Android baut seinen Vorsprung gegenüber Apples iOS derzeit so schnell aus, wie Microsofts Windows einst in den Neunzigerjahren. Dies ist zumindest die Meinung von Google-Vorstandschef Eric Schmidt. Hintergrund ist die boomende Nachfrage für Smartphones mit dem mobilen Betriebssystem von Google.
Weltweit habe Google Android derzeit einen Marktanteil von 72 Prozent, während Apple im dritten Quartal 2012 nur auf 14 Prozent kam. Aktuell würden jeden Tag mehr als 1,3 Millionen Android-Geräte aktiviert, so Schmidt weiter. Den raschen Anstieg der Zahl der Android-Geräte sieht Schmidt als “riesigen Plattformwechsel”, der dem Siegeszug von Microsoft gegen Apple vor rund 20 Jahren gleichkomme. Google “gewinnt den Krieg gerade recht deutlich”, sagte Schmidt im Interview mit dem US-Wirtschaftsdienst Bloomberg.
Die grundlegende Strategie von Google sei es, den “Kuchen” der Endgeräte größer werden zu lassen. Letztlich entstehe so ein nicht perfekt kontrollierter und nicht perfekt gemanageter aber eben größerer “Kuchen”, was man dem Konzept der offenen Systeme verdanke.
Große Worte, die Herr Schmidt da ablässt. Tatsächlich hat Android einen Großteil seines Erfolgs seiner recht freien Natur zu verdanken. Gerade in den USA hat Apple mit iOS aber weiterhin die Nase vorn, auch wenn Android zunehmend aufholen kann. Google verdient vor allem durch die Vermarktung von Werbung über seine Plattform, während Apple mit großen Margen an jedem bisschen des iOS-Ökosystems verdient. Rein finanziell dürfte Apple wohl noch lange die Oberhand behalten, denn in der Android-Welt teilen zahllose Hersteller die Gewinne unter sich auf.
Immer auf dem Laufenden bleiben? Dann abonniere unseren RSS-Feed!
