Die japanischen Hardware-Spezialisten von HKEPC haben erste Details zu Intels Plänen für die kommende Generation der Atom-Prozessoren veröffentlicht. Es wird offenbar zunächst drei verschiedene Serien geben, von denen die Intel Atom N400-Reihe die Basis bildet. Es handelt sich hierbei um einkernige Prozessoren, die für Netbooks gedacht sind. Die D400-Serie stellt das Äquivalent für Nettops dar, während die D500-Reihe deren Dual-Core Version ist. Insgesamt wird Pineview wohl eine weitere Schrumpfung der Geräte mit sich bringen, einen Leistungsschub sollten wir allerdings nicht erwarten.
Die “Pineview” genannten Prozessoren haben die Northbridge des Chipsatzes inklusive des Grafikkerns in Zukunft direkt integriert und werden durch das neue Chipset NM10 ergänzt. Der erste neue Prozessor wird der Intel Atom N450 sein, der mit 1,66 Gigahertz arbeitet und an die Stelle des N270 treten soll. Durch die Integration von CPU und Northbridge kann Intel den Platzbedarf der gesamten Pine Trail Plattform deutlich reduzieren – insgesamt sollen 64% weniger Raum benötigt werden.
Wie auch der N270 unterstützt der Intel Atom N450 Hyper-Threading. Er Hat 512 KB Level2-Cache an Bord und unterstützt bis zu 2 RAM-Slots mit maximal 2 GB Kapazität. Der eingebaute Grafikprozessor arbeitet künftig mit 200 statt 133 MHz, es handelt sich nun aber um den im Vergleich zum bisher gebräuchlichen GMA950 schwächeren GMA500. Dieser war bisher lediglich in Netbooks mit Poulsbo-Chipsatz zu finden, bei denen anstelle des N270 die Intel Atom CPUs der Z5xx-Serie verbaut sind.
Intel gibt laut HKEPC weiterhin an, dass die Leistungsaufnahme von maximal 16 Watt beim N270 beim N450 auf 7 Watt fällt. Im Schnitt sollen statt 4 Watt nur noch 2 Watt drauf gehen. Dies dürfte dafür sorgen, dass mehr Hersteller Netbooks auf den Markt bringen, die ganz ohne einen Lüfter auskommen. Ob die neuen Pineview-Atoms allerdings in Sachen Leistung mithalten können, bleibt abzuwarten. Intel hatte bereits angedeutet, dass man sie nur für Einsteigervariante von Windows 7 freigeben will.
Im Desktop-Bereich hält als erstes Modell der D4xx-Serie der Intel Atom D410 Einzug. Dieser gleicht dem N450 in fast allen Punkten, schließlich arbeitet auch er mit 1,66 GHz. Der Grafikteil wird allerdings noch ein Stück schneller arbeiten, was zu einer etwas höheren Leistungsaufnahme führt. Der Dual-Core Intel Atom D510 ist die Basis-Version der D5xx-Reihe und hat ebenfalls einen Kerntakt von 1,66 GHz. Er hat 1 Megabyte L2-Cache an Bord und Unterstützt ebenfalls Hyper Threading.
Die neuen Prozessoren der Pineview-Architektur kommen angeblich allesamt im vierten Quartal des Jahres auf den Markt. Der Intel Atom N450 könnte aber einen frühen Start hinlegen und bereits ab Oktober in ersten Netbooks zu finden sein. Die aktuellen Atom-CPUs N270, N280, 230 und 330 werden noch bis Mitte nächsten Jahres angeboten, die OEMs können sie allerdings nur noch bis zum Frühjahr ordern. Na dann wissen wir ja bescheid. Wer ist außer mir auch ein wenig enttäuscht? In Sachen Grafikleistung wird es wohl mit Pineview kaum einen Fortschritt geben.
[Quelle: HKEPC via NetbookChoice]
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