Nein, es geht nicht um den viel diskutierten Aufpreis bei Apple-Hardware: Ohne Ankündigung und ohne Info an die App-Entwickler und Content-Anbieter hat Apple über Nacht die Preise in vielen seiner europäischen App-Stores angehoben. Und auch im Nachhinein äußerst sich Apple nicht zur Preissteigerung. Die günstigsten Apps kosten ab sofort nicht mehr 79, sondern 89 Cent, am oberen Ende wurde zum Beispiel Final Cut Pro X gleich 30 Euro teurer.
Grund für die Preiserhöhung in verschiedenen europäischen Stores dürfte der Kurs zwischen Euro und Dollar sein, der sich seit dem letzten Jahr deutlich verändert hat: Statt etwa $1,40 pro Euro, bekommt man heute nur noch ca. $1,30.
Die Preise hat Apple dabei um etwa 12,5% angehoben, einige Beispiele haben die Kollegen bei Giga gesammelt:
- 0,79 Euro -> 0,89 Euro – z.B. Angry Birds, WhatsApp
- 1,59 Euro -> 1,79 Euro – z.B. miCal, iOutBank Pro
- 3,99 Euro -> 4,49 Euro – z.B. GaragBand, Modern Combat 3
- 7,99 Euro -> 8,99 Euro – z.B. Pages (iOS), Grand Theft Auto 3 (Mac)
- 15,99 Euro -> 17,99 Euro – z.B. Mac OS X 10.8, Pages (mac), Tweetbot (Mac)
- 239,99 Euro -> 269,99 Euro z.B. FInal Cut Pro X
Nicht betroffen von der Preiserhöhung sind Musik, Filme, TV-Serien und Bücher im iTunes Store, aber Zeitungen und Zeitschriften im Zeitungskiosk und In-App-Käufe wurden entsprechend teurer. Teilweise wurden die die digitalen Ausgaben von Zeitschriften dadurch deutlich teurer als die jeweiligen Printausgaben am Kiosk.
Einige der von Apple auch nicht vorgewarnten Anbieter haben die Preise für ihre Apps zumindest vorläufig entsprechend um eine Preisstufe reduziert, für die große Masse der Apps gilt aber ab sofort, dass sie ab sofort rund 12,5% teurer sind als vorher. Ein Grund mehr, in Zukunft die Augen offen zu halten nach Sonderangeboten bei iTunes-Gutscheinkarten.
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