Mit seiner Scroogled-Kampagne will uns Microsoft stets Googles wahres Gesicht vor Augen führen und uns davor bewahren, auf Google-Dienste hereinzufallen. Ein jetzt aufgetauchtes Video nimmt die Monetarisierungs-Versuche Googles auf die Schippe.

Don’t get scroogled: Microsoft veralbert Google-Werbung

Microsoft hat mittlerweile bestätigt, dass man hinter diesem Video steckt – es ist also nicht etwa ein Trittbrettfahrer, der dem Unternehmen diesen Clip unterjubeln will. Allerdings hören wir aus Redmond auch, dass es nicht in die Öffentlichkeit gelangen sollte, sondern nur zum internen Einsatz gedacht war.

Aber wie das im Internet manchmal so ist, kann jetzt jedermann dieses Video bestaunen, in der man sich über Googles Now Everywhere-Kampagne lustig macht und die Bemühungen des Unternehmens, die von uns gesammelten Daten zu Kohle zu machen.

Wie im originalen Google-Video gibt es auch hier einen Chrome-Ball, der durchs Video hüpft – nur eben mit einem anderen Hintergrund. Die Parodie soll uns (besser gesagt Microsoft-Angestellte, der Clip ist ja nicht für unsere Augen gedacht gewesen) dafür sensibilisieren, dass Google dank Chrome jeden unserer Schritte kennt und überwacht und auch gewillt ist, diese Schritte allesamt in bare Münze umzusetzen. Im Grunde die alte Google-ist-eine-böse-Datenkrake-Geschichte, die wir schon kennen.

Auch, wenn dieser Clip so nicht für die Öffentlichkeit gedacht war, bleibt für mich persönlich immer ein fader Beigeschmack, da ich Microsoft den Samariter, der mit dem ausgestreckten Finger auf Google zeigen darf, einfach nicht abnehmen kann. Nichtsdestotrotz steckt natürlich auch ein Körnchen Wahrheit dahinter. Hier ist das Video von Microsoft, danach zeige ich euch dann zum Vergleich das Original:

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  • Erik

    Dieses mit-dem-Finger-auf-andere-zeigen und das gerade von Microsoft hat einen faden Beigeschmack. Dennoch wird inzwischen unter den Konkurrenten noch mit ganz anderen harten Bandagen gekämpft.

    Schließlich sollten wie nicht vergessen, dass mit Google ein Monopolist heranzuwachsen droht oder es schon längst ist, mit all den Nachteilen, die das für uns Verbraucher mit sich bringt.

    ;-)

    • Phreeze

      ich sehe im Moment nur Vorteile. Die Googlesuche ist mit Abstand die einzig brauchbare und der Browser ist auch meilenweit stabiler und “besser” (für mich) wie IE und FF (hab FF seit 2.x benutzt bis Version 13 um den Dreh)

      • Erik

        Da bin ich ganz bei dir, dass Google eine Menge guter Produkte (Dienste) bereithält. Wobei ich beim Browser deiner Formulierung nicht ganz folgen würde. Chrome ist ein guter Browser aber rein technisch gesehen sicher nicht meilenweit vor FF oder IE. Von der Usability kann das natürlich jeder ganz anders sehen.

        Aber andere haben auch schöne Töchter.

        • Phreeze

          zum Glück nutzen extrem viele auch den FF.und Opera und IE sind ja auch gross im Rennen. Chrome hat ja nicht die Mehrheit an Usern, daher muss man in Punkto Google-Browser-Monopol nicht alarmiert sein.
          Bei der Suchmaschine ist man halt fast auf Google angewiesen, obwohl ich auch mehrfach Alternativen ausgiebig propbiert habe, unter anderm eben Bing, yahoo, und vor einiger Zeit die “ökosuchmaschine”, kenn den Namen allerdings schon nicht mehr

  • Toby

    Google IST ein Monopolist in Sachen Internetsuche und Google ist schon heute eine Datenkrake die natürlich mit unseren Daten ihr Geld verdient.
    Dieses Video von Microsoft beinhaltet nicht nur ein Körnchen Wahrheit, sondern ist schlicht die Wahrheit.
    Aber, jeder muss für sich selbst entscheiden ob er lieber mit Benutzerprofil oder mit Geld für die Dienste zahlen möchte die er Tag täglich nutzt.

    • BenMi

      Ich weiß, wie man damit klarkommen kann, dass “Benutzerprofile fürs Geldverdienen” genutzt werden. Is ja nicht so, dass sich jemand (in persona) tatsächlich für das Profil an sich interessiert:

      Ignoriere – die – Werbung.

      Wenn man das “schafft”, dann ist es völlig egal, wer wem Gelder zuschiebt.

      • Toby

        ich beschäftige mich beruflich mit dem Thema und ganz ehrlich, die Möglichkeiten dein Kaufverhalten und dein sonstiges Verhalten, deine Meinung etc mit Hilfe von Benutzerprofilen zu beeinflussen und zu lenken geht weit über das hinaus, was du mit Pop-Up und Werbeblockern wegfiltern kannst.

        • simons700

          z.B.???

          • Toby

            bei Google zum Beispiel durch die Suchergebnisse

          • http://www.facebook.com/andreasxyzpupu Andreas Pfaffinger

            Natürlich kann man die große Masse in gewisser Weise in bestimmte Bahnen lenken, aber eine einzelne Person, vor allem wenn sie mit dem Internet umzugehen weiß, ist sehr schwer zu beeinflussen. Und wenn du wirklich ganz ehrlich bist, musst du zugeben, dass Werbefirmen ihren Kunden mehr versprechen als sie mit Internetwerbung wirklich erreichen können.

          • Daniel Schmidt

            Das beste Beispiel ist doch wirklich die Google suche. Die erste Seite ist ja fast immer voll mit Amazon oder anderen Shops. Ich klickt auch öfters auf den Amazon link(wenn es mir um Produktdetails geht) und schwub seh ich noch ein Produkt auf der Amazon Seite. Kaufen tu ich es nicht, aber ich weiß das es das gibt und mache mir gedanken dazu wenn ich das nur im geringsten interessant fand.

          • BenMi

            Ja und was bitte ist denn die Alternative? Die Suche spuckt einem einfach den Link mit der höchstmöglichen Klickwahrscheinlichkeit als erstes an – in diesem Kontext jenen Verkäufer, der am meisten von Usern genutzt und am besten bewertet wird.

            Mach doch mal einen Gegenvorschlag: Was soll die Suche denn Deiner Meinung nach dann als erstes anzeigen? Einen unbekannten Verkäufer? Einen mit höheren Preisen (Amazon hat meistens den niedrigsten)? DAS wäre doch die Suche, die man umgehen wollte. So müsstest Du Dich über viele Seiten durchwursteln, bis Du auf ähnlich hochwertige Ergebnisse kommst. Und speziell für unerfahrere Internetnutzer bietet das doch die höchstmögliche Sicherheit/seriöse Einkaufsmöglichkeit.

          • Daniel Schmidt

            Die Seite des Herstellers? Es gibt viele fälle wo dies nicht passiert

          • Toby

            ich sehe das Problem eher darin, dass jeder der eingeloggt bei Google sucht immer mehr personalisierte Suchergebnisse bekommen wird. Optimiert darauf was er in der Vergangenheit gesucht hat, was er sich angeschaut hat, wo er eingekauft hat, was er eingekauft hat, wo er sich gerade befindet.
            Das sind dann aber keine unabhängigen Suchergebnisse mehr

    • Quiltifant

      Und du glaubst ernsthaft, dass Bezahldienste keine Benutzerprofile anlegen? Dass eine Online-Videothek z.B. nicht dein Konsumverhalten auswertet?

  • redalertexpert

    Ich glaube kaum dass das Video gedacht ist um microsoft als samariter darzustellen ;) sondern eher zur allgemeinen Belustigung denke ich :D
    also ich finde die videos recht witzig :)

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