Und wieder ist das US-Geschäft schuld: Die Deutsche Telekom muss für das vergangene dritte Quartal 2012 einen Verlust von beinahe 7 Milliarden Euro verbuchen. Bereits vor 10 Jahren war das US-Geschäft für einen Rekordverlust von 21 Milliarden Euro verantwortlich. Insgesamt 7,8 Milliarden Euro musste das ehemalige Staatsunternehmen abschreiben, davon entfallen 7,4 Milliarden Euro auf die notwendige Wertberichtigung der Tochter T-Mobile USA.
Die US-Tochter ist der einzige Mobilfunkanbieter in den USA, der das iPhone 5 nicht im Programm hat – das kostet dort viele Vertragskunden. Bei den Prepaid-Kunden dagegen konnte die Telekom in den USA zulegen. Insgesamt ging der Umsatz in den USA aber um 5,9% zurück – das aber durch die Kursentwicklung des Dollars im Vergleich zum Euro zu einem Umsatzplus von 6,3% in Euro wird.
Insgesamt ging der Umsatz von 14,67 Milliarden auf 14,7 Milliarden Euro leicht nach oben – aber auch dies ist auf die Währungsentwicklungen zurückzuführen, ohne diese Effekte wäre der Umsatz leicht nach unten gegangen. Die Entwicklung im operativen Geschäft entsprach den Erwartungen, dementsprechend konnte die Aktie wieder etwas zulegen – aber den Kursverlust seit Mitte September nicht ausgleichen, im Vergleich zu diesem Zeitpunkt hat die Aktie um 15% verloren.
Speziell in Deutschland entwickelt sich das Geschäft für die Telekom deutlich positiv, wobei der größte Teil der 555.000 neuen Mobilfunk-Kunden durch Wiederverkäufer kam, die für die Telekom natürlich weniger Umsatz bringen als eigene Kunden:
Im Deutschlandgeschäft setzte sich der positive Trend bei Nutzern des internetbasierten Fernsehangebots Entertain, Mobilfunk-Vertragskunden und VDSL-Anschlüssen auch im dritten Quartal 2012 fort. Die Zahl der Entertain-Kunden erreichte zu Ende September 1,9 Millionen und lag damit um 39 Prozent über dem Vorjahreswert. Bei den schnellen VDSL-Anschlüssen betrug der Zuwachs sogar 55 Prozent im Jahresvergleich. Gleichzeitig verzeichnete die Telekom im klassischen Festnetz 12 Prozent weniger Anschlussverluste als im Vorjahresquartal. Die Zahl der Mobilfunk-Vertragskunden stieg im abgelaufenen Quartal um 555.000. Davon entfielen 171.000 auf das eigene Geschäft unter den Marken Telekom und Congstar und die übrigen Kunden auf das stark wachsende, aber deutlich umsatzschwächere Segment der Wiederverkäufer (Service Provider).
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