Apple und Patente – das ist ein Thema, welches jeden Tech-Begeisterten rund um den Globus beschäftigt. Schaut man allein auf die Schlagzeilen der letzten Tage, wird einem bewusst, wie präsent dieses Thema stets ist. Da wäre der Deal mit HTC, die Geschichte mit der Schweizer Bahnhofsuhr, der verlorene Prozess gegen VirnetX und nicht zuletzt die schon legendären abgerundeten Ecken.

Die 5 coolsten Apple Patente

Aber auch als Android-Fan oder notorischer Apple-Hasser würde man dem Unternehmen aus Cupertino Unrecht zufügen, wenn man sie darauf beschränken würde, dass sie prozesswütig sind oder gar Patenttrolle. Zumeist sind es nur eine Handvoll Patente, um die sich alles dreht und die in den nervenaufreibenden Prozessen Gegenstand der Anklage sind. Dabei hat Apple – wie so viele andere Unternehmen – unzählige Patente im Portfolio und ebenfals unzählige weitere Patente eingereicht, von denen wir heute noch keinen Schimmer haben, ob sie je zum Einsatz kommen. Wir wollen den Jungs aus Cupertino heute mal eine Lanze brechen und listen fünf Patente Apples auf, die wir für sehr interessant halten – und allemal legitimer als abgerundete Ecken:

Flüssiges Metall für Akkus:

liquidmetals Die 5 coolsten Apple Patente

Schon vor 2 Jahren hat sich Apple die Dienste von Liquidmetal gesichert. Damals wurde erst vermutet, dass sich das Unternehmen für sein iPhone oder iPad ein Gehäuse aus dieser speziellen Legierung vorstellen kann. Tatsächlich ist aber eher angedacht, dass man das Material für einen neuen Akku verwenden möchte. Der würde die Akku-Lebensdauer eines Geräts um Wochen verlängern, so Cult of Mac. Wäre ein feiner Zug, denn ein Haupt-Kritikpunkt an den aktuellen Smartphones ist natürlich die zumeist sehr überschaubare Zeit, die wir ohne Steckdose auskommen können. Dieses Akku-Patent schlummert in Apples Schubladen bereits seit 2004!

 

Dateien übertragen per “Schütten”:

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Wir kennen Datenübertragungen, bei denen man ein Device lediglich kurz an ein anderes hält (das HP WebOS lässt grüßen) oder man mit einem Wisch beispielsweise eine Internet-Seite auf ein anderes Gerät überträgt. Mit diesem 2010 gewährten Patent will Apple sich einer ähnlichen Funktionalität bedienen, dem aber noch eine physikalische Komponente hinzufügen. Nach diesem Patent über welches Patently Apple berichtete, könnt ihr Daten von einem iDevice aufs andere übertragen, indem ihr – wie bei einem Glas Wasser – die gewünschte Datei mit einer Schütt-Bewegung beispielsweise von einem iPhone in das auf dem Tisch liegende iPad “schüttet”.

 

Apples Datenbrille:

Apple Datenbrille 605x241 Die 5 coolsten Apple Patente

Wir reden derzeit über verschiedene Hersteller, die uns mit Datenbrillen das Leben erleichtern wollen. Manchmal werden nur Inhalte direkt vor unserem Auge dargestellt, manchmal – Beispiel Google Glass – sollen die Brillen noch wesentlich mehr können. Es wäre naiv zu glauben, dass Apple hier nichts in dieser Richtung in seinem Patent-Portfolio hätte. Dieses Patent geht zurück ins Jahr 2006 und sollte ursprünglich eine Möglichkeit darstellen, wie man beispielsweise Videos von einem iPod mithilfe einer Brille oder eines Helms unmittelbar vor unseren Augen darstellt.

 

Solarbetriebene MacBooks:

solarbetriebene MacBooks 605x344 Die 5 coolsten Apple Patente

Auch in Sachen Sonnenenergie hat sich Apple was einfallen lassen. So sieht dieses Patent vor, dass MacBooks lediglich mit Solarenergie betrieben werden. Bei diesem Patent aus dem Jahre 2008 werden die MacBooks zusätzlich mit einem Reflektor versehen und die im Patent geschützte Technik soll unter anderem regeln, dass das Gerät stets betrieben werden kann – auch, wenn es aktuell nicht unter Sonneneinstrahlung steht.

 

3D Hologramm-Projektor:

Hologramm Projektor Die 5 coolsten Apple Patente

Ich bin ja schon schwer begeistert, wenn in einer Video-Cam oder einem Smartphone wie dem Galaxy Beam ein Projektor eingebaut ist, der dann ein Bild auf eine beliebige Oberfläche werfen kann. Dieses Patent Apples - auch aus dem Jahre 2006 - geht aber einen atemberaubenden Schritt weiter: der Beamer wirft nicht ein zweidimensionales Bild an eine Wand, sondern erstellt ein dreidimensionales Hologramm. Fragt mich um Gottes Willen nicht, wie das technisch bewerkstelligt wird, aber eine solche Geschichte ist natürlich um Längen spektakulärer als ein normaler Beamer.

 

Bei all diesen genannten Patenten handelt es sich wirklich nur um eine Handvoll, die wir beim Schnüffeln durchs Netz bemerkt haben und nur einen Bruchteil dessen abdecken, was Apple in irgendwelchen Ecken in Cupertino schlummern hat. Wenn das ein oder andere davon demnächst in einem zukünftigen Device auftauchen würde, wäre ich auch sicher, dass man wieder viel mehr vom eigentlichen Gerät spricht und nicht nur über Streitigkeiten mit anderen Unternehmen. Fallen euch noch weitere solcher Apple-Patente ein?

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  • LinusX

    Lasst uns alle gemeinsam Apple verklagen, damit sie den Flüssigmetal-Akku endlich auf den Markt schmeißen! ;-)
    Gruß,
    Linus X.

  • pea_nut

    Bei Samsung wäre ein solcher Artikel angesichts der Masse an erteilten Patenten und dem daher enthaltenen Potential für verborgene Innovationen doch wesentlich interessanter, oder?

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