Da steht es also neben mir, das schicke XPS 12, Dells Versuch, ab Ende Oktober 2012 den Tablet-/Ultrabook-Markt zu erobern. Und die Vorzeichen dafür stehen nicht schlecht, denn dieses Hybrid-Gerät kann sich wirklich sehen lassen. Und das aus vielerlei Gründen.
Grund #1: unter der Haube
Ein Blick auf die PC-Specs (natürlich via Desktop-App, Einstellungen | PC-Info) fördert es zutage: mit dem XPS 12 plant Dell keine Tablet-Schnecke, sondern eher einen Rennboliden, der so richtig abgehen soll.
Dafür wird der eingebaute Intel Core i7-3667U sorgen, der mit zwei Prozessorkernen bestückt ist, mjt 2 GHz getaktet wird (und eine maximale Frequenz von 3,2 Gigahertz leisten kann) und maximal 17 Watt an Leistung aufnimmt.
Ergänzt werden diese für ein Hybrid-Gerät recht eindrucksvollen Werte um einen Arbeitsspeicher, der mit 8 Gigabyte üppigst dimensioniert ist und einen SSD-Speicher mit 256 Gigabyte, was ebenfalls eher oben auf der Skala anzusiedeln ist.
Und genauso verhält sich das Dell XPS 12 auch: Apps werden blitzschnell gestartet, mehrere gleichzeitig geöffnete Anwendungen haben keinen negativen Einfluss auf das Gesamtsystem, und die Windows-8-Gesten lassen sich allesamt flüssig und ohne Verzögerung ausführen. Und für richtig rechenintensive Anwendungen bleibt auch noch genug Spielraum.
Grund #2: auf der Haube
Neben all diesen inneren Werten fällt aber auch das Design des Dell XPS 12 ins Auge. Anders als seine meisten Brüdern und Schwestern von anderen Hersteller hat sich Dell für ein ganz eigenwilliges Konzept vorgesehen, das den Touch-Bildschirm in einen Rahmen packt, in dem sich das Display völlig mühelos um 180 Grad drehen lässt.
Und genau das ist das Pfiffige an der Idee: der Bildschirm wird nicht wie bei vielen anderen der vorgestellten Window-8-Hybrid-Geräte von der Tastatur-Docking abgezogen, sondern einmal komplett gedreht und dann auf die Tastatur gelegt. Und schon hat man ein reinrassiges Tablet in den Händen.
Apropos Bildschirm: der löst mit Full-HD auf, also mit 1920*1080 Bildpunkten und bietet ausreichend Leuchtkraft, womit ein ermüdungsfreien Arbeiten garantiert sein dürfte.
Dieser Komfort hat natürlich seinen Preis: da man stets Bildschirm und Tastatur dabei hat, wiegt der Dell XPS stolze 1.500 Gramm, was aus dem schicken Gerät nicht unbedingt ein Couch-Device macht, das man eben mal so für mehrere Stunden mit den Händen hält.
Angesichts der Spezifikationen und Möglichkeiten ist das XPS 12 dafür aber auch gar nicht vorgesehen. Denn die Zielgruppe ist ziemlich eindeutig: Business-Anwender, die einen schnellen Arbeitsrechner mit Touch-Fähigkeiten wollen. Und den bekommen sie!
Grund #3: das Komplettpaket
Damit lässt sich festhalten: das Komplettpaket, bestehend aus schickem Design, hochwertiger Verarbeitung, guten inneren Werten und einem Hybrid-Konzept der besonderen Art wird sich das Dell XPS 12 zumindest bei einer kaufkräftigen Klientel gut verkaufen. Denn das Gerät hat alles, was man sich von einem hybriden Ultrabook-Tablet mit Windows 8 erwartet.
Ach ja: Das Dell XPS 12 ist leider etwas “kopflastig”. Soll heißen, dass der Schwerpunkt nicht optimal ausbalanciert ist, sodass es bei einem Neigungswinkel des Touch-Displays von mehr als 100 Grad leicht instabil wird und vor allem auf dem Schoß durchaus kippen kann. Das ist natürlich schade und wirft einen leichten Schatten auf das Hybrid-Tablet von Dell.
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