Im Handel sind sie noch massenhaft verfügbar, doch angeblich endete mit dem Jahr 2012 auch die Ära der klassischen Netbooks. Wie aus Asien zu hören ist, wollen die beiden verbleibenden großen Netbook-Anbieter ASUS und Acer nur noch ihre verbleibenden Bestände abverkaufen, bevor es mit den einst als günstige Notebooks in den Markt gestarteten Netbooks vorbei sein soll.
ASUS soll bereits vor einiger Zeit das Auslaufen der 10,1-Zoll-Modelle seiner bekannten Produktlinie der Eee PCs bekanntgegeben haben. Bei Acer gibt es angeblich ebenfalls keine Pläne für die Einführung weiterer Netbooks. In den kommenden Monaten werden nun die Lager geräumt, wobei vor allem Entwicklungsländer und aufstrebende Märkte in Südostasien und Lateinamerika bedient werden sollen.
Intel will seine Atom-CPUs freilich weiter anbieten, setzt aber nur noch auf den Embedded-Markt und den Bereich der Tablets und Smartphones. Im deutschen Handel sind Netbooks weiterhin zu Preisen ab 199 Euro zu haben, wobei es inzwischen mit dem Lenovo IdeaPad S206 ein 11,6-Zoll-Notebook mit AMD-Plattform gibt, das sogar noch günstiger zu haben ist. In Zeiten von Windows 8 scheinen die Netbooks tatsächlich ihr Lebensende erreicht zu haben, weil sie das neue Betriebssystem aufgrund ihrer zu geringen Display-Auflösung nicht mehr optimal unterstützen.
Die Gründe für das Ende der Netbooks sind vielfältig, dürften aber vor allem darin bestehen, dass Tablets und Smartphones an ihre Stelle treten und viele größere und besser ausgestattete Notebooks mittlerweile nur noch wenig teurer sind als die oft in Leistung und Funktionalität etwas beschränkten Mini-Notebooks. Mit Geräten wie dem ASUS X201E (siehe Bild oben), der offenbar ebenfalls als “Eee PC” vermarktet wird, kommen nun 11,6-Zoll-Notebooks mit Intel Celeron und Intel Pentium CPUs in den Handel, die mit Einstiegspreisen ab 280 Euro ungefähr so viel kosten wie ein klassisches Netbook, aber eben mehr Platz auf dem Display und meist auch mehr Leistung bieten können.
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