10 bis 20 Euro mehr pro Monat sollen in Zukunft die DSL-Tarife für „Intensivnutzer“ mit unbegrenztem Datenvolumen kosten, so kündigt die Telekom per Twitter an. Das ist doch mal eine Zahl und dann machen wir mit dieser Zahl mal etwas: Wir nehmen diese Zahl und andere Zahlen und rechnen ein wenig.

Drosselkom: Die Telekom-Milchmädchenrechnung – Kommentar

Natürlich ist es eine der viel geschmähten Milchmädchenrechnungen, schließlich kennen wir nicht alle Details zu den Zahlen, wir berücksichtigen verschiedene Faktoren wie Umsatzsteuer, Kundenbewegungen, Inflation und andere Faktoren nicht, aber es gibt zumindest mal eine Größenordnung.

Die Telekom argumentiert, sie müssten die Drossel einführen, um nicht in Zukunft die Preise für alle Kunden anzuheben, schließlich seien nur 3% der aktuellen Kunden überhaupt von den Trafficbegrenzungen betroffen. Wir wissen, dass die Telekom rund 11 Millionen Kunden hat, es wären also rund 330.000 von diesem Aufpreis betroffen. Würden diese also in Zukunft 20 Euro mehr pro Monat zahlen, dann wären das 6.600.000 Euro Mehreinnahmen pro Monat für die Telekom. Wenn wir das mal auf die 11 Millionen Kunden umrechnen, dann wären das 60 Cent pro Kunde. Halten wir also fest: Um eine Preiserhöhung von durchschnittlich 30 bis 60 Cent für alle Kunden im Laufe der kommenden drei Jahre zu vermeiden, veranstaltet die Telekom heute einen solchen Zirkus und provoziert einen riesigen Shitstorm gegen sich selbst?

Wir müssen jetzt nicht wieder alle Argumente neu aufrollen, warum solche begrenzten Pseudoflatrates ein Rückschritt sind, warum man davon ausgehen muss, dass die festgelegten Trafficgrenzen zu eng bemessen sind – das alles hatten wir schon. Aber in Anbetracht des Untergangsszenarios, das die Telekom bisher an die Wand gemalt hat wirken diese Zahlen lächerlich. Und mir drängt sich der Eindruck auf, dass die Telekom hier irgendwo lügt: Hier geht es eindeutig um mehr, als die im Vergleich zum letzten Quartalsumsatz von 13,8 Milliarden Euro lächerlichen 6,6 Millionen Mehreinnahmen.

Also entweder sind deutlich mehr als 3% der Kunden betroffen oder zumindest hofft die Telekom, dass deutlich mehr die teureren Unlimited-Tarife buchen werden. Oder aber eben es geht doch gar nicht um das bisschen Mehrtraffic, sondern um die Verabschiedung von der Netzneutralität, weg vom Grundprinzip des Internets der gleichberechtigten IP-Pakete hin zu einem „Next Generation Network“, in dem genau festgelegt ist, welche Daten von welchen Quellen mit welcher Priorität zum User kommen. Und diese Priorität lässt sich natürlich durch Geld beeinflussen: Entweder zahlt der Absender oder der Empfänger einen Aufpreis. Und dieser Aufpreis wird sich unter Garantie auf deutlich mehr als 6,6 Millionen aufsummieren, langfristig geht es hier um Milliarden.

Zeichnung der Trossel von chrismart

Newsletter abonnieren

RSS-Icon Immer auf dem Laufenden bleiben? Dann abonniere unseren RSS-Feed!
  • derflo

    Könnte man bei diesen Artikeln nicht “Kommentar”
    in die Überschrift einfügen, denn das ist dieser Artikel ja? Denn ansonsten
    finde ich die Überschrift ein wenig polemisch, beinahe wie die der Bild
    Zeitung.

    • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

      Kommentar ist drin. Wo steckt die Polemik noch einmal? Drosselkom wird durch die Bank weg als Beschreibung fuer diese Geschichte genutzt

      • derflo

        Mit Kommentar bin ich schon zufrieden. So kann man das meiner Meinung nach dann auch schreiben. Nur Drossekom UND Milchmädchenrechung fand ich ein wenig zu viel. Ohne “Kommentar” erwartet man ja einen objektiven Artikel, und da wäre das der falsche Einstieg
        Danke für die Anpassung!

        • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

          Gerne doch, wobei der Carsten mal ganz objektiv sich die Zahlen geschnappt hat und des Pudels Kern ein wenig kommentierte. ;)

          Hast absolut recht, da musste Kommentar hinter

      • H2G

        Ich habe hinter der Überschrift nichts offizielles erwartet.

        • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

          wir sind schon ein paar Trickser ;)

  • Pingback: Trossel, die › Dobschat

  • Jan

    What? Quartalseinnahmen von 13,8 Mrd €, führen aber ne Drosselung ein weil sie sagen sie könnten sich den flächendeckenden Ausbau von Glasfaser bis 2016 nicht leisten, weil der 8 Mrd € kostet?????

    • derflo

      Umsatz heißt nicht Gewinn

  • H2G

    Die Rechnung ist klasse, leider haut sie nicht hin. Vergessen werden ja die Einnahmen durch den “Managed Service” (der aber vermutlich eh wegen des Wettbewerbsrecht noch gekippt wird).

    • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

      auf deutsch: damit kassiert die Telekom mal richtig ab ;)

      • H2G

        Worum sollte es sonst auch gehen? Die Telekom will die Kunden in den eigenen Diensten halten um dort mehr Gewinn zu erzielen. Der Aufpreis ist die Strafe wenn du deinen Film bei Maxdome und nicht bei Entertain schaust. Bis 2016 kräht keiner mehr dem Shitstorm hinterher und die Teledumm war auf einmal doch ganz schlau.

        • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

          auch das unterschreibe ich direkt. ich will mal ganz gehaessig sein und sage: Inet, Fon, TV und UMTS-Flat fuer 50 Euro im Monat bei meinen Freunden hier von der Chungwa Telecom.

          Ist ne 50/10 Glasfaser-Leitung und auch beim mobilen Tarif hatte ich noch nie Probleme mit einer Drosselung

          • http://twitter.com/sungminwi Sung-Min Wi 위성민

            :o So teuer?
            xD
            Was ist denn UMTS-Flat? Meinst du etwa Handyverträge?

          • pegelf

            Klingt für mich so, als hätte er eine allgemeinflat, die sowohl häuslichen, als auch mobilen Ansprüchen gerecht wird.

            Und wenn man mal an die ganzen Flatrates denkt, die Sacha teilweise für Flüge bucht, wird ihm der Preis davon wohl egal sein^^.

            In Österreich gibt es ja auch mobile Flatrates ohne Drosselung.

    • http://www.facebook.com/dobschat Carsten Dobschat

      Siehe letzter Absatz ;)

  • http://twitter.com/fabnapp Fabian Nappenbach

    wenn es so eine 10 euro Option gibt dann buchen das ja nicht nur die 3% sondern auch viele der 97% wodurch die Einnahmen nochmal deutlich höher ausfallen können

    • Frank Radzio

      Herr im Himmel, es geht nicht um Drosselung sondern um Netzneutralität.

      • johannes c

        absolut nur daran wird irgendwie vorbei disskutiert

        • Ulinator

          Netzneutralität, wenn ich dieses Schlagwort schon höre. Erstens gibt es weiterhin Tarife mit unbegrenzten Volumen. Zweitens gibt es auch noch andere Anbieter.
          Im Umkehrschluss würde das Argument ja bedeuten, dass es die Netzneutralität erst gibt, seit jeder seine billige Flatrate hat…

          • http://www.facebook.com/dobschat Carsten Dobschat

            Netzneutralität hat nichts mit unbegrenztem Volumen zu tun, sondern mir der Frage, welcher Traffic in die Volumenrechnungs einfliesst und welcher nicht…

          • johannes c

            danke und damit wie sie es überwachen ;)

    • Paul Broeker

      Und außerdem steht das auch genau so im letzten Absatz.

      Bei den Allnet-Flats sieht es ähnlich aus: viele holen sich die teureren Tarife für den “Peace of Mind”, telefonieren aber nur wenig mehr als vorher und zahlen eigentlich zu viel.

  • Hans_Dampf

    Stirb rosa Riese, stirb!

    • Michael R.

      Sterben? zu gnädig! Zerschlagen wegen Ausnutzung der Monopolstellung und verknacken der Verantwortlichen!

  • Pingback: Telekom bietet auch nach 2016 DSL-Flatrates an – gegen Aufschlag.

  • http://www.facebook.com/mo.yeeruck Mo Yeeruck

    Es ist doch längst bekannt, dass die angeblich so knappen Netzkapazitäten alles sind, nur nicht knapp, so dass schon das Kernargument der Telekom nicht greift. Und es ist ebenfalls längst bekannt, dass der Ausbau der für mehr Bandbreite notwendigen Infrastruktur geradezu lächerlich günstig ist und kein schlüssiges Argument bietet – weder für die Einschränkung der Nutzer auf der einen, noch für die Preisanhebungen auf der anderen Seite.
    Nimmt man nun die Berechnung in Eurem obigen Artikel noch hinzu, so zeigt sich endgültig, dass ganz andere Beweggründe hinter dieser Strategie stehen müssen. Denn durch diese Politik wird die Telekom auch Kunden verlieren. In welchem Ausmaß insgesamt, das mag man schwer prognostizieren. Sicherlich aber bei den vielzitierten “heavy-usern” in größerem Umfang. Gewinne steigern werden sie also kaum. Im Gegenzug aber Marktanteile verlieren. Der Sinn erschließt sich einem nicht.

    Was bei der ganzen Diskussion IMO bisher völlig aussen vor blieb: die größten Datenmengen fließen doch letztlich nicht bei den *bösen* heavy-internet-usern, die sich illegalen Content aus dem Netz saugen, sondern vielmehr beim völlig unbescholtenen 08/15-Entertain-HD-TV-Zuschauer, der sich im Zweifel noch nicht einmal darüber bewusst ist, wie viel Traffic sich da durch seine Leitung presst. Was passiert denn mit dem nach erreichen der Volumengrenze? Umstellung von HD1080 auf PAL (VCD)?

    • Ulinator

      Hast Du Zahlen zu den Kosten des Infrastrukturausbaus oder einen Link dazu? Dachte bisher, das sei ziemlich teuer.
      Für HDTV oder ähnliches wird es auch sicher Modelle ala Spotify geben, wo dann der TV Traffic nicht auf das Volumen angerechnet wird

      • http://www.facebook.com/dobschat Carsten Dobschat

        …unter Missachtung der Netzneutralität, die bisher dafür sorgt, dass jeder Anbieter die gleichen Chancen hat Kunden zu erreichen und jeder Kunde die freie Wahl des Inhaltsanbieters, statt nur aus denen auswählen zu dürfen, die gerade zufällig Partner des eigenen Providers ist..

  • Ulinator

    Früher gab’s ja auch schon Volumentarife und Flatrates, da hat sich auch niemand beschwert. Man könnte es auch so sehen, dass erst Du die massenhafte Verbreitung der Flatrates plötzlich 97% der Nutzer 3% Intensivnutzer mitsubventioniert haben. Das jetzt dann wieder nach tatsächlichen Gebrauch abgerechnet wird, ist ja von einem rationalen Standpunkt her ganz vernünftig. Und 10-20€ in drei Jahren sind ja schon halb inflationsbedingt. Für Spotify zahlen viele ja auch gerne 10€ ‘mehr’ für das Unbegrenztvergnügen. Telekom ist halt bei vielen ein rotes Tuch…

    • http://blogblume.de/ TiiaAurora

      Ganz früher gab es auch kein Internet und niemand hat sich beschwert… Das Argument lasse ich nicht gelten. Seit “damals” hat sich im Netz eine Menge getan. Du glaubst also wirklich an das Märchen der 3% Intensivnutzer und dass man mit einer 16000er Leitung über 75GB als Intensivnutzer zählt? Über 75GB im Monat kommen auch Normalnutzer ganz schnell. Wenn eine ganze Familie das Netz nutzt, erst recht.

      • Ulinator

        Was hat denn die Verfügbarkeit mit der Drosselung zu tun? Nur weil es genügend von etwas gibt, heißt das doch nicht, dass es allen in unendlichen Mengen zum gleichen Preis zur Verfügung gestellt werden sollte, unabhängig vom tatsächlichen Bedarf. Wieviel Bedarf hast Du denn, hast Du das mal nachgeschaut? Bei mir waren es die letzten Monate immer unter 50 GB, und ich habe auch eine Familien, bin regelmäßig im Netz und schaue ab und an HD-Filme. Die ganze Diskussion wird doch sehr unsachlich geführt. Das sind größtenteils irrationale Ängste die die meisten Leute gar nicht betreffen und für die anderen nun auch kein Weltuntergang sind. Man kann ja auch noch den Provider wechseln, ist jetzt ja kein Monopol mehr in Deutschland, hab ich mir sagen lassen… Dann bekommt die Telekom schon ihre Quittung, das sollte ja alle Leute hier freuen, nach der allgemeinen Stimmung…

        • http://www.facebook.com/tom.yan.18 Tom Yan

          Ist schön, das bei Dir die 75G ausreichen.
          Bei sehr vielen reicht dieses Limit eben nicht.

          Es geht hier aber in Wahrheit um drei Punkte

          a) Grundsätzliche Preiserhöhung (eigentlich ein “Mitnahme-effekt” der ein push Effekt für die andren beiden Punkte ist

          b) Einnahmen von content Anbietern (Google [Youtube], Amazon [Lovefilm], Sony [PS4 Games], etc. )

          c) zukünftig Premium-Daten-Pakete anzubieten (z.B. Reduktion der Ping-Zeiten für Games, etc.)

          Das ganze geht dann zu Lasten von neuen innovativen content Angeboten (z.B. 4k 3D Videothek), die sich Zahlungen an die TCOM nicht leisten können und daher u.U. weniger wahrgenommen/genutzt werden.

          Da die TCOM es versäumt hat eigene veritable content Angebote zu kreieren, weden jetzt eben die content Anbieter zur Kasse gebeten.

          Und das ist Verletzung der Netz-Neutralität
          -> nach dem Motto, nur die Großen und Starken werden/sollen sich durchsetzen

  • Pingback: Telekom will weiterhin unbegrenzte Flatrates anbieten, aber teurer

  • http://twitter.com/sungminwi Sung-Min Wi 위성민

    Senk einfach den Preis für Wenignutzern um 10 bis 20 Euro, wenn ihr wirklich so viel Sorgen um die Ungerechtigkeit macht.

  • http://twitter.com/sungminwi Sung-Min Wi 위성민

    Und es sollte sich nicht nur um die Netzneutralität handeln, sondern Verhalten eines Großkonzerns gegenüber den Kunden und dessen Profit.

  • Pingback: Nachtwächter-Blah » Um eine Preiserhöhung von durchschnittlich 30 b…

  • csmulo

    Genau darum geht es!
    Mehr Umsatz=Mehr Dividende
    Damit lassen sich aber keine Kunden mehr fangen!
    Obermann spricht von 3% die den hohene Traffic verursachen, was diesen schritt erforderlich macht!
    Er nennt aber nicht aus welchem Kundensegment die drei % kommen!
    Die Kunden, welche Netzknoten an den Kollaps bringen sind definitiv keine Privatkunden, sondern die Gechäftkunden deren niedrigen Preise der Privatkunde subventioniert!

  • Pingback: Neues von der "Drosselkom" | Digital | Oldenburger Onlinezeitung

  • Pingback: Das Tablet-Experiment: Was ich erwarte und befürchte | bullenscheisse

  • Laand

    Tut mir leid, aber wer hier die Milchmädchrechnung macht ist ja wohl klar? Ein bedrückter Autor eines Newsportals oder ein Weltkonzern mit einer riesen Marketingabteilung ist ja wohl klar? Oder nicht Herr Dobschat? Da mal konkret auf die Überschrift eingegangen. Erst im im Artikel wird von der – eigenen! – (Milch)Rechnung – geschrieben.

    • http://www.facebook.com/dobschat Carsten Dobschat

      Aber wirklich gelesen hast Du den Beitrag nicht… Danke für den Lacher :)

      • Laand

        Am besten Sie lesen nochmal die Überschrift und machen sich über deren Aussage bewusst. Enthält einen ziemlich groben Vorwurf.

        Mein Vorschlag für die Überschrift: “Die von uns aufgestellte Telekommilchmädchenrechnung”

        Akutell: “Drosselkom: Die Telekom-Milchmädchenrechnung – Kommentar” Allein das erste Wort lässt unseriöses vermuten… lachhaft.

        • http://www.facebook.com/dobschat Carsten Dobschat

          Netter Vorschlag – aber abgelehnt.
          Warum? Nun, aus zwei Gründen:
          1. Die Überschrift enthält keinen Vorwurf, die ist überhaupt nicht wertend. Es ist eine Rechnung anhand der Zahlen der Telekom, es geht um die Telekom und es ist eine sog. „Milchmädchenrechnung“, da viele Zahlen auch einfach unbekannt sind. Damit ist die Überschrift absolut korrekt so wie sie ist, außerdem durch den Zusatz Kommentar nun wirklich unmissverständlich als Kommentar gekennzeichnet.
          2. Die Überschrift ist ein Teil des gesamten Beitrags. Würde die komplette Information eines Beitrags in der Überschrift stehen, dann wären Überschriften verdammt lang. Und wer will schon Überschriften über mehrere Absätze lesen…

          • Laand

            Hin oder her Herr Dobschat, es ändert nichts an meiner Meinung, dass hier Unwahrheiten verbreitet werden. Und ihr euren Namen “MobileGeeks” zerstört. Echt lächerlich sowas… tut mir leid, aber ich wollte nur sagen das die Konkurrenz groß ist, also Achtung was Sie da online stellen.

            Es ist einfach lächerlich, da kann können Sie jetzt gerne vergeblich antworten und es ändert nichts, Punkt.

        • http://www.facebook.com/dobschat Carsten Dobschat

          Ach und bevor ich es vergesse: Drosselkom hat sich recht schnell als kurzer Begriff für die ganze Sache durchgesetzt. Ein Wort, bei dem jeder sofort erkennt, um was es geht. Ob einem das Wort nun gefällt oder nicht, es erfüllt seinen Zweck.

    • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

      zwischen lesen und verstehen koennen ist immer wieder eine ganze menge platz fuer interpretationen.

      ich frage mich was denn der konkrete vorwurf sein soll, denn ausser “ey du frustrierter Newsportal-Blogger” und “Weltkonzern mit riesiger Marketingabteilung”.

      Sollte die Telekom gar schon vermeintliche iinwandsbehandler auf die kommentarspalten loslassen?

      Das waere in der Tat lachhaft und auf einem aehnlichen Niveau wie die Kommunikation dieses Marketing GAUs!

  • Pingback: Drosselkom: Noch eine Rechnung › Dobschat

  • Bonf

    Oh, hier werden aber auch blind irgendwelche Zahlen durcheinenander geworfen. Also die Telekom hat einen Umsatz von 13,8 Mrd., aber es geht doch um den Gewinn den die Telekom steigern will. Der betrug im letztem Quartal 564 Mio. Euro. Die genannten Mehreinnahmen von 6.6 Mio Euro würden pro Monat anfallen, pro Quartal also 19,8 Mio. Das sind immerhin 3,5% des derzeitigen Gewinns des gesamten Konzerns. Ein riesiger Batzen wenn man bedenkt das dieser in nur einer Sparte (Privates Festnetz Internet) in nur einem Land anfällt.

    Und mit der Abschaffung von Netzneutralität hat das gar nichts zu tun. Die Pakete werden, nachdem die Größe zu abrechnungszwecken erfasst worden ist, alle gleich behandelt. Falls eine Drosselung stattfindet, greift diese nur an der Anschlußstelle, im eigentlichem Netz sind die Daten ungedrosselt. Das ganze ist ja auch in Mobilfunknetzen schon immer so gewesen.
    Versteht mich nicht falsch, ich bin 100% für die Netzneutralität. Die Ankündigung der Telekom hat aber damit nichts zu tun. ‘Choose your battles’. Hier geht es nicht um Netzneutralität, hier geht es um Geld.

    • http://www.facebook.com/dobschat Carsten Dobschat

      Ähm, Du wirfst gerade Zahlen durcheinander: Diese 6,6 Millionen Mehreinnahmen erklärst Du kurzerhand zu zusätzlichem Gewinn und wirfst dann mir vor, Zahlen blind durcheinander zu werfen? Merkst Du was?

      Und ja, es hat sehr viel mit der Netzneutralität zu tun, wenn Traffic nur selektiv gezählt wird und das passiert, hat die Telekom selbst angekündigt: Eigene Dienste wie Entertain werden nicht gezählt und auch Dienste von „Partnern“ werden nicht gezählt, wie es mit Spotify schon beim Mobilfunk passiert – kurz: Ende der Netzneutralität.

      Natürlich geht es hier um die Netzneutralität und um Geld, diese soll aufgekündigt werden, um damit mehr Geld zu machen. Einerseits soll mehr bei den Kunden abkassiert werden und auf der anderen Seite bei Content-Anbietern, die von den eigenen Kunden genutzt werden.

      • Bonf

        Da die Telekom keine zusätzlichen Ausgaben hat, wird aus dem Umsatz tatsächlich kurzerhand Gewinn. Das merke ich erstmal.

        Und die unterschieldiche Zählung der Dienste passiert zunächst nur in dem Anschluss und zunächst nur zu Abrechnungszwecken. Soweit ist die Netzneutralität nicht gefährdet, es sei denn man bewegt sich oberhalb der 75GB bei der es dann plötzlich teurer wird einen Film von freien Anbietern zu schauen als vom Entertain Server zu laden.

        Für mich wird es erst problematisch wenn entweder die Grenzen sehr viel kleiner werden (z.B. ein Limit <10 GB) oder es Auswirkungen auf den Zugriff auf das Netz als ganzes hat (Prioritisierung eigener Dienste die andere Dienste merklich langsamer machen oder Blockierung von Diensten). Solange beides nicht gegebn ist hat dies für mich keien Auswirkungen auf die Netzneutralität. Wer einen riesigen Datenverbrauch hat mag das anders sehen.

        • http://www.facebook.com/dobschat Carsten Dobschat

          a) Von den 6,6 Millionen gehen mal die Umsatzsteuern weg, dazu kommt zusätzlicher Abrechnungsaufwand… nein, die 6,6 Millionen sind Einnahmen und Einnahmen sind kein Gewinn.

          b) Natürlich betrifft es das ganze Netz, wie schon geschrieben: Die Telekom hat angekündigt, dass jeder Internetdienst zu einem „Managed Service“ mit bevorzugter Behandlung wird, wenn der Dienstanbieter dafür zahlt. Das ist ganz klar das Ende der Netzneutralität. Die Behauptung, die Netzneutralität wäre nicht tangiert ist einfach nur eine glatte Lüge, die durch ständige Wiederholung nicht plötzlich wahr wird.

  • Pingback: Meinung: Gleiches Netz für Alle! Für Alles! #Drosselkom

  • Pingback: Verspätete Notiz zum Thema Telekom und Volumendrossel | Free Coffee

  • Pingback: Für echtes Netz – Netzneutralität jetzt verankern! | Spreekolumne

  • pegelf

    Wenn das tatsächlich so wäre hätte die Telekom wahrscheinlich die Tarife tatsächlich um einen Euro angehoben. Ich denke, dafür würde niemand der Telekom den Kopf abhacken. Nun weiß ich, dass ich wenn ich älter bin auf keinem Fall in eine Gegend ziehen werde, in der die Telekom eine Monopolstellung besitzt.

    Demnach ist die ganze Aktion eher Kontraproduktiv. Nun wäre noch eine Rechnung interessant, die zeigt, ob sich die 60ct zusätzlicher Gewinn pro Person lohnen oder ob die 60ct direkt durch die Kündigen wieder zunichte gemacht werden.

Trackbacks & Pingbacks

  1. Pingback: Trossel, die › Dobschat

  2. Pingback: Telekom bietet auch nach 2016 DSL-Flatrates an – gegen Aufschlag.

  3. Pingback: Telekom will weiterhin unbegrenzte Flatrates anbieten, aber teurer

  4. Pingback: Nachtwächter-Blah » Um eine Preiserhöhung von durchschnittlich 30 b…

  5. Pingback: Neues von der "Drosselkom" | Digital | Oldenburger Onlinezeitung

  6. Pingback: Das Tablet-Experiment: Was ich erwarte und befürchte | bullenscheisse

  7. Pingback: Drosselkom: Noch eine Rechnung › Dobschat

  8. Pingback: Meinung: Gleiches Netz für Alle! Für Alles! #Drosselkom

  9. Pingback: Verspätete Notiz zum Thema Telekom und Volumendrossel | Free Coffee

  10. Pingback: Für echtes Netz – Netzneutralität jetzt verankern! | Spreekolumne