Seit einigen Tagen hab ich das Dell XPS 13 im Haus und hab diese Zeit genutzt, mich ein wenig mit dem Gerät vertraut zu machen. Dell hat sich ja ein wenig Zeit gelassen mit seinem Ultrabook-Debüt, aber es scheint fast so, als wäre der Start in diese Produktklasse gelungen, das XPS 13 macht einen absolut wertigen und toll verarbeiteten Eindruck und sieht klasse aus. Das ist aber auch das, was man erwarten darf – in der einfachsten Variante legt ihr für das Ultrabook bereits 1.149 Euro auf den Tisch für das Core i5-Modell mit 128 GB SSD. Das Topmodell kommt mit Core i7-2637M und 256 GB SSD, kostet dafür dann aber auch 1499 Euro.

xps29 Dell XPS 13 Ultrabook im ausfuehrlichen Test

Look and Feel:

Das erste Aha-Erlebnis hat man gleich, wenn man auf die Verpackung schaut. Schöner, stabiler Karton – und auch innen macht alles einen edlen und durchdachten Eindruck. Nicht ganz so durchdacht finde ich hingegen, dass man einen eigenen Karton verwendet, um das Netzteil unterzubringen – und dass man einem Gerät ohne DVD-Laufwerk eine DVD mit Treibern und Tools beilegt ;) Hier sollte Dell vielleicht noch einmal darüber nachdenken, einen USB-Stick beizulegen anstelle einer DVD.

xps01 Dell XPS 13 Ultrabook im ausfuehrlichen Test

Aber wichtiger ist natürlich, wie sich das XPS 13 selbst anfühlt und wie es aussieht: Dell hat hier mit sehr hochwertigen Materialien gearbeitet. So verbirgt sich unter einer leicht gummierten Unterseite Kohlefaser, während der Deckel aus Aluminium besteht. Ihr findet keine scharfkantigen Ecken am gesamten Gerät – ein weiterer Pluspunkt. Zudem wirkt alles sehr stabil und robust. Das 13.3 Zoll-Display spiegelt leider sehr stark, was dem Corning Gorilla Glas geschuldet ist. Auch das Scharnier macht wie das ganze Gerät einen sehr robusten Eindruck und federt nicht nach. Allerdings könnt ihr das Ultrabook durch die stabile Verarbeitung nicht mal eben mit einer Hand öffnen – sollte aber nicht wirklich negativ ins Gewicht fallen. Davon abgesehen lässt es sich mit beiden Händen sehr einfach öffnen – haben wir bei der Konkurrenz teilweise schon schlechter gelöst gesehen. Wenn ihr um das Gerät herumschaut, wird euch auffallen, dass kein SD-Slot verbaut ist. Einmal USB 2.0 und einmal USB 3.0 finde ich ebenfalls mager – ein dritter USB-Port ist kein Hexenwerk. Hier darf man in dieser Preisklasse mehr erwarten!

Tastatur/Trackpad:

Gegenüber dem Series 5 von Samsung fällt mir die tolle Tastatur auf, die auch auf stärkeren Druck keinen Millimeter nachgibt, allerdings finde ich die Schrift ein wenig gewöhnungsbedürftig, ist aber vermutlich Geschmackssache. In diesen paar Tagen habe ich mich sehr schnell an die Tastatur gewöhnet – nicht ganz so ergeht es mir mit dem Trackpad. Die Buttons sind hier integriert – sieht toll aus, finde ich aber nicht so praktisch wie eigenständige Buttons. Ihr könnt es auch mit Zwei-Finger-Gesten bedienen, allerdings kann ich hier nicht rein- und rauszoomen wie beispielsweise auf dem Series 5 Ultrabook.

xps12 Dell XPS 13 Ultrabook im ausfuehrlichen Test

Display/Sound:

Für so ein kleines Schätzchen hat das Dell XPS 13 einen recht ordentlichen Bumms, um es mal so zu formulieren – ist also recht laut. Empfehlenswert ist es aber vielleicht dennoch nicht, Musik volle Pulle zu hören, denn der Sound ist zwar ordentlich im Rahmen der größenbedingten Möglichkeiten, aber halt bei voller Lautstärke doch ein wenig blechern.

Das Display löst mit 1366 x 768 Pixeln auf und sorgt durch das Gorilla Glas dafür, dass man sich fabelhaft drin spiegeln kann ;) Werde nie verstehen, wieso die Unternehmen so oft auf die glossy Variante setzen. Darüber hinaus hoffe ich, dass wir auch bei 13.3 Zoll bald mal regelmäßig mit Auflösungen bedacht werden, die HD jenseits von 720p ermöglichen – die Konkurrenz macht vor, dass es geht. Davon abgesehen ein ordentlicher Screen, Betrachtungswinkel und Kontrast sind jetzt nicht außergewöhnlich toll, enttäuschen aber auch nicht. In Sachen Helligkeit kann das XPS 13 nicht ganz mit dem sehr guten Wert des Series 5 von Samsung mithalten, überzeugt mich aber dennoch. Nicht sonderlich empfehlenswert ist die Nutzung des Ultrabooks in der Sonne. Fällt das spiegelnde Gorilla Glas in den eigenen vier Wänden nicht sonderlich ins Gewicht, wird es in der Sonne doch durchaus schwierig, auf dem Display noch was zu erkennen.

xps18 Dell XPS 13 Ultrabook im ausfuehrlichen Test

Zum Display hab ich euch schon gesagt, dass wir hier ein durch Corning Gorilla Glas geschütztes Display haben. In matt hätte mir die Geschichte natürlich besser gefallen, ansonsten macht aber auch das mit 1366 x 768 Pixeln auflösende Display einen guten Eindruck – beim nächsten mal aber gerne ein wenig hochauflösender.

Performance/Benchmarks:

Das XPS 13 gibt es sowohl mit Core i5- als auch Core i7-CPU der “Sandy Bridge”-Generation. Im Herzen unseres Testgeräts befindet sich der  Intel Core i5-2467M mit 1.66 GHz, dazu gesellen sich 4 GB RAM. Beim normalen Gebrauch – Surfen, Bilder + Videos bearbeiten, Musik hören etc – arbeitet die Kiste absolut flott. Moderne, rechenintensive Spiele dürften die CPU aber vor Probleme stellen. Wem 1.66 GHz ein wenig zu dünn vorkommen: per Turbo Boost wird die Kiste gegebenenfalls auf 2.3 GHz pro Kern hochgetaktet. Wie die anderen Ultrabooks profitieren wir auch hier vom Instant-on-Feature – das XPS 13 wacht also unmittelbar aus dem Schlaf-Modus auf. Auch das Hochfahren an sich geht flott – knapp 15 Sekunden für den Systemstart finde ich absolut in Ordnung. Aufgefallen ist mir beim Testen, dass das Gerät leider recht schnell ziemlich warm wird. Andernorts war von einer Notabschaltung aufgrund der Hitzeentwicklung zu lesen, das kann ich zumindest für meinen Test nicht bestätigen. Dennoch ist es wenig ratsam, das Teil zu lange auf der Couch oder im Bett neben sich im Einsatz zu haben – auf diesem Untergrund wird es deutlich schneller heiß auf der Unterseite, jenseits des Metall-Labels. Alles allerdings in erträglichem Maß – wie gesagt schaltet sich das XPS 13 zu keiner Zeit deswegen ab.

Der auch in diesem Gerät fest verbaute Akku sollte dabei etwa 5 Stunden halten bei ständiger Videowiedergabe, kann in diesem Punkt also nicht ganz mit der Ultrabook-Konkurrenz mithalten. Apropos Akku: mithilfe einer LED-Anzeige an der Seite kann man sich anzeigen lassen, wie lange der Akku noch Dampf auf dem Kessel hat.

Für die Freunde von Benchmarks habe ich mal die Tests PCMark 7, Cinebench und Crystalmark durchlaufen lassen:

pcmark7 Dell XPS 13 Ultrabook im ausfuehrlichen Test

crystalmark 550x496 Dell XPS 13 Ultrabook im ausfuehrlichen Test

Cinebench Dell XPS 13 Ultrabook im ausfuehrlichen Test

Zusammenfassung:

Ich habe das Gerät jetzt eine gute Woche im Haus und bin damit sehr schnell warm geworden. Im Vergleich zum Series 5 von Samsung stelle ich fest, dass keines von beiden Ultrabooks in allen Punkten besser als sein Konkurrent ist. Während mir die Tastatur auf dem XPS 13 toll gefällt, sagt mir das Trackpad beim Series 5 wesentlich mehr zu. Nettes Feature, welches ich bislang noch nicht erwähnt habe: ihr könnt per FastAccess die Webcam nutzen anstelle eines Passworts, um euer geschütztes Windows-Konto zu starten. Ähnelt also der Face Recognition, die wir von Android 4.0 kennen.

Das ganze Ultrabook ist toll verarbeitet, nix quietscht oder wackelt – mit seinen knapp 1.4 kg wirkt das Gerät sehr robust, ohne dabei aber klobig oder aber zu schwer zu sein. Anstelle des durch Gorilla Glas geschützten Screens hätte ich lieber die matte Variante gehabt, die hat Dell aber leider nicht in Planung. Schmerzlich vermisse ich einen Slot für meine Speicherkarten, da hat Dell meiner Meinung nach am falschen Ende gespart. Ansonsten habt ihr einmal USB 2.0 und einmal USB 3.0 – auch hier hätte man noch einen zusätzlichen Anschluss spendieren können, da hat die Konkurrenz meist mehr auf dem Kasten – zumal der Spaß bei der günstigsten Konfiguration hier bei 1.149 Euro losgeht.

Wer aber ein sowohl in Qualität als auch Design sehr überdurchschnittliches Gerät sein eigen nennen möchte, könnte auch zu diesem Preis mit dem Dell XPS 13 sehr gut bedient sein.

 

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    Toller Bericht. Das Samsung Series 5 hatte ich schon im Test, fand es soweit ganz ok! Thema “glossy” Display verstehe ich auch nicht so ganz, ich finde das glänzende auch eher nervig.

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    Toller Bericht. Das Samsung Series 5 hatte ich schon im Test, fand es soweit ganz ok! Thema “glossy” Display verstehe ich auch nicht so ganz, ich finde das glänzende auch eher nervig.

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