Der weltgrößte Vertragsfertiger Foxconn hat gestern für den Monat Januar einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr gemeldet, den Marktbeobachter unter anderem auf eine unerwartet niedrige Nachfrage für Apples iPhone 5 zurückführen.
Der taiwanesischen China Post zufolge meldete Foxconn (in China bekannt als Hon Hai Precision Industry) gestern einen Umsatz von 313,5 Milliarden Taiwan-Dollar, was umgerechnet knapp 7,9 Milliarden Euro entspricht. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 8,19 Prozent, denn im Januar 2012 setzte Foxconn noch ganze 341,5 Milliarden Taiwan-Dollar um – also fast 8,6 Milliarden Euro. Von Seiten des Unternehmens war zu hören, dass der Umsatzrückgang im Vergleich zum Dezember 2012 eine typische Entwicklung für die Jahreszeit sei. Wahrscheinlich meint man damit, dass das Weihnachtsgeschäft hinter uns liegt und die Absatzzahlen der Kunden für die Foxconn Geräte baut, im Januar traditionell niedriger sind.
Analysten verweisen aber darauf, dass der Umsatzrückgang eben gegenüber dem Januar letzten Jahres erfolgt ist und nicht nur gegenüber dem letzten Monat. So zitiert die China Post “Experten”, die den Umsatzrückgang auf reduzierte Bestellungen von Apple zurückführen. So sei das iPhone 4S im Oktober 2011 vorgestellt worden und die Bestellungen bei Foxconn seien aufgrund der großen Nachfrage im Januar 2012 noch immer auf hohem Niveau geblieben. Beim iPhone 5 habe es im Vergleich dazu geringere Verkaufszahlen gegeben, die nun eben auch einen Rückgang der von Apple abgegebenen Bestellungen für das neue Smartphone nach sich ziehen würden, heißt es.
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