Fast 2.200 Patente hat Ericsson verkauft und sich als Empfänger dafür einen Patent-Troll ausgesucht. Der heißt Unwired Planet und hat – wie es sich für seine Zunft gehört – u.a. schon gegen Google, Apple und RIM prozessiert.
Was zeichnet einen Patent-Troll aus? Die meisten von euch werden es wissen, allen anderen hilft Wikipedia auf die Sprünge:
Patent-Troll (auch „Patentjäger“, „Patenthai“ oder „Patentfreibeuter“) ist eine abwertende Bezeichnung für Personen oder Unternehmen, die Patente in unangemessener Weise benutzen. Dazu zählen solche, die Patente erwerben, ohne jemals die einem Patent zugrunde liegende technische Erfindung einsetzen zu wollen, oder die sich Trivialpatente mit nur geringer Schöpfungshöhe schützen lassen.
Unwired Planet ist also ein perfektes Beispiel für einen solchen Patent-Troll, Ericsson dürfte es vermutlich herzlich egal sein. Exakt 2.185 Patente gehen jetzt in deren Besitz über, insgesamt hält man nun somit über 2.400 Patente. Die von Ericsson veräußerten Patente decken die Technologien 2G, 3G und LTE ab.
Die ganze Geschichte könnte für Ericsson sogar nochmal lukrativer werden – dann nämlich, wenn Lizenzgebühren oder Schadenersatz-Zahlungen für diese Patente fällig werden. Bei einer Summe bis 100 Millionen springen für Ericsson immerhin 20 Prozent raus, bis 500 Millionen sind es dann sogar schon 50 Prozent und darüber hinaus dann satte 70 Prozent. Selbst hat man weiterhin übrigens das Recht, sämtliche Lizenzen zu nutzen.
Weiterhin will man jährlich bis 2018 nochmal je 100 Patente loswerden an die Patent-Trolle. Könnte für Ericsson in der Tat ein einträgliches Geschäft werden und Google, Apple und Co dürfte das nicht sonderlich gut schmecken. Gefällt mir nicht gut, dieses Patent-Geschachere, aber dagegen unternehmen können wir leider nichts.
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