Die Stiftung Warentest hat Cloud-Dienste wie Dropbox getestet und kommt zu dem Schluss, dass keiner die Note “gut” verdient hat. Daher mahnt die Stiftung zu Vorsicht, gerade bei den nicht-europäischen Angeboten.

Dropbox und Co: Stiftung Warentest testet Cloud-Dienste – und mahnt zur Vorsicht

Dreizehn Dienste von box bis zum Web.de Onlinespeicher hat man sich vorgeknöpft und konnte bei keinem der Dienste eine bessere Note als “befriedigend” vergeben. Sieben Speicherdienste erhielten diese Note, die anderen sechs gar nur ein “ausreichend”. Dabei fiel beispielsweise auf, dass es zu sehr großen Unterschieden kommt, wenn man beispielsweise große Datenmengen auf einmal in die Wolke schaufeln möchte: Während bei einem Dienst eine Stunde eingeplant werden muss, um 1 GB Fotos hochzuladen, dauert es andernorts gleich einen halben Tag. Die Stiftung empfiehlt daher, nicht flächendeckend ganze Ordner oder gar Festplatten hochzuladen, sondern nur ausgewählte Dateien.

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Wichtiger als die Übertragungsgeschwindigkeit ist in diesen Tagen aber das Thema Sicherheit, erst recht, wenn es darum geht, an der NSA vorbei Daten sicher unterzubringen. Die Stiftung Warentest empfiehlt ausdrücklich die europäischen Dienste aus exakt diesem Grund, weil das Datenschutz-Verständnis hier doch ein wenig anders ausgeprägt ist als bei den US-Diensten.

Bei allen 13 Diensten wird zwar die Datei verschlüsselt abgelegt, allerdings haben alle (bis auf einen) allerdings auch Kopien dieser Schlüssel. Vorsicht daher bei sensiblen Daten. Das Thema Cloud und Datenschutz geht die Stifung Warentest übrigens auch mit einem eigenen Live-Chat mit Experten an, der am 7. August stattfindet.

Ich persönlich bin bei mehreren Diensten angemeldet, sensible Daten vermeide ich aber bis dato. Am ehesten nutze ich die Dropbox, zumeist um Fotos abzulegen. Ich rate euch also auch davon ab, dort – oder egal auf welchem Cloud-Service – eure sensiblen Dokumente abzulegen oder ganze Festplatten zu spiegeln.

Die Stiftung Warentest vergab ein “befriedigend” für das “Deutsche Telekom Mediencenter”, “La Cie Wuala”, das “GMX MediaCenter”, “Strato HiDrive Free”, “Web.de”, “SafeSync” und “Dropbox” als dem einzigen US-Cloud-Service.

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  • Nash

    Ich habe nach Dropbox, Google -und Sky Drive jetzt mal Wuala als Cloudspeicher. Wuala wirbt damit, dass niemand die Daten entschlüsseln kann, nicht mal der Betreiber selbst, da nur der User den Key hat.
    Hat da jemand mehr Erfahrung oder ist das alles nur Marketing?

    • BenMi

      Benutze es schon sehr lange, daher:
      1.) Erfahrungen sind sehr positiv und das Vertrauen in Wuala recht groß
      2.) Ob das so tatsächlich alles stimmt (Passwort nur bei Dir) kann ich natürlich genausowenig beurteilen wie Du ;)

  • Timo

    Dokumente auf Dropbox, die relevant sind, habe ich mit BoxCryptor verschlüsselt, ansonsten nutze ich noch Wuala das die Daten lokal verschlüsselt bevor sie hochgeladen werden. Zusätzlich ist es ein europäisches Unternehmen, wenn gleich das nach PRISM nicht mehr unbedingt was heißen muß. Kann mir aber vorstellen, dass ein Unternehmen in CH nicht so leicht einknickt wie eines aus USA.

  • daniode

    Eine viel größere Schwäche sehe in den fehlenden Backups. Als alleniger Datenspeicher, wie es manche nicht müde werden zu behaupten, taugt es nicht. Ich nutze Owncloud für unsensible Daten, zum Tausch von Daten. Für alles andere geht es durch ein VPN auf mein privates NAS. Sich auf Europäische Dienste zu beschränken ist auch keine wirklich guter Rat.

    • Phreeze

      die NSA hat immer ne Kopie ;) naja wieso in der Cloud Backupen…1-2 Festplatten zusätzlich zuhause bringt mehr Sicherheit. Und wenn dir das Haus abbrennt, ists auch halb so wild um die virtuellen Güter…dann musst halt ne Platte bei den Eltern verstauen ;)

      • Wolfgang D.

        Vom Aktenordner hat man doch auch keine drei Kopien in der Welt verteilt. Bei extremen Ereignissen sind die Sachen dann halt weg. Gegen *alle* Eventualitäten gibt es keine Absicherung.

  • ubuntubang

    Ubuntu One fehlt in der Liste …

  • Phreeze

    gut dass du der Referrer bist ;) das solltest du hinzuschreiben, fairerweise

    • pegelf

      Also grundsätzlich sind Reflinks ja schon eine tolle Sache. Man wirbt ja mit dem Verlinken sowieso für das entsprechende Unternehmen. Das einzige was dazu kommt ist, dass man auch entsprechend dafür belohnt wird.

      Sofern die Linkweitergabe nur erfolgt wenn es auch angemessen ist und nicht in Form von Werbung verteilt wird befürworte ich die Dinger sogar. Wenn mir jemand ein tolles Angebot zeigt, bin ich gerne bereit, ihn auf eine so eine einfache Art und Weise dafür zu belohnen.

      • Phreeze

        Irgendein Troll bewertet hier bei MG alles negativ…man sollte die Anonymisierung da auch mal aufheben…

        • pegelf

          War bei Youtube nicht sogar mal geplant, dass man nur noch Positivbewertungen erlaubt und für schlechte Meinungen soll man einen Kommentar veröffentlichen? Teilweise finde ich das System besser, teilweise hat man dann aber auch keine so übersichtlichen Vergleichswerte.

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