Nach unseren letzen Exkurs Richtung susestudio, schauen wir uns heute etwas aus dem gleichem Hause an. Ein openSuse 12.2 mit dem leichtgewichtigen und Gnome2 sehr aehnlichen xfce Desktop.

Es muss nicht immer Windows sein – openSuse

Vergangenes

  1. Bodhi Linux
  2. ArchBang
  3. Susestudio

Nach dem wir uns bisher immer mit gezielten Distributionen, welche fuer unsere Anforderungen optimiert waren, herumgeschlagen haben, nehmen wir heute einmal direkt eine Upstream Disitribution – ein openSuse.

Ich bevorzuge dieses Linux ueber, zum Beispiel Debian, da hier sehr viel Wert auf Bugfixes sowie Artwork auch bei den nicht “Hauptdesktops” gelegt wird. Unser Testkandidat heute ist mit einem schoen gestalteten xfce-Desktop ausgestattet. Dieser ist aehnlich leicht wie ein lxde und haelt verhaelt sich nahezu wie eine uns bekannte Gnome2 Umgebung.

Die Distribution an sich kommt unverkennbar aus dem Wirkungsbereich der openSuse Community. Neben dem ueblichen gruen sind auch typische Programme wie Yast oder zypper vorinstalliert.

Anmerkungen xfce

Das xfce besonders leichtgewichtig und ressourcenschonend ist versteht sich von alleine. Allerdings schaut es vom Look&Feel auch noch vertraut aus. Sei es in dem uns vorliegenden openSuse Remix mit der unten liegenden Taskbar, das auploppende “Alle Programme”-Menue oder der Dateiexplorer. Alles hat einen spuerbaren Anklag an den vergangenen Gnome2 Versionen von openSuse und manch anderen Distributionen. Somit duerfte dieses alternative Betriebssystem sich vor allem an altgediente Gnome2 Enthusiasten als auch an Leute, welche unter Microsoft windows gern die “klassische Ansicht” bevorzugen, richten.

Hierbei ist jedoch auch zu beachten, dass man sehr schnell dabei ist, Fremdbibliotheken zu laden. Da viele Programm dann doch das von KDE kommende Qt, oder das von Gnome kommende Gtk brauchen, blaesst man sein xfce was den Speicherbedarf angeht doch ziemlich auf.

Anmerkungen zu openSuse

Man merkt an allen Ecken, dass Suse inklusive aller Vorgänger eine zwanzigjaehrige Erfolgsgeschichte in Sachen Linux ist. Die Konfigurationstools wie Yast setzen in vielen Bereichen das Ziel was alle versuchen zu erreichen.

Weiter steckten diese Leute auch viel Zeit in Artwork. Fuer mich gehoert openSuse in der KDE, Gnome2 und nun auch in der xfce zu den schönsten Arten von Linux die ich kenne.

Allerdings wirkt diese Distribution oft altbacken. Das maechtige Yast ist fuer Einsteiger kaum zu handeln und man Menupunkte sind, meiner Meinung nach, heutzutage nahezu obsolet. Beispiel: ISDN Nebenrufnummer.

Fakten

Min. Prozessor 333 Mhz
Mind. Arbeitsspeicher 256MB (inkl. Grafik)
Mind. Festplattenspeicher 2.3 GB
Basiert auf -
Standard Desktop KDE, Gnome3, lxde, Xfce
LiveCD verfügbar ja
ARM faehig ja (Wiki Portal)

Screenshots

Was meint ihr?

Was denkt ihr dazu? Ist die Zeit von Distribution, welche alles abbilden koennen, vorbei und der Weg geht hin zu von vornherein spezialisierten Spins? Hier ist natuerlich die Zielgruppe von “Nutzern” anstatt “Kennern” zu setzen.

Weiter wuerde ich euch bitten, wenn ihr Vorschlaege habt, welche Distribution bei den MobileGeeks erwaehnt werden sollen, dann teilt sie uns in den Kommentaren mit! Communiy-driven-blogging so zu sagen. :)

Newsletter abonnieren

RSS-Icon Immer auf dem Laufenden bleiben? Dann abonniere unseren RSS-Feed!
  • Obi-Wahn

    Ich bin selbst jahrelanger openSuse-Nutzer und immer noch sehr zufrieden und durch den Build-Service gibt es auch immer aktuelle Pakete von allen möglichen Programmen. Aber Yast muss wirklich mal einer Renovierung unterzogen werden! Da merkt man einfach, dass da in den letzten paar Releases nicht viel geschraubt wurde. Manches ist überflüssig oder ist schlecht zu bedienen. Zumindest unter KDE 4 kann man allerdings auch immer mehr direkt mit KDE-Tools einstellen.

    Eine interessante Alternative für KDE-Nutzer ist vielleicht Slax: http://www.tomas-m.com/blog/19218-Slax-RC1-updates.html

    • MGTobias

      Hi Obi-Wahn, danke. :) Der Artikel soll auch nur einen “heiss” machen um sich dann eventuell selbst die Live CD zu holen.

      Hackintosh sind rechtlich gesehen sehr sehr dunkel grau ;)

      • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

        Hackintoshs sind in Deutschland absolut gruen. Du darfst Software die du hier erworben hast auf jeder Plattform installieren die es gibt. Dazu gibt es entsprechende Grundsatzurteile und Apples “innovative” US-Nutzungsrechte greifen hier nicht

        • MGTobias

          Das waere doch mal ideal fuer eine neue Postreihe: Die groessten Rechtsirrtuemer fuer MobileGeeks. Android Flashen, Hackintosh, usw. :)

  • noa

    Kubuntu, UbuntuStudio, hackintosh, (Android?), chromeOS…

    • MGTobias

      Durch die hier genannten Systeme, wuerden wir unser Ziel – ein System fuer aeltere Rechner – doch ein bissl aus den Augen verlieren.

      Wenn euch das nicht so wichtig ist – gerne. :)

      • noa

        Windows ist ja auch längst nichts mehr für ältere Rechner…
        auch interessant ist DSL(DamnSmallLinux), benötigt nur 50mb , also schon für schwächere rechner gedacht… (bekommt aber, glaube ich, keine updates mehr???)

        auch bootbare usb-sticks sind interessant(meinSystem läuft auf einer externen USB Harddisk:))

        oder mal ein ganz böses Spielzeug: BackTrack

        • MGTobias

          Jop, da gebe ich dir bei allen Punkten Recht ;).
          DSL hat seine hoch Zeit hinter, hier ist jetzt “TinyCore” eingezogen. Allerdings ist diese Distro echt nur was fuer Koenner wo ich nicht dazu zaehle. ;)

          So spezial Dinge wie BackTrack ist glaub eher etwas fehl am Platze. Durch die ganzen Penetrationstestmoeglichkeiten und Exploiting was die Distro bietet. Ich sag nur Hackerparagraph ;)

          • noa

            nun, da hast du recht, BackTrack wäre hier fehl am platze, da man ja hier Windows einige User stehlen möchte ;) für windows user, wie auch für mich (nutze seit etwa 10 Jahren Linux) sind all diese Exploitmöglichkeiten etwas zu hoch;)

            Doch mal ernsthaft: die Idee, hier so etwas aufzubauen (und Windows in den Bankrott zu treiben:)) ist genial! das musste mal gesagt werden;) weiter so!

          • MGTobias

            Das geht runter wie Oel :)

          • noa

            Hackerparagraph
            dieses Ding ist ja schlimm!!!

            “[...]Computerprogramme, deren Zweck die Begehung einer solchen Tat ist,[...]sich oder einem anderen verschafft[...]wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft”

            zum Glück lebe ich in der Schweiz, doch hier ist es fast genau so schlimm… (habe keine Lust auf Urlaub auf Staatskosten hinter schwedischen Gardinen!)

            obwohl: auf der Website von BackTrack steht, dies sei eine linuxdistribution für penetrationsteste

            http://de.wikipedia.org/wiki/Penetrationstest_%28Informatik%29

            dies wäre also erlaubt, ist ja nicht zum hacken, sondern zum testen von Sicherheitssystemen (obwohl es oft zweckentfremdet wird) ;)

  • cornel

    Fedora

    • MGTobias

      Leider hatte ich des oefteren Probleme mit Fedora und Gnome3 in der VirtualBox – mal schauen ob es sich gebessert hat. :)

  • Kevin Silbstedt

    Wie wäre es mal mit Linux Mint. Ist so ziemlich die beliebteste Distro und gerade für Einsteiger ist das Ding ideal. Hab es selber in der xfce Edition laufen.

    Ach und wenn ihr schon so eine Serie macht, würden sich auch Artikel zu WINE, PlayOnLinux und Co. anbieten. Als ich damit angefangen habe, haben mich diese Dinger in den Wahnsinn getrieben und Game Tree Linux hab ich bis heute nicht zum laufen bekommen.

    • MGTobias

      Hi,
      ich schreibe mir deine Tipps und Anfragen mal auf. Soviel habe ich mit Wine und “Spielen unter Linux” noch nicht gemacht – aber hey, es ist immer irgendwann das erste mal. :)

  • NoHighRes

    Mit SuSE 9.2 habe ich Windows endgültig in den Ruhestand verbannt. Professionelles Arbeiten ist mit der reichhaltigen Palette an verfügbaren Programmen sehr effektiv möglich. Gerade Einsteiger in Sachen Programmierung erhalten kostenlos eine Fülle an Tools für alle erdenklichen Sprachen ohne schon bei der Installation eine Bibliothek voller fragwürdiger “Lizenzvereinbarungen” abnicken zu müssen. Mit Win 8 und seinem sich aufdrängenden App-System wird im kommerziellen Bereich ja zur Zeit eher der gegenteilige Pfad zur Autobahn ausgebaut…
    Was ihr bei den Tests unterschlagt, ist die volle Server-Funktionalität, die mit jeder OpenSuse Distro ebenfalls mitgeliefert wird (und bei vielen Linuxvarianten nachinstalliert werden kann) . Ein eigener Apache, MySQL oder Mailserver ist so ganz nebenbei ohne den Erwerb von Lizenzen machbar.

    • MGTobias

      Hi NoHighRes,
      es wurde nicht erwaehnt, da es sich hier um reine Desktop Systeme handelt und die Serverfunktionalitaet bei Linux eigentlich bei jeder Distribution gegeben ist. :)

  • Stefan Richert

    Da ich faul bin, bleibe ich wohl erstmal bei Ubuntu :D Das habe ich eingerichtet, und hoffe das ich bis der Support für 12.04 ausläuft nicht mehr viel machen muss. Aber schöner Artikel und natürlich ein interessantes OS

    • MGTobias

      Dankeschoen :). Man soll nutzen, mit dem man am produktivsten ist.

  • Toran Xanta

    Fand dein Artikel sehr interessant, vor allem da ich letztens selber in dem Bereich “geforscht” habe, da ich hier auch 2 alte Notebooks habe wo ich wiederbeleben wollte. Dabei habe ich festgestellt, dass die Linux PUPPY Versionen sehr gut für ältere Rechner sind, da diese sehr schonend mit den Ressourcen des Rechners umgehen. Oder auch Xubuntu, oder Chrunchbang (mit openbox als Windows Manager)

    • MGTobias

      Jop. Es gibt auch immer mehr Distributionen welche auf Puppy Linux aufbauen. Sollte man vll. mal erwaehnen .Danke fuer den Tipp! :)

Trackbacks & Pingbacks