Steve Kondik aka “Cyanogen”, der seinerzeit das CyanogenMod-Projekt und somit das wohl erfolgreichste CustomRom bis dato initiiert hat, geht bei Samsung von Bord, wo er seit knapp zwei Jahren tätig war.

Cyanogen Mod Chef verlaesst Samsung und kritisiert das Galaxy S4

Damals hat Samsung USA via Twitter verkündet, dass er nun bei Koreanern auf der Gehaltsliste steht, seinen Abgang hingegen erwähnte er nun selbst, aber eher beiläufig auf Google+. Konkrete Gründe nennt er keine – mich würde es nicht wundern, wenn da einfach ein neues Projekt gelockt hat, wie immer das auch aussehen mag.

In seinem Posting erwähnt er seinen Abschied aber nur am Rande, denn im Mittelpunkt stehen seine Gedanken zum brandneuen Samsung Galaxy S4, zu welchem er zu Beginn auch erst einmal ein paar warme, begeisterte Worte findet. Bei der Haptik hat man sich verbessern können, die verbaute Technik ist über jeden Zweifel erhaben und auch bei der Software findet sich Einiges, was ihn begeistert:

Specwise, this device blows the competition out of the water. There are a number of unique features that have a lot of potential … such as the touchscreen which can register “hover” events, and an IR blaster.

Ein wenig Mühe hat er jedoch mit TouchWiz an sich und hier äußert sich Kondik dementsprechend auch äußerst kritisch. Er hat durchaus Verbesserungen ausmachen können, tendenziell jedoch ist er wenig angetan von dem, was Samsung da fabriziert hat:

Unfortunately, it feels like it has been sent a few years back in time to the Froyo days. Say goodbye to all of the nice touch-friendly ViewPagers and say hello again to a fully tabbed UI. You’ll also enjoy the seemingly endless onslaught of popup windows and modal “Loading…” dialogs. UI performance is average. It’s better and worse at the same time, depending on your viewpoint I suppose.

Zurückversetzt in “Froyo”-Zeiten ist natürlich eine harte Ansage, bei der ich mich lieber selbst überzeugen möchte, ob es tatsächlich so übel ist. Andererseits ist es aber auch so, wie er selbst sagt, dass es immer auf die Betrachtungsweise ankommt. Er sieht die Dinge als Hacker/Programmierer da mit Sicherheit ein wenig anders als ich.

Er ist der Meinung, dass es definitiv eine Anschaffung wert ist, wenn man noch auf dem Galaxy S2 unterwegs ist, bei einem Galaxy S3 sieht er es nicht als zwingend notwendig an, was ich auch im Ansatz nachvollziehen kann. Er kündigt weiter an, dass er das HTC One bald mit dem Samsung-Flaggschiff vergleichen möchte – gerade aus Software-Sicht bin ich hier auf sein Urteil gespannt.

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  • PPhimself

    Wie ein und das selbe Statement, zu zwei unterschiedlichen Überschriften führen kann ^^
    androidnext.de: “Steve Kondik: CyanogenMod-Gründer verlässt Samsung, lobt Galaxy S4″

    • Stefan Richert

      Ein Steve Kondik verlässt Samsung und äußert sich zum S4″ hätte langweilig geklungen und so generiert man keine Klicks ;)

    • http://xenfo.blogspot.de/ nutritio

      kritisieren oder Kritik üben ist ja eigentlich eine neutrale Bezeichnung für eine fachliche Beurteilung, nur Umgangssprachlich wird es meist negativ interpretiert.. (anscheinend hab ich damals im Deutschunterricht doch was gelernt^^)

  • Rainer

    Weiss eigentlich jemand, in welchem Bereich Kondik bei Samsung genau tätig war? Ich hatte damals gehofft, dass er den Samsung-Haufen richtig aufmischt, war ja wohl nichts….

    • LinHead

      Ich drücks mal so aus: Wenn er da was größeres verändert hätte wäre das als würde man mit meinem Schlauchboot einen Öltanker zum Richtungswechsel bewegen.

      Und das ist nicht als Samsung-Bashing gemeint sondern betrifft alle großen Unternehmen. Da ist so viel eigenes Moment drin, dass es einzelne (und auf auch die ganz oben nicht) nicht schaffen, da großartig was zu verändern.

  • josty

    Wäre klasse wenn ihr seinen Vergleich dann posten könntet…

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