Bei einem kurzen Trip in die Hansestadt Hamburg habe ich einmal den Feldversuch gestartet, nur mit den heutzutage erhältlichen Apps für Smartphones mich dort zurecht zu finden. Weiter sollten diese Programme meinen ortskundigen Touristen-Guide darstellen. Diesen Erfahrungswert will ich mit euch teilen und im Anschluss euch befragen, welche App-Auswahl ihr vorgeschlagen hättet.

Erfahrungsbericht: Hamburger Städtereise nur mit Smartphone Apps

Hinweis

Als Grundlage für diesen Feldtest diente ein iPhone5 unter iOS6 im deutschen o2 Mobilfunknetz. Android Apps und Funkqualität anderer Netzte konnten nicht beachtet werden.

Anreise

Eine Strecke von einfach 800 Kilometern legt man ungern im Auto zurück – vor allem wenn man keines besitzt. Die Zeit, die für die Erholung nach einer so langen Autofahrt nötig wäre, würde mir kostbare Zeit für den Trip kosten. Deswegen ging es mit einem Direktzug der Deutschen Bahn direkt zum Hamburger Hauptbahnhof.

Zur Planung der Anreise zum ICE Startbahnhof, sowie für die nicht unerhebliche Information, ob sich mein Zug verspätet oder an einem anderen Gleis abfährt, nutzte ich den DB Navigator. Diese App hat mich bisher noch nie mit falschen Aussagen stehen lassen. Im Verlauf wird dieses Programm noch weitere Verwendung finden.

Im Zug selbst war es, dank des Reisedatums, recht voll und somit hatte man als Reisender wenig “Aktionsspielraum”. Hierbei stellte sich das Hantieren mit den auf DIN A4 selbstausgedruckten Fahrscheinen als unpraktikabel dar. Hier würde ebenfalls die App der Deutschen Bahn wieder weiterhelfen, da diese die Funktionalität bietet, die Fahrkarte über das Handy-Display dem Schaffner vorzulegen. Zu beachten hierbei ist leider allerdings, dass das “City Ticket” nicht im Handy-Fahrschein inbegriffen ist, sondern nur wenn der Fahrausweis auf Papier vorhanden ist. Mit dieser Option kann man am An- und Abreisetag kostenlos den öffentlichen Nahverkehr nutzen des bei der Anreise entfernten Bahnhofes benutzen.

Da man als stark eingebundener Geek nur selten sein Heimatbundesland verlässt, wollte ich diese Exkursion Richtung Preußen auf Foursquare festhalten. Dies machte nach anfänglicher Eingewöhnungszeit wirklich Spaß und sorgte durch lustige Achievments immer wieder für kleine Lacher. Die Daten die hierbei gesammelt werden, stellen für mich kein Risiko für die Privatsphäre da.

Eine Zugfahrt von circa sechs Stunden kann doch langweilig werden. Deswegen habe ich mich dank der Podcast App Instacast als auch mittels der Facebook App ein bisschen vom drögen Zugfahren abgelenkt.

Was ich hierbei noch sagen wollte: Danke DB, dass ihr Steckdosen an allen Plätzen habt!

Tage in Hamburg

Hierbei merkte ich, dass meine bisher, während der Reise verwendeten, Apps sehr mächtig sind. Der DB Navigator kennt (fast) den kompletten Nahverkehr, auch wenn dieser nicht von der Bahn bedient wird. Für mich stellte die Chatfunktion der Facebook App die ideale Lösung da, mittels welcher man sich mit seinen Freunden unterhalten kann, um eventuelle Treffpunkte für die Abendgestaltung auszumachen. Alternativ wären hier sicherlich auch die Google Plus App nützlich gewesen.

Wer in Hamburg mit den Hafen-Fähren fahren möchte, dem sei die Android App “öffi” empfohlen. In dieser App stehen Streckenkarten der Schiffe zum Download zur Verfügung. Als Tipp am Rande, wenn ihr mal in Hamburg seid, fahrt mit den Fähren. Diese sind im Preis der Tageskarten der HVV enthalten und vermitteln euch ein Bild vom Hafen, wie er wirklich ist – inklusive Wellengang und leicht übermotorisierten kleinen Fährschiffen.

Zur Orientierung und Evaluation von schönen Stellen setzte ich Google Maps ein. Damit erlangt man einen schnellen Überblick, was um einen herum geboten ist.

Leider fand ich keine gute “Ratgeber-App” für Hamburg, dieser mir gut recherchierten und schön gestalteten Punkte aufzeigt, welche man als Tourist gesehen haben muss. So habe ich mir das Rathaus, den Jungfernstieg – mit Apple Store – und ein paar andere Sehenswürdigkeiten angesehen. Diese Locations habe ich natürlich auch bei foursquare festgehalten. Soll ja schliesslich jeder wissen, wo man steckt. *scnr*.

Foursquare entwickelte sich vor allem in der Abendgestaltung mit Freunden zu einem nützlichen Tool. Neben dem reinen “Check-In” bietet diese App auch Bewertungen und Bilder von Restaurants und Bars. Sehr nützlich in einer fremden Stadt.

Nachteile

Nach den erwähnten Vorteilen vom App-Einsatz habe ich auch etliche Nachteile entdeckt.

Die meisten sind gar offensichtlich. Bei 250 km/h ist der Mobilfunk im o2 Netz sehr löchrig und selbst in Bahnhöfen, wie zum Beispiel in Kassel, brach die Verbindung oft ganz ab. Dies will natürlich ein loyales Telefon verhindern und sendet um so stärker Richtung Funkmast. Allerdings killt dies den Akku schneller als man möchte. Was ich hierbei gelernt habe – Airplane Modus ist auch in Zügen nützlich!

Wenn man die Foto-Sharing Funktion von sozialen Netzwerken nutzt, schwindet neben dem schon bekannten Akku auch schnell das Kontingent an 3G Megabytes.

Weiter war es für mich auch sehr ungemütlich, mein siebenhundert Euro Device auf einen, für mich persönlich, moralisch geschmacklosen Ort wie der Reeperbahn und deren Bewohnern offen zu nutzen. Dies galt übrigens auch für manche U-Bahn-Linien und Bahnhöfe.

Fazit

Ich werde auch in Zukunft, egal in welcher Stadt, nur mit Apps navigieren. Da dies einfach wirklich reibungslos klappt kann ich es jedem uneingeschränkt empfehlen. Allerdings muss man sich den Konseqünzen eines leeren Akkus oder mancher Gegenden bekannt sein.

Meine App Liste:

Community

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  • LinusX

    Ich weiß nicht, wie das in Deutschland ist, aber in Italien ist die Tripadvisor App absolut unverzichtbar. Echt praktisch, um versteckte gute Restaurants zu finden und nicht in den Touri-Fallen zu landen!
    Gruß,
    Linus X.

  • Dominik Hoffmann
  • smo_o

    Wikipedia eignet sich gut als Touriguide. Oft sogar schon zuviel Infos…

    PS: Ich bin ja nicht pingelig, und kann über den einen oder anderen Tipp-, Rechtschreib- oder Ausdrucksfehler hinwegsehen. Wenn die Anzahl aber fett zweistellig wird, vergeht mir ein bißchen der Spaß am Lesen des Artikels.

    • MGTobias

      Hi,
      hast du mir vll. ein, zwei Fehler, das ich diese ausbessern kann. Haette ich diese gesehen, waeren sie nicht drin. :)

      Danke und ein frohes Neues, Tobi

      • smo_o

        MG Tobias, ich fang dann mal an:

        Die Zeit, welche > Die Zeit, die

        Des wegen > Deswegen

        zum Hamburg Hauptbahnhof. > zum Hamburger Hauptbahnhof oder zum Hauptbahnhof in Hamburg

        Information ob > Information, ob

        weiteren Verlauf … weitere Verwendung > zweimal weiter in einem Satz

        den, auf DIN A4, selbstausgedruckten > keine Kommas

        App von der Deutschen Bahn > App der Deutschen Bahn

        Zu beachten hierbei ist leider allerdings, dass das “City Ticket”, mit diesen kann man am An- und Abreisetag kostenlos den öffentlichen Nahverkehr nutzen, nicht bei einem Handyticket inbegriffen ist, sondern nur wenn der Fahrausweis auf Papier vorhanden ist. > unglücklich formuliert

        starkeingebundener > stark eingebundener

        Preussen > Preußen

        Spass > Spaß

        Stunden, kann > kein Komma

        Des wegen > Deswegen

        trögen > drögen

        bisherig > bisher

        von der Bahn an sich geregelt > von der Bahn selbst

        Als auch, dass Facebook für mich einfach die ideale Lösung ist, um mit
        sich mit einer Gruppe zu unterhalten und Treffpunkte für die
        Abendgestaltung auszumachen. > mit “Als auch” den Satz anzufangen geht so nicht, insgesamt unglücklich formuliert

        … wären … die Google Plus App. > wäre

        Da hier auch die Streckenkarten der Schiffe zum Download verfügbar sind. > das ist kein Satz

        Als Tipp am Rande, wenn ich mal in Hamburg seid, fahrt mit den Fähren. > ihr

        Inklusive Wellen und übermotorisierte Schiffen. > Das ist kein Satz

        schönen Stellen, setzte > kein Komma

        Somit > Damit

        einem herum> einen herum

        Welche mir gut recherchierten und schön gestalteten Punkte aufzeigt, welche man als Tourist gesehen haben muss. > Geht so nicht

        jeder wissen wo > jeder wissen, wo

        Bahnhöfen wie zum Beispiel in Kassel brach > da müssen Kommas hin

        Allerdings killt das den Akku schneller als was man will. > “was” zuviel, vll ein Komma, bin ich mir auch nicht sicher

        Weiter > Weiterhin

        mein siebenhundert Euro Device auf einen, für mich persönlich, versifften und gesselschaftsunwirklichen Ort wie der Repperbahn offen zu nutzen. > Mein Siebenhundert-Euro-Device, unglücklich formuliert, was soll “gesellschaftsunwirklich” (abgesehen vom Tippfehler) heißen?

        UBahn Linien > U-Bahn-Linien

        klappt kann > klappt, kann

        Allerdings muss man sich den Konseqünzen eines leeren Akkus oder mancher Gegenden bekannt sein. > Allerdings muss man sich den Konsequenzen eines leeren Akkus oder mancher Gegenden bewußt sein. Immer noch unglücklich formuliert.

        “Unglücklich formuliert” hätte ich noch einige Male schreiben können…

        Nix für ungut!

        • MGTobias

          Dankeschoen! Super Arbeit. Hast du nicht Lust das Gastblogger Team zu verstaerken? Du bist super!

    • Quiltifant

      Ist bei dem Autor normal.

      • MGTobias

        Magst du auch Gastautor werden? Einfach eine Email an Sascha und du kannst dabei sein. :) Wuerde mich freuen!

  • sp00ky_n1

    Ich habe vor kurzem erst einen ähnlichen Trip nach NY unternommen. Als Besitzer eines Nexus 4 habe ich einfach Google Now verwendet. Super einfach, es schlägt diverse Sehenswürdigkeiten vor. Abends weg gehen ist auch kein Problem, einfach kurz Google Now fragen. Für den öffentlichen Nahverkehr gibt es in fast allen großen Städten eine App. Für komplette Touren durch die Stadt haben wir allerdings einen herkömmlichen Reiseführer auf Papier verwendet, ist ja auch nicht allzu sperrig.
    Hier in Deutschland nutze ich sowohl Öffi für den öffentlichen Nahverkehr, als auch den DB Navigator in Kombination mit DB Tickets. Ich pendele täglich mit dem ICE, so dass ich mit dem Widget des DB Navigators Abfahrtszeiten und eventuelle Verspätungen immer schnell im Blick habe.

    • MGTobias

      Danke fuer dein Kommentar.
      In den Staaten stelle ich mir das mit der Netzabdeckung auch schwerer vor als hier. Wobei mir ja meine Zugfahrt auch gezeigt hat, dass es mancher Orts verbesserungswuerdig ist. :)

  • JO_ONe23

    “Weiter war es für mich auch sehr ungemütlich, mein siebenhundert Euro Device auf einen, für mich persönlich, moralisch geschmacklosen Ort wie der Reeperbahn und deren Bewohnern offen zu nutzen. Dies galt übrigens auch für manche U-Bahn-Linien und Bahnhöfe.”
    Also wer auf der Reeperbahn nicht mal nur “Nachts um halb Zwei” vorbei schaut sieht, dass dort normale Menschen wohnen, die in keinerlei weise “morschlisch Geschmacklos” sind oder eine gleich anfallen und das es sich auch dort Leben lässt und nichts “moralisch Geschmacklos” ist.
    Die meisten Probleme gibt es dort nun mal nachts und oft mit Touristen, die mal “die Sau” raus lassen wollen. Gleiches gilt für die UBahnen und Bahnhöfe.
    Sollte man mal vllt drauf hinweisen.

    • MGTobias

      Ich muss sagen, ich wurde noch nie so oft von irgendwelchen herumlungernden Personen angesprochen und angemacht wie in Hamburg.
      Scheinbar wird dort mehr gedulded als in anderen Städten. Natuerlich dient es auch als “ich lass die Sau raus”-Ort fuer viele Fremde.

  • http://www.facebook.com/stefanmartin.pedersen Stefan Martin Pedersen

    Kurze Anmerkung, Hamburg war nie Mitglied von Preußen, es hat Gebiete von Preußen erhalten durch das

    Groß-Hamburg-Gesetz

    Möglicherweise hast du Teile davon dann besucht (wie Altona und Co, aber wie schon gesagt Hamburg ist seit Jahrhunderten schon eine Hansestadt)

    Wiki dadrüber zum nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9F-Hamburg-Gesetz#Gebiets.C3.A4nderungen_in_Hamburg_zum_1._April_1937

    Als Hamburger war mir das wichtig dies richtigzustellen :)

    • MGTobias

      Hi Stefan,
      danke schoen fuer die Geschichtsstunde. Fuer Bayern ist alles Preussen, was noerdlich der Donau ist. :)

      LG, Tobi

      • http://www.facebook.com/stefanmartin.pedersen Stefan Martin Pedersen

        So wie es für uns Hamburger alles bayrisch ist was südlich von der Elbe ist :)

  • http://www.facebook.com/eugene.change.1 Eugene Change

    würde unbedingt Trip-Advisor mitnehmen, Gibt zwar kein richtiges City guide fürs sightseeing, aber für Tor Aktivitäten in Deiner Umgebung. Wenn der Hunger kommt, siehst Du auf deiner TripAdvisor Karte die Restaurants/Fressbuden um dich herum mit Bewertung und Preiskategorie. Hat in Rom, München und Berlin und weiten Teilen Südfloridas super geklappt, wieso nicht auch in HH.

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