Sogenannte Epidermal Electronics könnten zukünftig Gesundheitswerte tracken als eine Art elektronische Tätowierung, die direkt auf unserer Haut angebracht wird.

Elektronische Tätowierungen können unsere Gesundheit überwachen

Es werden immer größere Fortschritte bei Technologien gemacht, die auf flexible Materialien setzen. Wir beobachten das in den letzten Monaten beispielsweise verstärkt bei den Display-Technologien, wo wir in diesem Jahr die ersten flexiblen Displays erwarten.

Die Forschung geht aber schon einen Schritt weiter und so gibt es eine Möglichkeit, Sensoren, Technik und die notwendigen Instrumente, um so ein “Device” zu betreiben und es kommunizieren zu lassen so hauchdünn anfertigen zu können, dass sie quasi auf die menschliche Haut aufgedruckt werden können.

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In Urbana-Champaign an der Universität von Illinois tut sich Wissenschaftler John Rogers bei diesen Experimenten hervor. Bislang setzte man bei den ersten Versuchen auf einen beweglichen Kunststoff, um die hauchdünnen Geräte am menschlichen Körper anzubringen. Das würde ausreichen, um sie im normalen Alltag – beispielsweise im Büro – zu tragen, beim Schwimmen, Duschen etc allerdings würde das Gerät nicht an der menschlichen Haut halten können.

Jetzt hat man festgestellt, dass man auf diese Kunststoff-Rückseite eben auch durchaus verzichten kann. So könnte man eine Art gummierte Briefmarke auf der Haut anbringen, ebenso gibt es aber auch die Möglichkeit, herkömmliche Sprüh-Pflaster zu nutzen, um das Device noch widerstandsfähiger zu machen.

Auf diese Weise könnte man ein solches elektronisches Pflaster oder eine solche elektronische Tätowierung bis zu zwei Wochen auf der Haut tragen. Dann würde der menschliche Körper dafür sorgen, dass es nach und nach abblättert. Bis dahin könnte das Teil aber an der Haut wertvolle Daten tracken, beispielsweise könnte es so eine frische OP-Narbe überwachen, die Temperatur des Körpers überwachen etc. Diese Daten könnten dann kabellos an den Arzt übermittelt werden.

Es ist erstaunlich, wie schnell die Technik voranschreitet und auch Bereiche erobert, an die ich persönlich zuvor nicht mal im Traum gedacht hätte. Es wird natürlich noch eine Weile brauchen, bis sowas kommerziell nutzbar ist, aber schon in eineinhalb Jahren möchte Rogers mit seiner Firma solche Systeme fertigen lassen, die exakt mit dieser Technologie arbeiten.

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Kategorien Gadgets

Über Carsten Drees

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Geek, Internet-Fan, Blogger: Die Mischung aus allem hat mich zu den Mobilegeeks gebracht. Weitere Hashtags meines Lebens: Depeche Mode, die Simpsons und der FC Schalke 04.

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