JooJooJetzt wird es richtig lustig. Die Firma Fusion Garage, der Entwicklungspartner hinter Tech-Blogger Michael Arringtons CrunchPad, hat soeben bekannt gegeben, dass man Herrn Arrington komplett außen vor lässt und das CrunchPad stattdessen unter eigener Regie mit dem Namen “JooJoo” auf den Markt bringen will. Es bleibt beim kapazitiven 12-Zoll-Touchscreen, der Intel Atom Z5xx-Basis und dem Verzicht auf Tastatur und traditionelle Betriebssysteme.

Na das wird ja ein Spaß. Das JooJoo hat wie bereits erwartet keinen SIM-Slot, sondern stellt die Verbindung zum Internet ausschließlich per WLAN her. Die eingebaute SSD hat gerade einmal 4 GB Kapazität, die Grafikleistung soll aber ausreichen, um HD-Videos in voller Auflösung wiederzugeben. Die Akkulaufzeit soll rund fünf Stunden betragen. Statt eines vollwertigen Betriebssystems, setzt Fusion Garage auf ein Chrome OS-ähnliches Konzept. Binnen neun Sekunden ging es beim gezeigten Vorseriengerät direkt in den Browser, über den dann eine ganze Reihe von Websites und Webanwendungen über Shortcuts erreichbar sind.

crunchpad-near-final-design-20091105

Preislich entfernt man sich realistischerweise weit von Arringtons Fantasien von einem Preis von gerade einmal 200 US-Dollar. Stattdessen soll das Gerät satte 499 US-Dollar kosten und bereits ab 11. Dezember zu haben sein. Für Fusion Garage handelt es sich übrigens nicht um ein Tablet. Was genau das Gerät darstellen soll, wollte man allerdings auch nicht sagen, stattdessen wurde lediglich darauf verwiesen, dass man eine komplett neue Produktkategorie schaffen will, schließlich heiße “JooJoo” soviel wie “Magie”. Das Betriebssystem basiert auf UNIX, bietet aber ausschließlich einen Browser. Es kommt angeblich ohne Desktop, Fenster oder Menüs aus.

JooJoo

Crunchpad

Was den Hickhack um die Rechte an dem Produkt angeht, so gibt man sich bei Fusion Garage offenbar sehr zuversichtlich. Michael Arrington und seine Firma TechCrunch hätten nie irgendwelche Rechte an dem Gerät gehalten, nie Code beigetragen und grundsätzlich auch sonst nur wenig zum Erfolg beigetragen, außer heiße Luft von sich zu geben. Ursprünglich entwickelte Fusion Garage lediglich ein Browser-basiertes Betriebssystem, als man von der Idee des CrunchPad/JooJoo erfuhr. Bisher habe Arrington zwar lauthals mit Klagen gedroht, doch bis dato gebe es noch keine Rechtsstreitigkeiten zwischen den beiden ehemaligen Partnern.

JooJoo

Die grüne Farbe auf dem Display ist übrigens ein später hinzugefügter Effekt.

Was sagt ihr? Kann man mit einem 500-Euro-Tablet, das zwar Atom-Hardware hat, aber auf alle anderen Vorzüge von normalen PCs und Netbooks verzichtet, sinnvoll arbeiten/surfen/”computern”?

Alle Infos stammen aus dem Liveblog von Engadget

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  • http://www.bwlzweinull.de Matthias Schwenk

    Es ist ein reines Lesegerät, würde ich sagen. Zum Arbeiten ist es nicht gedacht. Damit setzt man sich auf das Sofa und geht seine RSS-Feeds durch. Der Preis scheint mir dafür aber etwas hoch gegriffen zu sein.

  • animatio

    archos gibt es bei fnac inklusive einer video/tv-zusatzstation bereits im weihnachtsgeschäft zum selben preis …… besseres tablet, funktionierendes konzept … voll multimediatauglich ….

    ich glaub’ ich hab’ alles gesagt, was zu sagen ist

  • http://www.softrabbit.de/ Spike

    An sich finde ich den neuen Trend in Richtung Tablets schon schön und interessant. Aber dafür dass ich nur meinen Browser nutzen kann und dann aber ein eigenes System (was ja klar wie Chrom OS ist) drauf ist und kein 3G am Start ist, kostet mir das mal ganz klar zu viel.
    Für so ein spaßiges Gimmick lass ich keine 500$ liegen.

  • frankfurter

    Uns bleibt nichts als auf Apple zu warten :)

  • Doc Frank

    Kann mir bitte einer erklären, wozu so ein reines 12″-Tablet gut sein soll? Unterwegs finde ich ein Netbook / Convertible deutlich praktischer und vielseitiger, und zuhause kann ich mir auch ein großes Notebook oder ein Netbook zusammen mit einem LCD-Bildschirm hinstellen – vielleicht auch ein EeeKeyboard.

  • Madonna

    frag mich ja schon lange, wann denn endlich das “pallenpad” kommt! ;)

  • kennii

    @frankfurter, genau, dann wird ‘s wenigstens nicht so teuer (/ironie) :D

    Also 500$ find ich dafür definitiv viel zu viel! Vor allem bei dem beschränkten Einsatzgebiet. Dazu gesellt sich noch der etwas negative Beigeschmack mit TechCrunch (auch wenn ich mir nich anmaße, alles zu wissen, aber von dem was ich bisher mitbekommen hab …)

  • exxxpresso

    Von einem Tablet zu verlangen, dass es irgend etwas besser kann als die etablierten Netbooks, Notebooks, Pc’s ist der falsche Ansatz.
    Ich denke, man muss sich endlich mal von dem Gedanken verabschieden, dass so ein Ding zum “arbeiten/surfen oder computern” gedacht ist. Dafür gibt’s nämlich Computer in allen Variationen.
    Das Gerät ist genial zum konsumieren von “print”-Medien oder Filmen (ok, evtl. auch Mailen und surfen). Aber in erster Linie wird es in den nächten Jahren die gedruckten Medien komplett ersetzen. Da sind jetzt die Verlage gefragt, um entsprechenden Content zur Verfügung zu stellen… Das ist übrigens auch der Grund, weshalb es bis jetzt mit den “Tablets” nicht geklappt hat. Kein Content, kein Erfolg…

  • beginner_

    Totgeburt…wie gesagt taugt das wohl nur zum lesen. selbst bloggen oder in Foren posten dürfte mühsam sein. Als reiner reader würde man sich dann aber ein eInk display wünschen.

    Was nützt mir 1080p wenn ich nur surfen kann? bzw mit was wird das abgespielt? gma500 schafft das nicht. (wobei mit einem richtigen nicht-intel treiber ev schon).

  • kennii

    @exxxpresso: also den 2. Teil kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Es gibt schon heute mehr als genug online-Quellen, auch von den meisten Tageszeitungen usw, die man zu den “print”-Medien zählen kann – abrufbar per Browser, RSS, etc. Wenn ich (und so wird es vielen anderen gehen) ein Buch lesen möchte, dann hab ich es auch weiterhin gerne auf diesem antiquierten “Papier” – kein Akku, der leer geht, keine Software, die sich aufhängt, keine Hardware die abraucht (anzünden des Buches mal außen vor…).
    Mit filmen verhält es sich ähnlich. Auf meinen letzten Flügen hat mich der ein oder andere Film auch auf einem Netbook recht gut unterhalten – und diese waren legal erworben.
    Am Content kann ‘s daher für mich nicht liegen.
    Für mich sind eher Dinge wie Verfügbarkeit und Preis ein Argument. Unmengen an Geld möchte sicher kaum jemand ausgeben, für die Funktionen, die zB von oben genanntem Tablet geboten werden – dafür bietet es einfach zu wenig Nutzen (im Hinblick auf den Preis).

    Und zum richtigen Durchbruch darf natürlich der entsprechende Hype nicht fehlen – hier kann sich von der Firma mit dem “Second-Hand-Obst”-Logo einiges abgeschaut werden! Denn so lange die entsprechenden Geräte nicht bekannt sind …

  • exxxpresso

    @kennii
    Klar gitb’s schon online-Quellen. Aber du musst zugeben, dass es nicht wirklich Spaß macht das alles auf dem PC-Bildschirm oder Netbook zu lesen. Ich meine, ein Tablet mit farbigen e-Ink-Display ist dafür genau das Richtige.
    Überleg mal wieviel du für Zeitungen ausgibst. Tageszeitungsabo ca. 200,- €/Jahr, 2-3 Zeitschriften/Monat nochmal 200,- Euro/Jahr, das eine oder andere Taschenbuch/Lexikon/Reisefühere u.s.w… Das sind locker 500-600 Euro im Jahr. Das alles auf einem Tablet geladen, archiviert und immer Verfügbar und mit der Möglichkeit in’s Web zu verlinken um weiter Infos zu recherchieren, Genial! Das ist ein echter Mehrwert den z.Zt. kein PC bietet. Warte mal ab, Apple macht das schon… (übrigens, bin kein Apple-Fan)

  • joh

    Ich verstehe den Preis nicht… Mit den mageren Innereien und evtl. einem 10″-Display sollte sich genau sowas für unter $200 herstellen lassen und dann wäre das vielleicht sogar erfolgreich (so als Sofasurfer), aber $500? Das klingt wie “Wir werden eh nicht viele davon verkaufen, also laßt uns wenigstens an den paar Idioten ordentlich was verdienen”.

  • egale

    Das Ding ist ein Flop! Es hat kein richtiges Betriebsystem und ist dafür eindeutig zu teuer. Es hätte nur Sinn gemacht es zusammen mit einem Mobilfunkvertrag günstiger anzubieten, doch auch hier wird man enttäuscht – kein 3G. Diese 500$ teure Touchscreenspielerei ist eindeutig nur was für die klatschenden Tech-Journalisten die es gesponsort bekommen (Engadget), zu denen der geliebte Micheal Arrington ausnahmsweise mal nicht dazugehört.
    Viele Grüße an das Netbooknews-Team ihr macht einen tollen Job!

  • http://cubeyoo.de Matthias

    Na, was hab ich vorraus gesagt (in der letzten Meldung zum Crunchpad;Produktion eingestellt!)… ich Held ich…

    Achja, gabs kein besseres Foto? Hab mich leicht erschrocken… Mit solch finsteren Blicken verkauft sich das Ding sicher bombisch :D

  • Chris

    Ich finde das Ding wirklich nicht übel. Vom Konzept her ist es absolut nicht verkehrt, auch wenn die SSD sicherlich nen Tacken grösser sein dürfte. Das Teil ist zum Sofasurfen und lesen gedacht, nicht mehr und nicht weniger. 500$ sind dafür vermutlich zuviel. Wenn man hierzulande einen Preis um 300 EUR hinbekäme, sieht die Sache schon wieder etwas anders aus. Ich denke dann könnte man durchaus ein bisschen was verkaufen. Aber wie wir ja alle wissen, rechnet sich das dann doch eher in Richtung 1:1 um und damit gute Nacht JooJoo.

  • kennii

    @exxxpresso
    Also ich geb für Tageszeitungen gar nichts aus, Zeitschriften auch nichts mehr, da sich die Themen größten Teils eh nur noch wiederholen. Was ich wissen möchte bekomme ich bereits seit einiger Zeit (mehr als genug Content) kostenlos aus dem Netz.
    Und bei den Zeitungen gehts dann auch schon gleich los. Wie sollen die denn überleben, wenn sie nicht mal mehr ihre paar Cents, die sie noch an einer Zeitung verdienen auf der Haben-Seite listen können?
    Lexikon hab ich schon gar keins (Wikipedia bzw in früheren Zeiten Encarta und co sei dank).
    Und Reiseführer ist (ohne das in irgendeiner Weise gegen dich persönlich zu meinen) das ziemlich schlechteste Beispiel, denn in der Wüste (Extrembeispiel, sehr weit herangeholt), am Strand, beim Wandern, in der Stadt, und wo man sich im Urlaub eben so rum treibt möchte ICH erstens keine 3 KG Zusatzgewicht für meinen möglicherweise allwissenden “Reiseführer”, noch hab ich Lust, nach der Hälfte des Tages daran zu scheitern, dass der Akku leer ist, oder eben eins der oben genannten anderen Probleme auftritt. Außerdem wär ‘s mir einfach viel zu stressig, ständig das Ding im Urlaub mit rum zuschleppen (drauf aufpassen, schaun dass ihm nix passiert etc) – is ja schließlich Urlaub.
    Nicht dass du das jetzt falsch verstehst, auch ich “lebe” (zumindest teilweise) in der “digitalen Welt”, aber die Einsatzzwecke und das Preis-/Leistungsverhältnis im Sinne von “was bekomme ich für mein Geld” stimmen einfach überhaupt nicht.
    Apple wird nur wieder den entsprechenden Hype auslösen, die Idee ist dabei wohl nicht neu. Bedienkonzept (beim iPhone wirklich DAS Argument(zumal ich Apple hierbei wirklich den Schritt in diese Richtung zu gute halte)) wird bestimmt gut, aber beim Preis wird man wieder bei obigem Thema sein … und in Version 7.5 wird ‘s dann auch Copy&Paste können.

    Wie gesagt, dem Tablet fehlt vor allem der passende Preis (und ein Sim-Slot :D) wenn dann noch die Verarbeitung und das User-Interface, sowie Akkulaufzeit usw passen, dann fehlt nur noch die Publicity (die dann, mit dem ein oder anderen Schups, schon fast von allein kommen wird)

  • DanielT

    Wiso berichtet ihr überhaupt noch von den Politikern?

    Für nix anderes sind die zu gebrauchen. Bla bla bla nix hinter.

    PS: Ich bringe nächste Jahr ein uMID mit faltbarausziehbarenm Display von 3″ auf 12″, integrierter Beamer FullHD, alle erdenklichen Schnittstallen, 20h mobile Einsatz bei Hardcore3D Anwendungen, achso ja und kochen kann der auch noch, wenn man das Gewich von nur 250g bedenkt ist das doch spitze. Achso ja und keine Tastatur oder sonstige Eingabegeräte nötig. Warum? Na ganz einfach es liest die Gedanken. Ist das icht Prima.

    Ich nenn es “Vollpfosten” oder wie im Kreisen allgemein bekannt auch als “Wenn du nur etwas davon glaubs bist du noch blöder als je einer dachte!”

  • exxxpresso

    @kennii
    Klar, alles braucht seine Zeit…
    Aber wenn du in ca. einem Jahr (evtl. Xmas 2011 oder 12) so ein Ding kaufst, denk mal an meine Worte ;-))

  • Klaus

    Sieht schon interessant aus aber wird ggf. wohl auch nicht lange das einzige halbwegs brauchbare Tablett auf dem Markt bleiben und diverse technische Neuerungen, die für solche Geräte nutzbar sind (zB Qi Display), wurden bisher ja erst angekündigt.

    Mal abwarten was nächstes Jahr so alles in der Richtung erscheint. Vor einem eventuellen Kauf eines derartigen Gerätes werde ich mindestens noch das Erscheinen von Apples Tablett abwarten. Sonst würde ich mich eventuell hinterher über mangelnde Geduld ärgern.

  • http://www.crysis-hq.com foofi (Ari)

    Zur Frage:

    Antwort: “Nein, ich denke nicht”

  • http://www.eislaufen-berlin.de Philipp

    Morgen…
    hat das ding eigentlich eine Web-Cam?
    Kann ich auch ein anderes OS aufspielen?

    Möchte es mir gern an Kühlschrank hängen und Skypen, TV (zattoo) und MSN laufen lassen!

    Danke LG

  • smoky

    Z5xx. und dann hat es einen luefter? fail
    4GB? nochmal fail.

  • kennii

    @exxxpresso:
    Ehm ja … wie gesagt, ich kann dir nicht zustimmen. Content gibts genug. Es hängt (wie beschrieben) meiner Meinung nach an anderen Ecken. Ich sag ja nichts gegen die Idee des Geräts, ich hätte mir evtl. selbst eins geholt, nur zB auf jeden Fall nicht zu diesem Preis – selbst wenn ich den Lotto Jackpot abräumen würde, wäre ‘s mir das einfach nicht wert.

  • JPOP

    Vlt. kann man ja ein gescheites OS aufspielen, OSX86 oder W7, vlt. die SSD vorher bissl pimpen und gut ist. Schöner apparillo.

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