Große Aufregung: Das Kultusministerium in Baden-Württemberg hat Lehrern die Nutzung von Facebook verboten! Und sofort kommt ein Sturm der Empörung, von weltfremden Regeln, verbotswütigen Grünen und dem Ende aller Innovation in Deutschland ist die Rede. Aber warum eigentlich?

Facebook-Verbot in Schulen Baden-Württembergs – was soll die Aufregung? – Kommentar

Es ist schon spannend zu beobachten, wie Menschen, die noch vor wenigen Tagen die Schnüffelei der NSA in unseren privaten Daten und unserer Kommunikation, die – angeblich unfreiwillige – Zusammenarbeit von Facebook und anderen US-Unternehmen mit der NSA scharf kritisierten jetzt plötzlich so tun, als wäre guter Unterricht ohne die Nutzung dieser sozialen Netzwerke nicht mehr möglich. Ganz ehrlich, habt ihr mal ein bisschen weiter als vom Teilen- zum Like-Link gedacht?

Warum soll es für den Unterricht gut sein, wenn Schüler indirekt zu einem Facebook-Account gezwungen werden, weil ein Lehrer dort eine Lerngruppe für die Klasse aufgemacht hat? Warum soll es besserer Unterricht sein, wenn digitale Lernmaterialien per Mail statt per Google+ Hangout verteilt werden? An keiner Stelle wird den Lehrern verboten, das Thema soziale Netzwerke im Unterricht zu behandeln, es wird nur ganz klar gesagt, dass eben auch im Unterricht die Datenschutzvorschriften gelten und personenbezogene Daten der Schüler nichts auf Facebook, Google+ oder ähnlichen Netzwerken verloren haben.

Statt sich also zu überlegen, welche Möglichkeiten es gibt digitale Medien und Werkzeuge auf eine Art in den Unterricht an deutschen Schulen zu bringen, die nicht im Widerspruch zu den geltenden Datenschutzbestimmungen stehen und möglichst barrierefrei sind, schreit mal lieber etwas von „Innovationsfeindlichkeit“ und „Rückschritt“. Dabei handelt es sich doch eher um einen Fortschritt: Warum sollten nicht höhere Klassen im Unterricht unter fachkundiger Anleitung eigene Server der Schule betreuen und dort dann entsprechende Dienste für die eigene Schule bereit stellen? Es gäbe eine Kommunikationsplattform für die jeweiligen Schule, bei der es die Datenschutzprobleme der Netzwerke anderer Betreiber eben nicht gibt, die Schüler könnten dabei etwas lernen, was sie in Zukunft deutlich weiter bringt, als die Benutzung von Facebook. Wäre es für die Zukunft unseres Landes nicht besser, wenn unsere Kinder lernen, dass es eben nicht nur Facebook und WhatsApp gibt, sondern es sogar ganz einfache Möglichkeiten gibt, so etwas für Arbeitsgruppen selbst aufzubauen? Oder wenn unsere Kinder schon früh lernen, dass Datenschutz auch etwas damit zu tun hat, dass man selbst seine eigenen Daten schützt und sich gut überlegt, wem man wann welche Daten anvertraut? Ich persönlich würde beide Fragen mit einem sehr deutlichem Ja beantworten und mir wünschen, dass die Kultusministerien der restlichen Bundesländer hier nachziehen – und dann ein bisschen Geld locker machen, um solche eigenen Kommunikationsserver für alle Schulen zu ermöglichen.

Soziale Netzwerke als Thema im Unterricht: Ja bitte! Aber als Unterrichtswerkzeug taugen die Netzwerke alleine schon aufgrund der Datenschutzproblematik nicht und es ist gut, dass das Kultusministerium in Baden-Württemberg dies klar gestellt hat.

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  • derflo

    na endlich spricht es mal einer aus!

  • st0815

    Die Entrüstung kommt, weil hat die Schlagzeile “Das Kultusministerium in Baden-Württemberg hat Lehrern die Nutzung von Facebook verboten” nicht korrekt ist, aber für bare Münze genommen wird. Es wird lediglich die dienstliche Kommunikation über derartige Netzwerke verboten – wenn so auch berichtet würde, würde sich wohl kaum jemand aufregen.

  • Patrick Krawczyk

    Bevor Unterricht von Soziale Netzwerk, Technische / Angewande Informatik u.s.w. geschult werden soll, müssen die Personal aufgestockt werden in den Bereich. Es bringt nichts, einem Altgessenen Lehrer/In mit so einen Thema zu überfordern, wenn Sie im vielen Städte mit aktuellen Bildungsplan überfordert sind.

    Das soziale Netze im Schule verboten werden, find ich gut. So lernen Sie nichts drauß und hinterfragen diese Technik nicht. Weil Sie es nur nutzen und nicht betreuen.

  • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

    Hier wird ja so getan, als ob die badenwürttembergische Regierung einfach nur Aufklärung betreiben würde. Dem ist aber nicht der Fall.

    Ich zitiere aus der Veröffentlichung des Ministeriums: “Daher ist von der Nutzung von sozialen Netzwerken zu dienstlichen Kommunikationszwecken abzusehen, da diese den geltenden Standards des Landesdatenschutzgesetzes (LDSG) nicht genügen.”

    Das heißt, dass ein Lehrer auf keine Anfrage den Unterricht oder sonstige offizielle Tätigkeiten an der Schule betreffend reagieren darf, wenn diese im Rahmen eines Social Networks an ihn gerichtet wird. Das heißt er darf nicht einmal darauf reagieren, wenn ein Schüler ihn per Facebook fragt ob es okay wäre, wenn er zur Schulfeier Kekse statt Kuchen mitbringen würde. Lehrer dürften sich auch nicht untereinander bei Facebook absprechen, ob der eine den anderen mal bei der offiziellen Schul-AG vertreten könnte. Lehrer dürften auch keine hilfreichen Tipps in von Schülern gegründeten Gruppen posten und sei es nur ein Link zu einer frei verfügbaren Quelle. Um eine versehentliche dienstliche Kommunikation zu vermeiden, müssen sie im Prinzip jegliche Bereiche der Social Networks meiden, welche auch ihre Schützlinge, deren Eltern und ihre Kollegen nutzen. Ich bin absolut für die Förderung alternativer Kommunikationsplattformen, für eine Stärkung des Datenschutz und für Aufklärung über die Probleme beim Ungang mit Daten im Internet. Ich bin auch absolut dagegen, dass man Inhalte exklusiv im Rahmen von privaten Social Networks veröffentlicht, sodass man in diesen einen Account haben muss um Zugang zu erhalten. Das hier geht aber für mich zu weit und stellt für mich eine unzulässige Bevormundung dar.

    • Carsten Dobschat

      Ja, so ist es. Es gilt das Landesdatenschutzgesetz und damit hat dienstliche Kommunikation nur über Kanäle stattzufinden, die diesem genügen. So einfach ist das. Das ist keine Bevormundung, sondern nur ein Hinweis auf geltendes Recht.

      • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

        Wo würde denn bitte bei dem beschriebenen Fall, dass ein Schüler den Lehrer fragt, ob es okay wäre Kekse statt Kuchen zur Schulfeier mitzubringen, das Datenschutzrecht verletzt? Oder in dem Fall wo ein Lehrer den anderen fragt, ob er mal die Leitung der Schul-AG übernehmen könnte? Das sind nicht sonderlich schützenswerte Trivialitäten. Datenschutz baut auf dem Erlaubnisvorbehalt auf. Wenn es also nicht um die Daten anderer geht und die Kommunikationsteilnehmer einvernehmlich eine bestimmte Plattform in Kenntnis der entsprechenden Auswirkungen zur Kommunikation nutzen wollen, dann hat das nichts mit Datenschutz zu tun, sondern stellt schlichtweg eine Einschränkung des Recht auf persönliche Entfaltung dar, wie es einem das Grundgesetz eigentlich garantiert, wenn man ihnen diese Entscheidung verbietet.

        • Carsten Dobschat

          Die Kommunikation zwischen Schülern und ihren Lehrern ist immer dienstlich, wie auch die Kommunikation von Lehrern untereinander, wenn es um die Schule geht. Da ist einfach eine Grenze. Und auch wenn es einzelne Fälle geben mag, wo man es etwas lockerer sehen könnte: Dienst ist Dienst.

          • HerrDice

            In allen anderen Berufszweigen wird die Kommunikation und die permanente Erreichbarkeit ausgeweitet. Wenn ich als Lehrer so noch einen guten Tip oder eine Frage einfach und FÜR ALLLE sichtbar beantworten kann, ist das doch wohl ein erheblicher Mehrwert. Dann bekommt das nämlich nicht nur Schüler A mit, der mir eine Email geschrieben hat. Derjenige, der nicht auf Facebook ist, bekommt das nicht mit, aber bei einer Email bekommt es bis auf den Fragesteller niemand mit…

          • Carsten Dobschat

            Für alle? Nein, nur für die Schüler, die eben gerade bei Facebook oder eben in dieser von Schülern gegründeten Gruppe sind.

          • HerrDice

            Natürlich nur für alle, die auf Facebook sind. Doch das sind in einer Klasse von 30 Schüler mindestens 25. Diese 25 Schüler werden durch den Mehrwert, der für sie unkompliziert zu erhalten ist (Gruppe beitreten) vermutlich zu 90% dieser Gruppe beitreten. So erreiche ich also 20 von 30 Schülern ganz unkompliziert und kann mir sicher sein, dass sie die Infos erhalten haben. Das man hier eine Alternative anbieten muss, steht außer Frage, aber warum es nicht für alle, die bei Facebook sind, so unkompliziert wie möglich gestalten, denn Facebook ist nunmal ein Teil des Lebens für die Meisten jungen Menschen. Diese 20 Schüler haben also ziemlich sicher alle Infos. Spielen wir das gleiche Spiel über Moodle erreiche ich vielleicht die Hälfte alle meiner Schüler, weil irgendwer immer vergisst zu gucken. Aber für mehr bitte einfach meinen anderen Post hier lesen.

          • Carsten Dobschat

            Und wo ist das Problem einfach die Alternative für alle anzubieten? Eine datenschutzrechtliche zulässige Alternative vor allem?
            Und von wegen „wird nicht genutzt“ – ich kann mich daran erinnern, dass es in meiner Schulzeit auch Unterrichtswerkzeuge gab, die ich zu nutzen hatte. Egal ob mir das gefallen hat oder nicht den Drecksatlas immer wieder umsonst mitschleppen zu müssen. Genau so kann eine Schule auch sagen, dass es eben eine Kommunikationsserver gibt, der als Unterrichtswerkzeug zu nutzen ist. Und wer es nicht nutzt von den Schülern, der hat eben seine Hausaufgaben nicht gemacht. Ende.

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            Die Alternative kann man doch ruhig anbieten. Aber wieso die Schüler zwingen diese zu nutzen? Wir haben an der Uni auch zig Angebote über die sich die Studenten austauschen können. Trotzdem gründen etliche von ihnen Gruppen bei Facebook, weil sie da eben sowieso den halben Tag online sind und keine Lust haben ständig zwischen den Plattformen zu springen: Und noch einmal: Es geht nicht darum auf Facebook exklusive Angebote zu machen, sondern lediglich darauf zu reagieren, was die Schüler so oder so machen. Mit deiner Bevormundungseinstellung könnte man ja genauso rechtfertigen, dass beim Betreten der Schule erst einmal alle Taschen gefilzt werden, damit man sich auch ja keinen Schaden in der Schule dadurch zufügt, dass man sich ungesund ernährt und dazu Süßigkeiten mit sich führt. Wo sind wir denn hier? Schulen sollen zu mündigen Bürgern durch Bildung und Aufklärung führen und nicht durch Bevormundung und Reglementierung in die Unselbstständigkeit!

          • derflo

            Es wird ja hier so getan, als ob sich der Unterricht nur noch online abspielt. Wie oft wird denn das tatsächlich gebraucht.

            Die klare Trennung kann ich nachvollziehen. Was ist jetzt trivial, was nicht? Wer soll das überprüfen? Da es ja eindeutig eine Alternative geben muss, warum dann alles doppelt verwalten? Denn die Fragen/Antworten von Facebook müssen ja dann auch den Nicht-Facebook-Usern zur Verfügung gestellt werden. Das kann es doch leicht passieren, dass da nicht alles synchron gehalten wird. Welcher Lehrer sieht sich denn dazu berufen, alles zu organisieren? Vor allem in seiner Freizeit.

            @herrdice:disqus Es ist auch fraglich, ob man Abends vor Klausuren noch auf Fragen eingehen sollte. Normalerweise sollte es einen abschließenden Fragetermin mit der Klasse geben, wo diese Fragen vor allen geklärt werden können.

          • HerrDice

            Den Abschlusstermin gibt es natürlich, aber auch ich habe damals schon, manchmal noch eine Frage per Email gestellt, vllt einen Tag vor der Klausur, aber eine Unterrichtsstunde gab es dann nicht mehr. Natürlich gab es dann manchmal noch eine Antwort!
            Und nein vieles spielt sich noch nicht im Internet ab, aber der größte Berührungspunkt mit dem Internet ist für Schüler Facebook, Youtube etc.. Nun ist einer weg in BW, der nicht mehr positiv benutzt werden kann.
            Synchronhalten ist schwer, ein Screenshot machen aber nicht so sehr, aber ich weiß, dass das schwierig ist. Als motivierter Lehrer macht man sowas vielleicht noch, als erfahrener dann vllt nicht mehr. Aber man muss die neuen Lehrer doch auch mal etwas ausprobieren lassen, wenn gewusst wie. Ansonsten meckern immer alle ia alten und verstaubten System rum…

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            Wer das entscheiden soll? Nun, ob es sich um schützenswerte Daten handelt oder um Allgemeinwissen, sollte eigentlich jeder Lehrer entscheiden können. Genauso sollte man ohne weiteres entscheiden können ob man über Daten anderer spricht oder nicht. Und wenn der Lehrer den zusätzlichen Aufwand betreiben möchte: Wieso ihm das untersagen? Ich bin ständig in Kontakt mit Lehrern was die Nutzung moderner Medien im Unterricht betrifft, ich habe da auch schon an einer entsprechenden Konferenz teilgenommen. Genauso erfahre ich als Referent bei Berufsbörsen an meiner ehemaligen Schule und als Verwalter von Gruppen für Erstsemester immer wieder wie Schüler sich gerne organisieren. Und da gehören Gruppen in den Social Networks ganz vorne mit dazu. Wieso den Schülern also nicht da entgegen kommen wo sie sowieso schon sind, so lange es eben kein exklusives Angebot ist und man nicht zur Verwendung der Social Networks zwingt?

          • derflo

            Wenn jeder immer alles richtig machen würde, bräuchten wir wohl keine Gesetze mehr. Das ist wohl sehr optimistisch.

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            Für die drastischen Probleme gibt es völlig gerechtfertigte Regelungen. Aber triviale Kommunikation zu verbieten geht einfach zu weit.

          • derflo

            Die Kommunikation wird doch nicht verboten, nur eine Kommunikationsmöglichkeit von vielen, die im übrigen keine deutschen Datenschutzrichtlinien erfüllt.

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            Und mit welcher Begründung?

          • http://www.facebook.com/thomas.lottermoser Thomas Lottermoser

            Welche moderne Form der Kommunikation tut denn das? Selbst die deutsche Staatsmail genügt dem ja nicht dank mangelnder durchgehender Ende-zu-Ende Verschlüsselung?

          • derflo

            z.B. studip. Das wäre aber für Schulen wohl zu mächtig.

            Aber über was reden wir denn hier? Es werden sicherlich keine Inhalte über das Netz übertragen, da werden die Verlage sicher nicht mitspielen. Daher bleiben nur Fragen rund um Organisation und Inhalt. Organisatorisches wurde zu meiner Schulzeit mit einer Tutorstunde einmal wöchentlich geregelt. Inhaltliche Fragen sollten, meiner Meinung nach, immer vor der Klasse im Unterricht geklärt werden. Es spricht natürlich nichts dagegen, diese im Vorfeld schon einmal zu sammeln. Aber mehr sehe ich da nicht.

          • http://www.facebook.com/thomas.lottermoser Thomas Lottermoser

            Wenn wir wollten, dass alle Regeln immer eingehalten werden, dann bräuchten wir den totalen Überwachungsstaat. Das ist wohl sehr pessimistisch…

          • HerrDice

            Und auch die verantwortungsvolle Nutzung von Facebook kann ein Lernziel im Rahmen des Informatikunterrichts sein. Und was glaubst du wie lange man predigen muss, bis die S alle ihre Privateinstellungen auf privat geändert haben. Gibt es eine Gruppe ist das im nu auch noch erledigt, da keiner will, dass ich sehen kann, was sie in ihrer Freizeit so betreiben.
            Und nochmals: Es wird immer eine Alternative angeboten. Und natürlich kann ich meine Schüler auch zwingen eine andere Platform zu benutzen, doch wo Zwang ist, entsteht nie ein gutes Lernklima. Und das größte Problem von Neuerungen oder Alternativen ist die Adaption durch die Schüler oder im betrieb eben durch die Arbeitnehmer. Wird immer und überall gepredigt. Für die, die es auf FB haben wollen, gibt es eine Gruppe, für alle anderen eine Homepage/Moddle oder was auch immer. Beantworte ich aber abends um 9 noch eine Frage eines Schülers auf FB, weil am nächsten Tag Klausur ist und alle anderen Klassenkameraden auf FB das noch sehen, ist das ein Mehrwert für die S und ein außerordentlicher Service von mir. Aber ob ich um 9 noch auf Moodle gucken und was beantworte ist wohl höchst unwahrscheinlich. Und das um die Uhrzeit das da noch andere Mitbekommen auch. Vielleicht vergesse ich auch noch das auf der anderen Platform zur Verfügung zu stellen. Dann gibt es 2 Optionen: Der Lehrer ist scheiße, weil er es auf der anderen Platform vergessen hat oder er ist klasse, weil er sich sogar noch um 9 um 2/3 seiner Schüler gekümmert hat…
            Man muss doch etwas, das alle sowieso nutzen, nicht verbieten und mit etwas ersetzten, was so gut wie keiner nutzt… Und nochmal: Übe ich Druck über Noten (Strichliste) aus, bin ich auch wieder der Assi-Lerher, der nur mit der Notenkeule kommen kann.

          • Ted

            “Beantworte ich aber abends um 9 noch eine Frage eines Schülers auf FB, weil am nächsten Tag Klausur ist und alle anderen Klassenkameraden auf FB das noch sehen, ist das ein Mehrwert für die S und ein außerordentlicher Service von mir.”
            Und die Schüler die kein FB wollen sind aussen vor, sehr schön. Für Fragen vor der Prüfung gibt es in der Schule genug Zeit, dann bekommen auch alle die Antwort mit. Und am Abend vor noch Fragen beantworten ist eh nicht sinnvoll, dafür sollte man einen klaren Zeitpunkt kommunizieren bis wann gefragt werden kann.

          • Andreas Pfaffinger

            Facebook gehört heute zum Leben von so gut wie jedem Jugendlichen und sollte deshalb auch ergänzend zu den vielen anderen Kommunikationsmöglichkeiten nutzbar sein. Das zu verbieten ist einfach nur dumm. (Auch wenn das der eine oder andere Facebookhasser nicht sehen will.)

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            Man kann auch im Rahmen von Social Networks zwischen Dienst und Privatem trennen. Ich hätte keine Probleme damit, wenn man konkret kritische Fälle untersagen würde. Aber das grundsätzliche verbieten von trivialer Kommunikation geht einfach zu weit. Da wird eine Grenze beim Recht auf persönliche Entfaltung überschritten.

          • Carsten Dobschat

            Nö, wird sie nicht. Privat darf ein Lehrer auf Facebook machen was er will, er darf es aber nicht als Werkzeug für den Unterricht oder als Kommunikationsplattform für schulische Dinge verwenden. Zig Unternehmen verbieten die Kommunikation über Firmenangelegenheiten via Facebook, das ist auch nichts anders.

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            Nur weil zig Unternehmen das machen, muss man das aber noch lange nicht wider jeder Logik so pauschal auch an Schulen handhaben. Zumal: Es geht hier ja nicht um Firmengeheimnisse, sondern auch um triviale Kommunikation in der Freizeit die verboten wird!

          • Carsten Dobschat

            Bitte mal lesen: Es geht um den dienstlichen Gebrauch, in ihrer Freizeit dürfen Lehrer auf Facebook kommunizieren wie sie wollen. Es gibt aber im Verhältnis Lehrer zu Schüler keine „Freizeitkommunikation“.

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            Richtig, darum geht es mir ja. Nochmal: Wieso muss man triviale Kommunikation über Social Networks in der Freizeit verbieten? Ich kann verstehen, wenn man sagt in der Dienstzeit hat man Social Networks zu meiden, es sei denn es ist zu Aufklärungszwecken im Unterricht. Man muss aber nicht jede Kommunikation über Social Networks verbieten einfach nur weil sie dienstlich ist. Damit der Staat einem etwas verbieten darf, muss schon ein klarer Grund bestehen, inwiefern dadurch angemessen Schaden verhindert wird. Ich kann diese Angemessenheit aber eben nicht sehen, wenn man triviale Kommunikation wie beschrieben verbietet.

          • http://www.facebook.com/thomas.lottermoser Thomas Lottermoser

            Wieso denn das? Gerade bei älteren Schülern sind doch Gespräche nicht immer dienstlich. Ich habe früher mit meinen Lehrern über alles mögliche geplaudert.

            Und wenn man das schon so streng auslegt, dann müsste man ja letztlich jegliche externe Schüler/Lehrer Kommunikation unterbinden. Denn was ist, wenn der Schüler dem Lehrer per gmail, outlook.com, etz. eine E-Mail schreibt? Darf der Lehrer dann nicht antworten, weil die Antwort dann auf einem Server in den USA landen würde?

            Und was ist mit Lehrer/Eltern Kommunikation? Soll jede Grundschule einen eigenen Server betreiben, allen Eltern einen Account geben und darüber das nächste Schulfest organisieren?

            Was ist mit Alumni? Ist es nicht nett, Ex-Schüler z.B. über eine Facebook-Seite interaktiv weiterhin am Schulleben teilhaben zu lassen?

            Das ist doch alles nicht mehr zeitgemnäss und unverhältnismässig. Klar braucht man Datenschutz, und es wäre ein Unding, z.B. Zeugnisse auf Facebook zu posten, aber gerade in Zeiten von Ganztagsschulen, ist Schule eben nicht mehr nur Pflicht und Dienst, sondern eben auch Freizeit/Lebenszeit, die mit ganz unverfänglichen Dingen zu tun hat.

            Aber hier ist gerade in Deutschland das Verständniss von Datenschutz so dogmatisch, wie es umgekehrt bei den Beführworten staatlicher Totalüberwachung zu lax ist. In beiden Fällen kann aber die Antwort nicht eine Verweigerung der nunmal alltäglichen und allgegenwärtigen modernen Kommunikationsmittel sein, sondern der selbstverantwortliche, sichere Umgang damit unter vertrauenswürdigen Rahmenbedingungen.

          • HerrDice

            Genau das ist es! Wir angehende Lehrer bekommen beigebracht, dass Schule eben nicht mehr nur Parken in der Garage, mit dem Aufzug ins Klassenzimmer fahren, Unterricht halten und wieder Heimfahren ist. Es soll so viel neben der Schule bzw. dem eigentlichen Unterricht gemacht werden, dann aber doch bitte mit den Mitteln, die der normale Mensch neben der Schule nutzt….

          • http://www.facebook.com/thomas.lottermoser Thomas Lottermoser

            Dienst ist Dienst galt vielleicht zu Kaisers Zeiten, ich dachte wir wären ein freies Land mündiger Bürger. Und es will ja wohl kein Lehrer Zeugnisse, Klassenbucheinträge oder den Inhalt von Elterngesprächen öffentlich auf Facebook posten. Und wenn eine Schule z.B. eine öffentlich sichtbare Homepage betreibt, warum soll sie dann das nicht auch mit Hilfe von Facebook, etc. realisieren?

          • Carsten Dobschat

            Warum mit Hilfe von Facebook, wenn es viele andere Möglichkeiten gibt, so was zu machen *ohne* einen Account bei irgendeinem Drittnetzwerk voraus zu setzen und *ohne* die datenschutzrechtlichen Probleme? Hier wird gerade so getan, als könnte man ohne Facebook nicht mehr kommunizieren…
            Das ist doch wohl der richtige Weg, gerade wenn man *weiß*, dass die NSA einen sehr weitreichenden Zugriff auf die Daten bei Facebook & Co. hat, dass man als Nutzer bei diesen Netzwerken die Ware ist und nicht der Kunde, eben auf Alternativen zu setzen. Sorry, aber zu behaupten Facebook wäre die moderne Art zu kommunizieren ist in Anbetracht solcher Tatsachen schon eine sehr gewagte Theorie. Modern wäre da wirklich der Aufbau, die Förderung und die Nutzung von entsprechenden Alternativen.

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            Nein es wird nicht so getan, als ob man ohne Facebook nicht mehr kommunizieren könnte. Man bzw. ich wehre mich bloß dagegen, unangemessene Verbote auszusprechen. Man kann Alternativen auch fördern ohne Facebook und Co. zu verbieten.

          • Carsten Dobschat

            Du verstehst es nicht, oder? Das Kultusministerium hat nichts verboten, es hat nur klar gestellt, dass die dienstliche Nutzung aufgrund der Datenschutzgesetze verboten *ist*. Das Verbot gibt es schon länger, das Kultusministerium hat nur daran erinnert…

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            1. Noch lange kein Hindernis das Verbot zu kritisieren.
            2. Scheinbar hat man bisher das Verbot aber nicht wirklich ernsthaft konsequent so allumfassend verfolgt und will dies nun ändern, wenn man es so konkret und weitgreifend zum Ausdruck bringt. Also ist das schon irgendwo eine veränderte politische Agenda.

          • http://www.facebook.com/thomas.lottermoser Thomas Lottermoser

            Eben, es geht ja nicht um Kritik am Grundgesetz. Hier geht es doch um einen klaren Fall von Überregulierung.

          • Carsten Dobschat

            Hm, als wurde die Trennung in Arbeits- und Privatleben in der Weimarer Republik abgeschafft? Spannend…

            Mal ein anderer Punkt: Die meisten Lehrer sind Beamte, Beamte stehen in einem besonderen Verhältnis zum Staat und es ist doch wohl nicht zu viel verlangt von einem Beamten, sich nicht nur auf den besonderen Schutz und die Fürsorge des Staates zu verlassen, die so eine Verbeamtung mit sich bringt, sondern auch zu verlangen, dass die sich an Gesetze halten. Und dazu gehören eben auch Datenschutzgesetze. Es ist mir echt ein Rätsel, wie man darüber diskutieren kann. Es ist eine Tatsache, dass Facebook nicht mit deutschem Datenschutzrecht kompatibel ist, es steht jedem frei es in seiner Freizeit zu nutzen, privatwirtschaftliche Unternehmen dürfen es ebenfalls nutzen, so lange sie gewisse Dinge dabei beachten – aber ich sehe keinen Skandal dabei, von Beamten zu verlangen, dass sie nur mit dem deutschen Recht konforme Werkzeuge für die Ausübung ihrer Tätigkeiten verwenden.

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            Du vergleichst hier zwei Dinge die man so nicht miteinander vergleichen kann. Man kann die Arbeit in irgendeiner Firma nicht mit der Arbeit an einer Schule vergleichen. Die Grenze zwischen privatem und reinem Dienst sind an Schulen weitaus verschwommener. Mir ist es ein Rätsel wie du das so kalt ignorieren kannst.

          • Carsten Dobschat

            Und eben weil man es nicht vergleichen kann, darf der Chef mit seiner Sekretärin eine Verhältnis anfangen, aber der Lehrer nicht mit seiner Schülerin. Mir ist ein Rätsel, wie Du die Verantwortung, die Lehrer haben einfach so ignorieren kannst…

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            Und wieder ziehst du einen völlig unpassenden Vergleich heran. Wo verletzt ein Lehrer denn seine Verantwortung unangemessen, wenn er auf triviale Anfragen bei Facebook reagiert?

          • Carsten Dobschat

            Indem er als Beamter Werkzeuge für die Ausübung seiner Tätigkeit nutzt, die er nicht nutzen darf.

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            1. Nicht alle Lehrer sind Beamte. Es werden genau genommen immer weniger Lehrer verbeamtet.
            2. Hier stelle ich ja das Verbot gerade in Frage. Du kannst doch nicht das Verbot mit sich selbst begründen!?

          • Carsten Dobschat

            Das Verbot ergibt sich aus den Datenschutzgesetzen, was ist so schwer daran zu verstehen? Die Gesetze sind so und man kann von einem Beamten und *jedem* *anderen* *beim* *Staat* *Beschäftigten* verlangen sich an die Gesetze zu halten. Punkt. Darüber darf es keine Diskussion geben. Als nächstes kommen dann Polizisten und drohen Verdächtigen mit Folter, weil sie das Verbot für sinnlos halten oder was?

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            Darüber darf es keine Diskussion geben? Hallo, geht es noch? Nach dieser Argumentation könnte man auch mal eben 1984 real umsetzen, das ist dir schon klar, oder? Weil Gesetz ist ja halt Gesetz und das hat man gefälligst ohne Widersprüche zu akzeptieren, oder? Meine Herren, das geht ja mal gar nicht. Ich würde ja zu gern mal wissen wie Sascha und die anderen Mobilegeeks zu dem Irrsinn stehen den du hier so von dir gibst. Rants und persönliche Meinung bin ich ja von Sascha gewöhnt. Aber eine derart unsachliche Basta-Haltung? Nee….

          • Carsten Dobschat

            Du willst also darüber diskutieren, ob sich Staatsbedienstete nur an die Gesetze halten müssen, die ihnen gefallen? Darüber willst Du diskutieren? Ernsthaft jetzt? Man kann über die Sinnhaftigkeit von Gesetzen diskutieren, aber niemals darüber, ob Staatsbedienstete sich an die Gesetze zu halten haben.

            „Och, das Grundrecht auf Privatsphäre finde ich jetzt nicht so toll, das behindert mich bei den Ermittlungen…“

          • HerrDice

            Man soll Gesetze kritisch reflektieren und sie dann benutzen. Soweit sind wir uns hier glaube ich alle einig. Carsten, deine Formulierung war da wirklich unglücklich. Und ich bezweifle, dass hier jemand meint, dass sich Beamte nicht an Gesetze halten sollen, weil es ihnen nicht passt. Natürlich hält man sich dann dran, aber ob es eben in diesem Fall sinnvoll ist, war ja Gegenstand der Diskussion.

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            Keiner hat darüber diskutiert ob sich Beamte an Gesetze zu halten haben außer dir! Also leg mir keine Worte in den Mund die ich nicht gesprochen habe! Ich habe die ganze Zeit nur über die Angemessenheit dieser gesetzlichen Regelung diskutiert und nichts sonst!

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            Das Recht auf Privatsphäre kann man übrigens auch nur dann ausüben, wenn man diese weitestgehend selbstständig gestalten darf, womit du anscheinend ein größeres Problem hast bzw. den Standpunkt vertrittst, dass der Staat da besser weiß was gut für einen ist.

          • Carsten Dobschat

            Nein, ich merke nur, dass Du nicht wirklich kapierst, was Du willst.
            a) Es gibt kein Facebook-Verbot an Schulen, sondern
            b) es gibt geltende Datenschutzgesetze, aus denen sich ableitet, dass die Nutzung von Facebook für dienstliche Zwecke in Schulen unzulässig ist.

            So, jetzt haben wir zwei Möglichkeiten wenn Du meinst Lehrer sollten Facebook für dienstliche Zwecke nutzen dürfen:
            a) Du stellst es ihnen frei, sich an geltende Datenschutzbestimmungen zu halten oder nicht, stellst es damit dann aber jedem Staatsbediensteten frei, sich nur an die Gesetze zu halten, die er gerade sinnvoll findet oder aber
            b) Du senkst das Datenschutzniveau in Deutschland so weit ab, dass eine Verwendung von Facebook für dienstliche Zwecke in Schulen nicht mehr dagegen verstossen würde. Würde bis auf ein paar Feigenblätter wohl nahe an eine Abschaffung der Datenschutzgesetze ran kommen.

            Also, was darf es sein? a) die selbstbestimmten Beamten, die Gesetze nach Bauchgefühl einhalten oder lieber b) die Abschaffung des Datenschutzes in Deutschland?

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            ich behaupte es gibt noch c) Man beschränkt das Datenschutzrecht wirklich auf den Datenschutz und nicht auf mehr auf das Verbot trivialer Kommunikation. Das hat nämlich mit Datenschutz rein gar nichts zu tun. Dienstlich ist nun einmal eben nicht gleich Dienstlich. Es sollte auf den Inhalt ankommen.

          • Carsten Dobschat

            Okay, also c), d.h. wer kontrolliert dann die Kommunikation der Lehrer, ob sie trivial ist oder nicht? Und vor allem: Wer legt es fest, was trivial ist und was nicht? Du? Jeder Lehrer für sich? Und warum sind Metadaten über Trivialkommunikation plötzlich keine personenbezogenen Daten mehr? Oder der Standort des Kommunizierenden – bei einer Trivialkommunikation gehört der nicht mehr zu den persönlichen Daten? Warum?

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            “Und warum sind Metadaten über Trivialkommunikation plötzlich keine
            personenbezogenen Daten mehr? Oder der Standort des Kommunizierenden –
            bei einer Trivialkommunikation gehört der nicht mehr zu den persönlichen
            Daten? Warum?”
            Wer behauptet denn das? Ich sehe hier niemanden der das tut. Nur das sind doch meine Daten, darüber sollte ich doch selber entscheiden dürfen. Und wenn ich der Überzeugung bin, dass ich diese auf Facebook oder hier in Disqus teilen möchte, dann hat sich der Staat da einen feuchten Dreck einzumischen. Er hat höchstens zu verhindern, dass diese dann etwas anderes mit den Daten machen als vertraglich vereinbart ist. Da darf er gerne gegen vorgehen, das erwarte ich von ihm auch, dass er sich entsprechend einsetzt auch um entsprechende nationale Abkommen zu erzielen.

            “d.h. wer kontrolliert dann die Kommunikation der Lehrer, ob sie trivial
            ist oder nicht? Und vor allem: Wer legt es fest, was trivial ist und was
            nicht? Du? Jeder Lehrer für sich?”
            Die Antwort auf diese Fragen erschließt sich weitestgehend aus dem vorhergehenden. Natürlich sollte das jeder für sich entscheiden können. Dazu muss natürlich auch Aufklärung in den Schulen erfolgen. Bis die Schüler überhaupt Mitglied bei Facebook werden dürfen (was erst ab 13 der Fall ist) ist da genug Zeit. Die Pädagogen müssten natürlich auch entsprechend während ihrer Ausbildung aber auch fortlaufend während ihrer Berufstätigkeit aus- und fortgebildet werden. Und ja, dann muss man ihnen auch ein Stück weit Vertrauen entgegen bringen entsprechende Entscheidungen zu fällen. Das tun wir ja bei Polizisten, Richtern usw. auch entsprechend, oder?

          • derflo

            “Er hat höchstens zu verhindern, dass diese dann etwas anderes mit den Daten machen als vertraglich vereinbart ist.”
            Das passiert doch gerade!

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            Ähm, Nein!?

          • derflo

            Bis eben hatten wir doch noch eine sachliche Diskussion und ich respektiere deine Meinung, auch wenn ich sie nicht teile. Aber was willst du denn damit sagen?
            BTT:
            Deutschland, oder die Bundesländer, haben keinen Vertrag mit Facebook und haben auch keinen Zugriff auf die Daten. Damit kann auch nicht kontrolliert werden, was mit den Daten passiert, das ist aber laut Gesetzt gefordert.

            Genauso wenig darf die Polizei Fahnundungen oder Ähnliches auf Facebook posten.

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            Wovon redest du bitte um Himmels Willen? Deutschland braucht auch keinen Vertrag mit Facebook und Zugriff auf deren Daten zu haben. Das wäre ja noch schöner. Das kritisieren wir doch gerade bei PRISM und Co.!? Ich habe vom Nutzungsvertrag zwischen Nutzer und Social Network gesprochen! Der ist von Relevanz, denn in diesem gestehe ich ja entsprechend dem Social Network zu was es mit meinen personenbezogenen Daten machen darf.

          • derflo

            Im dienstlichen Fall ist der Lehrer aber Staatsdiener und keine Privatperson. Somit hat er gar nicht das Recht den AGBs zuzustimmen.
            Mit Daten meinte ich natürlich nur die betreffenden Daten, nicht pauschal.

          • http://www.facebook.com/thomas.lottermoser Thomas Lottermoser

            Na ja, wenn der Lehrer die Fahrkarten für den Schulausflug kauft, stimmt er auch irgendwelchen AGBs zu.

            Und wenn ihm der Schüler mit Gmail ein Nachricht an seine Dienstadresse schreibt und er die benantwortet, landet die Antwort auch auf einem Server ausserhalb des Geltungsbereichs deutscher Datenschutzgesetze. Ist das dann auch verboten?

          • Carsten Dobschat

            Habe ich an anderer Stelle schon geschrieben: Der Vergleich hinkt, da Mail kein geschlossenes System ist. Zur Mailnutzung ist keine Anmeldung bei einem Unternehmen *zwingend*, das einen Haufen auf deutsche Datenschutzgesetze macht.

          • http://www.facebook.com/thomas.lottermoser Thomas Lottermoser

            Na ja, wenn mir jemand mit Gmail eine Nachricht schreibt, macht es ja wenig Sinn, die Antwort zu GMX zu schicken, oder? Die Wahlfreiheit bzgl. des Unternehmens besteht nur dann, wenn beide Kommunikationspartner sich noch nicht festgelegt haben. Da kann der Lehrer jeden noch so sicheren Provider nehmen, wenn der Schüler Gmail nutzt, sind die Daten in den USA.

          • Carsten Dobschat

            Noch einmal: Mail ist ein offenes Kommunikationsmedium, hier wählt sich jeder seinen Provider selbst aus und niemand ist gezwungen zur Kommunikation einen bestimmten Provider zu nutzen. Außerdem ist bei Mail eine Verschlüsselung möglich.
            Facebook ist eingeschlossenes Kommunikationsmedium, hier kann nur kommunizieren, wer bei Facebook ist und eine Verschlüsselung ist nur teilweise (mit im Vergleich zu Mails höherem Aufwand) möglich.

            Es geht um den Kommunikationskanal, nicht um den Provider:
            Mail = offen (Protokoll, Wahl des Anbieters)
            Facebook = geschlossen

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            Und wieder konstruierst du hier einen Zwang der schlichtweg nicht existent ist. Niemand zwingt die Schüler ihre Lehrer per Social Network zu kontaktieren hier geht es darum dem Verbot dieser Option zu widersprechen!

          • http://www.facebook.com/thomas.lottermoser Thomas Lottermoser

            Du weisst aber schon, dass Du nicht den Provider für Deinen Kommunikationspartner auswählen kannst, oder? Mail ist daher maximal halboffen oder minimal halbgeschlossen. Sprich, nutzt ein Teilnehmer einen US Provider, landen auch Deine Daten in den USA.

            Und der Lehrer kann soviel verschlüsseln wollen, wie er will, wenn die Eltern/Schüler es nicht tun, nutz das genau gar nix.

            Also, verbot von E-Mailkommunikation für Lehrer?

          • Carsten Dobschat

            Nein, Mail ist offen – jeder kann sich seinen Provider selbst und ohne Einschränkungen auswählen. Und die Kommunikation ist zumindest gesetzeskonform möglich, bei Facebook besteht nicht einmal die theoretische Möglichkeit einer datenschutzkonformen Kommunikation.

          • Carsten Dobschat

            DU darfst mit Deinen Daten machen was Du willst und Lehrer in ihrer Freizeit auch, aber es geht hier um die persönlichen Daten von Kindern und Jugendlichen! Es geht hier nicht um den Schutz der Daten der Lehrer, sondern um den Schutz der Daten der Schüler!

            Und nebenbei werden die Lehrer so auch geschützt… „Mein Sohn hat kein Facebook, aber Lehrer Blabberblub hat in einer Lerngruppe auf Facebook Vorbereitungen für die Arbeit geschickt und mein Sohn hat die nicht bekommen und hat deswegen eine 5.“ Oh ja, da gibt es sicher viele lustige Sachen, die da möglich wären…

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            “Und nebenbei werden die Lehrer so auch geschützt… „Mein Sohn hat kein
            Facebook, aber Lehrer Blabberblub hat in einer Lerngruppe auf Facebook
            Vorbereitungen für die Arbeit geschickt und mein Sohn hat die nicht
            bekommen und hat deswegen eine 5.“ Oh ja, da gibt es sicher viele
            lustige Sachen, die da möglich wären…”
            Das ist mal so gar kein Argument, weil das kann bei einer von der Schule betriebenen Plattform genauso kommen.

            “Es geht hier nicht um den Schutz der Daten der Lehrer, sondern um den Schutz der Daten der Schüler!”
            Und da ist es eine Sache zwischen Elternhaus und Lehrern ein ordentliches Maß zu finden. Lehrer dürfen als Vertrauenslehrer als Ansprechpartner in den schwierigsten Lebenssituationen überhaupt und bei Klassenfahrten als Erziehungsberechtigte Person dienen. Sie dürfen die Leistungsfähigkeit unserer Kinder feststellen und bewerten und ihnen Zeugnisse ausstellen, welche keinen unerheblichen Einfluss auf ihr Leben haben werden. Diese Lehrer sollen aber nicht befähigt sein zu entscheiden, ob die laufende Kommunikation in Ordnung ist oder nicht? Woher kommt dieses partikulare Misstrauen? Das ist absolut nicht logisch.

          • http://www.facebook.com/thomas.lottermoser Thomas Lottermoser

            Stimmt genau, es gibt wesentlich folgenschwerere Bereiche, in denen der Lehrer fast einen unendlichen Ermessenspielraum hat, aber bei der Kommunikation gilt das dann nicht mehr?

          • Carsten Dobschat

            Nein, bei einem schuleigenen System passiert das nicht, denn da gibt es nicht die Hürde „muss Konto bei einem US-Unternehmen eröffnen, um mitzumachen“ – da ist es dann wirklich alleine das Problem der Schüler, wenn sie ihre Hausaufgaben nicht machen. Eine Nutzung von Facebook funktioniert aber nur mit einem Account bei Facebook – alleine aus diesem Grund verbietet sich eine Nutzung als Unterrichtswerkzeug. Es kann doch nicht sein, dass alle Welt schreit, wir müssten unsere Kinder fit für die Mediennutzung machen und dann zulassen zu wollen, dass sie gezwungen werden ein Facebook-Konto zu haben. Sehr lehrreiche, echt jetzt.

          • HerrDice

            Warum redest du denn immer von Facebook-Zwang!?? Zum x-ten Mal: Keiner der hier diskutiert redet von einem Zwang. Wir waren uns einig, dass es eine Alternative nebenbei geben muss, wenn man das so machen würde.
            Also schmeiß das endlich aus deiner Argumentation raus, das ist ja schlimm. Wenn das bei deinem Sohn so war, dafür können wir nichts. Geh in die Sprechstunde und klär das da!

          • Carsten Dobschat

            Weil ein Facebook-Account zwingend zur Nutzung von Facebook ist, da ist der Zwang. Und noch einmal: wenn es eine Alternative geben muss, dann sollte diese datenschutzkonforme Alternative der Standard sein und eben nicht Facebook. Dann gibt es auch keine Probleme mit „Habe ich nicht gesehen, habe ich kein Konto, mein Hund hat das Handy gefressen und ich konnte mich nicht einloggen“. Ganz unabhängig vom Datenschutz: Alles, was den Unterricht betrifft muss über für alle Schüler gleichermaßen zugängliche Wege erfolgen, ohne die Notwendigkeit sich einen Account bei irgendeinem Drittanbieter zuzulegen.

            Facebook ist kein Unterrichtswerkzeug, nur Unterrichtsthema. Was ist daran so schwer zu verstehen?

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            Niemand verlangt hier Facebook als zwingendes Unterrichtswerkzeug!? Wovon redest du bitte? Du konstruierst hier immer wieder Sachen die überhaupt nicht Thema sind!

          • Carsten Dobschat

            Wo ist dann das Problem? Wenn Facebook ja nicht zwingend sein soll, es sowieso immer Alternativen geben muss und überhaupt nur irrelevante Trivialkommunikation stattfinden solle – warum dann die Aufregung darüber, dass Facebook kein datenschutzkonformes Kommunikationsmedium ist und der Einsatz im dienstlichen Bereich eines „Staatsdieners“ eben nicht zulässig ist. Wenn Facebook doch eh so überflüssig, leicht zu ersetzen und für den Unterricht so irrelevant ist, dann gibt es doch keinen Grund zur Aufregung.

          • HerrDice

            Auch hier zum x-ten Mal:
            Schöne Theorie, dass das immer von den Schülern gemacht wird, was auch verlangt wird.
            Deshalb macht man es sich und auch ihnen um einiges leichter, wenn man sie irgendwo erwischt (hier FB) wo sie sowieso sehr viel Zeit verbringen.
            Ich weiß dir scheint das nicht so schlimm vorzukommen, aber es kann auch einfach mal eine Doppelstunde nicht funktionieren, weil Leute etwas nicht gelesen oder mitbekommen haben. Das ist enormer Frust für den Lehrer, denn so eine Stunde vorzubereiten bedeutet nun einmal Arbeit und der Lehrplan gibt ein ziemliches Tempo vor.

            Inhaltlich ist das gleiche auch woanders machbar, aber es ist wie mit der Werbung. Mache ich sie hier auf dem Blog, sehen sie viele, schalte ich sie auf einem unbekannten, hat meine Werbung so gut wie keine Aufmerksamkeit erregt. So ist es eben auch mit FB. Erinnere ich sie dort, bekommen es die Meisten (mehr als ohne) mit… Und komm jetzt nicht wieder mit dann muss man das halt durchsetzen. Das ist dann die Brechstange in die andere Richtung.

          • derflo

            Wir sollten bei unserer Diskussion aber fairer Weise auch bedenken, dass es auch Schüler gibt, denen nur die Schulcomputer zur Verfügung stehen, diese dürfen nicht durch zeitkritische Informationen o.ä. vernachlässigt werden.

          • HerrDice

            Das ist richtig, aber soweit ich das weiß wird das von der Schule erwartet, dass du einen Internetanschluss zuhause hast, da du ja selbst als Sozialhilfeempfänger das Internet bezahlt bekommst und es somit zum Existenzminimum gerechnet wird,

          • Carsten Dobschat

            Unfassbar. Kannst Du Dir vorstellen, dass ich Abitur gemacht habe und dabei mit meinen Lehrern immer *persönlich* gesprochen habe? Hin und wieder mal telefoniert, aber 99,9% der Kommunikation mit meinen Lehrern fand im persönlichen Gespräch statt. Und wenn ich meine Hausaufgaben nicht gemacht hatte, dann musste ich entweder eine verdammt gute Ausrede, einen „ist doch mir egal“-Lehrer oder einfach Glück haben, um nicht ‘ne schlechte mündliche Note zu kassieren. Das hat alles funktioniert, ganz ohne eMail, Facebook und irgendwelche abendlichen Erinnerungen. Einfach so…

            Du tust gerade so, als wäre es Deine Aufgabe als Lehrer Deine Schülern immer wieder an ihre Hausaufgaben zu erinnern. Siehst Du Deinen Job echt so?

            Da wird immer erzählt von der Eigenverantwortung der Schüler, die doch selbst entscheiden könnten, ob sie Facebook nutzen oder nicht, aber auf der anderen Seite traust Du ihnen nicht zu ihre Hausaufgaben zu machen, wenn Du sie nicht immer wieder per Facebook daran erinnerst?

          • HerrDice

            Das ist ja auch vollkommen okay. Ich werde auch nie etwas als Lehrer tun, was mich in Schwierigkeiten bringt, da es gegen eine Regel verstößt.
            Deshalb kann ich es aber trotzdem (meine Meinung!) in Ordnung finden auf Facebook daran in der Klassengruppe zu erinnern, dass jetzt neue Infos auf einer (wie von dir geforderten) Alternative bereit stehen. Die Schüler bekommen die Info, da wo sie sie eh gut mitbekommen und alles genauere dann auf einer sicheren Seite.

          • derflo

            Wenn das dann aber schon alles ist, ist das eine ganz schöne Reduktion.

          • Carsten Dobschat

            Und die Schüler, die nicht bei Facebook sind? Die Aussenseiter in der Klasse, die von der Clique, die diese Gruppe gegründet hat einfach nicht aufgenommen wurden in die Gruppe?
            Einfach von jedem Schüler eine Mailadresse und einen Verteiler bauen: diskriminierungsfrei und zumindest seitens des Senders absolut datenschutzkonform nutzbar. Wenn der Empfänger dann seine Mails an Facebook gehen lässt, gut, auch doof, aber dann ganz alleine seine Entscheidung!

          • HerrDice

            Dann lügt der Schüler dir am nächsten tag ins Gesicht und sagt er hätte deine Mail nicht gelesen, denn man kann nicht nachweisen, ob er die mail erhalten hat oder sie abgerufen hat.
            Und wieso jetzt wieder die, die nicht auf Facebook sind. Ich erinnere die, die auf Facebook sind einfach in der Gruppe daran, dass es in einem sicheren Portal jetzt was neues gibt. Dann denken sie auch dran!
            Und wenn der Lehrer die Gruppe eröffnet, dann kommen auch alle rein. Das selbe Problem haben Schüler aber generell auch auf FB. Mit Lehrer passiert das in dieser Gruppe dann nicht!

          • derflo

            Ich denke, dass das wirklich sehr unkritisch bezüglich des Datenschutzes ist. Dennoch wäre ich selbst dagegen, da es bedeutet, dass einige einen “Zusatzservice” in Form der Erinnerungen bekommen, den andere nicht bekommen. Eine Rundmail wäre sicher vorteilhafter, selbst da muss man erstmal schauen, ob wirklich alle Schüler zuhause einen internetfähigen PC besitzen.

          • HerrDice

            Richtig, nur bei der Mail heißt es dann wieder, das sies nicht gelesen haben.
            Einerseits wird hier behauptet, dass Schüler es ohne Probleme schaffen auf die unbekannteste Platform zu gehen und sich dort selbständig Infos zu holen. Das ist aber nunmal nicht so in der Realität. Da hilft die ganze Theorie nicht, stellt euch bitte in eine Klasse und macht das, dann sehen das viele hier anders.
            Wenn ich jetzt aber andererseits die Leute erinnere, ist es eurer Meinung nach unfair anderen ohne FB gegenüber.

            Entscheidet euch bitte. Entweder sie schaffen das eh, dann ist es nicht schlimm, dass ich sie zusätzlich erinnere oder sie schaffen es nicht und es ist gut, dass sie erinnert werden! Aber so wie ihr das hier verkauft, klappt das auch nur in der Theorie…

          • derflo

            ja, die Bedienung der Plattform sollte allen klar sein. Dann sollte das ganze auch ohne Erinnerungen funktionieren. Wenn man erinnert, dann auch alle.

            An was würde man denn auch erinnern wollen, was nicht ausdrücklich im Unterricht erwähnt wurde?

          • HerrDice

            Ich weiß was du meinst und warum das problematisch sein könnte. Aber wie gesagt, bereite einmal eine Stunde vor und die Schüler haben nichts dabei, obwohl es gesagt wurde…
            Was ist da dann wichtiger? Der arme Schüler oder der arme Lehrer, den ihr ja mit euren Steuern bezahlt. Wie auch immer, man wird hier immer unterschiedliche Meinungen finden, da viele nicht mehr wissen wir die Schule von innen aussieht oder nicht an alle Facetten denken, so auch sicherlich ich. Wir reden hier aber ja auch nur von einer Utopie (alle Schüler leicht und sicher) nochmal erinnern oder eben anderes besprechen können.
            Und bei der Bildung scheiden sich ja auch sicherlich die Geister!

          • derflo

            Ich denke wir verstehen uns schon. Natürlich habe ich auch Respekt vor dem Lehrerberuf. Nicht ohne Grund schaffen viele Lehrer das nicht bis zur Rente.

          • Carsten Dobschat

            Und? Dann lügt er halt – Hausaufgaben hat er nicht gemacht, das schlägt sich dann entsprechend in der Benotung nieder. Wo ist denn da bitte das Problem?

            Und noch mal: Warum musst Du Deine Schüler ständig an ihre Hausaufgaben erinnern? Warum funktioniert das heute nicht mehr so wie früher: Hausaufgaben werden im Unterricht genannt, dazu der Tag bis wann sie erledigt sein müssen und fertig. Die einen haben sich das gemerkt, die anderen aufgeschrieben und wieder andere haben dann diejenigen gefragt, die es sich aufgeschrieben hatten. Wir wurden früher auch nicht von unseren Lehrern angerufen: „Bitte denk doch an Deine Mathe-Hausaufgaben für morgen“.

          • HerrDice

            Ich rede nicht von Hausaufgaben. Die werden in der Stunde aufgegeben und in der nächsten kontrolliert oder was auch immer… Hausaufgabe vergessen kommt vor, wenn die aber wirklich gemacht wurde, kann ich am Nachmittag verlangen sie zu sehen.Aber bitte versteh doch erst einmal was man wie benoten kann, dann reden wir hier weiter. Wenn das immer alles so einfach wäre, dann bräuchte man dazu kein Studium!

            Etwas im Unterricht gesagtes kann ich als von jedem als empfangen bewerten. Eine Email nicht! Wenn ich das hier in München so handhaben würde, hätte ich innerhalb von 2 Wochen sowas von Post von einem Anwalt der Familie XY, denn vielleicht war ja iwas mit dem Inet oder dem Mailprovider. Wenn muss etwas für die gesamte Klasse her und die Möglichkeit muss gegeben sein, dass immer auf diese Daten zugegriffen werden kann. Nur Fb ist deshalb keine Alternative, davon habe ich aber auch nicht geredet.

            Und ich möchte niemandem hinterher laufen. Aber alles was außerhalb des Schulgebäudes passiert oder passieren soll, ist immer ganz schnell aus den Köpfen der Schüler! Deshalb mein Gedanke mit der leichten Erinnerung auf FB. Vielleicht möchte ich auch nur alle daran erinnern ihr BGB mitzunehmen. Recht ohne BGB kannste dir nämlich abschminken. Lieber schreibe ich dann diesen post, als dass meine ganze Unterrichtsvorbereitung plus die zwei Stunden Unterricht für den A sind. Zusätlich kann man auch hier eine Strichliste einführen, aber es gibt solche und solche Klassen. Das Vergessen eines Buches kann ich nicht mit einer 6 benoten. Ich kann nur eine Leistung benoten. Würde ich eine 6 geben, müssten alle anderen, die es dabei haben eine 1 bekommen. Auch eine Differenzierung zwischen 1-6 ist hier nicht möglich. Nacharbeit wäre also eine Lösung, aber die ist vielen Schülern inzwischen auch egal. bevor ich mich jetzt aber aufrege, erinnere ich sie halt lieber nochmal auf FB.

          • http://www.facebook.com/thomas.lottermoser Thomas Lottermoser

            Aber die Schüler dürfen doch weiterhin Facebook nutzen und z.B. eine Klassengruppe gründen. Nur der Lehrer darf da nicht mehr eingreifen, das ganze pädagogisch begleiten und dadurch vielleicht gerade verhindern, dass durch laxe Privatspähreeinstellungen die Daten der Schüler nicht mehr geschützt sind. Das ist doch absurd.

          • derflo

            Das sollte auch Aufgabe der Eltern sein.

          • HerrDice

            Und genau hier ist das aktuelle Problem. In vielen Haushalten übernehmen Eltern eben nicht mehr ihre Aufgaben so, wie sie es eben sollten. Es ist eine Utopie zu denken, dass man als Lehrer “nur” unterrichtet. Auch kommt dazu, dass viele Eltern (beide) Vollzeit arbeiten müssen oder eben keine Ahnung von Facebook und Co haben. Da wird dann der Ruf nach dem Lehrer immer ganz schnell groß, denn der ist ja auch erziehungsberechtigt und wird dafür bezahlt.
            Aber wehe er macht dann wieder etwas falsch, dann ist das Geschrei groß. Aber das wäre wieder ein neues Thema :)

          • derflo

            Ja das ist tatsächlich ein Problem. Aber ein Lehrer wird sehr viel zu tun bekommen, wenn er die Kids im Netz überwachen soll. Ob Mobbing o.Ä. jetzt nur in den Schul/Lerngruppen stattfindet, ist fraglich. Die allgemeine Umgangsweise mit Privatsphäre etc sollte im Unterricht behandelt worden sein.

          • HerrDice

            Aber auch diese Umgangsweise ist leider aktuell nicht im Lehrplan (Bayern) vorgesehen. Daher muss so etwas nebenbei geschehen, da eigentlich keine richtige Zeit dafür ist.
            Und es geht ja nicht um eine permanente Überwachung, aber die Facebookgrupe wäre eben ein schönes Praxisbeispiel.

          • Carsten Dobschat

            Doch, Du behauptest, dass Metadaten einer Trivialkommunikation keine persönlichen Daten wären. Du sagst, dass es keinen Grund gäbe, „Trivialkommunikation“ zwischen Lehrern und ihrer Schüler via Facebook (und andere nicht datenschutzkonforme Netzwerke) zu untersagen. Ich sage: Doch, denn es gilt das Datenschutzgesetz und es gilt auch bei Trivialkommunikation. Und es gibt eine besondere Beziehung zwischen Lehrern und ihren Schülern, die eben keine rein private Beziehung ist.

            Und so schließt sich der Kreis: Keine Kommunikation – wie trivial der Inhalt auch sein mag – ohne persönliche Daten, also erlaubt das Datenschutzgesetz Lehrern einfach nicht die Verwendung von Werkzeugen, die mit diesen persönlichen Daten nicht entsprechend der Datenschutzgesetze umgehen. Es macht keinen Unterschied, ob diese Daten bei einer Kommunikation über Noten oder über’s Wetter anfallen, es bleiben persönliche Daten, die zu schützen sind.

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            “Doch, Du behauptest, dass Metadaten einer Trivialkommunikation keine persönlichen Daten wären.”
            Nein tue ich nicht!

            “Du sagst, dass es keinen Grund gäbe, „Trivialkommunikation“ zwischen
            Lehrern und ihrer Schüler via Facebook (und andere nicht
            datenschutzkonforme Netzwerke) zu untersagen.”
            Richtig, weil ich der Meinung bin, dass man da selber entscheiden können sollte ob man seine Daten da teilen möchte oder nicht!

            “Ich sage: Doch, denn es gilt das Datenschutzgesetz und es gilt auch bei Trivialkommunikation.”
            Du hast scheinbar nicht verstanden worum es beim Datenschutzrecht geht. Das Datenschutzrecht soll das Individuum davor schützen, dass dessen Daten nicht gegen seinen Willen verwendet werden. Es soll aber nicht verhindern, dass das Individuum über seine Daten frei verfügen kann! Das tut dieses Verbot aber.

            “Und es gibt eine besondere Beziehung zwischen Lehrern und ihren Schülern, die eben keine rein private Beziehung ist.”
            Es braucht auch keine rein private Beziehung. Wozu sollte die notwendig sein?

            “Es macht keinen Unterschied, ob diese Daten bei einer Kommunikation über
            Noten oder über’s Wetter anfallen, es bleiben persönliche Daten, die zu
            schützen sind.”
            Aber doch nicht vor einem selbst!? Was ist das für eine kaputte Denke bitte?

          • Carsten Dobschat

            Du merkst nicht, wie Du Dir widersprichst, oder?

            „Du hast scheinbar nicht verstanden worum es beim Datenschutzrecht geht. Das Datenschutzrecht soll das Individuum davor schützen, dass dessen Daten nicht gegen seinen Willen verwendet werden. Es soll aber nicht verhindern, dass das Individuum über seine Daten frei verfügen kann! Das tut dieses Verbot aber.“

            Und genau darum geht es bei dem Hinweis des Kultusministeriums: Facebook und die dort anfallenden Kommunikationsdaten befinden sich außerhalb des Einflussbereichs deutscher (Datenschutz)Gesetze, damit schützt der Staat und seine Beauftragten (Lehrer) die persönlichen Daten ihrer Schutzbefohlenen (Schüler), indem sie mit ihnen nicht auf Wegen kommunizieren, die zwangsläufig den Verlust über die Kontrolle der persönlichen Daten bedeuten. So simpel ist das.

            „Es braucht auch keine rein private Beziehung. Wozu sollte die notwendig sein?“

            Die wäre nötig, um eine nicht im Zusammehang mit der dienstlichen Schüler-Lehrer-Beziehung stehende Trivialkommunikation überhaupt führen zu können.

            „Aber doch nicht vor einem selbst!? Was ist das für eine kaputte Denke bitte?“

            Wie schon mal gesagt, es geht nicht um den Schutz der Daten der Lehrer, sondern um den Schutz der Daten der Schüler, die zum größten Teil noch nicht volljährig sein, denen man daher zugesteht noch nicht die nötige Reife zu besitzen, um zum Beispiel für Straftaten voll verantwortlich zu sein. Es gibt also offensichtlich Bedarf sie zu schützen – wenn es sein muss auch mal vor sich selbst.

          • derflo

            Eben, es geht alleine darum, dass die Daten nicht im Einflussbereich der Institutionen liegt! Das habe ich dir (@BenWagener:disqus ) versucht die ganze Zeit klar zu machen. Danke Carsten

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            “Du merkst nicht, wie Du Dir widersprichst, oder?”
            Nein, natürlich nicht, weil ich das nicht tue.

            “Und genau darum geht es bei dem Hinweis des Kultusministeriums: Facebook
            und die dort anfallenden Kommunikationsdaten befinden sich außerhalb
            des Einflussbereichs deutscher (Datenschutz)Gesetze, damit schützt der
            Staat und seine Beauftragten (Lehrer) die persönlichen Daten ihrer
            Schutzbefohlenen (Schüler), indem sie mit ihnen nicht auf Wegen
            kommunizieren, die zwangsläufig den Verlust über die Kontrolle der
            persönlichen Daten bedeuten. So simpel ist das.”
            So simpel mag das vielleicht für dich sein. Aber ich sage, dass es dann verdammt nochmal meine Angelegenheit ist zu entscheiden ob ich dieses Medium dann trotzdem nutzen möchte oder nicht.

            “Die wäre nötig, um eine nicht im Zusammehang mit der dienstlichen
            Schüler-Lehrer-Beziehung stehende Trivialkommunikation überhaupt führen
            zu können.”
            Das ist einfach nur hanebüchener Unsinn. Was ist bitte z.B. an dem Gespräch über Kekse bei einem Schulfest nicht trivial? Das ist trotzdem noch ein dienstliches Gespräch, auch wenn der Inhalt trivial ist!

            “Wie schon mal gesagt, es geht nicht um den Schutz der Daten der Lehrer,
            sondern um den Schutz der Daten der Schüler, die zum größten Teil noch
            nicht volljährig sein, denen man daher zugesteht noch nicht die nötige
            Reife zu besitzen, um zum Beispiel für Straftaten voll verantwortlich zu
            sein. Es gibt also offensichtlich Bedarf sie zu schützen – wenn es sein
            muss auch mal vor sich selbst.”
            Hier hat der Staat aber nicht mal eben zu entscheiden, dass sie deswegen Facebook nutzen dürfen oder nicht. Das will er scheinbar auch gar nicht, denn bei der privaten Nutzung ohne Kommunikation mit dem Lehrer darf man fast alles machen was man will. Das zeigt doch die Unsinnigkeit dieses Verbots. Ich darf Partybilder verbreiten usw. so lange ich damit gegen kein Gesetz verstoße, aber mich nicht mit meinem Lehrer über den Satz des Pythagoras austauschen? Was für ein Irrsinn! DAS ist ein Widerspruch!

            @derflo:disqus Das müssen sie auch gar nicht! Im Gegenteil es ist auch gut so, dass die Institutionen darauf keinen Zugriff haben, weil die Institutionen die Daten gar nichts angeht, die ich ihnen nicht explizit mitteile!

            So und jetzt klinke ich mich hier aus der Diskussion aus. Das ist schlichtweg zu absurd, was hier von Carsten und derflo geäußert wird.

          • Carsten Dobschat

            „Nein, natürlich nicht, weil ich das nicht tue.“

            Doch, ständig :)

            „Aber ich sage, dass es dann verdammt nochmal meine Angelegenheit ist zu entscheiden ob ich dieses Medium dann trotzdem nutzen möchte oder nicht.“

            Es ist Deine (Du als Privatmensch) Angelegenheit und der Staat redet Dir da nicht rein. Aber er gibt klare Vorgaben an seine Stellvertreter, die von ihm beauftragten Personen, wie sie sich als Vertreter des Staates zu verhalten haben. Die Schüler können Facebook nutzen wie sie wollen, nur eben nicht zur Kommunikation mit ihren Lehrern. Kein Problem. Der Staat nimmt hier seine Schutz- und Vorbildfunktion wahr. Mehr nicht.

            „Das ist einfach nur hanebüchener Unsinn. Was ist bitte z.B. an dem Gespräch über Kekse bei einem Schulfest nicht trivial? Das ist trotzdem noch ein dienstliches Gespräch, auch wenn der Inhalt trivial ist!“

            Schulfest – es geht um schulische Angelegenheiten.

            „Hier hat der Staat aber nicht mal eben zu entscheiden, dass sie deswegen Facebook nutzen dürfen oder nicht. Das will er scheinbar auch gar nicht, denn bei der privaten Nutzung ohne Kommunikation mit dem Lehrer darf man fast alles machen was man will. Das zeigt doch die Unsinnigkeit dieses Verbots. Ich darf Partybilder verbreiten usw. so lange ich damit gegen kein Gesetz verstoße, aber mich nicht mit meinem Lehrer über den Satz des Pythagoras austauschen? Was für ein Irrsinn! DAS ist ein Widerspruch!“

            Nein, das ist kein Widerspruch. Du kannst auch keine Strafanzeige per Facebook aufgeben oder per Facebook eine Beratung beim Finanzamt in Anspruch nehmen. Der Staat sagt für sich und seine Mitarbeiter eben: Nein, wir kommunizieren so gut es irgend geht so, dass wir damit nicht unsere eigenen Datenschutzgesetze verletzen.

            Absurd ist nur, was Du hier konstruierst.

          • derflo

            Wie gesagt, du der Lehrer ist keine Privatperson, sondern vertritt eine Schule und damit die Hierachieleiter bis zum Kultusminesterium. In Firmen gibt es aus diesem Grund Frimensprecher, damit nicht jeder Angestellte irgendetwas im Namen der Firma behaupten kann, was im Falle von Facebook auch nicht mehr Korrigiert werden kann, da die Server nicht hier stehen.

            PS: Meinungen anderer als “absurd” zu bezeichen ist, und jetzt sage ich es tatächlich, lächerlich. Das habe ich bei dir nicht getan und du solltest das auch nicht tun.

          • http://www.facebook.com/thomas.lottermoser Thomas Lottermoser

            Schon mal was von Vertrauensvorschuss gehört? Gibt es eigentlich ganz oft. Oder warum steht nicht an jeder Ample ein Kamera, weil vielleicht ein Bürger gegen die Strassenverkehrsordnung verstossen könnte und bei Rot über die Ampel geht?

            Muss in Deutschland wirklich jeder Quatsch geregelt werden, auch die Frage, ob Lehrer und Schüler bei Facebook einen Schulausflug planen dürfen?

          • Carsten Dobschat

            Was hilft der Vertrauensvorschuss, wenn ich einfach nicht verstehen will, warum Kommunikationsmetadaten plötzlich nicht mehr zu den persönlichen Daten gehören sollen, nur weil es sich vermeintlich um „Trivialkommunikation“ handelt. Lustig, dass mir so einfach Fragen keiner beantworten kann…

          • http://www.facebook.com/thomas.lottermoser Thomas Lottermoser

            Es geht doch nicht darum, ob Metadaten persönliche Daten sind, es geht wenn dann darum, was damit passiert. Metadaten fallen auch an, wenn der Lehrer das Telefon benutzt oder einen Brief per Post schickt. Darf er das jetzt auch nicht mehr? Und wenn der Schüler oder dessen Eltern eine Nummer bei Skype haben, sind die Metadaten schwups schon wieder in den USA…

            Ausserdem werden die Metadaten der Schüler weder sicherer noch unsicherer gegenüber Missbrauch, wenn der Lehrer auch mal was bei Facebook postet.

          • http://www.facebook.com/thomas.lottermoser Thomas Lottermoser

            Nun, bist Du auch so dogmatisch, wenn der Polizist vielleicht doch beide Augen zudrückt, weil es tatsächlich ein Notfall war und Du deswegen im Parkverbot gehalten hast? Es gibt immer wieder Situationen, in denen auch Beamte einen eigenen Ermessenspielraum haben. Denn sie sind eben keine tumben Roboter.

            Natürlich gibt es da Fälle, in denen übers Ziel hinausgeschossen wird, aber aus dieser Gefahr hinaus, alle für alles an die kurze Leine zu nehmen, ist genauso ein Fehler und dem Freiheitsgedanken widersprechend, wie die Totalüberwachung ala NSA um alle paar Jahre mal einen Terroristen zu finden.

            Und ganz unabhängig davon, man darf tatsächlich über alles diskutieren.

          • HerrDice

            Also sorry, mach das was dir gesagt wird ist jetzt nicht so die hammer Botschaft.

          • http://www.facebook.com/thomas.lottermoser Thomas Lottermoser

            Doch, diskutieren darf man in einem freien Land alles. Noch lesen die Geheimdienste nur mit, den DDR Status, dass man, wenn man was falsches diskutiert auch noch abgestraft wird, haben wir zum Glück noch nicht erreicht.

            Ich finde dieses Rechtsverständniss wirklich bedenklich, gerade in diesen Zeiten, in denen der Staat die Freiheit immer mehr anderen Dingen opfert.

          • Carsten Dobschat

            Es geht nicht um Verbote, sondern einzig und allein um die Frage der Vernunft! Ihr wollt es also denjenigen, die den Staat repräsentieren, das Gefüge das die Regeln unseres Zusammenlebens bestimmt freistellen, ob sie sich selbst an diese Regeln halten wollen? Wirklich jetzt?

          • http://www.facebook.com/thomas.lottermoser Thomas Lottermoser

            Wie gesagt, welcher Lehrer ist noch Beamter? Und was heisst nicht dürfen, wahrscheinlich war die Hälfte der Kopien, die meine Lehrer mir im laufe der Jahre ausgehändigt haben, illegal kopiert…

          • http://www.facebook.com/thomas.lottermoser Thomas Lottermoser

            Geht es da nicht eher um Unzucht mit Minderjährigen Abhängigen? Das kann man ja wohl nicht ganz vergleichen…

          • Carsten Dobschat

            Es geht darum, dass es Unterschiede zwischen Arbeit und Schule gibt. Und übrigens: es gibt durchaus auch volljährige Schüler, aber das ist eben nicht die einzige Frage beim Lehrer-Schüler-Verhältnis…

          • http://www.facebook.com/thomas.lottermoser Thomas Lottermoser

            Sie bleiben aber weiterhin Abhängige, auch wenn sie 18 sind. Aber eigentlich ist das auch egal, auch wenn es tausend Unterschiede gibt, heisst das nicht, dass man ganz andere Dinge doch vergleichen kann.

          • http://www.facebook.com/thomas.lottermoser Thomas Lottermoser

            Nicht die Trennung von Dienst- und Privatleben, aber dieses unterwürfige, sich selbst entmündigende Staats- und Rechtsverständniss. Ich war selbst mal Beamter, und ich habe mich damit nicht zur fremdbestimmten, ferngelenkten Staatsdrohne gemacht. Mal ganz abgesehen davon, dass Lehrer heute nicht mehr alle verbeamtet sind…

            Und was macht nun Dein datenschutzgetreuer Lehrer, wenn ihm sein Schüler per gmail eine Frage stellt? Ignorieren, weil der gmail Server vielleicht in den USA steht?

          • Carsten Dobschat

            Wenn man sich als Beamter an die gültigen Gesetze hält ist man deswegen keine fremdbestimmte Drohne, sondern nur ein Beamter, der seinen Diensteid ernst nimmt. Also ein Beamter, wie ein Beamter sein soll. Beamte, die auf die hier geltenden Gesetze scheissen sollten aber ganz flott auf die Strasse gesetzt werden.

            Und welchen Mail-Provider ein Schüler verwendet ist sein Entscheidung, entscheidend ist hier, dass die Kommunikation über datenschutzkonforme Weg stattfinden kann, was bei Facebook nicht mal theoretisch möglich ist (BTW: das Kultusministerium empfiehlt nicht umsonst Verschlüsselung).

    • Ted

      eine Kommunikation zw. Schüler und Lehrer hat auf FB meiner Meinung nach nichts verloren. Finde die Entscheidung der Regierung richtig. Dafür gibt es Telefon oder Email.

  • Florian Oellerich

    Völlig richtig. In der Schule meines kleinen Bruders haben die ein solches internes Netzwerk mit Arbeitsgruppen, Dateiablage, Chat und allem Drum und Dran eingerichtet. Jeder Schüler hat einen Account, die Eltern wurden informiert und aufgeklärt und alles ist a) auf dem Schulserver und b) kommen keine Externen rein. Die Chats sind also so sicher wie möglich.

    SO funktioniert moderne Schule. So bringt man den Kindern alternative Möglichkeiten bei anstatt ihnen den Mainstream vorzuschreiben weil sie sonst hinterher hinken weil sie eben keinen FB Account haben (dürfen).

  • HerrDice

    Genau so wie ihr Blogger neue Infos über Netzwerke bekommt, tauschen sich die angehenden Lehrer aka Lehramtsstudenten via Facebook aus. Dies übernimmt man dann natürlich, wenn man in das Referendariat geht, etc.. Diese Kommunikation ist nun untersagt.
    Auch ich bin gegen die Nutzung von Facebook für die Verteilung von Aufgaben oder etwaigen, doch ich glaube jeder Lehrer kennt es: “Ne, diese Email habe ich nicht bekommen”, “Ne, seit gestern Mittag habe ich meine Mails nicht mehr gecheckt”. Das passiert dir auf einem Sozialen Netzwerk nie, denn da wird geschaut. Alternativen wie Moodle machen mich schon als Student in der Uni wahnsinnig, geschweige denn, das Schüler das gerne annehmen. Ein unnützer Login mehr, der nach einem Jahr nicht mehr benötigt wird.
    Das man natürlich niemand zu Facebook zwingen sollte ist klar, aber fragt doch mal bitte in einer 9. Klasse wer kein Facebook hat. Das ist dann keiner. Auch überlegen sich Schüler viel besser, was sie bei Facebook posten, wenn sie wissen, dass auch der Lehrer dort ist, auch wenn er vielleicht nicht alles lesen kann, was gepostet wird.

    Die Thematik betrifft jetzt glaube ich auch nicht wirklich viele Lehrer, eher die jüngeren oder eben die angehenden. Beste Lösung (außer die Schule bietet eine eine eigene) ist für mich aktuell noch die eigene Homepage mit einem passwortgeschützten Downloadbereich für die unterschiedlichen Klassen. Aber auch hier wird man immer wieder hören, dass vergessen wurde die Homepage zu checken. Natürlich kann ich das jetzt als Feinlernziel einführen und dann eine Strichliste führen, aber all das macht das ganze doch schon wieder unpraktikabler.

    Und dann überlegt man sich vielleicht schon wieder Facebook + Homepage anzuwenden, so entsteht kein Zwang, aber die die FB eh nutzen haben es direkt parat, die anderen können es sich dann auf der Hompage besorgen.

    • Phreeze

      Was allerdings erlaubt ist, ist im Informatikunterricht eine Hausaufgabe einzufordern, die am Computer (in der Schule oder zuhause) geschrieben worden ist, und per Schul-Mail an den Lehrer gesendet wurde. Da es ein Teil des Unterrichts ist, passt das. (Die Computer sind frei zugänglich, sogar noch eine Weile nach der letzten Schulstunde. Die Schüler hatten 2 Wochen Zeit, also auch genug Zeit um sich mal an den PC zu setzen)

  • Ted

    Ich frage mich auch wo das Problem ist? Die Lehrer dürfen Facebook privat ja weiter hin benutzen! Und in der Schule hat Facebook definitiv nichts verloren. Es kann nicht sein dass ein FB Account für die Schule verlangt wird. Es ist jedem seine eigene Entscheidung ob man ein FB Account will oder nicht und sollte dadurch nicht von einem Teil der Schule ausgeschlossen sein.

    • HerrDice

      Es geht ja auch nicht um Zwang und natürlich muss eine Alternative angeboten werden, das weiß aber auch jeder Lehrer. Aber warum die einfachste Möglichkeit mit dem größten Teil der Klasse auf die einfachste Möglichkeit zu kommunizieren streichen?

      • Ted

        und genau da haben wir es, es braucht als eh eine Alternative, warum können dann nicht alle über die Alternative kommunizieren? Der Datenschutz ist bei FB nun mal sehr sehr schlecht. Dann muss man FB nicht auch noch in der Schule fördern.

        • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

          Warum die Leute unbedingt zu etwas zwingen was sie nicht wollen? Wieso die Menschen bevormunden, anstatt sie selber entscheiden zu lassen?

          • Ted

            stimmt: Kind: ich will heute nicht in die Schule warum kann ich nicht selber entscheiden…? Warum muss ich dieses Lehrbuch kaufen und kann nicht selber entscheiden…? usw.
            Die Schule ist kein Freizeitpark, da gibt es nun mal Regeln und Schule ohne FB finde ich eine gute und sinnvolle Regel.

          • HerrDice

            Wir reden hier aber bei Schule von einem demeritorischen Gut, deshalb gibt es eine Schulpflicht, da der Nutzen für das Individuum kleiner ist, als die Gesellschaft den Nutzen festlegt.
            Und warum Schüler eine Plattform andrehen, die sie nicht annehmen. Ich selbst nehme doch in der Uni schon nicht Moodle und was weiß ich noch wahr, da es einfach unpraktisch ist…

          • Carsten Dobschat

            Nö, ich habe kein generelles Problem mit Facebook, aber ein Problem mit Menschen, die glauben, dass man ohne solche Netzwerke nicht mehr überlebensfähig wäre und ein Problem damit unseren Kindern beizubringen, dass diese Netzwerke, egal ob Facebook oder Google+ oder was auch immer, alternativlos wären. Das Internet bietet viel mehr, als facebook.com und WhatsApp und zur Medienkompetenz gehört deutlich mehr als Facebook-Nutzung und Smartphone einschalten.

          • HerrDice

            Mit all dem, was du da sagst stimme ich ja auch überein. Es will auch den Kindern niemand beibringen, dass diese Netzwerke alternativlos sind… Ganz im Gegenteil.
            Doch wie findet deiner Meinung nach der Einstieg in die Medienkompetenz statt, bzw. was ist das, was alle Schüler kennen, auch wenn sie selber keinen Account besitzen? Wir reden hier von 6. bis 9. Klassen, in denen das erste Mal Informatik unterrichtet wird. Was ist wohl in deren Köpfen? Dann benutzt man Facebook eine Zeit gemeinsam, erarbeitet nebenbei (weil sowas steht nicht im Lehrplan) die Gefahren dieser (weil ich es für verdammt wichtig halte, diese zu unterrichten) und wechselt dann gemeinsam auf etwas sicheres. So ist auch ein Verständnis da. Das Facebook böse ist, hören sie schon immer von ihren Eltern. Mit dieser neuen Erkenntnis wechseln auch sicher alle gerne mit, denn sie haben das WARUM verstanden, Etwas einfach zu verbieten ohne tiefes Verständnis hervor zu rufen, führt zur zu Unverständnis und Rebellion… Praxis ist hier das Zauberwort, etwas das am Gymnasium immer bemängelt wird…

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            “Nö, ich habe kein generelles Problem mit Facebook, aber ein Problem mit
            Menschen, die glauben, dass man ohne solche Netzwerke nicht mehr
            überlebensfähig wäre und ein Problem damit unseren Kindern beizubringen,
            dass diese Netzwerke, egal ob Facebook oder Google+ oder was auch
            immer, alternativlos wären.”
            Wer redet denn davon außer dir? Ich sehe hier niemanden sonst!

          • Carsten Dobschat

            Du tust doch die ganze Zeit so, als gäbe es ein Kommunikationsverbot…

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            Nein tue ich nicht, das dichtest du mir nur an.

          • Carsten Dobschat

            Nur ein Zitat:

            „Benjamin Wagener • vor 2 Stunden

            Für die drastischen Probleme gibt es völlig gerechtfertigte Regelungen. Aber triviale Kommunikation zu verbieten geht einfach zu weit.““

          • http://www.facebook.com/thomas.lottermoser Thomas Lottermoser

            Natürlich ist das nicht alternativ los, es ist aber einfach da und wird genutzt. Es ist vielleicht nicht toll, aber muss man alles verbieten, was nicht toll ist? Cola ist nicht gesund, muss jetzt jede Schule selber Bioapfelsaft herstellen und an die Schüler verteilen, weil das gesünder ist?

          • Carsten Dobschat

            Die Nutzung ist aber nicht datenschutzkonform möglich… Man muss nicht alles nutzen, nur weil es da ist.

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            Man muss es deswegen aber auch noch lange nicht verbieten.

          • Carsten Dobschat

            Es ist ja auch nicht verboten, es liegt alleine an Facebook, den Dienst gemäß deutschen Datenschutzrichtlinien umzubauen, dann würde auch nichts gegen eine Nutzung für dienstliche Zwecke sprechen. Nicht Facebook ist verboten, sondern die Nutzung von Diensten, die nicht dem deutschen Datenschutzrecht genügen.

          • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

            Für Regeln und Verbote muss es aber auch hinreichende Begründungen geben. Beim Verbot trivialer Kommunikation über Social Networks fehlt diese hinreichende Begründung aber einfach mal komplett. Dienst ist Dienst ist keine hinreichende Begründung.

  • chh2807

    Naja, es einfach auch noch Lizenzrechtliche Gründe. Man darf zwar aus Lehrbüchern kopieren um das Material im Unterricht in Papierform an zu bieten. Aber man darf dieses Unterrichtsmaterial nicht digital vervielfältien und verbreiten.

    • Phreeze

      man kann übrigens auch eigene Aufgaben aufstellen als Lehrer ;)

      • chh2807

        Eigene Aufgaben funktnionieren vielleicht in Mathe aber in anderen Fächern eben nicht. Oder sollen nun alle Deutschlehrer plötzlich beginnen ihre Texte und Gedichte selber zu verfassen die sie den Schülern zur Analyse vorlegen?

        • HerrDice

          Ich glaube die allerwenigsten nicht technisch versierten Lehrer greifen überhaupt zu einem sozialen Netzwerk, was jetzt nicht heißt, dass sie es nicht tun. Über Kopierschutz etc sind sich die Meisten aber bewusst. Deshalb wurde das jetzt aber nicht erneut von KM geäußert.

        • Phreeze

          schon klar,aber das Internet hat diese Texte auch alle..
          Die Texte die für die Bücher geschrieben wurde natürlich nicht (legal), aber da sollte dann auch der Schüler das Buch/Text in Orginal besitzen sonst steckt man schnell wieder in der Grauzone

  • Oliver B

    Ich habe mir jetzt viele Kommentare durchgelesen und musste schon recht oft lachen bzw. staunen …

    Ich verwalte Schulnetzwerke und habe viel mit Fragen zu Social Networks in der Schule zu tun. Viele Lehrer wollen im Unterricht und auch für danach eine Facebook-Gruppe mit der Klasse haben. Sowas ist unvorstellbar … manche wollen sogar Hausaufgaben darüber aufgeben und/oder Unterlagen einsammeln …

    WAS SOLL DANN BITTE AUF DEM ZEUGNIS STEHEN??? Schüler XYZ hat kein Internet und hat nie/selten seine Hausaufgaben gemacht?!

    Wer schreibt vor, dass jeder Schüler Internet hat und auch jeder Schüler Facebook hat? Zumal Schulsachen wenig auf den Servern von Facebook zu suchen haben. Eine Lösung wäre “eine von den Schülern betreute, Netzinterne Lösung, welche von außen Zugriff gewährt”. Naja, schön und gut, dieses hat nur den Haken, dass die Schule dann ein Dienstleister wäre. Wer kontrolliert dann z.b. die Daten auf Illegale und Pornografische Inhalte? Das müsste der Schulträger machen, ich kenne keinen Lehrer, der sich darum verantwortlich fühlt.

    Das gleiche ist natürlich auch für die selten dumme Lösung “iServ” … kostet extrem viel Geld und die Entwickler (anfangs war es ein Schulprojekt) haben bis zu einer Vorstellung, nichts von Datenschutz gewusst. E-Mail-Server, Online-Speicherplatz …. alles auf dem Schulinternen-Server. Wunderbar …

    Um die Lehrer mal in den Schutz zu nehmen kann man sagen, dass die Lehrer sich auch nicht um solche etwaigen Sachen kümmern müssen. Sie werden für das lehren und nicht für das Überwachen der Daten bezahlt.

    Ob Facebook jetzt als eine optionale erweiterte Möglichkeit der Kommunikation mit Schülern bestehen bleiben sollte, ist mir relativ egal. Nur muss es eine alternative Lösung geben! Wenn Lehrer schon auf eine Online-Plattform pochen wollen, sollen sie doch “Lo-Net²” oder sonstiges benutzen. Sind doch extra dafür entwickelte Netzwerke.

    Ich bin gerne für eine Diskussion bereit :)

    • HerrDice

      Abgabe von Hausaufgaben via FB ist ein Unding. Bevor man sich tatsächlich auf ein Netzwerk oder eine Alternative mit den Schülern einigt, muss man natürlich die Richtlinien befolgen. Ich finde es nur schade, dass Netzwerke, die eine hohe Adoptionsrate bei Schülern haben, da so rausgenommen werden, da man eben auch positives (und sei es nur zum Erklären warum Facebook vllt. nicht immer optimal ist) benutzen darf. Ich darf zwar drüber Reden, aber ein aktives Benutzen, also Praxis, wird so ja verhindert. Gemeinsame Nutzung als Negativbeispiel ist so, wie ich das jetzt verstanden habe, auch nicht möglich.

      • Oliver B

        Hmmm, meinst du das als Unterrichts-Material (Vorführung und so)? Das ist ja weiterhin nicht verboten oder? Da Facebook schon umfangreich in der Jugend thematisiert wird, finde ich es auch gut, es zu zeigen. Ist ja schon fast so wichtig für manche, wie das Sexualleben :D

        • HerrDice

          Genau deswegen würde ich es gerne mit den Schülern benutzen, da viele Eltern es eben nicht tun oder können. Das ist ein Bereich des Internets, mit dem Jugendliche am Meisten Kontakt haben, der aber so gut wie nicht behandelt wird. Sobald ich aber ein gemeinsames Praxislernen daraus mache, entsteht eine dienstliche Kommunikation, die ja wieder verboten ist. Das ist mein Dilemma. Weil reine Theorie und Vorführung bringt ja didaktisch recht wenig Verständnis. Die Schüler müssen das am eigenen Leib erfahren, was ich z.B. durch unterschiedliche Privateinstellungen bei ihnen sehen kann…
          Alles andere finde ich eher interessant, würde ich aber nicht benutzen.

          • derflo

            Ich finde es wichtiger den Schülern beizubringen was Facebook ist und wie es im allgemeinen funktioniert, nicht aber wie es im Detail zu bedienen ist.

          • HerrDice

            Jup, da hast du auch Recht. Privateinstellungen wären ja demnach dann aber auch ein Detail, etc… Ich glaube vieles kommt schriftlich nicht genau so an, wie es gemeint ist, da ja hinter einer Unterrichtsstunde durchaus ein gewisser Aufwand und eine Intention steckt, die man hier nicht in ein paar Zeilen rüberbringen kann. Für zu genau hat man ja auch nebenbei keinerlei Zeit, ich möchte aber zumindest Grundlagen schaffen, die wichtig sind, aber eben nicht im Lehrplan stehen.

    • Phreeze

      Ich war selbst Lehrer und die Schüler haben gefragt ob es keine Facebookgruppe gibt, wo man zusätzliche (ich betone) Matheaufgaben runterladen kann etc.
      Ich habe den Schülern explizit erklärt, dass FB etwas privates ist und nicht mit der Schule gemischt werden kann. Es gibt ausserdem ein landesweites Portal und sogar ein von der Schule betreutes Forum für eben genau diese Zwecke.
      Ein “Forum” finden einige Schüler nicht so “cool” wie FB, andere benutzen es.
      Wichtig war in diesem Fall auch, dass die Schüler ab dem ersten Jahr in der Sekundarschule über Facebook, Internet etc. einen ganzen Tag lang sehr gut aufgeklärt wurden, mit all den Fallen die versteckt sind, Fakes, Datenschutzprinzipien, und warum man nicht alles preisgeben soll etc. Es sind die besten 4 Stunden in den Jahren eines Schülers meiner Meinung nach, weil es ausschlaggeben ist, wie sie später, auch als Erwachsener mit dem Internet und ihren Daten und Privatsphäre umgehen, und alle Schüler haben es begrüsst und passen sehr gut auf mitlerweile.

  • Christian Müller

    Ich würde dir wirklich gerne zustimmen, Carsten. Und wenn das Kultusministerium deine Schlüsse und Konsequenzen ziehen würde, wäre die Erinnerung an das Verbot auch begrüßenswert.

    Doch findet leider – das beweisen die letzten Jahre und Gespräch mit Mitarbeitern des Kultusministeriums – nicht statt. Auch auf E-Mail-Anbieter, deren Server im Ausland stehen, geht das Ministerium nicht ein – weil es keine Alternative bieten kann oder will.

    Grundsätzlich ja, die Erinnerung wäre gut – wenn sie Alternativen fördern sollte. Doch genau das wird vermieden und ignoriert. Daher ist die Erinnerung an das Verbot leider weder sinnvoll noch ein Impuls zur Veränderung sondern einfach nur Ausdruck von Bürokratie und Hilflosigkeit.

    Schade, sie hätte viel mehr sein können.

    • Carsten Dobschat

      Na dann gibt es doch einen Punkt anzusetzen und Forderungen nach Alternativen zu stellen. Petitionen o.ä. – ich bin mir sicher gegen dieses „Verbot“ gibt es mindestens schon eine Online-Petition – besser wäre da eine „Jetzt mal her mit den Alternativen“-Petitionen…

      • Christian Müller

        Auch hier: Grundsätzlich d’accord. Nur in der Praxis erlebe ich es so, das Druck von außen das Bildungssystem nicht verändert. Die Veränderung muss von innen kommen – und das dauert. Der Prozess an sich läuft zwar, geht allerdings so langsam vonstatten, dass viele motivierte Lehrer leider frustriert aufgeben.

        Als externer Coach und Berater habe ich es da einfacher, weil ich imemr wieder zu anderen Themen wechseln kann. Dennoch sehe ich diese – fatale – Entwicklung leider immer öfter.

        Wenn du da Vorschläge hat, die umsetzbar sind: ich bin da jederzeit offen und arbeite gerne mit :-).

        • Carsten Dobschat

          Patentrezept habe ich keines, aber ich habe beobachten dürfen, dass Eltern der relativ viel erreichen können – eben direkt vor Ort. Auf der anderen Seite muss es natürlich auch politischen Druck geben, die (in dem Fall schulische) Ausbildung in Deutschland zu verbessern – so richtig toll stehen wir da im internationalen Vergleich ja schon länger nicht mehr da. Da gibt es die üblichen Möglichkeiten: Abgeordnete anschreiben, die Wahlprogramme entsprechend lesen und als Grundlage für die Wahlentscheidung heranziehen (wobei ich immer empfehle auch die letzten Wahlprogramme zumindest der Regierungsparteien mal kurz auf die konkrete Umsetzung hin zu prüfen, alleine um die Glaubwürdigkeit der aktuellen Programme etwas besser einschätzen zu können)… aber gerade der letzte Punkt fällt auch Eltern oft sehr schwer. Eigentlich ist es erschreckend, welchen geringen Stellenwert Bildungspolitik selbst bei Eltern oft hat.

  • SelecTiViTy

    facebook gehoert heute zum oeffentlichen leben und bestimmt dieses eben auch… es mag dahingstellt sein, ob das jetzt gut oder schlecht ist.

    was ich an dieser diskussion wieder leidg finde, ist die tatsache, dass kommunikationsmoeglichkeiten zwischen schuelern und lehrern straegisch verwehrt werden. man soll doch endlich mal froh sein, dass der lehrkoerper sich mit seinen schuelern auseinandersetzt. hausaufgaben, schultermine, hilfen, ich finde das persoenlich gut.

    aber kretschmann und sein verweigererclan (kretschmann war und ist kommunist), hat wohl angst, dass die medien stärker sind, als sein dummgeschwaetz (oekofaschismus in reinkultur, bestes beispiel der “nationalpark schwarzwald”, der von den linksgruenen durchgedrueckt wird, obwohl fast alle gemeinden dieser region dagegen sind)….

    die roten socken haben generell etwas gegen bildung und bildungshilfen… denn wer lernt, kennt mehr, als vorgeschrieben wird. tatsache. cuba, venezuela sind das beste beispiel. die revolucion kann nur leben, wenn dumme menschen gezuechtet und aufklaerung in schach gehalten wird.

    • gersi zuhaus

      Ich kann Deinem ersten Teil nicht zustimmen.

      Nur weil “Alle” (Ich nicht !) social Networks privat benutzen, ist das noch lange kein Grund, rechtlich festgelegte Behördengänge darin abzubilden.
      Hier gelten andere Vorschriften…und das ist gut so !

      Und Schüler, denen ich kein A4 Blatt mit Hausaufgaben in die Hand geben kann (vileleicht, weil die gar nicht zum Unterricht erscheinen ???) taugen nix ! Basta !

      Da ist dann nicht das System Schuld sondern die untauglichen Schüler, und da hilft eh keine Medizin gegen..

      Und im Übrigen gibt es zB zum Glück an vielen Schulen im Unterricht auch Handyverbot, sonst würde vor lauter Wahtts App Tipperei kein Unterricht mehr stattfinden.

      Facebook / Twitter / Internetsicherheit / Internet Pornografie / Trojaner / Mobbingportale etc. kann, soll und muss Unterrichtsstoff sein , um junge Menschen zu kritischem Benutzen der neuen Medien anzuregen.
      Ab 18 dürfen die da eh machen, was sie wollen.

      “Normale” schulische Lehrmethoden zur Verbreitung von Aufgaben haben sich (mehr oder weniger) aber seit Jahrhunderten bewährt.

      Video, Internet, etc. kann gern als Infoquelle imUnterreicht herangezogen werden und Aufbaui eines Messendgerservers sollte Schulpflichtfach in JG 11+ sein, Fecebook und ähnliches NSA-durchseuchtes aber kein Selbstzweck sein.

      Anders ausgedrückt :
      Für das Interpretieren von Goethes “Faust” benötigt man kein Facebook, nur eun Reklambook.

      ——-

      Zu deinem zweiten Teil (Rot grüner Ökofaschsimus / Förderung der Dummheit zur Machterhaltung der Mächtigen) :

      –> 100% Full Ack !!!

  • BenMi

    Meine Entdeckung des Jahres in diesem Kontext: Retroshare! (http://www.chip.de/downloads/RetroShare_28751347.html) Ich wüsste nicht, was für alle Beteiligten einfacher wäre. Datenaustausch, Chat, sowas wie ein Wiki, Kalener etc. Alles aus einer Hand, alles P2P. Ein wunderbares Tool.

  • gersi zuhaus

    Als positives Beispiel für gute Schulkommunikation sei des Bildungsnetzwerk der BBS in Niedersachsen genannt : http://www.eduplaza.de

    Dort gibt es eignen Portale, eigene Messenger, Mailservice, File Uploadservice mit gesicherten Systemen etc.

    Facebook Kommunikation ist dort nicht notwendig und angesichts der aktuellen Sicherheitsdebatten sogar nicht erwünscht.

    OK; Das ist jetzt ein Zusammenschluß von IT BBS.

    Aber was spricht dagegen, sowas auch an normalen Schulen einzuführen ?
    Es wird halt Admin Personal unter den Lehrkräften benötigt.

    Aber wenn wir nicht Lehrer mit solchen Kenntnissen ausbilden und einstellen können, um die IT Zukunft Deutschlands zu sichern, was denn dann ?

    P.

  • http://xenfo.blogspot.de/ nutritio

    Facebook als zusätzliche Plattform fände ich gar nicht so schlecht. In meiner alten Schule lief, wenn etwas mal über’s Internet ging meist über E-Mail oder so eine Lernplattform Moodle, allerdings wurde sie nicht häufig benutzt und die meisten Schüler vergaßen deswegen auch schnell ihr Passwort und/oder Benutzername. Und auch bei der E-Mail war es so dass manche nur einmal im Monat ihre Mails checkten…
    Während die meisten regelmäßg in Facebook reinschauten..
    Man kann ja einfach eine E-Mail zusätzlich an die Facebookgruppe senden.

    Weil es ist ja nicht jeder auf Facebook. (Bei uns waren es in der Oberstufe 104 Leute, von denen ungefähr 4 kein Facebook hatten/haben)

  • daniode

    Ich finde es bemerkenswert, wie sehr Facebook von vielen als Grundkommunikationswerkzeug analog zu eMail, SMS und ähnlichem gesehen wird. Datenschutzbelange mal außen vor gelassen sehe ich hier das Problem der geschlossenen Benutzergruppe. Das sind SMS Teilnehmer im Grunde auch, allerdings wäre es nur das Gleiche, wenn nur Anbieterintern (nicht mal Netzintern) Kommunikation stattfinden könnte. Im Grunde müssten alle diese Dienste eine offene Schnittstelle anbieten, um wirklich als Teil der Grundkommunikation ernst genommen werden zu können.

  • Pingback: Kultusministerium und Social Media: Verpasste Chance #Sozialgespräch 2 » sozial-pr - Autor, Coach und Berater

  • Marcel Metz

    Trifft genau meine Meinung dieser Artikel! Es gibt genug professionelle Entwickler in Deutschland. Da hat man schließlich auch etwas auf die speziellen Bedürfnisse zugeschnittenes und kostet nur einen Bruchteil einer Drohne ;-)

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