen Account kann man eine Menge anfangen. Wer eine einfache und kreative Lösung für das alte Whiteboard an der Wand sucht, sollte sich die Conceptboard Webseite unbedingt mal ansehen und mit dem kostenlosen Account experimentieren.

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  • Mike

    Fehlt hier eine Verlinkung zur Webseite, oder bin ich nur zu blind?

    • http://twitter.com/weltraumpirat Claus not Han Solo

      Steht unter dem Beitrag bei Quellen… ;)

      http://conceptboard.com/

      • Mike

        Danke…Mensch, das ist aber euch klein. ;-)

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