Das Forbes-Magazin hat gleich mehrere Analysten-Meinungen eingeholt und daraus ein Bild des Apple iPhone erstellt, welches niemandem in Cupertino wirklich gefallen dürfte. Es geht darum um Jugendliche, und welches Ansehen das einst so uneingeschränkt abgefeierte Smartphone in dieser Zielgruppe genießt.
Wenn ein einzelner Blogger, eine Zeitung oder ein Analyst mir erzählt, dass das iPhone nicht mehr cool genug für Kids wäre, dann würde ich das durchaus in Frage stellen. Aber wenn das Forbes-Magazin Meinungen einholt und daraus dann dieses Ergebnis zieht, dann sollte man das zumindest beachten, wenngleich auch das alles nicht mit Zahlen unterfüttert ist, sondern nur das widerspiegelt, was die befragten Analysten an Reaktionen aufgeschnappt haben.
Die Gründe, wieso man das iPhone als nicht-mehr-cool ausgemacht hat unter Jugendlichen, sind mannigfaltig. Das geht schon los bei den Eltern, die oftmals die ausgemusterten Geräte an ihre Zöglinge weitergegeben haben. Werden Smartphones aber günstiger, dann überlegen sich Eltern auch öfter, den Kindern/Jugendlichen direkt ein eigenes Android-Smartphone zu kaufen. Hier punkten die Android-Geräte gegenüber Apple aufgrund des Preises.
Dazu kommt aber auch, dass sich Jugendliche mit dem Phone aus Cupertino nicht mehr so identifizieren können: 2007 erstmals erschienen, sehen sie das iPhone nicht als Device ihrer eigenen Generation, da haben Geräte wie das Galaxy S3 von Samsung die Nase vorn. Generell muss man auch Samsung erwähnen, die mit ihrer Werbung und ihren Geräten erreicht haben, dass sie für die Kids als hip wahrgenommen werden. Apple hat hier ganz klar das Nachsehen mittlerweile.
Aber auch Apple hat laut Analysten-Meinungen selbst dazu beigetragen, dass das iPhone an Ansehen verliert. Grund dafür sind die fehlenden Innovationen, die die letzten Generationen mit sich brachten. Während man bei Android von Jahr zu Jahr sehen kann, wie sich das Betriebssystem und die dazugehörige Hardware signifikant verbessern, scheint Apple ein wenig auf der Stelle zu treten.
Allerdings gehen auch bei Analysten die Meinungen noch weit auseinander. Während die Analysten bei Buzz Marketing Groud festgestellt haben, dass Apple für Jugendliche bereits “erledigt” sei, stellen die Marktforscher von Piper Jaffray fest, dass immer noch 67 Prozent der befragten Jugendlichen über die Anschaffung eines iPhone nachdenken, wenngleich Samsung hier mit 22 Prozent ordentlich aufholt.
Wie bewertet ihr die Situation um Apple und das iPhone? Ist hier wirklich ein realistisches Bild gezeichnet worden? Immerhin berichteten wir darüber, dass selbst Apple den eigenen Absatz überschätzt hat und deutlich weniger Displays bei den Herstellern bestellt hat. Oder tut ihr das als das übliche Analysten-Geschwafel ab, welches oftmals an der Realität vorbei geht?
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